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Marvel Spider-Man

Herstellungsland:USA (2018)
Standard-Freigabe:USK 12
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,33 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Mit dem weltweit berühmtesten Superhelden in der Hauptrolle beinhaltet Spider-Man PS4 (Arbeitstitel) alles, wofür der Wandkletterer bekannt ist: Akrobatische Fähigkeiten, Improvisation und das Verschiessen von Netzen. Aber neben den altbekannten wurden auch neue, noch nie dagewesene Elemente ins Spiel integriert. Die Merkmale reichen von Parkour und dem Ausnutzen der Umgebung bis zu einem neuen Kampfsystem und Blockbuster-Szenerien. So hast du Spider-Man noch nie zuvor gespielt.

Marvel und Insomniac Games haben sich zusammengetan, um eine brandneue und authentische Spider-Man-Geschichte zu kreieren. Das ist nicht der Spider-Man, den du aus Filmen oder anderen Spielen kennst. Das ist ein erfahrener Peter Parker, der der Kriminalität in New York City noch effektiver die Stirn bietet. Gleichzeitig versucht der Held sein chaotisches Privatleben und seine Karriere unter einen Hut zu bringen, während das Schicksal von 9 Millionen New Yorkern auf seinen Schultern lastet.
eine kritik von inferis:

Aber Inferis, sehe ich da richtig? Du schreibst eine Review zu einem Spiel das nicht 5-15 Jahre alt ist? Was ist den los?

Tja, ich habe mir nun tatsächlich, endlich, nach all der Zeit eine PS4 zugelegt. Und jetzt geht es richtig ab!

Spider-Man ist eine Spiel auf das ich sehnsüchtig gewartete habe. Von den mir hochgeschätzten Insomniac Games entwickelt, übernimmt man die Rolle von Peter Parker/ Spider-Man. Schon immer mein absoluter Lieblingssuperheld, war ich begeistert von den Nachrichten, dass er endlich wieder ein ordentliches Spiel bekommt. Klar, es gab unzählige Spider-Man Spiele von Activision, die aber vor allem in den Letzten Jahren wenig Aufmerksamkeit bekamen und von mir leider auch ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr gespielt wurden. Die ersten Reviews sangen auch Lobeshymnen und am Black Friday/Red Friday (irgendein Friday) habe ich zugegriffen und holte mir die PS4 Pro und Spider-Man. Und dann fing ich an...

Der Beginn des Spiels ist wirklich fesselnd, Peter ist so sympathisch und menschlich wie man es sich nur vorstellen kann. Seine Wohnung ist ein Saustall, Pizza liegt überall herum, er ist mit der Miete im Verzug. Als sein Wecker klingelt und er sich sein Kostüm schnappen will, riecht er erst einmal daran und muss angewidert feststellen, dass er doch lieber ein anderes nehmen sollte. Als nächstes erfahren wir von einem Tumult in der Stadt. Wilson Fisk soll verhaftet werden, wehrt sich allerdings sehr dagegen. Nun liegt es also an Spider-Man Big Willie davon zu überzeugen, dass der Knast genau richtig für ihn ist. Doch der Kingpin warnt ihn bereits vor anderen Gefahren, die bald auf Manhatten zu kommen werden, wenn er, Fisk, erst einmal im Knast ist...

Wir merken gleich: Das Schwingen macht unglaublich viel Spaß, ist intuitiv und einfach nur cool. Wir brauchen einen Punkt auf den wir unser Netz verschießen können um dann von dort aus zu schwingen. Wir können uns auch ziehen und andere Manöver durchführen um schnell voranzukommen. An Wänden laufen und krabbeln können wir natürlich auch. Sobald wir auf Fisks Leute treffen müssen wir natürlich die Fäuste und Füße (und Netze) sprechen lassen. Das Kampfsystem erinnert dabei natürlich wieder an Assassins Creed und vor allem Batman. Allerdings ist Spider-Man flinker und hat seine Netze um Gegner einzuspinnen und an Wände zu kleben. Das Kämpfen geht gut von der Hand und ist nicht besonders schwer, kann aber hin und wieder fordernd sein. Ich habe das Spiel auf Schwer gespielt und hatte keine großen Probleme mit den Kämpfen, habe aber manchmal aus Unnachtsamkeit oder weil ich Nebenziele erfüllen wollte, auch mal Kämpfe verloren. Frustrierend wurde es aber nie.

