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Ghostfacelooker
Level 17
XP 5.534
Eintrag: 08.02.2019

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Robin Hood

Herstellungsland:USA (2018)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Thriller
Alternativtitel:Robin Hood: Origins

Bewertung unserer Besucher:
Note: 2,75 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Robin of Loxley (Taron Egerton) hatte in jahrelangen Kreuzzügen seine Geschicklichkeit und Tapferkeit bewiesen und sich bei Feind wie Freund Respekt und Bewunderung verdient. Nun kehrt er nach England zurück. In Nottingham angekommen, findet Robin sein Anwesen verwüstet und seine Nachbarn verarmt vor, das Werk des skrupellosen Sheriffs von Nottingham (Ben Mendelsohn). Als Robin erfährt, dass er fälschlicherweise für tot erklärt wurde und sich seine langjährige Liebe, Lady Marian, daraufhin mit dem lokalen Politiker Will Tillman eingelassen hat, startet er einen verdeckten, persönlichen Feldzug gegen den korrupten Sheriff und die Kirche. Robin setzt seine todbringenden Bogenschiesskünste ein, um die für die Schatullen des Sheriffs eingetriebenen Steuergelder abzufangen und sie anonym an Marian zu übergeben, die in der Zwischenzeit zur Anführerin eines geheimen Volksaufstands geworden ist.
eine kritik von ghostfacelooker:

Okay, also gehen wir mal bei der Story davon aus, daß dieser Robin von Loxley ebenfalls am Dritten Kreuzzug mit König Richard teilnahm, dann schreiben wir das Jahr des Herrn zwischen 1189 und 1192.

Was wissen wir über Armbrüste? Nun sie wurden, wie vieles in Asien zum ersten Mal eingesetzt und selbst wenn die arabische Welt der europäischen faktisch nun mal in vielem um Dekaden voraus war, so konnte ein geübter Armbrustschütze nicht mehr als einen Armbrustbolzen in der Minute abfeuern, während es ein geübter Bogenschütze, besonders mit einem englischen Langbogen, wenn nicht auf zehn, dann doch auf mehr als einen Pfeil in der Minute brachte, da er nicht erst nachzuladen hatte.

Die äußerst überzogene Darstellung man befände sich mit Pfeil und Bogen in einem Kriegsschauplatz der heutigen Zeit, in dem Hinterhalt und sogar Fallen stellen mit verwundeten Soldaten einem „Armbrustbogenschafschützen“ die Möglichkeit geben, seine Artillerie ähnlich wie die eines Maschinengewehrs abzufeuern, weil seine Waffe materialistisch ähnlich gebaut worden sei, ist nicht nur übertrieben, sondern nimmt dem Filmgenuss des allseits bekannten Heldenstoffes schon in den ersten Minuten jegliche Grundlage.

Hat man sich dann halbwegs damit abgefunden, daß Regisseur Otto Bathurst, seine Adaption mit an Assassin´s Creed und Full Metal Jacket angelehnten Szenerien im mittleren Osten der damaligen Epoche anzusiedeln sucht, muß man sich Minuten später die Frage stellen, warum Robin eine entscheidend emotionale Handlung vollzieht, die in dieser Version, der Ausschlag dessen ist, weswegen er eigentlich zum Geächteten werden sollte.

Er wendet sich quasi deutlich gegen seine eigenen Kampfgefährten, um der vermeintlichen Gerechtigkeit genüge zu tun, welche von Gisbourne mit Füßen getreten wird, wobei jener meiner Ansicht nach, nicht anders handelt, als man es eigentlich von den damaligen Kriegsherren gewohnt wäre, denn auf beiden Seiten gab es geschichtlich fundiert, zahlreiche Verfehlungen.

Gut, auch diese fadenscheinige Gesinnung macht in dieser Version halbwegs Sinn, denn es wird ja schon angedeutet, daß dies keine „Gute Nachtgeschichte“ sei. Jedoch gefällt mir eine weniger marzalisch angehauchte Verbindung zwischen Robin (Taron EgertonKingsman“) und John (Jamie FoxxCollateral“) wesentlich besser und stellt ihr Zusammensein, wie es in König der Diebe mit Costner und Freeman dereinst gezeigt wurde logischer und wenig politischer dar.

Was mir persönlich auch sauer aufstößt, aber von Herrn Bathurst gewollt zu sein scheint, ist der indirekt direkte Verweis im Kontext des Films auf, die er dem guten Sheriff in den Mund legt, in der er den islamischen Vormarsch in einer Rede zur Bevölkerung Notthinghams verteufelt.

Ein  gleichzeitg aufhetzenden Charakterzug welcher auf heutige etwaige politische Sichtweisen anspielt, die aufgrund fanatischer Anschläge in einigen Köpfen dazu führt, eine ganze Volksgruppe zu verleumden.

