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Critters: Sie sind da!

(Originaltitel: Critters)
Herstellungsland:USA (1986)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Horror, Komödie,
Science-Fiction, Thriller
Alternativtitel:Critters: Sie beißen!
Critters: They Bite
Critters 1
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,04 (28 Stimmen) Details
inhalt:
Ein gemütliches Picknick erlebt die Familie Brown nicht gerade, als eine Horde fleichfressender Aliens unvermittelt über ihre Farm in Kansas herfällt. Die panischen Browns erleben einen grausigen Albtraum - sie müssen um ihr Leben kämpfen, wenn sie die blutgierigen Monster abwehren wollen. Doch die Chancen stehen denkbar schlecht - bis zwei intergalaktische Kopfgeldjäger auftauchen, um die tödlichen Höllenkreaturen von der Erde zu vertilgen! In diesem Alien-Abenteuer gibt es reichlich Action - und jede Menge krabbelnder CRITTERS!
eine kritik von chollo:

Als Joe Dante 1984 mit Hilfe des Produzenten Steven Spielberg die "Gremlins" in die Lichtspielhäuser jagte, war das Creature Feature im Kleinformat endgültig beim Mainstream angekommen. Zeichneten sich derartige Horrorgestalten in den 50`er  und 60`er Jahren noch durch ihr überdimensional monströses Auftreten aus, wurde der Schrecken bei den kleinen Übeltätern auf Kinderzimmergröße geschrumpft. Das tat dem Erfolg bekanntlich keinen Abbruch, sondern mauserte sich im Gegenteil zu einem Welterfolg. Reine Formsache dass es nicht lange dauern würde bis ein findiger Produzent da Lunte riecht und sein eigenes Produkt mit leichten Abwandlungen auf den Markt bringt.

Obwohl von "leichten" Abwandlung dürfte man bei "Critters" nur in schlechter Absicht sprechen. Besser oder wohlwollender trifft man es, wenn man von Interpretation spricht. Einfach noch ein bisschen roher, bösartiger und vor allem gefräßiger sind die Kreaturen hier geraten.

Sehr charmant und vor allem schön Eighties fängt es hier dann auch gleich an. Auf einem intergalaktischen Gefängnisasteroiden (!) sind die schlimmsten Ausgeburten der Galaxis inhaftiert. Durch einen Zwischenfall können titelgebende Gestalten ausbrechen und zugleich ein Raumschiff kapern. Auf der Suche nach einer Nahrungsquelle für ihre gefräßigen Mäuler steuern sie dann alsbald auch die Erde an, wird diese doch von besonders zartem Fleisch bewohnt. Um dem Grauen Einhalt zu gebieten werden dann auch gleich 2 Bountyhunter/ Kopfgeldjäger arrangiert, die sich den Bestien an die Fersen heften.

Mit Regisseur Stephen Herek ( "Bill und Ted´s verrückte Reise durch die Zeit", "Mighty Ducks- Das Superteam") wurde gleich ein fähiger Verantwortlicher gefunden der mit eben jenem Film auch sein Regiedebüt abliefern durfte. Und gerade für einen Debütfilm mit sehr begrenzten Mitteln ( 2 Millionen Budget), macht "Crtters" seine Sache fast schon außergewöhnlich gut. Mit kurzen Unterbrechungen konzentriert sich das gesamte Setting auf das Farmhaus nebst Grundstück der Familie Brown. Schön warm und gemütlich bei Tag in Szene gesetzt, versprüht der Hof bei Nacht durch gekonnte Beleuchtungstechniken ein angenehmes Gruselfeeling. Nicht ganz unerheblich dieser Aspekt aber auch einwandfrei umgesetzt von Kameramann Tim Suhrstedt ("Teenwolf", "Mannequin"). Ebenfalls bravourös gestemmt sind die für einen Film diesen Genres notwendigen Spezialeffekte. Der kurze Prolog im All kann dabei ebenfalls als positives Beispiel zur Rate gezogen werden wie der Abgang der außerirdischen Invasoren via Untertasse. Freilich zieht  das Puppenspiel bei "Critters" im Vergleich zum großen Bruder "Gremlins" den kürzeren, wohl hatten die aber vermutlich die Möglichkeit, das Gesamtbudget von hier besprochenen Werk allein für ihr Animatronics herauszuschleudern. Doch auch das fällt aufgrund der hervorragenden Kameraarbeit kaum zu Gewicht.

Verlässlichkeit in Sachen Schauspielkunst fällt ganz klar den (B)- Film erfahrenen Billy Green Bush (u.a. "The Hitcher"); Dee Wallace Stone ("The Hills have Eyes", "E.T.", "The Howling"); M. Emmet Walsh ("Blade Runner", "Red Scorpion") und Billy Zane ("Zurück in die Zukunft", "Titanic") zu. Diese machen ihre Sache gewohnt stabil. Aber auch die für den späteren Verlauf des Franchise wichtigen Terrence Mann, der den schmissigen Song "Power of the Night" schmettern darf und Don Keith Opper, der auch als Drehbuchautor in Erscheinung treten durfte, leisten gute Arbeit.

Brutalitäten hat man hier nur sporadisch zu erwarten. Ein paar derb geratenen Fress-Szenen und vielleicht noch die ebenfalls schön dargestellte Verwandlung der Kopfgeldjäger fallen mir da spontan ein, dass sollte es dann aber auch schon gewesen sein.

"Critters" ist keinesfalls nur ein Rip-off oder Cash-in von dem fast übermächtigen "Gremlins", sondern besitzt seine ganz eigene(n) Qualität und Stärken. Sci-Fi Horror  der Spaß macht und zu recht mittlerweile Kultstatus besitzt und auch an der Kinokasse überzeugen konnte.

8/10
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sonyericssohn
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Kommentare

11.12.2018 11:51 Uhr - sonyericssohn
1x
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"Was sollen wir jetzt tun?"
"Fressen !"
*Schrotladung*
"SCHEISSE !"

Immer wieder gern gesehen.

11.12.2018 17:19 Uhr - CHOLLO
2x
User-Level von CHOLLO 9
Erfahrungspunkte von CHOLLO 1.200
Mein erster "Horrorfilm" ;)

11.12.2018 22:37 Uhr - CrazySpaniokel79
1x
Bester Teil!! Mit Abstand Teil 2 war auch noch ok aber alles danach😂😂

12.12.2018 16:59 Uhr - Dissection78
1x
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Erfahrungspunkte von Dissection78 3.904
Die "Critters" habe ich in den 90ern auf VHS rauf und runter geschaut. Diese kleinen, verfressenen Säcke fand ich damals genauso gut wie die "Gremlins", und die Brown-Filmfamilientochter Nadine Van der Velde war ein süßer Hingucker.

13.12.2018 11:37 Uhr - Insanity667
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Da kann einer erzählen was er will, die Hühnerstallszene gehört ins Museum of Modern (Film)Arts! :) Herrlicher 80er Jahre Sci-Fi-Horror den ich mir gerade in den letzten Jahren wieder häufiger und vor allem gerne ansehe! Gute Arbeit Chollo! ;)

13.12.2018 17:47 Uhr - CHOLLO
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:)) da kann man ja mal nen Antrag stellen:) Danke übrigens

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