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Und wieder ist Freitag der 13.

(Originaltitel: Friday the 13th Part 3: 3D)
Herstellungsland:USA (1982)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Splatter, Thriller
Alternativtitel:Friday the 13th Part III
Freitag der 13., Teil 3
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,56 (127 Stimmen) Details
inhalt:
Eine hübsche Sommeridylle wird für eine Gruppe naiver Campleiter zu einem Albtraum reinen Schreckens. Denn diese ignorieren das blutige Vermächtnis vom Camp Crystal Lake. Einer nach dem anderen fällt dem wahnsinnigen Jason zum Opfer, der ihnen hinter jeder Ecke auflauert.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von chollo:

Mit "Freitag der 13 Teil 3- Und wieder ist Freitag der 13" folgte 1982 ein weiterer Vertreter der berühmt berüchtigten Geschichte um die meuchelnde Mutter/Sohn Beziehung. Erneut mit Steve Miner auf dem Regieposten konnte zugleich auch der Glücksgriff und Mitverantwortlicher des so erfolgreich geratenen Sequels abkommandiert werden. Dass man sich diesmal ein ganzes statt nur ein halbes Jahr für jenes gewinnversprechende Low Budget Projekt Zeit ließ, liegt wohl auch daran, dass der Dritte schon gar nicht mehr so Low Budget war

Anfang der achtziger Jahre zeichnete sich in der Kinolandschaft ein (alter) neuer Trend ab, denn 3-D war zurück. Dem Publikum zu Zeiten unserer Eltern war dies nur von diversen Monster Movies der fünfziger Jahre ein Begriff. Doch hatte sich diese Technik durch vorangeschrittene Möglichkeiten für Produzenten und Kinobetreiber wieder attraktiv gemacht. So ersann man bei Paramound die Idee, den dritten Anlauf unseres Schlächters auf die nächste Ebene zu heben. Da zu dieser Zeit das Equipment noch sehr Teuer, und das Abfilmen solcher Szenen relativ schwierig zu bewerkstelligen war, ließ "Und wieder ist Freitag der 13" zu einem der kostspieligsten Filme der ganzen Reihe werden.

Womit Teil 3 vor allem punkten kann sind 2 Dinge. Zum einen erhält die Figur Jason Voorhees ihr unverkennbares Markenzeichen, und zum anderen wurde ab hier das Hauptaugenmerk offensichtlich auf möglichst grausam ausgearbeitete Mordszenen gelegt, womit dann auch die endgültig ( vor allem was Deutschland betrifft) Zensurtechnische Relevanz des immer beliebter werdenden Franchise begann.

Was einem Gewaltmäßig hier geboten wird, toppt locker die schon ziemlich freizügig damit umgegangen Vorläufer. Da man aus der Hintergrundgeschichte mittlerweile nicht mehr viel rausholen konnte, besann man sich eben neben der visuellen Innovation (3-D), auf andere Aspekte die bei diesem Genre Raum für Kreativität ließen. Jason darf hier nach vermeintlichen Besuch im Werkzeugschuppen, ordentlich vom Leder ziehen. Mistgabel, Harpune, Machete, Beil und Nägel, Messer und die bloßen Hände ect. ect.. Kaum ein Gegenstand der nicht in seinen rücksichtslosen Pranken Verwendung findet. Dass alles sieht auch nach heutigen Maßstäben trotz des abermaligen Fehlens von Meister Tom Savini, noch verdammt brauchbar aus. Kritisch wurde es nur, wenn sich besagte Künstler in Kombination mit der 3-D Technik dann doch ein wenig zu verausgabten. Negativ Beispiel ist hier u.a. die Auge aus dem Kopf Szene, deren Führungsdraht auch bei meiner alten Paramount DVD noch deutlich zu erkennen ist. Das ist aber Jammern auf Luxus Niveau und lenkt keinesfalls davon ab, das es sich hier um wirklich gute Arbeit im Gewaltsektor handelt.

Allzu auffällig hingegen sind die Spielereien mit dem 3-D Objektiv geraten. Da man heute nur noch schwerlich in den Genuss kommt, "Freitag der 13 Teil 3" in der dritten Dimension erblicken zu dürfen, wirken diese Einschübe eher befremdlich denn begeisternd.In 2-D interessiert sich keine Menschenseele mehr dafür, wie oft das Jo-Jo oder der Stock in die Kamera gefummelt werden.

