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Punisher77
Level 13
XP 2.996
Eintrag: 11.03.2019

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Tactical Force

Herstellungsland:USA (2011)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,67 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Captain Tate (Steve Austin) führt mit seinem SWAT-Team in einem verlassenen Flugzeughangar eine Übung durch, als aus dieser Trainingssituation plötzlich lebensbedrohlicher Ernst wird. Unfreiwillig gerät die Truppe mitten in einen brutalen Bandenkrieg. Rücksichtslos ermorden die beiden verfeindeten Gangs jeden, der ihren Weg kreuzt. Tate und sein Team sind ihren Gegnern zahlenmäßig stark unterlegen, haben keinen Kontakt zur Außenwelt und müssen ohne scharfe Munition um ihr Überleben kämpfen. Doch in diesem tödlichen Spiel wendet sich das Blatt mit jedem Kriminellen, den die Elitepolizisten zur Strecke bringen, ein wenig mehr...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                                        TACTICAL FORCE

Seit 2005 versucht sich Steve “Stone Cold“ Austin – wie viele andere Wrestling-Stars auch – als Schauspieler. Da Wrestler aufgrund ihres beeindruckenden Körperbaus geradezu prädestiniert für den Actionfilm sind, betätigte sich Austin auch in diesem Genre. Dabei bediente er – abgesehen von Nebenrollen in Spiel Ohne Regeln (2005) und The Expendables (2010) sowie seiner Hauptrolle in The Condemned – Die Todeskandidaten (2007) – den Heimkinomarkt. Zu diesen Direct-to-Video-Streifen gehört auch Tactical Force aus dem Jahre 2011. Regie führte hier Adamo Paolo Cultraro (Corrado, 2010), der auch für das Drehbuch des Films verantwortlich ist. Neben Steve Austin standen eher unbekannte Darsteller wie Candace Elain (Corrado, 2010), Lexa Doig (Jason X, 2001), Steve Bacic (Arrow – Folge 11 in Staffel 5, 2017), Michael Shanks (Stargate SG-1, 1997 – 2007) oder Michael Eklund (The Marine 3: Homefront, 2013) vor Bruce Chuns Kameras. Lediglich Michael Jai White verfügt durch Rollen in Kinofilmen wie Spawn (1997), Exit Wounds (2001) und The Dark Knight (2005) über einen Bekanntheitsgrad, der etwas über den Heimkinosektor hinausgeht. Gedreht wurde in British Columbia (Kanada).

Da das SWAT-Team um Captain Tate (Steve Austin) bei seinem letzten Einsatz Geiseln verletzt und einen enormen Sachschaden verursacht hat, werden er und seine Leute nicht nur suspendiert, sondern auch zu einem Training in einem verlassenen Militärstützpunkt verdonnert. Während sich Tate und Co. mit harmloser Übungsmunition an die ihnen aufgezwungene Aufgabe machen, treffen sich Mitglieder zweier rivalisierender Gangsterbanden, um aus dem Kleinganoven Kenny (Michael Eklund) den Aufenthaltsort eines mysteriösen Gegenstands herauszupressen. Als die Gangster eins von Tates Teammitgliedern ermorden, entbrennt ein mörderischer Kampf zwischen Gesetzeshütern und Gangstern, der dadurch erschwert wird, dass das SWAT-Team von der Außenwelt abgeschnitten ist und über keinerlei scharfe Munition verfügt …

Tactical Force startet mit einer der nervigsten Creditsequenzen der (jüngeren) Filmgeschichte. Der Filmbeginn enthält Spielfilmschnipsel, unterlegt von nervtötender Rap-Musik, die immer wieder von den eingeblendeten Namen der Beteiligten unterbrochen werden, was zudem mit nervtötenden Schussgeräuschen begleitet werden … da kriegt man schon einen Hass auf den Film, bevor er überhaupt richtig angefangen hat!

Danach wird es gottlob besser. Die „Auflösung“ der Geiselnahme ist ein kurzweiliges Spektakel, das dem SWAT-Team Gelegenheit gibt, seine Stärken auszuspielen. Die Chemie zwischen dem Quartett stimmt, was sich auch während eines Lehrgangs zeigt, den die einzelnen Teammitglieder nicht ganz ernst nehmen.

