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Ghostfacelooker
Level 16
XP 4.927
Eintrag: 06.12.2018

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Der letzte Kampf des Shaolin

(Originaltitel: Hou Hap)
Herstellungsland:Hongkong (1979)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Eastern
Alternativtitel:Dernière Chevalerie, La
Hao Xia
Last Hurrah for Chivalry

Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,00 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Während Kaos Hochzeit wird die gesamte Familie des Bräutigams ausgelöscht. Kao schwört Rache. Doch seine Kampfkunst reicht nicht. Aus diesem Grund sucht er den Schwertmeister Chang auf, der ihm bei seinem Rachefeldzug helfen soll ...
eine kritik von ghostfacelooker:

John Woo, ehrt mit diesem Eastern nicht nur Regielegende Chang Che, sondern begegnet im Erscheinungsjahr einer weiteren Legende des asiatischen Kinos, mit deren Freundschaft, bis zu ihrem künstlerischen Bruch ebenso legendäre Filmhits entstehen sollten; Tsui Hark.

Der Film beginnt nach einigem dialogischen Geplänkel, gleich mit einer fulminanten Schlacht, in der Beginn bis zu den paar Minuten nach ihrem, den Kern der Geschichte des Films formenden Ende, die Attribute legendärer Filmkämpfe Che´s widerhallen.

Hierzu wird die Grundgeschichte darin geformt das Lau Kong´s Charakter Kao Peng auf Rache ob der Schmach auf seiner Hochzeit sinnt und sich dabei mit Chang San anzufreunden sucht, während dessen jener wiederum unabsichtlich Tsing Yi´s Leben rettet, den man durch die deutsche Synchronisation seltsamerweise Grün nennt.

Neben der schrecklichen deutschen Synchronisation, die fast so klingt als würde ein Sprecher/in mehrere Charaktere innehaben abgesehen, bietet der Film humoreske, sowie choreographisch gut durchdachte Einlagen (wie zum Beispiel, die Szene in der Chang San die Ehre seiner Schwester gegen seinen zukünftig erkorenen Schwagers energisch hervorhebt, oder die Szene in der er sein Schwert an dessen Laden testet), die eines jedes Easternfanherz höher schlagen lassen sollten.

Jedoch auch spätere Markenzeichen Woo´s, wie Zeitlupenfights, Loyalität bis in den Tod, ehrenhafte Beweggründe, oder ein sentimental unterlegter Score, der die emotionale Ebene der Agonie des Helden unterstreicht, zeichnen sich bereits deutlich in dieser Geschichte, deren Helden einander Vertrauen, Mißtrauen und miteinander rivalisieren oder sterben.

Dabei wechseln sich für Woo ebenso typisch dramatische Elemente, wie Ehre und Dialoge, mit Kampfszenen in einer ausgewogenen eingebetteten Balance der Handlung ab, während die im Wuxia-Genre mündenden Schwertkämpfe der damaligen Ära, die aber durch den Einfluß Chang Che´s sichtbar blutiger ausfallen durften, als in manch anderen Filmen.

Damian Lau (Heroic Trio, My Father is a Hero) setzte hierbei einen Grundstein, seiner späteren Karriere, in der Hauptrolle des Tsing Yi, die wiederum auf dem realen Attentäter Jing Ke basiert, dessen berühmtes Attentat auf Qin Shi Huang, Chinas erstem Kaiser.

Auch der Film The Emporer and the Assassin oder der visuell und choreographisch bahnbrechende Hero, behandeln dieses Attentat, während man dem Attentäter selbst, mit Donnie Yen in einer fiktiven Heldenrolle in Highlander: End Game gedenkt.

Aber wie so oft in damaligen Eastern, ist aus heutiger Sicht betrachtet Lau nicht die einzige Legende des Hongkong Kinos, denn man hat mit Wai Pak (einen der Five Venoms) einen weiteren namhaften Darsteller, in der Rolle des umherstreifenden „Helden“ Chang San gewonnen.

Mit Lau Kong,und Hoi Sang Lee (unter anderem; Lehrer in 36 Kammern der Shaolin oder Bösewicht in Die Schlitzaugen mit dem Superschlag) fügen sich dem Cast ebenso zwei legendär zu nennende Nebendarsteller dem Cast hinzu.

Ebensolch zu bezeichnende Nebendarsteller, wie Hsu Hsia (Drunken Master), Alan Chui Chung-San (Enter the Dragon) außer Fung Hak-On aka Feng Ke'an (Hard Boiled 2; Kung Fu Hustle), in der Rolle des Todesschwert, im Film fast unbemerkt untergehen. Todesschwert macht seinem Namen in einem späteren Duell mit Chang noch alle Ehre und enthüllt dem Zuschauer dadurch einen Plottwist.

Wer bis dahin die Schönheit des Films, den Wortwitz darin, und Woo´s Handschrift noch nicht entdeckt haben sollte, hat spätestens im Regenkampf bei der Gaststätte oder später gegen Sang Lee als Antagonist Pak Tong, in seinem Anwesen, keinen Grund mehr dies zu leugnen.

Zeitgleich beginnt im Anschluß daran, das letzte Filmdrittel, welches noch mal gespickt mit ausgeklügelt atemberaubenden Kämpfen und natürlich dem ultimativen Showdown, welcher die Auflösung des angedeuteten Rätsels, sowie einen äußerst witzigen Zwischenkampf mit dem „schlafenden Zauberer“ birgt.

Eine frühe Perle in John Woo´s langjähriger Filmkarriere, dessen deutscher Titel wahrscheinlich in der Verkaufsstrategie damaliger Videoproduktions und Verleihern gründet, denn er hat mit Shaolin genauso viel gemeinsam, wie Reis mit Bohnen.

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Kommentare

06.12.2018 22:08 Uhr - jrtripper
jetzt haste mich neugierig gemacht, den kenn ich nämlich noch nicht.
werde es mal sofort nachholen.
wie immer eine gute schreibarbeit von dir.

07.12.2018 07:21 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 16
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 4.927
06.12.2018 22:08 Uhr schrieb jrtripperjetzt haste mich neugierig gemacht, den kenn ich nämlich noch nicht.
werde es mal sofort nachholen.
wie immer eine gute schreibarbeit von dir.


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07.12.2018 20:58 Uhr - jrtripper
absolut zu empfehlen..

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