SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Elden Ring · Erhebt Euch · ab 57,99 € bei gameware Dying Light 2 [uncut] · Stay Human · ab 54,99 € bei gameware

Amnesia: The Dark Descent

Herstellungsland:Schweden (2010)
Standard-Freigabe:USK 16
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,33 (3 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Die letzten Erinnerungen verschwinden in der Dunkelheit. Ihre Seele ist aufgewühlt und alles was Ihnen bleibt ist das Gefühl von Verfolgung. Sie müssen fliehen.
Erwachen Sie...
Amnesia: The Dark Descent ist ein Horrorabenteuer in der Ego-Perspektive, in dem Sie einen Alptraum durchleben. Ein Erlebnis, das Ihnen die Knochen gefrieren lässt.
Sie stolpern durch einen engen Korridor, während Sie die Schreie in der Ferne hören können.
Es kommt näher.
Erforschen Sie...
Sie sind Daniel, der in einem verlassenem Schloss erwacht und sich kaum noch an seine Vergangenheit erinnern kann. Erforschen Sie die unheimlichen Gänge und übernehmen Sie Daniels aufgewühlte Erinnerungen. Der Horror kommt nicht nur von Außen sondern auch von Innen. Eine unheimliche Odysee in die dunklen Ecken der menschlichen Seele erwartet Sie.
Hören Sie Schritte? Oder spielt Ihr Verstand Ihnen nur einen Streich?
Sie haben von Anfang bis Ende die volle Kontrolle über das Spiel. Es gibt in diesem Spiel keine geschnittenen Szenen oder Zeitsprünge, alles was passiert, erleben Sie selbst.
Irgendetwas steigt herab aus der Dunkelheit. Es kommt näher. Schnell.
Überleben Sie...
Amnesia: The Dark Descent wirft Sie kopfüber in eine gefährliche Welt in der die Gefahr hinter jeder Ecke lauern kann. Zu Ihrer Verteidigung können Sie sich nur verstecken, rennen oder Ihren Verstand benutzen.
Haben Sie das Zeug zum Überleben? (steam)

eine kritik von inferis:

Wir erwachen in einem dunklen Zimmer, wir wissen nicht wo wir sind, wann und wie wir hier hergekommen sind. Wir wissen nur unseren Namen. Daniel.

Wir durchsuchen die nahegelegenen Räume und stellen fest, wir befinden uns in einem Schloss. Wir finden ein Tagebuch, das uns erklärt, dass wir, Daniel, den Baron Alexander finden un töten sollen. Wir haben unsere Erinnerung selbst gelöscht mithilfe eines Tranks. Wir müssen tiefer in das Schloss, wir müssen Alexander finden, wir müssen herausfinden, was mit uns passiert ist und wie wir in diese Lage gekommen sind. Doch dann hören wir ein schlurfen in den Gängen des Schlosses. Wir sind doch nicht alleine in dem gewaltigen Schloss. Etwas wartet auf uns... im dunkeln.

Ich habe bereits erwähnt, dass ich eine Vorliebe für Spiele des mittleren Produktionsbudgets habe. In diesem Bereich wird den Spielen oft noch eine gewisse kreative Freiheit gelassen, das Spiel hat aber noch genug Budget um eine gewisse Qualität und Umfang zu bieten. Ob Amnesia tatsächlich noch in diesen mittleren Bereich gehört, oder doch darunter, kann ich nicht mit sicherheit sagen, es fühlt sich aber an wie ein Spiel dieser Art. Sicher das Gameplay ist sehr einfach gehalten und es gibt kaum NPCs, aber es gibt viel Backgroundstory, ein paar nette Designs und die Monster sehen leicht unterschiedlich aus. Auf jeden Fall ist es interessanter als ich gedacht habe, allerdings ist es nicht so der überhammer, wie es von manchen präsentiert wird. Einen ähnlichen Vertreter und zwar Outlast, fand ich da schon besser.