Sicherlich war dem gutgläubigen „Christenmenschen“ der damaligen Zeit der Andersgläubige ebenso ein Dorn im Auge, wie dem guten Moslem von damals der Ungläubige, der Christ, der in sein Land einfiel.

Nur sollte man nicht vergessen, daß die damalige Kirche mit ihrer nicht wirklich von Gott gewollten Politik menschliche Gier verfolgte und ebenso Kriegstreiberei ebenso forcierte, wie es heute einige fehlgeleitete religiös indoktrinierte Führer im mittleren und nahen Osten tun. Somit wäre keiner einen Deut besser als der andere und war es nie gewesen!

Beschäftigte man sich innerlich genug mit der Frage, warum man diesen Anfang und einige Elemente nicht bei der Assassin´s Creed Verfilmung einflechten wollte und hier soweit von einer herkömmlichen Robin Hood Geschichte entfernt ist, wie das Game The Thief dem Thema nahe, dem der Protagonist mehr ähnelt, fängt der Film kurzzeitig an interessant zu werden, denn Robin und John wollen den Ursprung allen Übels, also die Gier nach Geld und Macht bekämpfen.

Natürlich führt dies mehr und mehr Unmut im Gemüt des Sheriffs (Ben Mendelsohn), der in seinen feinsten Anzügen, die sogar nicht zu der Zeit passen wollen, mehr wie Paul Gleason in Breakfast Club, denn als intrigant rachsüchtiger Charakter wirkt, den man sonst kennt. Einzig im Dialog mit Jamie Foxx klimmt der zu hassend, verschlagene Charakterzug des aus anderen Verfilmungen bekannten Sheriff von Nottingham auf.

Gleiches gilt für das Fest des Sheriffs, auf dem sich Gisbourne und Loxley wiedersehen, welches an visueller Dekadenz kaum zu überbieten ist und mehr an ein Musikvideos erinnert, die Freddie Mercury oder Holly Johnson ersonnen hätten und in denen Versace und Lagerfeld ihre Obsessionen der Haut Couture freien Lauf ließen.

Seltsamerweise erinnert Egerton´s Darstellung des gutbürgerlichen Loxley und des kriminellen Hood, im Dialog und Zwiespalt mit dem Sheriff mehr an Bruce Wayne und Diego de la Vega und ihren alter Egos Zorro und Batman, als an einen Robin Hood.

Der fehlende Charme derFiguren und der Handlung, wird mit übertriebener Action kaschiert und stellenweise sogar durch fadenscheinigen Wortwitz übertroffen, der ebenso wenig zu zünden weiß, wie das halbgare Pferderennen, welches an Ben Hur erinnert.

Schlussendlich schwört Robin in einer, wie in allen Filmen obligatorisch notwendig flammenden Rede alle Getreuen zum Showdown ein, der dann noch freimütig aus anderen Filmen Elemente und bekannte Sequenzen zu absorbieren scheint, indem sogar Glasflaschen als Molotowcocktail vorkommen dürfen und das im mittelalterlichen England.

Ja, mir scheint fast als habe der Regisseur einfach seine Lieblingsstücke der Medienlandschaft aus Film und Spiel unter einer fiktiven Handlung zusammengesetzt ohne dabei groß auf Verluste der Logik, der Spannung oder gar der Sympathie des Zuschauers zu den Darstellern achten zu wollen.

Frei nach dem Motto je mehr es kracht und je bombastischer es wirkt, umso weniger werden Fehler wirklich der Masse des Publikums auffallen, zumal man ja Oscarpreisträger Foxx, Jungstar Egerton und Sweetheart, Eve Hewson, neben dem aktuellen Fifty Shades of Grey und Serienmörder-Darsteller aus Tod in Belfast, Jamie Dornan, verpflichten konnte. 

Weniger Robin Hood und liebloser war höchstens noch Ghost of Sherwood, da hilft auch kein Leonardo DiCaprio als Produzent dieses Films.

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Kommentare

08.02.2019 13:04 Uhr - sonyericssohn
1x
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Erol Flynn ist der einzig wahre Robin Hood !!! ;-)

08.02.2019 13:30 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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08.02.2019 13:04 Uhr schrieb sonyericssohnErol Flynn ist der einzig wahre Robin Hood !!! ;-)


Folgt mir in den Sherwood Forrest Freunde! (die Hände in die Hüften stemmend und lauthals lachend intoniert)^^^^

08.02.2019 13:36 Uhr - sonyericssohn
1x
DB-Co-Admin
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Hei Ho, Hei Ho...äh...ne Schmarrn...das ist der falsche Wald :-D

08.02.2019 14:31 Uhr - Knochentrocken
1x
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Was, bei allen guten Geistern dieser Welt und der anderen Welt, hat dich dazu bewogen DIESEN Film zu schauen? ^^

Ps: die beste Verfilmung ist doch eindeutig „Helden in Strumpfhosen“ von Mel Brooks. :-P