Spannungsmäßig hat sich Miner im Vergleich zum direkten Vorgänger auch ein bisschen zurück genommen, dieses Pfund packt er aber in Sachen Splatter wieder obendrauf. Ein fairer Kompromiss wie ich finde. Überhaupt wirkt der Regisseur hier allgemein versierter und die Inszenierung etwas runder als noch bei "Jasons Rückkehr". Eine Steigerung in Sachen Kamerabewegung und Storytelling ist hier bemerkbar, und dass obwohl schon bei Teil 2 von mindestens solider Arbeit gesprochen werden konnte.

Von der Darstellerriege lasse ich diesmal komplett die Finger, da mir dahingehend überhaupt niemand großartig in Erinnerung geblieben ist. Nett anzuschauen sind das Hippi-pärchen oder die pseudocoole Bikergang allemal, in der Bilanz bleiben sie aber nicht mehr als Vieh das zur Schlachtbank geführt wird. Vielleicht noch Larry Zerner als Spaßvogel Shelly, konnte mir gedämpfte Sympathien entlocken.

Festzustellen bleibt, dass mit "Freitag der 13 Teil 3- Und wieder ist Freitag der 13" abermals ein gelungenes Sequel seinen Platz in Jason's Vita gefunden hat. So gut, das er meines Erachtens den bis dato besten Teil der Reihe darstellt.

8/10
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Kommentare

18.12.2018 15:58 Uhr - Fulgento
1x
Wieder schönes Review zu einem meiner Lieblings Slasher-Helden.
Nur Freddy punktet noch mehr bei mir.
;-)
Und wieder bis auf die Todesarten eigentlich das gleiche wie gehabt, aber die Atmoshäre macht vieles wieder wett und das Final Girl (ich glaub, Dana Kimmel?) schreit ganz gut.
Aber in der deutschen Synchro wurde weggelassen, das ein Mädel schwanger ist. Glaub, man hielts damals besser, Jason killt ne Nymphomanin, als ne Schwangere. ;-)
Aber dass der damals Uncut hier durch kam, war schon ne kleine Sensation. Ich kann mir vorstellen, dass aufgrund der Beschlagnahme Teil 4 deshalb so viele Federn lassen musste.
Die heute FSK 16 Zu Teil 3 find ich aber in Zeiten von TdT und Hellraiser angemessen, da die Morde meist recht kurz gehalten sind und bis auf 2, 3 Ausnahmen auch nicht sooooo blutig.

Würd dem Film auch gut 7-8 Macheten geben. Nur der 4te ist noch besser.
Aber da folgt bestimmt auch bald ein Review, oder? ;-)

18.12.2018 16:07 Uhr - sonyericssohn
1x
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Öha !
Ich fürchte den kenn ich noch gar nicht. Muss ja wohl nachgeholt werden !

Thanks !!!

18.12.2018 16:28 Uhr - Intofilms
2x
Auch wenn dieser Teil, wie gesagt, etwas in meiner Gunst gesunken ist, steht er in selbiger natürlich immer noch ziemlich hoch. Nur ist er jetzt, aktuell, eben nicht mehr ganz mein Lieblings-„Freitag“. Beim direkten Vorgänger hatte ich ja das Gefühl, der Regisseur sei lediglich krampfhaft darum bemüht gewesen, irgendwie einen abendfüllenden Spielfilm auf die Beine zu stellen. Deshalb kam da, bei der letzten Sichtung jedenfalls, auch keine wirklich schöne Schauerstimmung bei mir auf. Das sieht hier schon wieder ganz anders aus. Die Atmo passt und die Kills sind wirklich ausgesprochen hübsch. Ein bisschen Meta-Spielerei wird auch geboten, Stichwort ‚Lektüre‘, und insofern ist Herr Savini doch auch wieder mit von der Partie, gewissermaßen...^^ Und endlich, endlich wird hier die legendäre Hockey-Maske angelegt...!
Ich muss gestehen, ich habe den noch nie in 3D gesehen. Die leicht aufdringlichen Pop-Out-Effekte können in 2D natürlich schon etwas plump, vielleicht sogar richtig störend anmuten. Ich persönlich finde sie eher liebenswert drollig, also alles gut. Ich hoffe aber trotzdem weiterhin verzweifelt, dass ich hier noch einmal die 3D-Version zu Gesicht bekomme. Von mir eine 8 mit Tendenz nach oben. - Tolle Rezi wieder! ;))

18.12.2018 17:44 Uhr - callahan
1x
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Klasse Rezi zu einem der besseren der vier "besten" Teile ;-)
Ich hab "... und wieder ist Freitag..." auch noch nicht in 3D gesehen. Teil 3 ist insoweit auch als "SchlüsselTeil" zu sehen, bekommt Jason hier, wie bereits erwähnt, seine obligatorische Maske.
Insgesamt betrachtet bildet der dritte Teil von "Freitag..." eine runde Story und eine gute Steigerung in Jason´s "Gefühlsausbrüchen".
Deiner Wertung 8/10 schließe ich mich an.