Die Story ist ziemlich gut, zumindest am Anfang. Wir treffen einen Spider-Man der bereits eine Weile durch die Gegend schwingt und die meisten seiner Gegner schon getroffen hat. Er hat Stress mit MJ, sie haben sich sogar schon getrennt, Tante May arbeitet im FEAST und Onkel Ben's Tod ist schon eine Weile her. Peter arbeitet mit Doktor Octavius an einem neuen Projekt als plötzlich ein neuer Gegner erscheint und die Stadt terrorisiert. Mister Negative und seine Dämonen wollen Unheil über die Stadt bringen und Norman Osborn vernichten. Mit Mister Negative hat Peter die meiste Zeit zu tun und die Lage eskaliert schnell so weit, dass Sable International auf den Plan gerufen wird.

Und damit wären wir schon mal bei dem für mich größten Problem des Spiels: Die Story. So gut und interessant diese zu Beginn auch ist, Mister Negative nimmt einen viel zu großen Teil der Story ein und wird irgendwann einfach uninteressant, wie ich finde. Wenn ich Spider-Man spiele, dann will ich gegen die ikonischen Feinde der Spinne kämpfen und zwar gegen viele von ihnen. Hier kämpfe ich zu Beginn gegen Kingpin, dann Schocker und dann für gefühlt etwa 70% der Kampagne gegen Mister Negative. Erst gegen Ende kommen dann mehrere bekannte Schurken auf den Plan und werden relativ schnell abgefrühstückt. Da wäre mehr drin gewesen. Genauso wie bei den Bosskämpfen. Diese sind zwar nicht direkt schlecht, sind aber auch keine große Herausforderung. Sie sind einfach nur nichts besonderes zum Großteil, was schade ist. Da einige Handlungststränge noch nicht auserzählt sind, gibt es aber noch potenziell für den Nachfolger.

Was auch schade ist, Peter trift kaum andere Marvel Charaktere. Ich weiß nicht, ob es an den Rechten liegt oder was genau der Grund war, doch ich hätte liebend gerne Daredevil, die Fantastic Four, Doctor Strange oder Wolverine gesehen. In vorherigen Spider-Man Titeln war dies noch möglich und ich hoffe man sieht dies auch noch im Nachfolger. Die entsprechenden Gebäude kann man hier ja finden. Und fotografieren. Damit wären wir auch schon bei den Nebenmissionen.

Es gibt viel zu tun in Manhattn. Die Map ist voll mit Nebenmissionen und Zufallsverbrechen, die Spider-Man verhindern muss. Dabei gibt es diverse Verbrechensnester, die gesäubert werden, Forschungen die durch Minigames korrigiert werden, Tauben die gefangen werden, Forschungsstationen von Peters Freund Harry, in denen unterschiedliche Aufgaben bewältigt werden, Herausforderungen vom Taskmaster und Nebenmissionen. Um die Map aufzudecken muss Peter erst einmal Tüme hochklettern und hacken. Durch die Nebenmissionen bekommt Peter Marken, die er in Gadgets, Anzug Mods oder neue Anzüge sowie deren Fähigkeiten investieren kann. Außerdem gibt es auch Exp mit denen Peter Level aufsteigen kann und damit erst Anzüge freischaltet und Fähigkeitspunkte bekommt, die in einen von drei Skillbäumen investiert werden können.

Neben Peter kann man noch MJ und Miles Morales in bestimmten Missionen steuern. Für alle Missionen, egal ob Haupt- oder Nebenmission gilt aber: Sie sind verdammt kurz. Das ist teilweise auch etwas schade, aber was soll man machen, leider führt das aber auch zu einer relativ kurzen Spieldauer für ein Open World Game. Es könnte gut sein, dass man in 20-25 Stunden das ganze Spiel durch hat (mit Nebenmissionen und Tätigkeiten). Alles in allem ist Spider-Man aber ein gutes Spiel, aber leider kein sehr gutes, wie ich gehofft habe. Meine Erwartungen waren aber auch extrem große und ich habe auf eines der besten Spiel aller Zeiten gehofft. Allerdings ist gut immer noch eine klare Empfehlung auch für den momentanen Preis bzw. zum Vollpreis.

