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Nico

(Originaltitel: Above the Law)
Herstellungsland:USA (1988)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Nico (Hævet over loven)
Nico: Above the Law
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,10 (71 Stimmen) Details
inhalt:
Nico Toscani erlernte asiatische Kampftechniken und arbeitete in einer Sondereinheit des CIA in Vietnam, bevor er nach Chicago kam. Als er auf die schmutzigen Geschäfte einer Organisation stößt, holen ihn die Schatten seiner Vergangenheit wieder ein. Vom Dienst suspendiert, versucht Nico auf eigene Faust herauszufinden, wer dahintersteckt. Die Spur führt in höchste politische Kreise...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von knochentrocken:

„Nico“


1988 sollte eine beachtliche Karriere starten, die nicht lange anhalten und für Kampfsportgroßmeister Steven Frederic Seagal schon sehr früh das Genick brach. Doch bevor es dazu kam, brach er seinen Wiedersachern oft das Genick, oder andere Gliedmaßen. Denn der gute Mann, welcher 1952 in Michigan geboren wurde, ist Träger des 7. Dan (Stufe, Rang, Gürtel) im Aikidō. Nebenbei war/ist Steven Seagal Produzent, Musiker und Polizist. Er besitzt die russische und persische Staatsbürgerschaft. 

1988 also, begann seine Schauspielkarriere. Der unter der Regie von Andrew Davis („Cusack“, „Auf der Flucht“) und von Seagal selbst produzierte Film: „Above the Law“ (bei uns „Nico“), ist ein Actionfilm, in dem Seagal einen Polizisten spielt, der die Straßen vom Schmutz befreit und das auf seine eigene Art und Weise. Irgendwann bekommt er es mit einem gefährlichen Mann zu tun, der im Rauschgiftgeschäft tätig ist und dem Nico Todcani das Handwerk legen will. Doch dieser Mann ist ihm garnicht so unbekannt. 

„Woooow“ denken jetzt wohl die Meisten, wenn sie sich das durchlesen. „Was für eine innovative Story“  wird man sich denken. Ja, eine Story besitzt „Nico“ eher nicht. Aber dem roten Faden ist einfach zu folgen und es ist eine solide und einfache Story. Eine simple Story, wie sie in den 80ern üblich war, aber garnicht so unspannend.  Außerdem setzt „Above the Law“ andere Schwerpunkte. 


Denn welcher Actionstar der 80er (in den USA) konnte das, was Steven Seagal mit seinen Gegnern tat? Richtig, keiner. Höchstens Jean Claude van Damme und Chuck Norris. Denn alle Actionhelden greifen nach einer dicken Wumme und rotzen die Bad Guys weg. Seagal schießt auch, aber nur, wenn es sein muss. Eigentlich wartet er, bis ein Gegner ihn angreift und dann tut es richtig weh. Der Mann mit dem flinken Aikidō-Griff lässt dann die Knochen knacksen und überspannt die Muskeln und Sehnen, dass die Bad Guys dann sofort in die Notaufnahme müssen. Wenn sie dann noch leben. 

Und das machen Seagals Filme (die frühen Werke, vor Ende seiner Karriere) so geil: es macht einfach Spaß ihm zuzusehen. Vor allem bekommt der Mann mit dem einen Gesichtsausdruck prominente Unterstützung, damit er nicht ganz so schlecht dasteht. Neben Pam Grier („Jackie Brown“, „Coffy“) als seine Partnerin, Sharon Stone („Casino“, „Basic Instinct“) als seine Ehefrau Sara Toscani ist auch Henry Silva („Cusack“, „Blutiger Schweiß“) als Bösewicht zu sehen. Und wenn Silva eines kann, dann ist das einen Bösewicht spielen. Vielleicht war es die Bekanntschaft mit Davis oder einfach nur reiner Zufall, dass er die Rolle bekam, aber sie passt perfekt. Weil durch Silvas markantes Gesicht und seiner Haltung der Figur, entsteht ein schöner Kontrast zu Steven Seagals Person Nico Toscani. 