18.12.2018 18:17 Uhr - Nubret
2x
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Mit Vollgas in die nächste Runde!

Der gefällt mir besser als der zweite Teil, kommt aber an den ersten nicht ran. Eigentlich mag ich alle bis einschließlich Teil sieben (ja, auch den viel gescholtenen Nummer 5). Aber ab dem achten wird´s echt kritisch..

Ich brenne auf Deine Wertung vom "Letzten Kapitel"!

18.12.2018 20:00 Uhr - Dissection78
2x
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Ich gestehe es! Das ist für mich von den ersten vier Freitagen der schwächste. Im krampfhaften Bemühen die Einnahmen hoch zu halten, wagte man keine Experimente (gut, gemessen an 'experimentelleren' Vertretern der Reihe, siehe die Teile 7 bis 10, ist diese konservative Herangehensweise hier dann beinahe doch schon meisterhaft). Das Drehbuch hält sich sklavisch innerhalb abgedroschener 08/15-Slasherparameter und ist sogar noch eine Spur dümmer. Die tragenden Charaktere sind so flach, dass sie sich fast nur durch ihr Outfit definieren, und der Joint dient als Grundnahrungsmittel.
Was die Kameraarbeit angeht: Die finde ich im vorliegenden Rezensionsobjekt irgendwie gewöhnlicher und weniger mitreißend als beim direkten Vorgänger, der des Öfteren mit so gelungenen wie rasanten Steadycam-Kamerafahrten aufwarten kann.

Außerdem - und jetzt bitte nicht lachen! - hat die Location der ersten beiden Teile meinem Gefühl nach positiv zu deren wunderbarer Camp-Atmosphäre beigetragen. Wurden diese an der US-Ostküste in relativ natürlicher Umgebung gedreht, ist Teil 3 in Kalifornien auf Studiogelände mit künstlich angelegtem Mini-Crystal-Lake gefilmt worden. Mir stößt das tatsächlich vor allem immer wieder dann auf, wenn ich das Original und seine ersten drei Fortsetzungen hintereinander schaue. Ein nur peripher tangierendes Kriterium vielleicht, und doch fällt es mir unangenehm ins Auge, denn der Handlungsort, seine Umgebung sowie deren Gestaltung SIND wichtig für die Stimmung. Die grüne Wildnis der beiden Vorgänger gefällt mir in der Hinsicht erheblich besser :)

Ein extrem wichtiges Detail hält dieser Streifen nichtsdestotrotz bereit - der Grundstein für die Stilisierung des Crystal-Lake-Killers zur Kultfigur der Fans: Er bekommt seine Hockeymaske, die fortan sein Markenzeichen bleiben soll.

Das liest sich jetzt alles sehr negativ. Für 'nen Slasher ist der aber schon okay. Das Finale ist klasse, Dana Kimmell (Chuck Norris' Filmtochter in "Lone Wolf McQuade") ist hübsch, wenn auch schauspielerisch weniger überzeugend als Amy Steel, und der Titelsong, mit dem ich anfangs auf Kriegsfuß stand, bleibt im Ohr hängen. Mehr als 6 rausploppende Augen sind hier allerdings nicht drinne ;)

Selbst wenn wir nicht hundertprozentig bei der Bewertung übereinstimmen, ist Dein Text klarerweise wunderbar zu lesen!

18.12.2018 20:48 Uhr - CHOLLO
3x
User-Level von CHOLLO 9
Erfahrungspunkte von CHOLLO 1.200
Danke liebe Kollegen. Die netten Worte gehen runter wie Öl :)

18.12.2018 22:14 Uhr - Watchman013
2x
Für mich immer noch der beste Teil meiner Lieblings Slasher Reihe.
Fairerweise muss ich allerdings sagen, dass ich den Film tatsächlich damals im Kino in 3-D genießen durfte, was mich vielleicht ein bisschen voreingenommen sein lässt.

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