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Freddy's New Nightmare

(Originaltitel: New Nightmare)
Herstellungsland:USA (1994)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Fantasy, Thriller, Mystery
Alternativtitel:Wes Craven's New Nightmare
A Nightmare on Elm Street 7: The Real Story
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Real Nightmare
Nighmare VII
Freddy 7
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,34 (57 Stimmen) Details
inhalt:
Wes Craven plant einen weiteren "Nightmare on Elm Street"-Film zu drehen, wieder mit Robert Englund als Freddy Kruegerin der Hauptrolle. Während der Dreharbeiten läuft aber einiges schief. Heather Langenkamp, die in zwei Filmen als Nancy Thompson zu sehen war, wird von Anrufen belästigt und ihr kleiner Sohn Dylan hat schlimme Alpträumen. Zu spät bemerken sie, dass Freddy Krueger versucht in die Realität gelangen. Sie müssen sich ihm stellen...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von chollo:

Nach 7 jähriger Abstinenz von seiner Lieblings- "Kreatur", schickte sich Altmeister Wes Craven daran, seinen von ihm erschaffenen und so erfolgreich bei Publikum und Kinokasse geratenen Franchise einen würdigen Schlussstrich zu spendieren. Mehr als Bitter nötig wurde es spätestens nachdem Rachel Talalay mit ihrem überwiegend misslungenen 6 Teil die Reihe beenden wollte. Diese Cineastische Zumutung war selbst dem Leid erprobten Craven zuviel, und so kam es zu "Freddy's New Nightmare".

Craven war natürlich intelligent genug zu wissen, dass es mit einer plumpen Fortsetzung und der damit verbundenen Aneinanderreihung von diversen Traum- und Tötungsszenen nicht getan ist. Als Urheber der ganzen Chose wurde auf Seiten der mittlerweile beträchtlich angewachsenen Zahl an Fans von ihm ohnehin mehr erwarten als nur ein konturenloser Schlitzerflick. Und Craven macht seine Sache erstmal gut, indem er die Handlung auf eine Metaebene heraufsetzt. Freddy ist in seinem Film genau jenes, was er auch bei uns ist: eine Horrorikone. Doch während das Filmteam seinen Charakter wieder für die große Leinwand zu reaktivieren versuchen, stellen sie fest dass sie selbst Opfer eben dieses Monsters werden. Am Anfang vielleicht noch etwas ungewohnt, macht es mit der Zeit Spaß Shaye, Craven, Langenkamp und Englund in ihren "Rollen" zu bewundern.

Große Vertreter der Schauspielzunft sind Shaye und Craven sicherlich nicht, doch schlägt der Nostalgie-und Nerd- Bonus ordentlich zu Buche. Robert Englund kann unter Beweis stellen, auch ohne Maske Talent zu besitzen. Und genau dieser Fakt macht sein Erscheinen als Freddy Krueger dann noch etwas unheimlicher. Miko Hughes als Dylan Porter ist ebenfalls ganz ok, obwohl mir sein Auftritt in "Friedhof der Kuscheltiere" deutlich besser gefallen hat. Ein Freund von Langenkamp und ihrem dritten Ausflug in die Elm Street bin ich unterdessen immer noch nicht geworden.

Woran Craven's Fortsetzung und gedachter Schlusspunkt krankt, ist die im Vergleich zu seinen Vorgängern spürbare Harmlosigkeit. Der Bodycount wurde für "Nightmare"- Verhältnisse bis auf ein Minimum zurückgeschraubt. Und besonders blutig sind die Tötungsszenen, bis auf den Mord an dem Kindermädchen im Krankenhaus, dann auch nicht geraten. Schade, da sich Craven auch mit der Person Freddy Krueger explizit beschäftigt und ihm eine größer bzw. erwachsen gewordene Optik verpasst. Davon abgesehen ist die Laufzeit von 112 min. für einen Horrorfilm ziemlich üppig geraten, und durch die zuletzt genannten Mängel haben sich dann eben doch die ein oder anderen Längen eingeschlichen. Der Endkampf zwischen Langenkamp und Krueger mit Sohnemann geht mir dann noch zusätzlich gefühlte 10 min. zu lange, bevor Freddy in einem mäßig umgesetzten Spezialeffekt sein Zeitliches segnet. Zudem ist der Einfall Freddy in seinen letzten Momenten als teufelsähnlichen Dämon zu präsentieren zuviel des Guten.