Das Gameplay ist wie gesagt einfach gehalten. Man findet eine Lampe, die verbraucht Öl und kann Feinde anlocken, es gibt auch Zündholz Boxen, mit denen man Lichtquellen entzünden kann . Man kann verschiedene Dinge wie Schubladen, Türe, Steine, Stühle und so weiter aufheben/bewegen. Es gibt auch Items die man aufheben und ins Inventar aufnehmen kann . Diese Items werden dann an anderen Orten benutzt oder kombiniert und dann verwendet. Das ist für die meisten Rätsel im Spiel auch nötig. Immer wieder findet man sich nämlich in einer vermeintlichen Sackgasse wieder, muss aber mit etwas Köpfchen vorgehen und schon kann man weiter. Ganz gut gelungen ist dies in den meisten Fällen, allerdings wird der Gebrauch von Steinen, die oft einfach irgendwo draufgeworfen werden müssen, teilweise etwas unsinnig. So muss man einen Stein werfen um einen Sprengsatz zu zünden. Oder um eine Kette zu zerstören, etwas das zuvor mit einem Werkzeug gemacht wurde, das man zu diesem Zeitpunkt immer noch besitzt.

Das Level Design ist in den meisten Fällen recht gut gelungen, es gibt aber hin und wieder gegen Ende leicht wirre Level, Wege und Design Entscheidungen. Insgesamt wird aber eine ordentliche Arbeit geleistet. Man findet immer wieder etwas, ein Rätsel einen Gegenstand oder ein Monster und hat Orte um sich zu verstecken. Es gibt Notizen, die man findet, die die Story voranschreiten lassen und man muss überlegen welche Lichtquelle man aktivieren muss. Das ist eine gute Sache.

Das Gameplay bietet nicht nur Rätsel, sondern man muss sich mit der Dunkelheit anfreunden, bzw. sie meistern. denn zum einen bietet sie Schutz vor den Monstern, andererseits nagt sie an Daniels Psyche. Ist Daniel zu verängstigt, lässt er scheinbar seinen Kopf auf den Boden fallen und schleift damit herum. Daniel kann auch verletzt werden und sieht dann alles durch einen blutigen Filter. Daniel hält jedoch erstaunlich viel aus, wenn er nicht von einem Mutanten attackiert wird. Dann heißt es nämlich meist Game Over. Das Monster schlägt ein bis zweimal zu und Daniel ist tot. Auch das Monster anzusehen kann seine Psyche bereits anschlagen. Also heißt es verstecken.

Die Story ist recht interessant und wir erfahren mehr über Daniel, die Vorgänge im Schloss und Alexander. Wir erfahren auch den Grund warum er sein Gedächtnis gelöscht hat, warum er nach und nach trotzdem herausfindet was er getan hat bzw. warum seine Tagebuchseiten überall verteilt sind. Als Story ist das natürlich interessant und baut Spannung auf, in der Realität macht das aber natürlich wenig Sinn. Was aber wirklich nervt sind die Flashbacks. Damit meine ich nicht die Flashbacks an sich, sondern die grellen weißen Aufblendungen am Anfang und Ende der Flashbacks. Es war schon ganz großer Quatsch in AC als es genutzt, strapazierte meine Nerven hier aber noch mehr, da es immer wieder auftauchte. 

Was gibt es noch zu sagen, die Story ist interessant, hat aber eindeutige Lovecraft Einflüsse und bleibt damit auch etwas vage. Es gibt aber auch genug Charakterentwicklung und Offenbarungen um interessant zu sein, man läuft allerdings durch viele ähnlich aussehende Korridore im Schloss und im Gegensatz zu Outlast war ich auch nie so wirklich angespannt. Zu oft muss ich mich verstecken und warten und selbst wenn ich mal erwisch wurde haute das Monster einfach nur zweimal auf mich ein und ich erwache wieder am letzten, nicht weit entfernten Checkpoint. In Outlast fürchtete ich mich hingegen vor dem was mir passiert. Allerdings ist Amnesia nicht so reißerisch wie Outlast und auch nicht so unnötig brutal und grausam wie etwa das Outlast Add-On (oder Outlast 2 von dem was ich gehört habe). Daher gibt es wohl genug Leute, die Amnesia eher ansprechen wird.

Von mir gibt es eine Empfehlung allerdings muss man wissen, worauf man sich einlässt: Ein Spiel, welches Wert auf die Narrative setzt und keinen direkten Kampf bietet. Dafür wird mit Atmosphäre, Story und Setting gepunktet.

Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
God
Inferis
10/10
die neuesten reviews
Fack
TheMovieStar
5/10
Blood
Insanity667
7/10
Sideling
Dr. Kinski
5/10
Orphan
TheMovieStar
6/10
Mother
dicker Hund
7/10
kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)