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FrancisYorkMorgan
Level 5
XP 308
Eintrag: 13.03.2019

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Ray Donovan

Herstellungsland:USA (2013)
Genre:Drama, Krimi

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,50 (6 Stimmen) Details
inhalt:
RAY DONOVAN dreht sich um den gleichnamigen Titelhelden, der für die mächtige Anwaltskanzlei Goldman & Drexler in Los Angeles als Problemlöser tätig ist. Er hat alle Hände voll zu tun, zwischen seinem nervenaufreibenden Job und seiner Familie zu jonglieren. Ray ist der Mann, zu dem Superstars aus der Welt des Entertainment und des Sports sowie Firmen-Bosse gehen, wenn sie scheinbar hoffnungslos verzwickte Angelegenheiten sehr elegant und diskret beiseiteschaffen möchten.

Die Welt des knallharten Geschäftsmannes und liebevollen Familienvaters wird in den Grundfesten erschüttert, als Rays hochkrimineller Vater Mickey Donovan (Oscar-Preisträger Jon Voight) fünf Jahre zu früh aus dem Gefängnis entlassen wird. Mickey wurde einst von Ray verraten und droht nun offen mit Rache. Als Ziel hat sich der zwischen subtiler und offensichtlicher Gewalt schwankende Mickey die heile Familienwelt von Ray ausgesucht. Gleichzeitig nimmt das FBI die Kanzlei Goldman & Drexler ins Visier…
eine kritik von francisyorkmorgan:

"Hören Sie, ich bin nur nett, weil dies ein netter Ort ist."

Ray Donovan ist großes, vielschichtiges und packendes Fernsehen. Es gab bisher nur wenige vergleichbare Drama-Serien, die mich so sehr in ihren ersten Minuten und Momenten überzeugten, fesselten und sich dann, über mittlerweile drei fantastische Staffeln hinweg, so zu steigern wussten, wie Ray Donovan. Ganz typisch, ein bisschen drüber und schon fast ein Garantie-Siegel für Serien aus dem Hause Showtime (u. a. Dexter), ist die richtige Mischung aus spannendem Entertainment und genau der richtigen Dosis an emotionaler Tiefe, einer durchweg gelungenen und zum Teil sogar herausragenden Figurenzeichnung. Abseitiges Mainstream-Fernsehen. Raymond Donovan (Liev Schreiber) nimmt sich der Probleme der angesehensten Menschen in Los Angeles an. Ufert etwas aus, geht etwas ungewollt in schmierigen Ecken zu Bruch, wird eine Situation oder Angelegenheit richtig brenzlig oder zutiefst schmutzig, ruft man den eher wortkargen, immerzu steinern blickenden und nach außen hin extrem coolen Ray Donovan, der sich in seiner oft ganz eigenen Art zumeist auf das Credo 'Lösungs- und Zielorientiert' konzentriert. Doch Rays raue Schale und seine ablenkend fixierte Besonnenheit kippen in leisen Enden, als er erfährt, dass sein Vater Mickey (John Voight) vorzeitig aus dem Knast kommt. Viele ungerecht aufgeteilte Rechnungen liegen noch verkantet in den windigen und dunklen Orten längst vergessen geglaubter Tage. Ray und seiner gesamten Familie, auch die 'Familie' die er hasst und schroff von sich stößt, steht ein zu überwindender Berg brach liegender Scherbenhaufen bevor...

"Manches kann man nicht mehr rückgängig machen. Manches verändert einen für immer."

Ray Donovan, dessen Frau, ihre beiden Kinder und Rays Brüder sind auf den ersten Blick nicht besonders sympathisch und keine strahlenden Reißbrett-Figuren, die man sofort ins Herz schließt. Miese und verschüchterte Ecken, stoppelige und betäubte Kanten, versteckt-feinfühlige Konturen und eine zuerst irritierende Stress- und Geltungssucht bestimmen das Bild dieser inhaltlich gut durchdachten und interessant aufgefächerten Serie, die sich ihrer Fronten, der zunächst unklaren Sympathie-Gewichtung und einer kathartischen Positionierung verwehrt, und erst nach und nach an-, aber niemals gänzlich auftaut. Keine Figur ist wirklich sauber und die Serie biedert sich keiner blinden Heldenverehrung oder simplen 'Gut oder Böse'-Schemata an. Die Macher setzen glücklicherweise nicht auf das Einmaleins glatter und strahlender Besetzungsmuster und gerade ein Liev Schreiber schultert hier vermutlich die Rolle seines Lebens. So eine ambivalente Figur bekommt man wahrscheinlich nur einmal im Leben angeboten und Schreiber spielt sich hier verdient in den Olymp zerrissener und zutiefst beeindruckender Serien-Figuren. Seine introvertierte, hünenhafte und meist überlegte Präsenz, die beneidenswerte Physis und das dezent unterkühlte und stets aufmerksame Spiel, wurden bisher leider nicht mit einem Emmy oder einem Globe bedacht - der Charakter war der Wählerschaft bisher wohl eine Spur zu eigen. Verschenkt. In den Nebenrollen glänzen Eddie Marsan und Dash Mihok als Rays Brüder und der restliche, ziemlich weit reichende Familienstammbaum der Donovans ist absolut solide besetzt. Ja, sogar ein Steven Bauer (Scarface, Zwielicht) darf mal wieder gröber auftreten, und er hat angenehmerweise nichts von seinem Charme verloren. John Voights Golden Globe-prämiertes und häufiger ziemlich nerviges Overacting ist zu Beginn etwas anstrengend, aber auch er, seine schwierige Großvaterfigur und die sich lichtenden Hintergründe seines oft unausstehlichen Verhaltens, gleiten nach und nach um das schillernd brutale Zentrum namens Ray Donovan.

