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Kane McCool
Level 5
XP 358
Eintrag: 05.12.2018

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Ghost in the Shell

Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Comicverfilmung, Drama,
Science-Fiction, Thriller, Mystery

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,93 (21 Stimmen) Details
inhalt:
Basierend auf dem international anerkannten Sci-Fi Hit, "GHOST IN THE SHELL" erzählt die Geschichte von Major, einem einzigartigen halb Mensch halb Cyborg Hybrid, der die Elite Einheit Section 9 anführt. Ihr Ziel ist es die gefährlichsten Kriminellen und Extremisten zu stoppen. Jetzt allerdings muss sich Section 9 einem Feind stellen, der sich das Ziel gesetzt hat, die fortschrittliche Cyber Technologie von Hanka Robotics auszulöschen.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kane mccool:

Mit amerikanisierten Realverfilmungen von japanischen Animes/Mangas ist das so eine Sache. Meistens ist das Ursprungsmaterial so abstrakt, dass es sich nicht wirklich für eine Realverfilmung eignet. Bestes Beispiel dürfte hier "Dragonball: Evolution" sein, der mal wirklich alles war, nur keine gute Animeverfilmung - oder überhaupt 'n guter Film. Doch hin und wieder finden geldgeile Ami-Produzenten den Mut die Vergangenheit hinter sich zu lassen und es erneut zu wagen. 2017 war es dann so weit und Hollywood wagte sich gar an der Realverfilmung von vielleicht DEM Anime überhaupt: Ghost in the Shell. Wie im Osten als auch im Westen besitzt der Anime von 1995 sowie dessen Fortsetzungen und Serienauskomplungen eine große Fanbase. Und der ließe sich mit einer Realverfilmung doch sicherlich das Geld wie der Saft aus einer Orange heraus pressen. Die Bedenken waren groß ob sich das tiefgreifende Konstrukt der Vorlage sich in einen einzigen Hollywood-Film stopfen ließe. Ich will's mal so sagen: mehr oder weniger.

 

Nachdem ihr Körper bei einem Terroranschlag schwer verletzt wurde, wurde das Gehirn von Mira Killian (Scarlett Johansson) in einen Cyborg-Körper transplantiert. Ein Jahr später arbeitet sie als Major für die Sektion 9 im Kampf gegen Cyberterrorismus. Bei einem ihrer Einsätze findet sie Hinweise auf den ominösen Kuze (Michael Pitt), der es auf Mitarbeiter von Hanka Robotics abgesehen hat, jene Firma, die Majors Cyborg-Körper gebaut hat. Die Jagd nach Kuze wird für Major zunehmend eine Odysse nach der eigenen Vergangenheit...

 

Viel wurde rumgemault, dass Scarlett Johansson (Avengers) eine Fehlbesetzung sei und überhaupt nur eine asiatische Darstellerin in Frage käme. Allgemein wurde hier viel über Whitewashing geschimpft. Das macht hier aber nicht nur aus markentechnischen Gründen Sinn, sondern auch was den finalen Handlungstwist angeht macht das Whitewashing zumindest in "Ghost in the Shell" durchaus Sinn. Außerdem: es ist Scarlett Johansson, also Klappe zu, Social Justice Warriors. Zumal vor allem die Japaner damit überhaupt keine Probleme hatten, wohingegen sie bei den Verfilmungen von "Die Geisha" und "Oldboy" (Original, nicht Remake) rot gesehen haben. Ein Japaner hat es dann doch noch in den Film geschafft und zwar niemand geringeres als Takashi Kitano (Battle Royale), der Majors Vorgesetzten Aramaki spielt. Kitano hatte zwar keinen Bock Englisch zu sprechen, absolviert seine Rolle aber sehr souverän. Majors Partner Batou wird von Pilou Asbæk (Lucy) verkörpert. Der macht seine Sache an sich ganz ordentlich, dennoch hätte ich lieber Dolph Lundgren in dieser Rolle gesehen, da er einfach perfekt zu Batou gepasst hätte. Während in den Animes auch der Rest von Sektion 9 eine gewichtige Rolle spielt, so ist hier die restliche Truppe lediglich bessere Dekoration.

 

Handlungsmäßig kommt der Film mehr wie eine weibliche Variante von "Robocop" daher, in die man lediglich das Best-Of an Schlüsselszenen aus den Animes rein gewürfelt und so zu 'ner eigenen Suppe verrührt hat, dass es handlungstechnisch irgendwie da rein passt. Am Ende ist's eben das ewige Mär vom Kampf gegen einen übermächtigen und korrupten Konzern, der seine Verbrechen ausbügeln will. Trotz eines gewissen Leerlaufs im Mittelteil weiß der Film dennoch irgendwie zu unterhalten.  Denn zumindest optisch weiß Regisseur Rupert Sanders (Snow White and the Huntsman) was er tut. Sei es nun Majors legendärer Dive vom Gebäudedach, Neo Tokio an sich oder Majors berühmter Kampf im Stealth-Modus im Wasser. Nur im finalen Showdown gegen den Kampfpanzer lässt man die Atmosphäre des 95er Animes missen. Actionmäßig weiß der Film auch überwiegend zu überzeugen, wobei eine der besten Actionszenen Takeshi Kitano gehört, in der er sich einer Truppe Angreifer erwehrt. Die Szene ist zwar nicht sonderlich spektakulär im Vergleich zum Rest, aber Kitano macht mit seinem schauspielerischen Können dann doch den Unterschied. Musikalisch auch alles im mittleren bis oberen Bereich, auch wenn ich in der eröffnenden Shelling-Szene lieber den Song aus dem Anime gehabt hätte, der hier nur im Abspann gespielt wird.

 

Leute wie Denis Villeneuve (Sicario) oder Neill Blomkamp (District 9) hätten sicherlich noch mehr aus dem Stoff raus geholt (wobei ich bei Blomkamp Bedenken hätte, dass er seine komischen Buddys aus "Chappie" mit darein geschleppt hätte), aber insgesamt ist es eine solide Anime-Verfilmung geworden, die meiner Meinung besser ist als ihr Ruf und um Welten besser als der Dragonball-Fehlversuch. Und hey, man hat Johansson zum Glück keine künstlichen Anime-Augen verpasst wie jüngst in "Alita". Der anfangs befürchtete Griff ins Klo bleibt hier also weitestgehend aus. Zumal er sich auch gut eignet, um Uneingeweihte an die GitS-Animes heran zu führen. Denn will man sich an die wagen, weiß man erstmal nicht, wo man überhaupt anfangen soll. Der 95er Original-Film? Arise? Stand Alone Complex? Für Unkundige mag das erstmal verwirrend sein. Ob es am Ende ein Wiedersehen mit Johansson als Major geben wird steht momentan noch in den Sternen und ich selber sehe die Chancen dafür auch eher gering. Wobei die eventuelle Fortsetzung nicht zwangsläufig mit Johansson sein müsste, denn Major könnte man ja einfach einen neuen Cyborg-Körper geben, der das Aussehen einer neuen Darstellerin hätte. Vielleicht wird's dann ja was mit der asiatischen Darstellerin, da Major nun ihrer Herkunft bewusst ist.

7/10
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