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Jason Goes To Hell - Die Endabrechnung

(Originaltitel: Jason Goes To Hell: The Final Friday)
Herstellungsland:USA (1993)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Fantasy, Splatter, Thriller
Alternativtitel:Freitag der 13. Teil 9 - Jason Goes To Hell
Friday The 13th Part IX: The Dark Heart Of Jason Voorhees
Friday The 13th: Anniversary Of Jason
Freitag der 13. - Die Endabrechnung
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,05 (127 Stimmen) Details
inhalt:
Nachdem eine Spezialeinheit des FBI den Serienkiller Jason Voorhees in die Luft gesprengt hat, wird angenommen, dass er nun endgültig tot sei. Doch sie alle irren sich: Jason wird wiedergeboren und entwickelt jetzt die fürchterliche Fähigkeit, die Persönlichkeit eines jeden Menschen anzunehmen, den er berührt. Die entsetzliche Wahrheit ist, Jason ist überallund nirgends. Er kann sich hinter jedem Gesicht verbergen. In diesem schockierenden, bluttriefenden Finale von Jasons mit Leichen gepflasterter Schreckensherrschaft wird das grausige Geheimnis seines nicht zu unterdrückenden Killerinstinkts endlich gelüftet. Und wer die haarsträubenden Einzelheiten erst einmal erfahren hat, wird von Jason bis in seine Träume hinein verfolgt. Denn wir sind mit ihm verabredet – in der Hölle!
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von chollo:

Mit dem Verkauf der Rechte von "Freitag der 13" durch Paramount an New Line Cinema sollte im neuen Jahrzehnt alles besser werden. Man ließ insgesamt 4 Jahre bis zu Veröffentlichung der mittlerweile 9 Fortsetzung in's Land gehen, um den überhitzten "Jason" - Motor etwas Zeit zur Abkühlung zu geben und das aufgesättigte Publikum nicht zu überfordern. Außerdem konnte nach 13 jähriger Abstinenz der Urvater der Reihe, Sean S. Cunningham, wenn auch nur als Produzent, reaktiviert werden. Gute Voraussetzungen also für "Jason goes to Hell" wieder zu den guten alten, erfolgversprechenden Zeiten zurückzukehren könnte man meinen.

Ja könnte man meinen, aber der erste Fauxpas gelingt den Verantwortlichen direkt mit der Verpflichtung des Regisseurs. Adam Marcus, zu Zeiten der Dreharbeiten gerade einmal 25 Jahre jung und praktisch gerade erst von der Filmhochschule abgegangen, als unerfahren zu bezeichnen wäre noch geschmeichelt. Dermaßen inkompetent auf Seiten des vermeintlich gelernten Handwerks und ohne jegliches Gespür für den Geist der Serie, versagt er hier auf ganzer Linie. Exemplarisch können hierfür das gesamte Intro bzw. die ersten 10 Minuten genannt werden.

Wir begleiten eine junge Dame dabei, wie sie nach Ankunft in einem verlassenen Ferienhaus (Camp Crystal Lake?!), erst einmal ein entpanntes Bad nimmt. Nach diversen Spaziergängen in eben diesem Haus passiert, nach dilettantischen Versuchen durch Marcus an der Spannungsschraube zu drehen (siehe Spiegelreflektionen), das unvermeidliche und Jason taucht auf. Da das ganze von Aufmachung und Optik so bieder wie einer Folge "Denver Clan" anmutet, kann von Spannung oder gar Atmosphäre überhaupt nicht die Rede sein. Aber das soll es noch nicht gewesen sein, denn Storytechnisch gehts hier ähnlich schwachsinnig zugange. Die gute Frau ist nämlich FBI Agentin und hat bereits mit Elite Soldaten die in Baumkronen auf die beiden warten, einen Hinterhalt organisiert. Diese seilen sich dann auch Punktgenau von den Bäumen ab, und dürfen mit Maschinengewehren und Panzerfäusten bewaffnet den guten Jason in die Hölle jagen. Ich erwarte beileibe nicht viel beim gefühlt hundertsten Aufguss der Reihe, doch was dem Zuschauer hier vorgesetzt wird, beleidigt auch den unbedarftesten Verstand. Adam Marcus scheint seine Rolle mit der des Jason Voorhees verwechselt zu haben in dem er vorsätzliche Körperverletzung am Publikum verübt.

Traurigerweise darf man ihm den Schuh des Versagens nicht alleine anziehen, einen großen Teil an der Misere trägt Sean S. Cunningham. Dieser hatte hatte nach dem Low Budget Mockbuster "Deep Star Six" nicht mehr viel gerissen und erhoffte sich mit "Jason goes to Hell" eine Rückkehr auf die große Bühne. Dann hätte er sich seine Beteiligung an der strunzdoofen Geschichte aber sparen müssen, denn im Scheinwerferlicht steht hier nur Jason, bevor er von dem "Spezialkommando" in die Luft gesprengt wird. Die Übereste von ihm landen nach dieser Aktion auf dem Seziertisch des örtlichen Pathologen, der sogleich das Herz auffrisst und es dem guten Voorhees damit ermöglicht sich als lächerlich getricksten Wurm, von Person zu Person zu schmuggeln. Ja, jetzt darf jeder mal Jason sein. Cunningham, der den übrigen Fortsetzungen nach Teil 1 skeptisch und der Figur des Mörders Jason Voorhees im allgemeinen ablehnend gegenüber stand, verfrachtet den Mythos seiner Geschichte mit diesem Streifen nun komplett in die Tonne. Ob Cunningham hier ähnlich wie Marcus unfähig ist seine Rolle bei dem Film adäquat auszufüllen oder mit Absicht Jason wegen missfallen der Ausgangaslage den Gnadenstoß gab, wird man wohl nicht mehr feststellen können. Dass sie beide in guten Absichten gehandelt haben bezweifle ich aber. Man hat hier die eigenen Fähigkeiten über-, und den Intellekt der Fanbase unterschätzt.

