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Aquaman

Herstellungsland:USA, Australien (2018)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Fantasy, Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,92 (30 Stimmen) Details
inhalt:
Ein actiongeladenes Abenteuer, das sich über die atemberaubenden Tiefen der sieben Weltmeere erstreckt. "Aquaman" offenbart die Anfänge von Arthur Curry, halb Mensch, halb Atlanter, und schickt ihn auf eine unglaubliche Reise, bei der er sich nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Bestimmung stellen muss. Wird er sich würdig erweisen und zum neuen König von Atlantis gekrönt werden?
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von shharry2:

Neues Jahr, also bin ich auch mal wieder seit Längerem im Kino gewesen und habe dort den neuesten Streich des DCEU gesehen, nämlich den Fischmann („Aquaman“). J

Inhalt: Nach dem Kampf gegen Steppenwolf im Vorgängerfilm „Justice League“ ist irgendwas um 1 Jahr vergangen, und der Aquaman Arthur Curry hilft weiterhin den Menschen auf See im Kampf gegen Piraten und ähnliche Fiesepeter. Unter Wasser jedoch braut sich was zusammen, da Arthurs Halbbruder und amtierender Regent, König Orm, eine Allianz aller Unterwasserkönigreiche schmieden möchte, um der Oberwelt, welche er für die prekäre Situation unseres blauen Planeten verantwortlich macht, den Krieg zu erklären. UM dies zu verhindern, begibt sich Arthur widerwillig mit Prinzessin Mera auf die Suche nach dem sagenumwobenen, legendären goldenen Dreizack von König Atlan, um sein Recht als Thronfolger einzufordern und beide Welten zu retten.

Das wäre im Grunde auch schon der grobe Plot, natürlich gibt es noch einen mehr oder weniger fiesen Henchman, der Orm im Kampf gegen Arthur unterstützt, das obligatorische Love Interest, die tragische Vergangenheit von Arthurs Familie, eine Schatzjagd von A nach B nach C und der finale Kampf (Halb-)bruder gegen (Halb-)bruder unter und über der Meeresoberfläche.

Kommen wir zuerst mal zum Positiven: Ganz vorne steht da Jason Momoa (Khal Drogo aus „GoT“) als Aquaman/Arthur Curry, er ist einerseits eine unglaublich starke, physische Präsenz und andererseits echt ein sympathischer Kerl, der gerne mal einen lockeren Spruch auf den Lippen zum Besten gibt. Hat mir echt gefallen, sehr gute Besetzung. Unterstützt wird er dabei von Amber Heard („mmm“) als Mera, die nicht nur sehr lecker aussieht sondern auch ähnlich Momoa durchweg eine gute Figur auf der Leinwand abgibt. Ihre Romanze ist zwar meilenweit gegen den Wind zu riechen, aber egal.

Auf der Seite der Bösen haben wir vorne Patrick Wilson („Insidious-Reihe“, „A-Team der Film“) als Orm, der einen sehr guten Bösweicht abgibt, der eigentlich einen guten Zweck verfolgt, aber bei der Wahl seiner Mittel und Wege halt weit darüber hinausschießt. Er hätte nur hier und da etwas mehr vom Leder lassen sollen, respektive etwas Overacting an den Tag legen sollen. So bleibt er zwar ein passabler Bösewicht, aber zur Oberliga fehlt doch noch ein Quäntchen. Ihm zur Seite steht Yahya Abdul-Mateen II als Black Manta, wobei er mir nicht soo gefallen hat. Als Antagonist 2. Klasse war von vornherein klar, dass er keine „echte“ Bedrohung für Arthur darstellt, selbst, nachdem er seine Rüstung erhalten hat wobei die für mich ein wenig deppert ausschaut, weil der Helm irgendwie unproportional zu groß zum Rest der Rüstung wirkt (er hat es ein paar Szenen vorher noch gesagt, nur dachte ich nicht, dass er es wortwörtlich meinte mit „ich brauche einen größeren Helm“, ob die Comicfigur auch so einen riesen Helm hat, weiß ich nicht, da ich diese nicht kenne). Ebenso vorhersehbar war sein Überleben in den Mid-Credits.

Ansonsten schwimmt noch der gute, alte Dolph Lundgren („Rocky IV“) als König Nereus durch die Gegend und Willem Dafoe („Speed 2“) ist noch dabei als Berater von Orm und früherer Trainer/Mentor des jungen Arthur in ein paar Rückblenden. Temuera Morrison (Jango Fett aus „Star Wars Episode II“) ist auch noch dabei als Vater von Arthur.

Der Soundtrack hat mir auch sehr gut gefallen, vor allem das Thema, welches bei Orm gespielt wurde, hat Ohrwurmqualitäten.

