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CHOLLO
Level 7
XP 631
Eintrag: 06.12.2018

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X-Ray - Der erste Mord geschah am Valentinstag

(Originaltitel: Hospital Massacre)
Herstellungsland:USA (1981)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Alternativtitel:Be my Valentine, or else...
Ward 13
X-Ray

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,75 (8 Stimmen) Details
inhalt:
"I love you!" Mit diesem zärtlichen Kartengruß beginnt am Valentinstag eine grauenvolle Jagd. Ein abgewiesener Liebender, wahnsinnig geworden und völlig unberechenbar, veranstaltet eine mörderische Hatz, die blutige Spuren durch endlose Korridore und die Operationssäle einer Klinik zieht. Verrückt vor Liebe zur schönen Susan vernichtet der sadistische Mörder Harry alles und jeden, an dem die gejagte Frau hängt. Unbarmherzig treibt er sie in eine Sackgasse des Irrsinns, an deren Ende der Tod lauert. Gibt es auch für Susan kein Entkommen...?
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von chollo:

Lang lebe der Slasherfilm! So oder so ähnlich müssen die aus Israel immigrierten Cousins Menahem Golan und Yorum Globus gedacht haben, als sie 1979 ihre Produktionsschmiede Cannon in dem US-amerikanischen Studiosystem zu etablieren versuchten, und nach Publikumswirksamen vor allem aber gewinnbringenden Projekten Ausschau hielten. Geld war zu diesem Zeitpunkt nur begrenzt verfügbar und auch was das Business auf dem entfernten Kontinent anging waren die Beiden, in ihrer Heimat schon der Spitze ihrer Industrie zugehörig, noch ziemlich grün hinter den Ohren. Man versuchte demnach schnellstmöglich Fuß zu fassen und mit 2-3 sicheren Nummern zumindest ein Grundgerüst auf die Beine zu stellen. Kurzum mal ein Mitglied der eigenen "Familie" abkommandiert und mit etwas Budget und Vertrauen ausgestattet, schon konnte es was die beiden Produzenten anging zu Werke gehen. Klingt semi- professionel, ist aber zu dieser Zeit und in diesem Genre beileibe keine Ausnahmeerscheinung.

"Hospital Massacre" oder im deutschen mal nicht ganz so unpassend "X-Ray" hieß das im Jahre 1981 von Regisseur Boaz Davidson ("Eis am Stiel") auf die Menschheit losgelassene Schlitzerfilmchen. Davidson, eher im komödiantischen Sektor beheimatet, schlägt sich in diesem für ihn unbekannten Gewässern aber durchaus respektabel. Vor allem was die Atmosphäre angeht beweist dieser ungeahnte Fähigkeiten die so manchem "etablierten" Kollegen die Schamesröte in das Gesicht steigen lassen dürfte. Nach der gefühlt hundertsten lustlosen Verwurstung eines maskierten Schlächters auf Teenager-Jagd ( besondere Negativbeispiele siehe "Prom Night" oder "The Prowler"), besinnt sich hier ein Filmemacher scheinbar wieder auf andere Schwerpunkte die einen Slasher durchaus interressant machen. Denn selbst den anspruchlosestem Publikum hängt ein -wenngleich in Blut und Schmodder triefender- Mord nach bekanntem Schema F irgenwann zum Halse raus.

Dass das Krankenhaus als Handlungsort und der Schlitzer in Verkleidung eines Onkel Doktors wohl keinen Preis für Innovation gewinnen dürfte, war wohl sicher auch Davidson bewusst. Doch spielt er was die Vorteile seines Settings anbelangt die ihm gegeben Karten gut aus. Klar gehören da auffallend unrealistisch unbewohnte Stationsflure, wie man sie schon in "Halloween 2" bewundern durfte zum Standartrepertoire, doch lässt es sich der gute Boaz auch nicht nehmen die ein oder andere Spannungsschraube zu justieren. Schön zu sehen z.B. als die leiderprobte Protagonisten hinter einer Spanischen Wand versteckt versucht, ihr abhanden gekommenes und allzu verräterisch plaziertes Zippo- Feuerzeug wieder in Sicherheit zu bringen. Auch verkommt das Dargebotene nicht zur fröhlichen Effekte Schau wie etwa bei "The Mutilator", da Davidson es auch versteht ein paar morbide Momente in die Szenerie zu streuen. Genannt seien hier etwa die Momente in denen Onkel Doktor die Überbleibsel seiner Opfer in Zeitlupe über einen der leeren Flure schiebt, oder ein Rollstuhlfahrer geschickt beleuchtet hinter einer Sicht-Schutz Wand morbide Hilferufe zum besten geben darf. Man merkt dem Regisseur an dass er versucht hat hier ein Unbehagen beim Zuschauer zu erschaffen und sich nicht nur auf die Arbeiten seiner FX Künstler auszuruhen versuchte.