Die Action ist erste Sahne, gut umgestzt, in Szene gesetzt und die Stunts machen auch Spaß. Egal ob eine Verfolgungsjagd, bei der Nico auf dem Dach liegt und einen Bad Guy die Kehle zudrückt, mehreren Wiedersachern zeigt, was Schmerzen sind und sie durch einen Laden kloppt, oder im Hinterhof ein Mann gegen 4 Typen kämpft und dabei der eine ein Samuraischwert dabei hat. Hilft ihm nur nicht, denn sein armer Kumpel verliert nur seine Hand. Und dabei sagte doch Mama immer: „Mit Messern spielt man nicht!“

Der Film hat bei uns eine FSK 18 Freigabe, wurde aber erst als gekürzte FSK 16 Version in Deutschland veröffentlicht. Denn in der ungeschnittenen Fassung sind einige Stellen noch mit englischem Ton versehen. Indiziert war „Above the Law“ allerdings nie. Und das, obwohl Steven Seagal knallhart mit seinen Gegnern umgeht, sie einfach kaltblütig auf der Straße erschießt, oder zu allem Überfluss auch noch Selbstjustiz verübt. Das, was der BPJS (heute BPJM) am meisten Bauchschmerzen bereitet. Nicht umsonst lautet der Titel „über dem Gesetz“ und auf dem Poster steht auch: „Er glaubt, über dem Gesetz zu stehen.“ 

Doch wenn es einer konnte, dann Steven Seagal.


Ein astreiner Kracher und der Startschuss für unser heutiges Dickerle. Der Film macht nach wie vor Spaß, er hat geile Action zu bieten, eine solide Handlung, hat eine sehr gute Nebenbesetzung und bietet dem geneigten Actionfan einfach das, was er bieten will. Und wem der Film nicht gefallen sollte bei einer Erstsichtung, der sollte es noch ein zweites Mal versuchen, vielleicht dann mit Bier, Nachos und Kumpels. 

„Nico“ rockt! 


 

8/10
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Kommentare

08.12.2018 19:41 Uhr - dicker Hund
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Aufgrund der von Dir erwähnten Mängel wäre ich mit weniger Punkten dabei. Deine mit leiser Ironie kommunizierte Trotzdem-Begeisterung kommt aber erfreulich warmherzig daher. Gefällt mir.
😀

08.12.2018 20:08 Uhr - Knochentrocken
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Vielen Dank dicker Hund. 😘
Also vor allem im Anbetracht Seagals’ Karriere, ist „Nico“ definitiv eine 8! Er macht schon gewaltig Spaß!

08.12.2018 20:48 Uhr - Ghostfacelooker
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Spaß macht Seagal hier auf jeden Fall, aber wer daß was er und Van Damme in den 80ern noch konnte sind alle Hong Kong Filmstars der Dekade (obwohl du wahrscheinlich nur den USA Markt ansprichst) sowie hierzulande zusätzlich Bruce Lee, Dolph Lundgren ( welcher es nicht zeigen durfte), Sho Koshugi, Michael Dudikoff und bestimmt den ein oder anderen den ich, neben Chynthia Rothrock und Richard Norton, vergaß.

08.12.2018 20:59 Uhr - Knochentrocken
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Ich meine natürlich nur den US-Markt. Ja ich fand es auch schade, dass Lundgren sein Kickboxen (??? Wenn es denn das war) nie richtig ausleben durfte. Nebenbei Chuck Norris noch, den hau ich mal oben noch mit rein.

Bin mir nicht ganz sicher, aber Bruce Lee dürfte doch eher 70er gewesen sein. ^^

08.12.2018 21:02 Uhr - Ghostfacelooker
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08.12.2018 20:59 Uhr schrieb Knochentrocken
Ich meine natürlich nur den US-Markt. Ja ich fand es auch schade, dass Lundgren sein Kickboxen (??? Wenn es denn das war) nie richtig ausleben durfte.

