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Final Destination 2

Herstellungsland:USA (2003)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Splatter, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,21 (106 Stimmen) Details
inhalt:
8 Menschen überleben knapp eine katastrophale Autobahn-Karambolage. Die Vorahnung einer jungen Frau beschützt sie vor grausamen Ende. Doch die Rechnung haben die 8 ohne den Tod gemacht und dafür müssen sie sehr schmerzhaft bezahlen. Denn zweimal entkommt ihm keiner... Final Destination 2 ist die mörderisch spannende Fortsetzung zu dem erfolgreichen Kino-Hit Gut bestückt mit scharfen Spezialeffekten, ekligem Splatter und vielen Schocksequenzen, um den Herzschlag auf Hochtouren zu bringen. Bitte Anschnallen für eine schaurige Horror-Fahrt - es könnte allerdings die letzte sein.
eine kritik von romero morgue:

Die 2 - Licht und Schatten


Auf geht‘s in die nächste Runde. Höher, schneller, weiter...im vorliegenden Fall Blutiger, Humorvoller und Konstruierter. Wenn man alles so glauben mag was einem erzählt wird, bildet die Zahl 2 in den Lehren des Pythagoras den passiven Aspekt und bezeichnet das Prinzip der Gegensätze. Also Gut und Böse, Hell und Dunkel oder auch Gut und Schlecht. Und das passt zum zweiten Teil der FINAL DESTINATION Reihe wie die Faust auf das Auge (wobei sich wie beim Wortspiel auch Gegensätze anziehen können)...

Auf den Tag genau ein Jahr nach den tragischen „Unfällen“ rund um den Flugzeugabsturz der Maschine 180 passiert eine erneute Vision und rettet somit mehrere Personen vor einem katastrophalen Autocrash auf dem Highway. Kurzfristig dem Tot entkommen macht jeder der unglücklich Überlebten kurzerhand wieder Bekanntschaft mit dem Seeleneintreiber. Nun aber noch effektiver bzw. Plakativer als noch drei Jahre zuvor. 

Fast schon grundsätzlich wird gerade bei einer ersten Fortsetzung eines erfolgreichen Eintrages in der Filmgeschichte der Gangart treu geblieben, diese aber verschärft und modifiziert und so auch beim zweiten Teil der FD Reihe. Das, was uns David R. Ellis (welcher mittlerweile bereits verstorben und auch für den vierten Teil verantwortlich war) hier drei Jahre nach Teil 1 vorlegt ist schon eine Sache für sich. Die Eröffnungssequenz ist wirklich sehenswert und schürt eine Erwartungshaltung die im weiteren Verlauf der knapp 90 Filmminuten nicht erreicht wird. Man kann den Schauspielern; allen voran Andrea Joy Cook als neues „Medium“ und Michael Landes als ihr Sidekick Officer Burke; keine schlechte Performance nachsagen, auch Ali Larter wieder in der Rolle der Clear Rivers arbeitet ihre Rolle souverän ab. Aufgrund des Drehbuches und der ihnen auferlegten Handlung ist aber nun mal keine bessere Darbietung möglich. Nicht nur, dass der komplette Verlauf sehr stark dem aus dem ersten Teil ähnelt wurde auch der Humor gesteigert, was dem Film nicht zu gute kommt. Viel zu übertrieben werden hier einige Online rausgehauen obwohl das überhaupt nicht zur Grundstimmung passt. Zwar ist das ganze auf einige Charaktere "abgestimmt" und reiht sich in das teils vorhandene Overacting ein, für einen Horrorfilm mit ersterem Ton ist das aber eher ein Stimmungskiller. Sicherlich ist dieses auch ein wenig der hiesigen Synchro geschuldet.

Bezüglich der Effekte kann man nicht meckern und wie bereits Eingangs erwähnt wird hier wahrlich eine ordentliche Schippe draufgelegt. Wenn Gevatter Tod zuschlägt und seine Beute einholt wird immer schön draufgehalten. Wo im Erstling noch mit wenigen blutigen Eskapaden gehandelt wurde, spritz einem hier der rote Saft in Mengen direkt ins Gesicht. Zwar alles nicht sonderlich ausgeklügelt dafür aber in Menge. Das ganze ist dabei mMn schon etwas übertrieben und ähnelt eher dem Funsplatter. Etwas, was erst wieder beim 4 Ausflug auf diesem Niveau wiederholt wurde. Beide Faktoren (Splatter und Humor) haben mich unweigerlich an WISHMASTER 2 erinnert, denn auch hier gehen beide Adjektive eine starke Symbiose ein (auch die übertriebene Schauspielkunst ist beim Flaschengeist zu finden). Der humoristische Einschlag war sicherlich auch ein Grund für die Freigabe ab 16 Jahren, denn trotz aller drastischen Sterbensarten ist das gezeigte nicht sonderlich brutal.

Bezüglich der Story brauch man keine sonderlichen Änderungen erwarten. Das Grundthema ist vorgegeben und einzig die verschiedenen "Morde" variieren in allen Teilen der Serie. Nicht nur das Schema wiederholt sich sondern auch Tony Todd ist neben Ali Larter in seiner Funktion wieder dabei und das sogar mit mehr Screentime.

Für mich ist der vorliegende zweite Eintrag der Reihe sicherlich nicht kein schlechter aber auch kein Highlight geworden. Eher versumpft er im oberen Mittelmaß. Die Mischung aller vorhandenen Versatzstücke will nur bedingt zünden. Zu viel Holzhammerhumor, wenig Spannung aber dafür viel Gekröse. Das hat Herr Ellis sechs Jahre später dann doch noch besser hinbekommen.


Somit bleiben unter Berücksichtigung der gesamten Reihe unterm Strich 6 tödlich fliegende Holzstämme übrig. Berfriedigende und kurzweilige Unterhaltung mit Schwächen in der Dramaturgie - als Partyfilm oder Funsplattermovie keine schlechte Wahl, bei der Spannung aber haben seine Brüder die Nase vorn. Und das ist etwas, was ich von diesem Film eher erwartet bzw. mir gewünscht hätte.

 

6/10
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Kommentare

09.07.2020 11:35 Uhr - Roadie
User-Level von Roadie 1
Erfahrungspunkte von Roadie 25
Für mich der beste Teil der ganzen Reihe. 8,5/10


10.07.2020 11:51 Uhr - cecil b
DB-Co-Admin
User-Level von cecil b 18
Erfahrungspunkte von cecil b 6.136
Für mich eine sehr überzeugende Review!

Halte die Reihe für vollkommen überbewertet.

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