Was den Härtegrad anbelangt bewegen wir uns hier in den Spuren eines "Freitag der 13" oder schon genannten "Halloween 2", wobei vor allem die Ähnlichkeit zu letztgenannten nicht nur aufgrund der Lokation überaus deutlich zu Tage treten. Einer der Morde hatte sogar Vorbildfunktion, da er in leichten Abänderungen nochmals in "Freitag der 13- Das letzte Kapitel" Verwendung findet. Was den 131-Status angeht so verhält es sich mit "X-ray" ebenso fragwürdig wie mit "The Burning" oder "The Prowler". Sehgewohnheiten haben sich nun mal verändert und in den letzten fast schon 4 Jahrzehnten wurde dem geneigten Zuschauer wahrlich erschreckenderes zugemutet. Die ein oder andere Derbheit darf man natürlich trotzdem bestaunen.

Was die Darsteller betrifft möchte ich mich in diesem Fall mal nur auf Playmate Barbi Benton beziehen, der auch gleich die Hauptrolle inne wohnt. Nunja hohe Schauspielkunst ist dass hier natürlich nicht, doch agiert sie neben der hübschen Optik auch charmant genug um ihr nicht gerade die Pest an den Hals oder das Skalpell im Rücken zu wünschen. Verehrer ihrer Attribute dürfen sich zudem noch auf eine ausgedehnte Nacktszene mit ihr freuen, die nicht unbedingt der Atmosphäre, wohl aber der männlichen Zuschauerschaft entgegen kommt.

Was dem Film weniger gut zu Gesicht steht sind indes die (un)freiwillige?! Komik und ein paar derbe Kontinuitätsfehler. Der besoffene Patient dem unsere liebe Barbi des öfteren auf den Gängen über den Weg läuft, wirkt irgendwann wie ein Fremdkörper im Geschehen, da er ohnehin bei halbwegs versierten Genreliebhabern zu keiner Minute als Täter in Betracht gezogen wird. Auch das strunzdoofe Ende wirkt wie abgehackt und angeklebt. Wie kann es bitte sein das ein Krankenhaus in dem gerade mindestens ein halbes dutzend Menschen abgeschlachtet wurden und der Täter wie Leuchtreklame vom Dach gefallen ist, der normale Betrieb weiterläuft als wäre nichts gewesen. Zudem verlässt unsere Heldin das Krankenhaus am nächsten Morgen durch den Haupteingang, als wäre sie mal eben für eine Blutentnahme drin gewesen. Ich kann als Slasherfan ja so einiges vertragen, das ging mir dann aber doch ein bischen zu weit.

Insgesamt haben wir es bei "X-ray" mit einem Genrefilm der gehobeneren Klasse zu tun. Und das liegt vor allem daran dass dieser eben mehr auf Stimmung denn auf Gekröse setzt, obgleich er trotzdem was den Blutgehalt angeht mehr zu bieten hat als so manch anderer Slasher aus den seligen Achtzigern.

7/10
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Kommentare

06.12.2018 17:54 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 13
Erfahrungspunkte von dicker Hund 2.605
Schön individuell beleuchtet! Punktemäßig liegen wir ja gleichauf.

06.12.2018 19:06 Uhr - CHOLLO
1x
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Erfahrungspunkte von CHOLLO 631
Danke Hund!

Jup da segeln wir auf der gleichen Welle. Auch was den Vergleich zum "Prowler" angeht ;)

06.12.2018 20:27 Uhr - Nubret
1x
User-Level von Nubret 8
Erfahrungspunkte von Nubret 986
Yes, der gefällt mir auch.

Wieder mal ein Volltreffer, Chollo!

06.12.2018 22:19 Uhr - CHOLLO
1x
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Erfahrungspunkte von CHOLLO 631
Danke Nubret!
Schön das wir da einer Meinung sind :)

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