"Du kannst mir nicht geben, was ich will."
"Wollen wir wetten?"
"Emotionale Ehrlichkeit."
"Ach du Scheiße..."

Rays Methoden machen über weite Strecken der 12 Episoden je Staffel einen Heidenspaß mit Knacks im Knusper. Die vielen Fälle und zusammenlaufenden Verstrickungen der glitzernden Elite Hollywoodlands, die Ray mal mehr oder weniger glimpflich und legal löst, gehen mit der familiären Misere und ihren hassenswerten Ausläufern der Donovans Hand in Hand, auch wenn ab und an Gelenke und Knochen ihre natürliche Form schmerzhaft aufgeben und Gesichter wie Körper ziemlich ramponiert, in Blutergüssen und Flecken badend, zu Boden gehen. Ray Donovan fährt in jeder Season einen illustren Kreis an Gaststars auf und wirklich jeder hat einen strahlenden Auftritt. James Woods, Ian McShane, Katie Holmes, Hank Azaria, Rosanna Arquette und viele weitere, gern gesehene Akteure, geben sich hier ein spielfreudiges Stelldichein. Ray Donovan generiert spätestens bei der sechsten Folge der ersten Staffel (ein genial inszenierter LSD-Trip und stimmige Wendungen en masse) einen freudigen Sog und fällt trotz einiger berührender und verzweifelter Szenen nie in eine deprimierende, selbstmitleidige und unlösbar dahin schwafelnde Grundstimmung, was dieser guten und atmosphärischen Variation aus den besten Versatzstücken HBOs und der treibenden Effekthascherei aktueller TV-Krimis zu deutlich mehr macht, als es zunächst scheint. Ray Donovan ist sozusagen ein Best-Of-Drama Series der letzten 20 Jahre vieler amerikanischer Größen und ich hoffe, dass auch die weiteren Staffeln derart zu begeistern wissen, wie es die ersten und zu jeder Tageszeit erfrischenden drei Ausgaben bisher taten. Großes, unterhaltsames und intensiv gerundetes Fernsehen!

9/10
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Kommentare

13.03.2019 19:29 Uhr - CheesyAK47
2x
Von dieser tollen Serie sind bisher 6 Staffeln erschienen und eine letzte Season kommt nächstes Jahr 👍

13.03.2019 20:26 Uhr - FrancisYorkMorgan
1x
User-Level von FrancisYorkMorgan 5
Erfahrungspunkte von FrancisYorkMorgan 308
Jepp, richtig. Bin mitten drin in Season 4 und konnte nicht warten mit ein paar Worten dazu, und hoffe, dass es so stark bleibt. Ray Donovan ist aktuell mein Held, eben weil gar kein Held ist. Definitiv auch underrated. Dieses Format verdient viel mehr Aufmerksamkeit.

13.03.2019 23:18 Uhr - CheesyAK47
1x
Mir persönlich gefielen die Seasons 4+5 nicht mehr sooo gut, Season 6 war wieder ganz stark! Season 3 war die Beste!

Glaub der gute Ray läuft im Zdf Nachtprogram

15.03.2019 07:20 Uhr - bananenmonster
Ich will ja hier nicht so negativ sein, aber die erste Staffel war auch meine letzte.
Nerviger, pinziger Familienschmonzes, eine übertrieben gebrochen-aber-cooler-Held-Attitüde und völlig unrealistische Problemlösungsstrategien. Geschwätzig bis an die Schmerzgrenze.
Einzige Pluspunkte: der Sohnemann, Donovans Kompagnon und die Kampflesbe. Und natürlich Rosanna "echte Titten" Arquette.

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