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Kong: Skull Island

Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Fantasy
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,27 (31 Stimmen) Details
inhalt:
Ein sehr vielfältigen Team aus Wissenschaftlern, Soldaten und Abenteurern, wagt sich gemeinsam auf eine unerforschte Pazifikinsel: Die Insel birgt nicht nur Naturschönheiten, sondern auch große Gefahren, weil die Entdecker nicht ahnen, dass sie in das Revier des gewaltigen Kong eindringen. Weitab von der Zivilisation kommt es dort zur ultimativen Konfrontation zwischen Mensch und Natur. Schnell entwickelt sich die Forschungsreise zum Überlebenskampf, in dem es nur noch darum geht, dem urweltlichen Eden zu entkommen. Denn Menschen haben dort nichts verloren.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von norminator:

And they say You don't tug on superman's cape
You don't spit into the wind
You don't pull the mask off that old lone ranger
And you don't mess around with

 

K O N G

 

Hach ja...so ein Monstergekloppe macht einfach nur Spaß oder? Nicht umsonst haben wir (zugegeben: meist männliche Geschöpfe) bereits als kleine Stöpsel mit unseren Spielzeug-Dinos aufeinander eingedroschen als gäbe es kein Morgen mehr. Darum kommt so ein Film wie dieser hier gerade recht. Doch bevor wir auf die eigentlich MonSTARS eingehen, beschäftigen wir uns doch erst einmal mit den menschlichen Figuren:

Fangen wir doch zunächst mit den Nebendarstellern an. Da hätten wir zum einen die Militärjungs. Typisch amerikanische (Film-?) Soldaten eben. Große Klappe. Sarkastisch und mit der üblichen Zuerst-schießen-dann-fragen-Einstellung. Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. Check! Dann haben wir den Anführer unserer Möchtegern-G.I. Joes – es ist ein Afroamerikaner, also wer könnte es wohl sein? Richtig! Samuel L. Jackson. Seine Figur beschränkt sich darauf, dass er das Militär liebt, wie seine Frau, falls er denn eine hat und wenn, liebt er das Militär wohl doch noch eine Spur mehr und somit ist er völlig blind & uneinsichtig anderen Dingen und Meinungen gegenüber. Wenn es ein Problem gibt, ballern wir eben solange darauf, bis es keins mehr ist. Dennoch ist Sam einfach so eine coole Socke, dass wir es ihm einfach mal durchgehen lassen und erfreuen uns daran! Dann gibt es noch John – Dan the Trockenwand Man – Connor...ähm...ich meine Goodman. Dieser stellt hier einen eifrigen Wissenschaftler da, der aber nicht nur zum forschen auf die Insel kommt. Aber ich will mal niemanden spoilern. So gerne ich ihn auch immer wieder sehe, leider bleibt seine Figur so blass wie sein (weißes) Hemd im Film. Aber okay, wie soll es ein Wissenschaftler schon mit einem Riesenaffen aufnehmen, hä? Na ganz einfach: fragt doch mal Corey Hawkins, der zufällig Goodman's Partner in dem Film spielt. Dieser mutiert innerhalb weniger Filmminuten vom Brillen tragenden Nerd zum Aushilfs-Rambo und macht dabei nicht mal einen schlechten Job; dennoch kauft man es ihm leider nicht wirklich ab. Ein Bücherfreak mit 'ner MG? Nicht mit mir. Weiter geht’s. John C. Reilly mimt hier den...ja...verrückten, meist ulkigen, alten Mann. Der dennoch viel Spaß macht, da er eben so ist, wie er ist. Für die einzige (?) weibliche Rolle hat man sich nicht lumpen lassen und sogar eine Oscarpreisträgerin verpflichtet! Brie Larson. Wer? Ja entschuldigt, aber ich wusste auch nicht wer sie ist. Macht aber nichts. Wer hier erwartet, dass die einzige Dame in einem Actionfilm zum reinen Titten gucken da ist, der täuscht sich! 1. behält sie leider ständig ihr Top im Film an und 2. geht ihre Rolle so ziemlich den Weg von Corey Hawkins' Charakter. Nur das sie eine Reporterin ist, bevor sie zu Lara Croft für Arme wird. Fragt mich nicht wieso, aber ihr kaufe ich diese Entwicklung dann doch eher ab. Vielleicht liegt es ja doch an ihren Eutern... und zum Schluss haben wir dann noch Tom Hiddleston. Ja genau! Loki! Man, den hätte ich ohne seine Riesenhörner gar nicht erkannt! Tommy Boy spielt hier eigentlich den „Allround-Bad-Ass-Macker“, der sich zufällig in allen Dschungel auf der Welt auskennt. Ehemaliger SAS Agent eben. Er macht seine Sache dabei durchaus gut und man kauft ihm die Rolle des Anführers auch ab. Aber als „Allround-Bad-Ass-Macker“ hätte ich mir dann doch eher jemanden wie Dwayne Johnson vorgestellt. Aber der hat ja schon in Rampage einen Affen...ähm Pardon...mit einem Affen gespielt. Tja und das war es eigentlich auch im Großen und Ganzen. Ihr seht schon, lieber Leser, von den Menschen braucht man hier nicht all zu viel erwarten. Man kann den Darstellern zugute heißen, dass sie wenigstens so gut spielen, dass man sofort erkennt, wie ihre Figur denn so tickt. Aber wirklich charakterliche Tiefe oder gar oscarreife Performance gibt es hier nicht. Aber hey! Wir sind hier schließlich in einem Actionfilm! Wer achtet da bitteschön auf sowas? Hier liegt unser Augenmerk wahrlich auf andere Dinge (Titten) und zwar die Action!

