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(sic)ness_666
Level 4
XP 233
Eintrag: 14.03.2019

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Girls Against Boys

Herstellungsland:USA (2012)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Drama, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,00 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Eigentlich wollte die junge, attraktive Barkeeperin Shae (Danielle Panabaker) mit ihrem Freund ins Wochenende fahren. Doch stattdessen offenbart ihr dieser, dass er Familie hat und verlässt sie kurzerhand. Zur Ablenkung zieht sie mit ihrer Kollegin Lu durch die Clubs. Doch Shae wird noch am selben Abend vergewaltigt. Die beiden starten einen blutigen Rachefeldzug, der für jeden Mann, der ihnen in die Quere kommt, tödlich endet. Als Shae jedoch eigene Wege gehen will, gerät die Situation zunehmend außer Kontrolle...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von (sic)ness_666:

Nein, auch wenn es der Titel anders vermuten lässt, Girls Against Boys ist nicht der neuste Reißer aus dem Hause Naughty America, sondern ein 2012 entstandener Film eines gewissen Austin Chick (ich erspare mir jetzt Witze über den Nachnamen im Bezug auf das Werk). Ich schreibe bewusst relativ undefiniert „Film“, da Girls Against Boys keine Konstanten besitzt, sondern vielmehr mit einer heftigen Identitätskrise zu kämpfen hat. Denn was der Film nun sein will, welchen Stil er verfolgt und was er aussagen will, bleibt weitestgehend unklar.

Dem Kern der Sache kann man schon folgen (siehe Inhaltsangabe), doch ehe es endlich zum Schlüsselereignis kommt, verstreicht eine gefühlte halbe Ewigkeit. Denn die äußerst langatmige Inszenierung, die einfach nicht auf den Punkt kommen will, verlangt einem schon einiges ab. Dann spitzt sich die Situation plötzlich aus dem Nichts so schnell zu, dass wenn man gerade sich ein Bier öffnet oder zum Filmsnack greift, gar kein Plan hat, warum es auf einmal zur Eskalation kommt. Auf die sehr zurückhaltend inszenierte Vergewaltigung (geschieht mehr oder minder im Off), soll nun der blutige Rachefeldzug gegen die komplette Männerschaft beginnen. Wer nun gedacht hat, dass der Film damit Tempo aufnimmt, hat sich leider geschnitten. Kommen nun zwar ein, zwei amüsante Szenen in den Topf, irrt Regisseur Chick weiterhin durch einen großen Raum ohne sich wirklich für ein roten Faden entscheiden zu können. Ich gebe mal ein Beispiel wie das im Film aussieht: Es wird sich an einer kompromisslosen (wenn auch äußerst unblutigen) Zerstückelung des Peinigers, wie im „klassischen“ Rape'n Revenge-Vertreter, versucht. Kurz darauf switcht man dann wieder kurzzeitig auf Drama, welches man versucht mit kunstfilmartigen Stilmitteln zu inszenieren. Doch dann ist da ja noch die (wenn auch witzige) absurde Dialogszene á la Tarantino die ja auch noch irgendwo Platz finden muss. Dies passiert alles in nicht einmal 15 Minuten und da es „versucht“ und „...-artig“ heißt, sollte damit auch klar sein wie gut das gelingt.

Hätte man sich mal auf einen Stil bzw. Genre festgelegt, hätte man hier in jedem Fall mehr bieten können. So leidet der Film aber an den Versuchen, alles unter einen Hut zu bringen. Zumeist äußerst sich das in immer wieder ausbremsenden, langatmigen Kamerafahrten. Tempo nimmt der Film so nie auf, sondern deutet dies maximal kurz an. Hinzu kommt die etwas fragwürdige Entscheidung, hauptsächlich Unschuldige abzumurksen. Auch wenn Männer in dem Film (fast) ausschließlich als ekelhafte Arschlöcher präsentiert werden, stellt man sich als Zuschauer nicht wirklich auf die Seite der Mädels, wenn diese dann erst einmal zu Beginn zwei völlig unschuldige (wenn auch etwas dumme), junge Kerle wegballern. Und wenn dann der Wendepunkt kommt, an dem Shea von einem Kerl ablässt und Lu ihn dafür kaltmacht, hat das so gar keine Wirkung. Bis dahin wurden ja schon andere Typen ins Nirvana geschickt, welche weit weniger Dreck am Stecken hatten. Das Ganze gipfelt am Ende darin, dass Lu krankhaft alles daran setzt Shea für sich zu haben und somit auch den einzigen richtig lieben Kerl, welchen Shea datet, abmurkst. Diese rächt sich dann wiederum und schlitzt Lu die Wampe auf. Und das ist ungefähr dann so ergreifend, wie es sich hier gerade gelesen hat. Dass Shea dann in der finalen Szene zu einer zweiten Lu wird, ist ebenso unverständlich. Setzt aber dem Ganzen nicht mehr wirklich die Krone auf, weil man es wie auch die anderen Dinge dann einfach hinnimmt.

Verdammt ärgerlich ist es viel mehr, dass man die Stärken der Darsteller erkennt, diese aber in dem Tohuwabohu von Film verloren gehen. Da hilft auch keine schön aufbereitete Optik oder ein eingängiger Ambient-Soundtrack, wenn Drehbuch und Regie so undefiniert, ziellos umher straucheln.

3/10
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5/10

Kommentare

14.03.2019 17:53 Uhr - The Machinist
1x
User-Level von The Machinist 2
Erfahrungspunkte von The Machinist 57
Habe ich noch nie was positives von gehört, daher werde ich mir den sparen.
Review selbst gefällt aber gut.

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