Am Trainingsort – einem angeblich verlassenen Militärstützpunkt – angekommen, entpuppt sich die ganze Direct-to-Video-Machart des Films. Der Stützpunkt gleicht eher einer leerstehenden Lagerhalle, die wahrscheinlich ausgesucht wurde, da man sich finanziell nicht allzu viele Standortwechsel und/oder aufwändigere Kulissen/Schauplätze leisten konnte. Auch der Look des Films scheint einem ständig ein „Ich wurde für den Videomarkt produziert!“ entgegenschreien zu wollen.

Das alles wäre nicht so schlimm, hätte man zumindest einen versierten Regisseur und einen Drehbuchschreiber an der Hand gehabt, die diese Mängel hätten wettmachen können. Aber auch hier wirkt Tactical Force nur bedingt überzeugend.

Einerseits wartet Tactical Force mit einigen interessanten Wendungen auf, die über die Spieldauer von knapp anderthalb Stunden wenig Langeweile aufkommen lassen. Andererseits beinhaltet das Drehbuch eine Reihe dümmlicher Dialoge und Fremdschäm-Momente, die vielleicht Trashfans begeistern, Freunden seriöserer (Action)Filmkost jedoch sauer aufstoßen könnten.

Was die Actionszenen angeht, ist Cultraro bestenfalls routinierter Handwerker. In Tactical Force gelingt es dem italoamerikanischen Regisseur nicht, die gleiche inszenatorische Wucht zu entfachen, wie es z.B. Isaac Florentine (Undisputed II, 2006) oder Roel Reine (Death Race 2 & 3, 2010 & 2013) zu schaffen. Und dennoch sorgen die immer wieder eingestreuten Actionsequenzen für Kurzweil und präsentieren einige gar nicht mal sooo schlechte Kampfszenen und Schusswechsel, die zudem von einem soliden Härtegrad zeugen.

Steve Austin gibt souverän den Teamleader und auch in den Kampfszenen macht ihm niemand etwas vor. Michael Jai White, der in etlichen Actionstreifen bewiesen hat, was in ihm steckt, muss sich nicht unbedingt hinter seinem „Chef“ verstecken. Lexa Doig kann sich innerhalb des SWAT-Männerbundes behaupten. Auf der Gegenseite hinterlässt Candace Elaine, für die Tactical Force ihr letzter Einsatz als Schauspielerin war, einen bleibenden Eindruck als mörderische Femme Fatale. Der Rest des Ensembles agiert dagegen zweckmäßig bis lächerlich, da etliche der Gangster eher einem Comic entsprungen zu sein scheinen und daher wenig bedrohlich wirken.

Unterm Strich ist Tactical Force pures Mittelmaß. Der Film wurde offensichtlich für kleines Geld von einem Regisseur und Drehbuchautor heruntergekurbelt, der in beiden Bereichen eher Handwerker als Visionär ist. Dennoch ist der Streifen teilweise recht unterhaltsam, da er mit einem souveränen Hauptdarsteller, einigen solide agierenden Nebendarstellern und einer Handvoll soliden Actionszenen aufwarten kann. Damit kommt Tactical Force nicht über (ordentliches) Mittelmaß hinaus, aber wenn man an einem verregneten Sonntag partout keinen Bock auf die üblichen Klassiker der Filmgeschichte hat, dann kann man – als Actionfan – Tactical Force einlegen...man sollte halt nur nicht mehr erwarten als einen mittelprächtigen Actionfilm, der kurzfristig für ein wenig Unterhaltung sorgen kann.

5-6/10

5/10
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Kommentare

12.03.2019 08:05 Uhr - Nubret
2x
User-Level von Nubret 9
Erfahrungspunkte von Nubret 1.042
Den werde ich mir natürlich schenken.

Bewundernswert finde ich allerdings, welches Durchhaltevermögen Du an den Tag legst, und selbst die verzichtbarsten Filme angenehm lesbar umschreibst.

Das nenne ich Einsatz! Top!

12.03.2019 09:02 Uhr - TheRealAsh
2x
User-Level von TheRealAsh 9
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.126
Ich finde auch, dass du hierfür Geld bekommen solltest. Mal wieder ein topp Review zu einem mittelmäßigen Film 😅

12.03.2019 09:35 Uhr - Punisher77
2x
DB-Helfer
User-Level von Punisher77 13
Erfahrungspunkte von Punisher77 2.996
Dankeschön! Ich versuche immer, mir bei jedem Film gleich viel Mühe zu geben. Auch wenn´s nur Mittelmaß ist.

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