Und die gibt es hier zuhauf! Ob es nun die Kämpfe zwischen Mensch und Tier oder zwischen Tier und einem anderen – bspw. den sog. „Schädelkriecher“ (äußerst kreativ!) sind, es knallt, kracht und scheppert an Allen Ecken und Kanten. Und wie heutzutage üblich, geschieht das Ganze in einer audiovisuellen Wucht, sodass man sich am Ende völlig verschwitzt und außer Atem fragt, woran's gelegen hat. Aber schieben wir mal den Ernst beiseite; denn hier hat Regisseur Jordan Vogt-Roberts (ja auch ihn kannte ich vorher nicht) ganze Arbeit geleistet. Zugegeben, gerade beim Anflug auf die Insel hat er sich doch recht deutlich vom Anti-Kriegs-Meisterwerk „Apocalypse Now“ inspirieren lassen, aber das ist nicht weiter schlimm. Ansonsten hat er wirklich einige schöne, recht kreative und äußert wirkungsvolle Actionszenen auf die Leinwand gezaubert bzw zaubern lassen. Und nur darauf kommt es an. Dazu hat er den ganzen Film in doch recht knackig, warme Farben gepackt, sodass man zu jeder Zeit meinen könnte, man sei wirklich im verdammt heißen & stickigem Vietnam...ehm...ich meine natürlich auf Skull Island. Aber wen wundert's? Schließlich hat er mit Larry Fong für die Kamera einen überaus fähigen Mann engagiert – war er nämlich schon für solch tolle Bilder wie in „300“ oder „Watchmen“ verantwortlich. Dazu gesellen sich dann ab und zu mal auch Bilder/Szenen, die einem glauben lassen, man wäre in einem beinharten Ego-Shooter. Kommt eben davon, wenn man einem waschechten Gamer wie Vogt-Roberts die Führung überlässt – schaden tut's aber nicht; im Gegenteil. Mal eine schöne Abwechslung und passt auch zum Geschehen! Was gibt es sonst noch zu sagen? Für einen modernen Actionfilm ist es eine willkommene Abwechslung, dass der Schnitt nicht in einem Epilepsieanfall endet. Die Musik im Film wird meist durch rockige Klassiker wie von CCR, Black Sabbath oder auch den Hollies dominiert. Wodurch ich mich doch gleich wieder wie in einem Vietnamfilm gefühlt habe, da ich die oben genannten Bands aber alle derbe gut finde, gebe ich dafür den Daumen nach oben. Und zu guter Letzt sehen die Effekte, allen voran natürlich eure Hoheit Kong, einfach überwältigend und Mega Real aus! Wenn das in 3-D schon so wirkt, als klopfe sich der Über-Gorilla direkt vor einem auf die Nippel, kann die Devise für die Zukunft dann doch nur heißen, dass sich ein echter Riesenaffe mit einer gigantischen Echse in unseren Wohnzimmern prügelt oder? Jupp, richtig gelesen! Aufmerksame Beobachter werden nämlich entdecken, dass es NACH dem eigentlichen Film und Abspann eine extra Szene gibt – winkt mal Alle „Hallo Marvel!“. Und in dieser wird dann eben die Zukunft auch tatsächlich angekündigt. Nein, keine Angst, ihr müsst jetzt nicht eure Wohnzimmer Möbel umstellen; aber es wird definitiv auf einem Kampf zwischen König Kong und der berühmtesten Echse der Welt hinauslaufen: Godzilla! Bevor die Japaner diesen aber in den Kampf schicken, lassen sie ihn dieses Jahr dann doch noch zuerst auf die Menschheit los. Aber danach...da gibt’s dann richtig einen auf die 12! Freuen wir uns also auf diesen, wahrscheinlich im nächsten Jahr laufenden, epischen Schlagabtausch zweier Hit-Giganten. Zuvor aber bitte erst noch diesen Film angucken, bevor wir uns mit Kong fragen „Hat dir eigentlich schon mal einer mit einem Vorschlaghammer einen Scheitel gezogen?“