Kane Hodder, der wieder in seine Rolle schlüpft, kann man aufgrund der fehlenden Screentime hier beinahe Arbeitslosengeld zahlen. Steven Williams ("Blues Brothers") ist die absolute Fehlbesetzung in einer überflüssigen Rolle. Als selbsternannter Erzfeind von titelgebender Figur der man zusätzlich noch grenzwertig blöde Sprüche in den Mund gelegt hat, wirkt man durch sein diffus extrovertiertes Spiel eher durch ihn, statt durch den momentanen Mörder geängstigt. Die Personalie von Keri Keegan als Jessica, Final Girl und Jasons Nichte ( ja richtig gehört!), sagt eigentlich schon alles. Ebenfalls seine Reputation mit diesem Titel die Toilette runterspülen darf Billy Green Bush ("Critters"; "The Hitcher"), dessen beste Jahre damals schon vorbei waren.

Es gibt nur einen Punkt in dem "Jason goes to Hell" dann doch noch glänzen darf. Das betrifft die profesionell und hervorragend geratenen Splattereffekte und die daraus resultierenden Härten aus dem Hause KNB. Was die Jungs da wieder einmal auf die Beine stellen ist über jeden Zweifel erhaben und ein wahre Lichtblick für dieses sonst so mierable Sequel. Schon in dem 4 Jahre vorher entstandenen "Intruder" unter Beweis gestellt, wissen diese Herren auch mit geringsten finanziellen Mitteln Wunderbares auf die Leinwand oder den Flimmerkasten zu zaubern. Damit stellt "Jason goes to Hell" auch, das Crossover "Freddy vs Jason" mal ausgespart, den bis dato härtesten Teil im Sektor blutige Schauwerte dar (Stand Dez. 2018). Vom Index befreien könnte man ihn trotzdem mal in nächster Zeit.

Die 1993 enstandene Neuinterpretationen, so kann man es im besten Fall nennen, ist für mich der vorläufige Tiefpunkt der Reihe und die Mühen nicht wert ( was KNB angeht), die in ihn gesteckt wurden. Die letzte Szene hatte dem ein oder anderen Fan noch Hoffnung auf bessere Zeiten  gemacht, was mich angeht war es eher ein verlogener Versuch das vorangegangene Desaster besser aussehen zu lassen.

4/10
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Kommentare

24.12.2018 08:41 Uhr - Nubret
1x
User-Level von Nubret 9
Erfahrungspunkte von Nubret 1.084
Ha, da sind wir punktemäßig gleichauf!

Freue mich schon auf X, den ich nur minimal besser einschätze.

Schöne Weihnachten, Chollo! Deine Geschenke hast Du dieses Jahr wirklich mehr als verdient!

24.12.2018 09:00 Uhr - CHOLLO
1x
User-Level von CHOLLO 9
Erfahrungspunkte von CHOLLO 1.055
Danke Nube ;)

Wünsche ich dir auch!!

24.12.2018 15:33 Uhr - Fulgento
Kurz und knackig....
Mein Drittliebster. Nachm 4ten und X....
Rohe Schreinacht Euch.

25.12.2018 10:28 Uhr - Bill Williamson
Also mir gefällt kein einziger Teil der Reihe.
Für mich total uninteressant, langweilig und öde.
Das die Teile auf den Index standen, ist lächerlich gewesen.

Das gleiche ist bei Halloween, da gefällt mir der erste und der zweite Teil am besten, Teil 6 war nicht schlecht aber auch nicht gut.

25.12.2018 17:46 Uhr - Mucki1979
User-Level von Mucki1979 6
Erfahrungspunkte von Mucki1979 553
Großes Lob für die Mühe, die subjektive Meinung über den Film wird mehr als deutlich.

Auch bei mir schlagen bzgl. Teil 9 zwei Herzen in meiner Brust. Die Bodyswitch-Kiste war zwar nicht neu, wurde hier aber nach Teil 5 weiterentwickelt. So schlecht fand ich das jetzt nicht, denn die Luft war raus aus dem Franchise. Steven Williams war tatsächlich völlig fehlbesetzt, sowohl personell, als auch dramaturgisch.

Demgegenüber wars jedoch ein ansehnlicher Slasher mit teils derben Effekten, die sogar Carpenter in Vampires übernahm (Stichwort: Klapp mal das Mettbrötchen auf!). Klares Prä für den klassischen Gorehound. Hier gabs Friday-Like nix zu meckern.

Weiterhin war der Gimmick am Schluss ganz nett. Bei mir hat der 6/10, aber dennoch ein eher untypischer Friday Film. Für ein "Erstlingswerk" von Adam Marcus ganz solide, aber die Reihe hat mich seit Teil 7, bis evtl. in Teilbereichen beim letzten von Nispel, eh nicht mehr befriedigt.

LG Muck

26.12.2018 19:52 Uhr - JasonXtreme
DB-Co-Admin
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Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.531
also ich mag den, weil er einfach unterhaltsam ist. Gerade durch Williams, den Typen aus der Freitag 13. Serie und die Effekte... und ich mochte auch Deep Star Six samt Snyder sehr gern... SO!^^

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