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Romero Morgue
Level 3
XP 168
Eintrag: 27.11.2018

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ParaNorman

Herstellungsland:USA (2012)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Anime, Comicverfilmung

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Norman ist ein Außenseiter mit einer ganz besonderen Gabe: er kann mit den Toten sprechen. Um seine Stadt von einem Jahrhunderte alten Fluch zu befreien und seine Familie zu retten, nimmt er es mit Zombies, Geistern, Hexen und sogar Erwachsenen auf!
eine kritik von romero morgue:

ParaNorman Activity


Animationsfilme haben schon seit längerem bei mir ein Stein im Brett und sind auch beim breiten Publikum sehr beliebt, da sie fast ausschließlich für alle Altersgruppen konzipiert sind und somit Jung und Alt ansprechen. Während unsere Kiddies diese sicherlich anders bewerten als wir (die Erwachsenen) gibt es aber dennoch immer einen gemeinsamen Nenner bei der Betrachtung. Unsereins freut sich immens über die teils zahlreich vorhandenen Anspielungen auf andere Werke und das Tagesgeschehen, kann aber auch mit der zuteil doch seichten Unterhaltung zumindest die Zeit füllen und muss den Nachwuchs nicht alleine ins Kino schicken ohne sich zu langweilen. Die MINIONS seihen hier mal als Paradebeispiel angeführt. Einer meiner Favoriten ist aber „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“ - man, was habe ich Tränen gelacht. Warum also nicht mal eine Review für einen Film dieser Gattung abgeben, der dazu auch noch im Horrorgefilde angesiedelt ist. Warum bis her noch so wenige Reviews zu Animationsfilmen vorhanden sind, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Diese werden hier anscheinend nicht gerne rezensiert...

Norman ist eigentlich ein ganz normaler Junge in der Frühpupertät. Eigentlich, den er kann nicht nur Tote sehen sondern auch mit ihnen reden als wäre es das natürlichste von der Welt. Da er seine Gabe auch nicht verbirgt, reagiert sein Umfeld eher mit Missgunst auf den kleinen Sprössling und Norman erntet nur Argwohn und Unverständnis. Über Umwege freundet er sich mit dem ebenfalls sonderbaren Neil an, der seine Gabe eher als Cool empfindet und die Hänseleinen der anderen wegen seinem Aussehen gut nachvollziehen kann. Gemeinsam müssen sie eine „Zombieapokalypse“ in ihrer Stadt Blithe Hollow abwehren, was leichter gesagt ist als umgesetzt, da auch die Bewohner sich nicht gerade anders als Monster verhalten. Die Rettung ergibt sich dann auch aus seinen Fähigkeit und ist kein Zufall beim dem auch ein verworrener „Fremder“ keine unerhebliche Rolle spielt. 

Was uns die beiden Regisseure Chris Buttler und Sam Fell mit diesem Animationsfilm vorlegen ist schon eine eigenwillige Produktion. Wo viele Filme der jüngsten Neuzeit eher sehr glattgebügelt daherkommen wirkt NORMAN extrem anders. Anders schon mal deshalb weil es keine reine Computerretorte ist sondern im aufwendigen Stop-Motion-Verfahren gedreht wurde. Dieses ist auf der einen Seite anfangs zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch extrem cool anzusehen. Nichts ist gerade. Nicht nur die Charaktere sind schräg sondern selbst die Autos und Häuser. Trotzdem ist die Umgebung teils so gut umgesetzt das man bei Perspektiven ohne „Menschen“ meint ein realistisches Bild vor Augen zu haben. Dafür einen dicken Daumen nach oben! Besonders schön kann man den gesamten Kontrast aus Animation und Computer an der Szene in der Schultoilette erkennen: Das Wasser bewegt sich wie Knetgummi “ruckelhaft“ aus der Schüssel und im gleichen Moment wird der Ort mit CGI aufgefüllt. Wirklich schick anzusehen! Im Grunde kann man die gesamte Umsetzung als Liebevoll und Detailreich bezeichnen. Das hat alles extrem viel Charm, was viele andere Filme aus diesem Genre nur bedingt von sich behaupten können. 