08.02.2019 14:36 Uhr - Ghostfacelooker
3x
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08.02.2019 14:31 Uhr schrieb KnochentrockenWas, bei allen guten Geistern dieser Welt und der anderen Welt, hat dich dazu bewogen DIESEN Film zu schauen? ^^

Ps: die beste Verfilmung ist doch eindeutig „Helden in Strumpfhosen“ von Mel Brooks. :-P


Hättest du das Review gelesen wäre der Spruch noch besser^^^^

08.02.2019 15:22 Uhr - BFG97
1x
Moderator
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Der Streifen wird ganz gepflegt umgangen und definitiv nicht gesichtet. Nachdem mich der Trailer schon nicht reizen konnte, hat mir deine Rezi ganz klar gezeigt, dass ich an dem keinen Spaß haben würde. Danke, dass du dir den Schinken angetan und eine wohlformulierte Kritik verfasst hast ;)

08.02.2019 18:36 Uhr - Ghostfacelooker
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08.02.2019 15:22 Uhr schrieb BFG97Der Streifen wird ganz gepflegt umgangen und definitiv nicht gesichtet. Nachdem mich der Trailer schon nicht reizen konnte, hat mir deine Rezi ganz klar gezeigt, dass ich an dem keinen Spaß haben würde. Danke, dass du dir den Schinken angetan und eine wohlformulierte Kritik verfasst hast ;)


Gern wobei ich dachte naja der Trailer kann ja nicht so einen schlechten Film darstellen, vielleicht sind nur ein zwei Szenen so...somit habe ich mir den Schinken deshalb angetan, weil ich dachte er würde munden. Doch es ist eben kein Serrano oder Iberico, sondern einer aus dem Billigdiscounter edel verpackt^^

08.02.2019 19:41 Uhr - Kaiser Soze
1x
DB-Helfer
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Guten und informatives Review zu einem Film, den ich ebenfalls erst schauen werde, wenn dieser kostenlos im TV laufen wird, weil ich definitiv nicht bereit bin hierfür Geld auszugeben. Naja OTR sei Dank, wird der Film später gesichtet werden, aber ich schraube meine Erwartungen runter!

Weniger Robin Hood und liebloser war höchstens noch Ghost of Sherwood, (...)


Das ist echt ein hartes Fazit! ;-)


08.02.2019 14:31 Uhr schrieb Knochentrocken
(…)

Ps: die beste Verfilmung ist doch eindeutig „Helden in Strumpfhosen“ von Mel Brooks. :-P



Dem kann ich nur zustimmen :D Wobei „Helden in Strumpfhosen“ meiner Meinung nach gerade dann noch lustiger ist / wird, wenn man „König der Diebe“ gesehen hat und die Anspielungen, wie etwa „Weil ich im Gegensatz zu einem anderen Robin Hood den Produzenten nicht 5 Millionen costner“ versteht. Ich habe heute sogar überlegt mit einem Review zu „Helden in Strumpfhosen“ zu beginnen; welch ein lustiger Zufall :D

09.02.2019 21:17 Uhr - naSum
User-Level von naSum 12
Erfahrungspunkte von naSum 2.085
08.02.2019 14:36 Uhr schrieb Ghostfacelooker
08.02.2019 14:31 Uhr schrieb KnochentrockenWas, bei allen guten Geistern dieser Welt und der anderen Welt, hat dich dazu bewogen DIESEN Film zu schauen? ^^

Ps: die beste Verfilmung ist doch eindeutig „Helden in Strumpfhosen“ von Mel Brooks. :-P


Hättest du das Review gelesen wäre der Spruch noch besser^^^^


Du hattest mit jedem verzichteten Punkt unter jedem Review Recht...leider....


Naja, dieses war ein wahrer Lesespaß, auch wenn du im Kino scheinbar nicht so viel davon hattest. Bist du mit der miesen Vorahnung bereits in den Saal gestiefelt oder hats dich kalt erwischt?

10.02.2019 00:53 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 17
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 5.534
09.02.2019 21:17 Uhr schrieb naSum
08.02.2019 14:36 Uhr schrieb Ghostfacelooker
08.02.2019 14:31 Uhr schrieb KnochentrockenWas, bei allen guten Geistern dieser Welt und der anderen Welt, hat dich dazu bewogen DIESEN Film zu schauen? ^^

Ps: die beste Verfilmung ist doch eindeutig „Helden in Strumpfhosen“ von Mel Brooks. :-P


Hättest du das Review gelesen wäre der Spruch noch besser^^^^


Du hattest mit jedem verzichteten Punkt unter jedem Review Recht...leider....


Naja, dieses war ein wahrer Lesespaß, auch wenn du im Kino scheinbar nicht so viel davon hattest. Bist du mit der miesen Vorahnung bereits in den Saal gestiefelt oder hats dich kalt erwischt?


Durch den Trailer war ich ein wenig skeptisch, der Rest hat mich dann kopfschüttelnd und augenrollend erwischt

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