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The Punisher

Herstellungsland:USA (2005)
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,42 (12 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Die beliebte Marvel Figur des Punishers erlebt in diesem düsteren Abenteuer eine seiner größten Herausforderungen. Angelehnt an den Thomas Jane Actionfilm und der Max-Reihe von Garth Ennis, wird Frank "The Punisher" Castle auf eine große Verschwörung aufmerksam die einige seiner größten Feinde gesponnen haben. Dabei helfen ihm, neben seinem gewaltigen Waffenarsenal, auch andere Marvel Charaktere wie Iron Man und Daredevil. Das ungewöhnliche Gameplay beinhaltet neben einer Vielzahl von Waffen, die man Upgraden kann, brutale third person action, finisher und harte Verhör-Methoden. ()

eine kritik von horace pinker:

Neben klassischen Super Helden wie Captain America oder Iron Man hat Marvel auch einige Antihelden im Angebot. Einer der bekanntesten und beliebtesten dürfte dabei wohl Frank Castle besser bekannt als Punisher sein. Außerhalb der Comicbuchseiten durfte der Selbstjustizler mit dem Totenkopfshirt sich bereits durch 3 Kinofilme und eine Serie metzeln. Darüber hinaus durften Fans auch in mehreren Videospielen die Rolle des Bestrafers einnehmen. Der populärste Vertreter dürfte dabei wohl der auf Xbox, Playstation 2 und PC veröffentlichte und von THQ entwickelte 3rd Person Shooter The Punisher von 2005 sein.

Die Handlung des Games schließt sich an die 2004er Verfilmung mit Thomas Jane (The Mist, Deep Blue Sea) an (so treten einige der dort eingeführten Figuren, etwa Franks Nachbarn wieder auf und auch einige Handlungsstränge werden wieder aufgegriffen) der hier als Voice Actor erneut den Punisher verkörpern darf. Interessant fand ich, dass die Geschichte (vom letzten Level abgesehen) in Rückblenden erzählt wird, da ein Verhör des Punishers durch die Polizei als Rahmenhandlung dient (was auch durch den teils eingebrachten Wortwitz recht unterhaltsam ist). Ansonsten dürfen sich Marvelfans auf Auftritte bekannter Figuren sowohl auf Seiten der Helden als auch der Schurken freuen, darunter etwa Iron Man, Black Widow, Wilson Fisk, Jigsaw (nein nicht der aus den Saw Filmen ;) und Bullseye. Ebenfalls positiv sind einige überraschende Wendungen und die coolen One Liner des Punishers, die meist in Verbindung mit verschiedenen Kills zur Geltung kommen.

Die Level sind relativ linear aufgebaut, so geht es größtenteils einfach nur darum möglichst viele Gegner auszuschalten. Optional können auch noch Geiseln gerettet und Waffenverstecke gefunden werden. Dafür sind die Schauplätze selbst recht vielfältig, so darf man etwa einen Zoo, eine tropische Insel, ein Bestattungsinstitut, ein Gefängnis oder die Stark Towers von „unerwünschten Elementen“ säubern. Die Grafik kann natürlich nicht mit aktuellen Produktionen mithalten, ist aber mit Blick auf das Entstehungsjahr gar nicht mal so übel.

Das Gameplay wurde (mit Ausnahme des oft etwas ruckhaften genauen Zielens) recht gut und leicht erlernbar umgesetzt. Der Spieler kann 2 verschiedene Waffen gleichzeitig tragen und beinahe alle Arten erlauben auch Akimbo (bei Primärwaffen wird allerdings nur das aktuelle Magazin verfeuert und eine Waffe danach fallengelassen). Die Waffenauswahl ist auch recht groß, so stehen neben Ever Greens wie Aks oder M16 auch Exoten wie Flammenwerfer oder hochkalibrige Revolver zur Verfügung. Kommt man nahe genug an den Feind heran kann man ihn alternativ auch mit einem Nahkampfangriff sofort ausschalten. Tötet man genug Gegner kann man den sogenannten Slaughter Mode aktivieren: Dies macht die Spielfigur zeitweise unverwundbar und stattet sie mit einem unendlichen Vorrat an Messern aus die zum Werfen oder für den Nahkampf eingesetzt werden können. Zum Selbstschutz besteht auch die Möglichkeit Geiseln zunehmen und diese als Kugelfang zu verwenden, oder Treffer durch Abrollen zu vermeiden. Die mittels Kills verdienten Punkte lassen sich im Hauptmenu in Form von Upgrades umsetzen. Als Extras kann man die gesammelten Waffen betrachten, sowie Zeitungsauschnitte lesen und Infos über die Antagonisten erhalten.

Der Schwierigkeitsgrad ist relativ gut ausbalanciert, so gibt es zwar einige herausfordernde Passagen aber nichts Unmögliches. Das Bezwingen einiger Hauptgegner kann herausfordernd sein, insbesondere da teils eine bestimmte Taktik notwendig ist (etwa beim Russen, der nicht durch Kugeln verletzt werden kann), hat man aber den Dreh raus ist auch dies machbar.