Bei der Darstellung der Personen müssen wir aber leider auf all zu viele Experimente verzichten. Die Zeichnung von Gut und Böse ist direkt von Anfang an festgelegt und Bedarf keiner großen Anpassung. Da gibt es unseren herzensguten Helden, seinen tollpatschigen Freund und Sidekick, die nörgelnden Eltern und die genervte große Schwester. Alles sehr stereotypisch angelegt und dadurch geschuldet auch kleinere Zuschauer nicht zu überfordern. Kann man aber mit leben. Es hätte auch (noch) schlimmer kommen können.

Der Weg der Handlung ist somit schon mal vorprogrammiert und wird eher seicht präsentiert. Große Überraschungen oder auch arg üble Bösewichter sind nicht vorhanden. Selbst die wiedererweckten Zombies und die allgegenwärtige „Hexe“ sind alles andere als typische Vertreter ihrer Gattung - mehr soll hier aber auch schon nicht verraten werden. Auch wurde das Vorhandensein & Ableben der Geister/Toten mMn sehr subtil und altersgerecht integriert ohne die kleinen völlig zu verunsichern, was auch erklärt warum nicht alle Charaktere bis zum Ende dabei sind. Das aber nur am Rande erwähnt.

Völlig anders hingegen ist die Darstellung des Dreh- und Angelpunktes rund um den Auslöser des ganzen Spuks. Dieser spielt sich vor allem im letzten Viertel des Filmes ab und ist teils so düster geraten das er sich schon nicht mehr homogen im Gesamtgebilde einfügt. Am besten kann man das als leicht abgemilderte Grundversion von SILENT HILL (dem Film) betrachten und schraubt gleichzeitig auch den seichten Gruselfaktor gehörig nach oben. Das war dann wohl auch der Grund dafür das ParaNorman hierzulande eine FSK 12 erhalten hat. Alles andere würde auch sechsjährige nicht übermäßig belastet. Ob diese den letzten Handlungsstrang aber schon entsprechend verstehen können ist eine völlig andere Thematik. Ich für meinen Teil war zumindest sehr verwundert in was für eine Richtung der Abschluss einschlägt und gleichzeitig auch positiv Überrascht über diesen gewagten Spagat zwischen Kindgerechter Inszenierung und Einbindung erwachsener Zuschauer. Dafür definitiv Respekt für die Macher - Chapeau!

Wahrscheinlich ist das aber auch ein Grund dafür das der Film kein großer Erfolg wurde und nur etwas mehr als sein Budget einspielen konnte. Zwar somit kein direkter Flop aber ein richtiger Erfolg sieht halt anders aus. Ein Wagnis also, was so in dieser Form wohl eine Ausnahme bleiben wird. Schade eigentlich, den gerade diese völlig andere Umsetzung aller vorhandenen Zutaten (Horrorthema und Stop-Motion) lässt den Streifen aus der Masse hervorstechen.

Das ich ein Befürworter der neuen 3D Technik bin, sollte dem geneigten Leser aus den Kommentaren im Forum und meinen Rezensionen ja nichts neues sein. Im vorliegenden Fall reicht die normale Variante aber völlig aus. Sicherlich wirken auch hier einige spezielle Effekte wie das ziemlich coole „wegbrennen“ von Wänden in der Zeitebene und gerade der „Endkampf“ im Wald durch die zusätzliche Dimension noch besser (da plastischer), setzt diese aber selektiert und gezielt am Rande ein. Somit ist die (para)normale Variante gleichauf und die 3D Version eher ein nettes Gimmick für Shutterbrillenfanatiker wie mich.


Als Fazit kann ich mit ruhigem Gewissen gute 7 Grabbewohner aus dem 18. Jahrhundert und als Extrabonus außerhalb von der Bewertung einen zusätzlichen Sonderhexenpunkt für das „gruselige“ Ende vergeben und lege ParaNorman jedem junggebliebenem Horrorfan ans Herz, der sich auch abseits der sonstigen Schockerfilme gut unterhalten lassen kann. Eine Sichtung hat der Film auf jeden Fall verdient. Der „paranormale“ Norman ist der richtige (Kinder)Film für Halloween oder auch um seine Sprösslinge an das geliebte Genre der Eltern heranzuführen.

7/10
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