 

FAZIT = Ihr merkt schon, liebe Leser, ich habe mich selbst und dieses Review, dieses Mal, nicht Allzu ernst genommen. Aber das solltet ihr mit diesem Film auch nicht! Lehnt Euch stattdessen einfach zurück und lasst euch berieseln von einem kurzweiligen und bestens unterhaltenden Actionkracher, der Alles bietet, was man eben von solch einem Werk erwartet: lockere Sprüche, zumindest 1 Weib, fotorealistische Effekte, betörende Action und krachende Rockmusik! Stellt also das Bier kalt, legt die Füße hoch und gebt den Nachbarn am Besten den Rat, für diesen Abend, umzuziehen; denn hier kommt der einzig wahre Herrscher der Schädel Insel … KONG!!

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Kommentare

15.01.2019 12:59 Uhr - JasonXtreme
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Also mir gefiel der auch ziemlich, ein paar Absätze wären aber echt hilfreich! So ist das echt leseunfreundlich^^

An Apocalypse Now erinnerte mich nicht nur der Anflug, sondern auch einiges mehr insgesamt gesehen.

15.01.2019 13:30 Uhr - NoCutsPlease
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Sehr beschwingt und informativ verfasste Kritik, Normi!
Schön, dass es mal wieder was von dir gibt.
Den Film muss ich immer noch sehen und habe auf jeden Fall Lust darauf.

15.01.2019 13:55 Uhr - Tom Cody
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Sehr schöne Kritik zu diesem (eigentlich "affigen") Film, der mir persönlich sogar besser gefallen hat als die mMn überschätzte Godzilla-Neuauflage.
Die Musik, die Parallelen zu "Apocalypse Now", die schmackigen Actionszenen, die gelungenen "Schädelkriecher"...passt.

Apropos "Hallo Marvel": Eigentlich ist der Film ja auch ein Klassentreffen der MCU-Stars: Wir haben Loki, Captain Marvel, Nick Fury und Corpsman Dey, einen Sicherheitsbeamten des Nova Corps ("Guardians..."). ;-)

15.01.2019 15:24 Uhr - Lukas
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Charmant geschriebene und angenehm zu lesende Kritik, gefällt mir! :)
Optik/Effekte und Akustik samt Soundtrack fand ich auch wirklich top, inhaltlich und darstellerisch seh ich's jedoch etwas anders. So richtig gepackt hat mich die Handlung kaum und die Darsteller waren oft erschreckend blass (Hiddleston) oder nervig (Larson). Wirklich positiv empfand ich nur Jackson und Reilly, da ihre Charaktere mehr Ecken und Kanten hatten. Ich würde wahrscheinlich 7/10 geben.

15.01.2019 16:27 Uhr - Norminator
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Vielen Dank an Euch Allen! ;)

Wie im Review geschrieben, wollte ich einfach mal was Anderes probieren und nicht alles so "bierernst" nehmen; vlt eine einzigartige Ausnahme oder vlt. finde ich noch ein paar weitere Filme zu denen so ein Konzept passt!?

So oder so: haltet die Augen auf :P

@Tom: Irre ich mich oder wollten die nicht ein eigenes "MonsterVerse" daraus machen? Also nix mit Marvel...oder gehört denen jetzt bereits doch ALLES?^^

16.01.2019 14:37 Uhr - Ghostfacelooker
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Denen gehört alles, genau wie dem bösen Mäusekonzern^^^^Âus Rampage ließe sich doch auch ein derartiges Review zaubern^^^^oder jeden zweiten Film mit The Rock oder war es Vin (abgasverbot)Diesel?

20.01.2019 21:49 Uhr - deNiro
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Ich teile das Resumé voll und ganz. Für mich perfektes Popcornkino, bestens geeignet um sich den Sonntagnachmittag zu vertreiben!

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