Visuell und technisch wurde die Unterwasserwelt toll und detailreich auf die Leinwand gebracht, da muss man sich auch nicht vor der Konkurrenz (ick seh in deine Richtung, MCU ;-) ) verstecken, alles klasse gemacht.

Nun zum weniger positiven: Der Plot ist wie gesagt wenig überraschend, Arthur weigert sich erst, seiner Bestimmung zu folgen, tut es dann während der Reise/Suche nach dem Dreizack doch, verliebt sich in Mera, holt den Dreizack, verhindert den Krieg indem er Orm im Zweikampf besiegt, Ende gut, alles gut. Nebenbei wird noch seine tot geglaubte Mutter (Nicole Kidman, sieht auch heute noch mit 51 Jahren verdammt gut aus) wieder gefunden, was aber auch von Anfang an klar gewesen ist. Trotz seiner mehr als 2 Stunden Laufzeit kam bei mir keine Langeweile auf, ganz im Gegenteil, ich fühlte mich sehr gut unterhalten, BIS es zum Finale kam: Nachdem Arthur den Dreizack geholt hat und sich Orm und dessen Armada stellte, ging es viel zu schnell vonstatten. Die Schlacht war im Grunde genommen bedeutungslos, es gab keinerlei Highlights zu sehen, und auch der finale Zweikampf Arthur vs Orm war äußerst arm an gelungenem Schlagabtausch oder sonst Ähnlichem, der Kampf war schneller vorbei, als er begonnen hatte, sehr schade nachdem der Film bis hierhin überzeugen konnte. Dies war für mich DIE Enttäuschung des Films, da ist den Machern offenbar die Puste ausgegangen (oder die Ideen, oder das Geld, oder Alles zusammen?), das kann Marvel echt besser, muss man sagen.

Nichtsdestotrotz hat mir der Film insgesamt sehr gut gefallen, und wenn ich das richtig sehe, ist er auch der bis dato kommerziell erfolgreichste aus dem DCEU. Würde ich, trotz ein paar negativer Punkte, weiterempfehlen für einen Kinobesuch.

Von mir also wohlwollende 7,5-8 von 10 goldenen Dreizacks (oder Zacken?).

8/10
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Kommentare

20.01.2019 19:00 Uhr - JasonXtreme
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was ist DCEU? Heißt das nicht DCU? Und wieso "auf" Justice League... ja das n Planet? Ich würde den Film ziemlich genauso einordnen wie Du, vom Ausdruck her klingt mir das alles aber nicht so rund beim Lesen.

20.01.2019 19:33 Uhr - BFG97
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20.01.2019 19:00 Uhr schrieb JasonXtreme
was ist DCEU? Heißt das nicht DCU? Und wieso "auf" Justice League... ja das n Planet? Ich würde den Film ziemlich genauso einordnen wie Du, vom Ausdruck her klingt mir das alles aber nicht so rund beim Lesen.


DCEU steht für DC Extended Universe. Ich sage aber auch immer DCU^^
Ansonsten hat mir deine Kritik gut gefallen, auch wenn ich mich Jason in Sachen Lesefluss anschließe :)
Wertungstechnisch bin ich da aber ganz bei dir

21.01.2019 13:25 Uhr - Lukas
1x
Lesefluss fand ich jetzt vollkommen okay, nur kann ich mich wertungstechnisch leider nicht anschließen. Eklatante Schwächen beim Storytelling, den Dialogen und teilweise auch bei den Darstellerleistungen (dem eh schon bisweilen grausam chargierenden Patrick Wilson noch zusätzlich Overacting ans Herz zu legen ist schon mutig ;-)) reichen dann doch nur für eine 6,5/10.

21.01.2019 15:07 Uhr - JasonXtreme
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Ja Wilson war schon hart an zuviel dran :D ich fands trotzdem ok hinsichtlich des restlichen Films - zumal er mich mit der Frise optisch oft an Julian Sands erinnert hat :D

Storytelling fand ich hier aber echt angemessen, wie mans von den Comicverfilmungen gewohnt ist halt, und Momoa und Heard hatten anscheinend Spaß bei der Arbeit. Ne 8 wäre zuviel, aber bei ner 7 bin ich dabei. Die Massenszenen am Ende waren teils etwas zuviel, weil der Film ja eh zu 80 % aus CGI besteht

26.01.2019 12:59 Uhr - shharry2
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Sollte eigentlich "im Vorgängerfilm" heißen und nicht "auf", keine Ahnung, wie das passiert ist.

Weß auch nicht, aber ich hätte mir bei Wilson ohne Probleme noch mehr bzw. vollkommen etnfesseltes Overacting gewünscht. ;-) So im Stil von Jeremy Irons in "Dungeons and Dragons".

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