Craven hat es gut gemeint mit seinem Film und der Serie und übertrumpft natürlich ohne jegliches Problem die schwarzen Schafe "A Nightmare on Elm Street 2" und "A Nightmare on Elm Street 6". Leider fehlt seinem Abschluss die Rohheit und Kompromisslosigkeit seines Erstlings um vollends zu überzeugen. So darf dann auch ein einwandfreies Happy End nicht fehlen dem er sich 1984 noch verwehrte. Als versöhnlicher Endpunkt der Saga und Ersatz für Teil 6 in seinem Umfang mehr als brauchbar, ist er nicht der erwartete Knüller den man sich bei dem Namen Wes Craven erhofft hatte.

7/10
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Kommentare

05.02.2019 17:26 Uhr - Punisher77
2x
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Einmal mehr eine lesenswerte Kritik!

Empfinde diesen Teil als den deutlch besseren Abschluss als "Freddy´s Finale"...trotz des geringeren Blutzolls.

Trotzdem - mit Deinen "Freitag, der 13." - und "Nightmare"-Reviewreihen hast Du etwas echt Großes geschaffen. Gratulation!

05.02.2019 18:01 Uhr - cecil b
2x
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Wieder spitze geschrieben! :)

Ich persönlich halte diesen Teil für die mit Abstand beste Fortsetzung dieser Reihe, auch wenn ich verstehen kann, dass man mit dem Prinzip des Films und den relativ geringen Blutgehalt nicht ganz so viel anfangen kann. ;)

Ich finde diese Mutter- Kind-Beziehung, in die sich Freddy einmischt, echt spannend!

05.02.2019 20:31 Uhr - Roadie
3x
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Erfahrungspunkte von Roadie 25
Dieser Teil wird zu unrecht immer relativ niedrig bewertet.
Würde ihm ne 8,5/10 geben, da er noch auf einer ganz anderen Ebene funktioniert und Freddy endlich wieder das absolut Böse ist, wie in Teil 1.


05.02.2019 21:24 Uhr - CHOLLO
1x
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Danke für eure Kommentare und Meinungen.

@ Punisher77

Bei deinem Lob kriegt man ja fast weiche Knie ;)
Herzlichen Dank dafür!

06.02.2019 01:27 Uhr - Ghostfacelooker
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Wie gesagt dieser und Teil 3 sind neben dem Original mein All Time Favorites. Sauberes Review wie immer

06.02.2019 09:56 Uhr - leichenwurm
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DB-Helfer
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Den mag ich neben dem ersten Teil auch am liebsten. Ein Film, der sein Meta-Konzept so konsequent durchzieht, dass selbst die End-Credits miteinbezogen werden. Denn laut Auflistung des Casts wird Freddy diesmal NICHT von Robert Englund gespielt... ;-) !
Eine bisher sehr schöne Gesamtbesprechung von dir CHOLLO... hat sehr viel Spaß gemacht deine "Nightmare"-Reviews zu lesen.

06.02.2019 11:17 Uhr - CHOLLO
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Auch euch beiden vielen Dank :)

06.02.2019 13:17 Uhr - Intofilms
Ja, dieser explizite Meta-„Nightmare“ ist auch einer meiner Lieblingsteile. Meiner Erinnerung nach eine stabile 8/10. Du und Fratze hattet mich ja zu einem Spontan-Rewatch von Teil 2 angestiftet. Der fiel jedoch derart durch (Wertung verkneife ich mir), dass die anderen Teile jetzt erst einmal liegen bleiben müssen... Deine „Nightmare“-Rezis habe ich natürlich trotzdem alle gelesen. Konstant sehr gute Arbeit, CHOLLO! 👍

06.02.2019 14:59 Uhr - CHOLLO
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Erfahrungspunkte von CHOLLO 1.200
Besten Dank Into

06.02.2019 21:01 Uhr - ETXGonzo
User-Level von ETXGonzo 3
Erfahrungspunkte von ETXGonzo 128
Deine Freddy-Review-Serie gefällt mir.

Bei dem hier stimme ich dir vorallem in dem Süffigkeits-Argument zu. Das war glaube einer der ersten Filme die ich hier recheriert habe. Ich war nämlich immer der Meinung dort müsste etwas fehlen. Leider ist dem nicht so. Genau deswegen fehlt dem Film nämlich wirklich etwas, so gut der Kniff mit dem Settingwechsel auch ist.

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