Einer der auffälligsten Aspekte des Spiels ist darüber hinaus der enorme Gewaltgrad. So können, die passende Bewaffnung herausgesetzt, nicht nur reichlich Blut vergossen, sondern auch alle Körperteile abgetrennt werden. Herausstechen dabei allerdings die Verhöre, welche bei speziellen Gegnern dazu dienen nützliche Infos zu erhalten sowie die Umgebungskills. Neben den 4 immer verfügbaren Optionen mit Waffe bedrohen, würgen, mit der Faust schlagen oder Gesicht auf Boden hauen stechen vor allem die Kontextverbundenen Möglichkeiten, die sowohl kreativ, als auch vielfältig und vor allem äußerst brutal sind heraus. Meine persönlichen Highlights involvierten etwa Nashörner, Zitteraale und den elektrischen Stuhl. Durch die schwarz weiß Darstellung wird das Ganze zwar ein wenig abgeschwächt, kann aber dennoch noch effektiv seine Wirkung entfalten. Die Schwierigkeit ist dabei, durch Verwendung des Sticks die Anzeige in einem bestimmten Bereich zu halten, ohne die Person versehentlich vorzeitig zu töten. Nach Abschluss der Aktion besteht übrigens auch die Alternative den jeweiligen Gangster freizulassen.

Obwohl auf ein deutsches Release verzichtet wurde, bekam The Punisher die volle Härte der hiesigen Zensur zu spüren. Zunächst wurde 2005 eine Demoversion auf Liste A indiziert bevor noch im selben Jahr die Vollversion sogar auf Liste B landete. Eine Beschlagnahme blieb hingegen bisher aus.

The Punisher ist trotz seines fortgeschrittenen Alters immer noch ein enorm kurzweiliger Spielspaß, der durch vielfältige Möglichkeiten sich seiner Feinde zu entledigen, abwechslungsreichem Setting, hohen Splattergehalt, einer guten Perfomance von Thomas Jane als Punisher sowie seiner Kompromisslosigkeit Fans der Figur zufriedenstellen sollte. Von mir gibt es 9/10 tote Mafiosi.

9/10
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Kommentare

12.01.2019 14:57 Uhr - dicker Hund
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Gefällt mir ebenfalls! Sehr treffend beschrieben. Ich erinnere mich zwar noch an einige von Dir ja angedeutete Frustmomente zu folgendem Satz: "Bullets are like mosquitos to the Russian!". Der Kampf war fordernd bis nervig. Ansonsten sind mir aber vor allem noch die von Dir richtigerweise hervorgehobenen Verhöre präsent, die den Flair des "Punisher"-Franchises schön roh wiedergeben. Es gibt sicher noch blutigere Spiele als dieses, die Liga ist allerdings in der Tat schon ziemlich rustikal.

:-))

12.01.2019 16:16 Uhr - Horace Pinker
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12.01.2019 14:57 Uhr schrieb dicker Hund
Gefällt mir ebenfalls! Sehr treffend beschrieben. Ich erinnere mich zwar noch an einige von Dir ja angedeutete Frustmomente zu folgendem Satz: "Bullets are like mosquitos to the Russian!". Der Kampf war fordernd bis nervig. Ansonsten sind mir aber vor allem noch die von Dir richtigerweise hervorgehobenen Verhöre präsent, die den Flair des "Punisher"-Franchises schön roh wiedergeben. Es gibt sicher noch blutigere Spiele als dieses, die Liga ist allerdings in der Tat schon ziemlich rustikal.

:-))

Danke dir dicker Hund freut mich das Kritik und Spiel deinem Geschmack entsprochen haben :)
Den Kampf gegen den Russen fand ich auch etwas schwierig, v.a. da ich erst beim zweiten Versuch mitbekam das er selbst durch sein Feuer die Fässer explodieren lässt und man sie nicht beschießen muss ;) Ein wenig nervig fand ich auch den finalen Kampf gegen den dank Iron Man Suit ebenfalls kugelsicheren Jigsaw (immer dieses umhergerenne, Bombenlegen und ewige Gewarte ). Ansonsten fand ich es etwas schade das aufhebbare Nahkampfwaffen immer nur ein mal benutzt werden konnte. Dennoch schade das es keine Fortsetzung gab, insbesondere angesichts des Cliffhangers.
P.S. Auf was hast du The Punisher eigentlich gespielt?

12.01.2019 19:04 Uhr - dicker Hund
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Auf der PS2: Ich bin stolzer Besitzer von fünf Spielkonsolen, nämlich noch den drei XBoxen und dem N64. Vom SNES, dem Dreamcast, dem C64 und der PSOne habe ich mich vor langer Zeit getrennt, um Geld für neuere Sachen zu haben. Die Spiele für die PSOne habe ich aber noch, die zweite ist ja kompatibel;-)

Die Oldies nehme ich mir zwischendurch immer wieder mal vor, mag allerdings die neueren Sachen genauso wie die alten. Derzeit spiele ich "Prey" auf der XBox One, wobei sich meine Begeisterung in Grenzen hält. Vor allem das Gegnerdesign ist nicht so meins.

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