Bin mir nicht ganz sicher, aber Bruce Lee dürfte doch eher 70er gewesen sein. ^^


Naja in den USA hatte er Ende der 70 und nach oder leider durch seinen Tod, Chuck Norris und James Coburn( beides Freunde und Schüler) den großeren Erfolg respektive Bekanntheitsgrad, während Rothrock, Norton, Koshugi und Dudikoff ebenso zum US Markt gehören^^^^^^

08.12.2018 21:05 Uhr - Knochentrocken
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Stimmt ja schon ;)
Seagal ist dennoch einzigartig. Vielleicht liegts einfach daran, dass er Aikidō konnte. Oder konnten die anderen Stars das? ^^

08.12.2018 21:14 Uhr - Ghostfacelooker
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08.12.2018 21:05 Uhr schrieb Knochentrocken
Stimmt ja schon ;)
Seagal ist dennoch einzigartig. Vielleicht liegts einfach daran, dass er Aikidō konnte. Oder konnten die anderen Stars das? ^^


Wow nun würde es eine Grundsatzdiskussion, welche Kampfsportart die bessere wäre-Rothrock hat fünf schwarze Gürtel in verschiedenen Kampfstilen, ( aber Gürtel nur dafür um Hose halten hoch) während dein anderer "Schwarm" Dudikoff nur so tat, also so wie Seagal heute^^^^Kosugi trainierte seit er 5 war und ist Träger verschiedener Dans. Lundgren ist im Karate bewandert während Aikido ja nicht wirklich wesentlich unterschiedlicher ist als Judo, was Lundgren anfangs trainierte.

09.12.2018 09:52 Uhr - jrtripper
1x
08.12.2018 21:05 Uhr schrieb Knochentrocken
Stimmt ja schon ;)
Seagal ist dennoch einzigartig. Vielleicht liegts einfach daran, dass er Aikidō konnte. Oder konnten die anderen Stars das? ^^


bin ein bissen verwirrt, sind die"anderen stars" und herr seagal tot, das du "konnten" schreibst?
oder haste dich einfach nur verschrieben?

09.12.2018 09:54 Uhr - Massiv21
1x
Einer von Seagals besten Filmen. Bekommt von mir gute 8 Punkte. Review ist gut geschrieben , hat Spaß gemacht zu lesen. Und ich die Diskussion möchte ich mich wirklich nicht einmischen , nur das es schon Unterschiede zwischen Aikido und Judo gibt

09.12.2018 11:51 Uhr - Pratt
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Gutes Review, den Film würde ich sogar noch etwas höher ansiedeln, Regisseur Davis hatte ja drei Jahre zuvor mit Cusack schon gezeigt was er kann und uns einen der besten C. Norris Filme geliefert.

Der Unterschied zwischen Judo und Aikido ist gewaltig, da bei Judo fast ausschließlich mit Griffen, Würfen und Hebeln gearbeitet wird um den Gegener zu fixieren, während beim Aikido auch mit sehr vielen Schlägen und Tritten gearbeitet wird, desweiteren wird beim Aikido auch der Schwertkampf ausgebildet, was beide Kampfsportarten gemeinsam haben ist die defensive Haltung bzw. Anwendung der Technik.

D. Lundgren's Sport ist Shotokan-Karate, der hat damals sogar einige Titel auf eurpäischen Vollkontakt Festivals gewonnen, M. Dudikoff hat Brazilian Jiu-Jitsu trainiert, aber erst nach dem ersten American Fighter Film...

09.12.2018 12:01 Uhr - JasonXtreme
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Sharon Stone hat nie in City Cobra gespielt ;)

09.12.2018 12:29 Uhr - Knochentrocken
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09.12.2018 12:01 Uhr schrieb JasonXtreme
Sharon Stone hat nie in City Cobra gespielt ;)


Hab ich sie doch glatt mit Brigitte Nielson verwechselt. Ist geändert.

10.12.2018 09:04 Uhr - JasonXtreme
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09.12.2018 11:51 Uhr schrieb Pratt
Gutes Review, den Film würde ich sogar noch etwas höher ansiedeln, Regisseur Davis hatte ja drei Jahre zuvor mit Cusack schon gezeigt was er kann und uns einen der besten C. Norris Filme geliefert.