Aber Moment, das war noch nicht alles - (Plot Twist - alles mit Marvel kriegt jetzt noch eine Post Credit Nachschlag;) ). ich habe nämlich noch den Dlc gekauft und auch schon durch. Dabei wird man in drei Episoden erst einmal mit Black Cat, dann Hammerhead und schließlich auch noch mal mit Silver Sable konfrontiert. Dabei spielt Hammerhead die entscheidende Rolle und muss bei seinem irren Plan gestoppt werden, von dem ich jetzt nicht allzu viel verraten will. Die Dlcs sind zwar ganz gut und bieten eine gute Story (zum Großteil), nerven aber vor allem in der letzten Episode teilweise mit zu vielen Gegnern in zu kleinen Gebieten. Das ist dann nicht fordernd, sondern einfach nur billig wenn man ständig mit mindestens fünf Raketenwerfern, zwei Prüglern, 10 Typen mit Schlagstöcken, zwei Peitschenschwingern, nochmal etwa fünf Jetpack Typen, drei Scharfschützen, zwei Schildern und dannn och Unmengen von bewaffneten Typen und normalen Schlägern in einem Keller konfrontiert wird. In ein paar Nebenmissionen (naja, eigentlich nur der in der ersten Episode) kommt Spider-Man auch noch sehr dämlich rüber.Dafür sind seine Gespräche mit Black Cat recht gut gelungen und es steht eine Menge auf dem Spiel. Also lohnt sich der Dlc im Endeffekt auch, besonders wenn man ihn günstig im Bundle bekommt. Besonders, da es hier auch weitere Nebenmissionen und Kostüme gibt.

Beides zusammen ergibt ein gutes Paket und lässt sich definitiv empfehlen.

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Kommentare

24.02.2019 17:53 Uhr - McGuinness
1x
User-Level von McGuinness 4
Erfahrungspunkte von McGuinness 274
Äußerst gelungene und ansprechende Kritik von dir, die insbesondere alle für mich ebenfalls relevanten Punkte aufgreift.

Der Part mit Mr. Negative ist definitiv zu lang geraten und ich bin ehrlich gesagt auch kein besonders großer Freund von diesen immer wiederkehrenden Traumsequenzen, in welchen die Realität derart verzehrt ist, dass mein Spielspaß dadurch doch etwas getrübt worden ist 😔
Auch hätte man andere bekannte Superhelden bzw. Schurken, wie bereits von dir erwähnt, sehr gut in die Geschichte mit einbinden können.

Was für mich allerdings mitunter den größten Reiz an diesem ganz phantastischen Spiel ausmacht, ist die stets originalgetreue Nachbildung von Manhattan, mit all den bekannten Sehenswürdigkeiten, wie z. B. dem Empire State Building, dem One World Trade Center, dem Chrysler Building oder dem Central Park.
Einfach nur der Wahnsinn, durch welch unglaublichen Detailreichtum New York City zu beeindrucken weiß 😚👌🏻
Wie gerne hätte ich mich doch zur Freiheitsstatue rübergeschwungen, aber leider ist dies nicht möglich 😪

Besonders die Nebenmissionen sind wie beschrieben interessant und abwechslungsreich dargestellt, wobei mir das herumwerkeln in Otto's Labor mitunter am meisten gefallen hat, da die hier geforderten Aufgaben durchaus knifflig waren und ein gewisses Maß an Logik erforderten 🤔

Alles in allem ein nahezu perfektes Spiel, dass bei mir mit 9,5 Punkten nur haarscharf an der Höchstwertung vorbeischwingt 🕷️🕸️

24.02.2019 23:18 Uhr - Inferis
DB-Helfer
User-Level von Inferis 13
Erfahrungspunkte von Inferis 2.959
Vielen Dank :)

Ja, stimmt, die die Stadt ist wirklich hübsch und detailgetreu nachgebaut. Es fühlt sich auch lebendig an, mit Straßenmusikanten und all den Interaktionen, die man mit Passanten haben kann. Die Freiheitsstatue wäre ich auch gern hochgekrabbelt :)

Es ist auch wie gesagt ein gutes Spiel und ich bin zuversichtlich, dass eine mögliche Fortsetzung (muss ja eigentlich kommen) noch ein paar Kleinigkeiten verbessern kann und dann wirklich ein Meisterwerk werden könnte. Das Spiel hat ja schon ein paar Weichen gesetzt und ich bin gespannt :)

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