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Blue Valentine - Vom Ende einer Liebe

Originaltitel: Blue Valentine

Herstellungsland:USA (2010)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Drama, Liebe/Romantik
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (4 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Nach sechs gemeinsamen Jahren ist Deans (RYAN GOSLING) und Cindys (MICHELLE WILLIAMS) Ehe am Ende. Was als romantische Liebe mit totaler Hingabe begann, ist schleichender Ernüchterung im Alltag gewichen. Aus Liebeserklärungen per Ukulele und Stepptanz, wurden banale Diskussionen um Geld, gescheiterte Lebensträume und ein erbitterter Streit um das Sorgerecht für Tochter Frankie (FAITH WLADYKA). Warum alles so weit kommen konnte, kann sich keiner der beiden erklären. Der Kampf um ihre einst so große Liebe, scheint verloren. Als letzten Rettungsversuch verbringen Dean und Cindy eine Nacht in einem Motel, in der sowohl zärtliche Erinnerungen an die erste Zeit des Verliebt seins, aber auch bald die Gewissheit wach wird, dass sie kurz vor der härtesten Entscheidung in ihrem Leben stehen. (Senator)

eine kritik von schobi:
Erzählt wird die Geschichte von Dean (Ryan Gosling) und Cindy (Michelle Williams), deren Beziehung in Trümmern liegt und nur noch durch ihre kleine Tochter zusammengehalten wird. In Rückblenden erzählt der Film wie sich die beiden kennen lernten und ihre Liebe begann...

Lange musste Regisseur Derek Cianfrance kämpfen, um seinen Film zu realisieren - Das Auftreiben von Geldgebern, der Tod von Heath Ledgar, mit dem Michelle Williams lange zusammen war, dann ihre Schwangerschaft und schließlich Probleme mit der MPAA - nach sage und schreibe zwölf Jahren hatte er es geschafft. Herausgekommen ist ein herbes Beziehungs-Drama, das die Geschichte seiner Protagonisten feinfühlig und wertungsfrei erzählt und auf große Gesten verzichtet. Dadurch entwickelt der Film eine beeindruckende Glaubhaftigkeit und Intimität, bleibt aber gleichzeitig immer auf Distanz zu seinen Figuren. Dadurch wird auch der Zuschauer in die unangenehme Rolle des Beobachters gedrängt, eine emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen gestaltet sich sehr schwer. Auch die teilweise dokumentarisch anmutende Inszenierung unterstreicht diesen Aspekt, die Kamera ist immer ganz nah an den Figuren und durch das Fehlen großer und komponierter Bilder entsteht ein bedrückender Realismus. Dazu tragen natürlich auch die beiden Hauptdarsteller bei und überzeugen auf ganzer Linie durch intensives Spiel (zur Vorbereitung wohnten die Beiden u.a. einen Monat zusammen). Zurecht wurde Williams für den Oscar und den Golden Globe nominiert. Gosling hätte es ebenso verdient, aber der wird eh noch ein ganz Großer.

Fazit: Durch den Kontrast zwischen den Rückblenden, die das hoffnungsvolle Entstehen einer jungen Liebe zeigen und den nüchtern-brutalen Bilder der kaputten Beziehung einige Jahre später ist Blue Valentine alles andere als ein Film zum Wohlfühlen und trotz der Liebesgeschichte nicht wirklich ein Romantikfilm, sondern vielmehr ein bitteres Drama, das durch seine Nüchternheit ungemein realistisch und hart wirkt.
Kein angenehmer Film, aber ein guter. Hab ihn mir alleine angesehen und rückblickend betrachtet war das auch sehr gut so.
9/10
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