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Nightmare 5 - Das Trauma

(Originaltitel: A Nightmare on Elm Street 5: The Dream Child)
Herstellungsland:USA (1989)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller
Alternativtitel:Nightmare V
Freddy 5
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,24 (97 Stimmen) Details
inhalt:
Freddy ist nicht in der Lage, die Traumherrscherin zu überwinden, die ihn in Nightmare on Elm Street 4 vernichtet hat. Deshalb dringt er jetzt in die unschuldigen Träume ihres ungeborenen Kindes ein und wütet grausig unter ihren Freunden. Wer soll Freddy davon abhalten, das Kind als entsetzliche Waffe einzusetzen? Wird der Irre sein Reich des Bösen neu errichten?
eine kritik von chollo:

Nach den Freakshows "A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors" und "A Nightmare on Elm Street 4: the Dream Master" war klar, dass man mit "A Nightmare on Elm Street 5: The Dream Child" nicht nur ein weiteres Panoptikum an Grausamkeiten präsentieren konnte. Und so ersann man die Idee, Freddy auch in den Traum ungeborener Kinder transferieren zu können. Ob man sich damals ein Gefallen getan hat bleibt jedem selbst überlassen, komplett in die Hose gegangen ist es meines Erachtens indes nicht.

Wie schon bei Teil 4, schließt auch die 5 Nummer direkt an die Geschehnisse seines Vorgängers an. Alice Johnson, abermals gespielt von Lisa Wilcox, hat den Albtraum überlebt und ist dabei mit ihrem Schwarm Dan Jordan ( erneut Danny Hassel) eine Familie zu gründen. Jenes darf natürlich nicht ohne weiteres von statten gehen und der Mann ihrer Träume kehrt zurück. Perfide an der Sache ist nur, dass sie nicht nur Freddy Krueger, sondern auch ihrem ungeborenen Kind in ihren Träumen begegnet. Wer jetzt denkt, die Inhaltsangabe wirkt an den Haaren herbeigezogen hat zweifelsohne Recht. Doch Produzent Robert Shaye (Geldgeber der ersten Stunde) und seine Bediensteten standen vor einem Dilemma. Wie die Geschichte voranbringen ohne sich im Kreis zu drehen? Da bleiben die Möglichkeiten überschaubar.

Stephen Hopkins ("Predator 2"; "Explosiv- Blown Away"), der die Aufgabe von Renny Harlin übernahm, hatte zu diesem Zeitpunkt durch die Second Unit Regie bei "Highlander" und dem Inszenieren von 3 Episoden der "Geschichten aus der Gruft"- Reihe schon etwas Erfahrung im Gepäck. Und so wirkt seine Optik auch professionell. Im Gegensatz zu "Nightmare 3" und "Nightmare 4" setzt Regisseur Hopkins wieder auf eine eher ernste Atmosphäre. Dieser Umstand wird auch gleich in den ersten Momenten des Films deutlich, indem Freddy`s vermeintliche Entstehung in dem Nonnenkloster visualisiert wird. Überhaupt hat er hier viel mit Licht und Schatten, sowie Religiösen und Mystischen Verweisen gearbeitet.  Dem Liebhaber des eher tumben und fröhlichen Geschnetzeltes aus den vorangegangenen Outputs dürfte dies mitunter sauer aufgestoßen sein, mich hat es hingegen nicht gestört.

Zumal auch Teil 5 wieder von kreativen und blutigen Tötungen nur so wimmelt. Der Mord an Alice Verflossenen auf dem Motorrad wirkt dabei fast schon zu Comichaft, schön anzuschauen ist er aber allemal. Auch die Diner- Szene von Greata plus Halluzination im Kühlschrank kann sich auch zu heutiger Zeit noch durchaus sehen lassen und versprüht eine gewisse Abscheu. Es gibt aber Momente da schießt Hopkins über sein Ziel hinaus. Der Mord an Mark kann hierfür als perfektes Beispiel dienen. Die R-Rated Fassung war bei uns bis 2007 indiziert, nachdem die FSK sie von der Liste nahm und ab 16 Jahren freigab. Eine Veröffentlichung der Unrated Fassung steht noch aus und ob diese jemals nach so vielen Jahren ihren Weg in die Regale findet, darf zumindest einmal bezweifelt werden.

Die Schauspielerriege wird angeführt von der solide aufspielenden Lisa Wilcox. Danny Hassel darf sein hübsch geschnittenes Gesicht mitsamt Föhnfrisur in die Kamera drücken, ohne dabei aber über wirklich nennenswertes Talent zu verfügen. Einzig wieder einmal Robert Englund nimmt man den Spaß an seiner Figur und der Freude ein Leinwandtriebtäter zu sein beanstandungslos ab.

Was Teil 5 versucht ist Lobenswert und  den Regeln einer Fortsetzung entsprechend legitim. Wirklich funktionieren will es aber nicht. Dem limitierte Budget und den Fähigkeiten ihrer Darsteller geschuldet will das verlagern der Traumwelten auf die nächste Ebene nicht so recht klappen. Doch Hopkins, Englund und vielleicht auch Wilcox machen ihr bestes daraus und versuchen dem Zuschauer wenigsten einen handwerklich versierten und kurzweiligen Horrorfilm zu bieten. Abnutzungserscheinungen sind aber hier schon deutlich feststellbar.

7/10
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