Der Unterschied zwischen Judo und Aikido ist gewaltig, da bei Judo fast ausschließlich mit Griffen, Würfen und Hebeln gearbeitet wird um den Gegener zu fixieren, während beim Aikido auch mit sehr vielen Schlägen und Tritten gearbeitet wird, desweiteren wird beim Aikido auch der Schwertkampf ausgebildet, was beide Kampfsportarten gemeinsam haben ist die defensive Haltung bzw. Anwendung der Technik.

D. Lundgren's Sport ist Shotokan-Karate, der hat damals sogar einige Titel auf eurpäischen Vollkontakt Festivals gewonnen, M. Dudikoff hat Brazilian Jiu-Jitsu trainiert, aber erst nach dem ersten American Fighter Film...


Seit wann das? Aikido verwendet eigentlich keine Tritte und Schläge - das was Seagal macht ist für die Filme extrem stilisiert, und wenn man sich frühere Videos von ihm beim Kampf gegen Japaner anschaut, sieht man das auch sehr gut ;)

10.12.2018 16:02 Uhr - Pratt
1x
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Also, ich hab' das früher ca. zwei Jahre lang trainiert und da waren Schläge und Tritte mit dabei, sozusagen als Anschluss- bzw- Abschlusstechnik nach Hebeln oder Ähnlichem, evtl. gibt es da wie überall viele verschiedene Stile.

10.12.2018 09:04 Uhr schrieb JasonXtreme
09.12.2018 11:51 Uhr schrieb Pratt
Gutes Review, den Film würde ich sogar noch etwas höher ansiedeln, Regisseur Davis hatte ja drei Jahre zuvor mit Cusack schon gezeigt was er kann und uns einen der besten C. Norris Filme geliefert.

Der Unterschied zwischen Judo und Aikido ist gewaltig, da bei Judo fast ausschließlich mit Griffen, Würfen und Hebeln gearbeitet wird um den Gegener zu fixieren, während beim Aikido auch mit sehr vielen Schlägen und Tritten gearbeitet wird, desweiteren wird beim Aikido auch der Schwertkampf ausgebildet, was beide Kampfsportarten gemeinsam haben ist die defensive Haltung bzw. Anwendung der Technik.

D. Lundgren's Sport ist Shotokan-Karate, der hat damals sogar einige Titel auf eurpäischen Vollkontakt Festivals gewonnen, M. Dudikoff hat Brazilian Jiu-Jitsu trainiert, aber erst nach dem ersten American Fighter Film...


Seit wann das? Aikido verwendet eigentlich keine Tritte und Schläge - das was Seagal macht ist für die Filme extrem stilisiert, und wenn man sich frühere Videos von ihm beim Kampf gegen Japaner anschaut, sieht man das auch sehr gut ;)

10.12.2018 21:03 Uhr - JasonXtreme
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Muss dann so sein. Zwei Kollegen haben das lange gemacht, sind dann aber irgendwann zu Escrima gewechselt, weil der Trainer wegfiel... da war ich paar mal mit dabei und hab da nie was dahingehend gesehen.

14.12.2018 10:06 Uhr - gorgiday
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Da vergreift sich jemand an meinen ganzen Lieblingsfilmen

18.12.2018 11:40 Uhr - Ralle87
08.12.2018 20:48 Uhr schrieb Ghostfacelooker
Spaß macht Seagal hier auf jeden Fall, aber wer daß was er und Van Damme in den 80ern noch konnte sind alle Hong Kong Filmstars der Dekade (obwohl du wahrscheinlich nur den USA Markt ansprichst) sowie hierzulande zusätzlich Bruce Lee, Dolph Lundgren ( welcher es nicht zeigen durfte), Sho Koshugi, Michael Dudikoff und bestimmt den ein oder anderen den ich, neben Chynthia Rothrock und Richard Norton, vergaß.


Michael Dudikoff hat aber nie eine Kampfsportausbildung genossen, was man z.B. bei den ersten beiden Teilen von American Fighter leider ohne Probleme erkennen kann. Zum Glück wird man als Schauspieler auf seine Rolle vorbereitet, sonst wär es peinlich geworden.

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