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Karate Tiger 3 - Der Kickboxer

(Originaltitel: Kickboxer)
Herstellungsland:USA (1989)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Drama, Martial Arts
Alternativtitel:Karate Tiger 3
Karate Tiger III - Der Kickboxer
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,03 (79 Stimmen) Details
inhalt:
Der neue Kickbox-Weltmeister Eric reist nach seinem Sieg in den USA nach Thailand, um sich in Bangkok einer neuen Herausforderung zu stellen. Doch dem Meister Tong Po ist er letztendlich nicht gewachsen - nach einem brutalen und unfairen Kampf endet er im Rollstuhl. Erics Bruder Kurt ist fest entschlossen, Rache zu nehmen. Um sich auf seinen Gegner vorzubereiten, geht bei dem exzentrischen alten Kämpfer Xian Chow in die Lehre. Mit mentalem Training lernt er die Geheimnisse exotischer Kampfkunst kennen und die schlimmsten Schmerzen zu ertragen. Kurt absolviert ein mörderisches Training mit eisernster Disziplin, während der Entscheidungskampf mit Tong Po immer näher rückt...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Nach meinem „Karate Tiger“-Review wollte ich eigentlich mit einem Review zu „Karate Tiger 2“ (1987 - OT: No Retreat, No Surrender 2: Raging Thunder) fortfahren, in dem ursprünglich die beiden Hauptdarsteller aus Teil 1 in andere Rollen schlüpfen sollten, was dann jedoch nicht geschah. Da ich Teil 2 aber gelinde gesagt grottenschlecht finde (man möge mir dies bitte verzeihen!), überspringe ich lieber diesen Teil und komme direkt zu

Karate Tiger 3 - Der Kickboxer

(1989 - OT: Kickboxer), der den dritten Teil der „Karate Tiger“-Reihe bzw den ersten Teil der„Kickboxer“-Reihe (Ursprungsreihe: 5 Filme (1989 bis 1995)) bildet, die durch die Neuauflagen (2016 bzw 2017) mittlerweile die Reihen fortführt. Jean-Claude Van Damme ist wieder der Hauptdarsteller, dieses Mal allerdings der Protagonist, der seinen zum Krüppel geschlagenen Bruder Eric Sloane (Dennis Alexio, der tatsächlich mehrfacher Kickbox-Weltmeister ist!) rächen und den thailändischen Champion Tong Po (Michel Quissi, gebürtiger Marrokkaner) besiegen will. Aufgrund der begonnenen Karriere Van Dammes und der Erwartung eines größeren Gewinns, erhöhte sich das Budget auf rund 1,5 Millionen Dollar, also fast das Vierfache von Teil 1, und der Film erwirtschaftete fast 40 Millionen Dollar, das Achtfache von Teil 1 - das nenne ich mal ne Hausnummer! Meiner Meinung / Einschätzung nach ist dies auch der bekannteste und gegebenenfalls auch beliebteste Teil der Reihe, der auch am ehesten in Richtung Mainstream geht. Der hieraus resultierende Vorteil (?!) ist, dass der Film qualitativ verhältnismäßig hochwertig ist und nicht als trashiger B-Movie abgetan werden sollte. Aus Massentauglichkeitsgründen sowie zur Vermeidung einer potentiell möglichen Indizierung (siehe unsere hiesige Info) - zur Einordnung: 1989 galt noch das Altrecht bei Indizierungen; eine FSK 18 Freigabe schützte NICHT vorm Giftschrank, der ohne Internet viel 'giftiger' war! - wurde der Film in den Gewaltszenen auch entschärft (siehe Schnittbericht). Kurioserweise läuft die deutsche Fassung durch die alternativ eingefügten Handlungsszenen länger als die in den Gewaltszenen ungekürzte R-Rated Fassung, welche 2007 (?!) die FSK: Keine Jugendfreigabe erhielt und veröffentlicht wurde.

„Noksukau!“

Schauspielerisch ist dieser Film zwar klischeegeladen, vor allem Haskell V. Anderson III (heißt er wirklich so (?) - im Film: Winston Taylor), der mich mit seiner Zigarre (-nsucht) immer ein wenig an Hannibal (George Peppard) vom „A-Team“ (Serie: 1983 bis 1987, Verfilmung / Vorgeschichte: 2010) erinnert, hätte man ein wenig weniger dick auftragen dürfen, aber er ist schon ein netter Zeitgeselle, wenn auch eher Mittel zum Zweck. Jean-Claude Van Damme spielt bestimmt überzeugend, allerdings bin ich einer seiner Fans, weshalb ich nun vielleicht nicht der objektivste Bewerter bin. Er passt für mich jedenfalls sehr gut in die Rolle, welche auch Chuck Norris angeboten wurde, hinein, überzeugt und sympathisiert aus meiner Sicht auch besser mit der süßen Fitschimaus Rochelle Ashana (im Film: Mylee), die so gar nicht zu Chuck Norris gepasst hätte. Trainer Dennis Chan (im Film: Xian Chow) wirkt etwas flach und ebenfalls übertrieben, hat aber die unberechenbare Ausstrahlung eines Meisters, also passts, wie die Faust aufs Auge! Er wird in den Fortsetzung in (s)eine Rolle auch zurückkehren. Übrigens ist die Spagatszene hier ähnlich, wie die im Vorjahr erschienenen „Bloodsport - Eine wahre Geschichte“ (1988 - ebenfalls ein sehr guter Van Damme Film! - Filmreihe: 1988 bis 1998, Neuauflagen: 2009 und 2010) und tut mir schon bei bloßen Zusehen weh! Grauenvoll! :D Apropos spielt auch in den Fortsetzungen mit, der hiesige Gegner, der monströse Tong Po (Michel Qissi) kommt ebenfalls in der Fortsetzung „Kickboxer 2 - Der Champ kehrt zurück“ (1991) wieder vor. Er spielt wirklich absolut gelungen böse und unbarmherzig - auch wenn mir Van Damme in  Karate Tiger (1985) als Bösewicht und Endgegner noch besser gefallen hat - den alles zerstörenden Muay Thai Kämpfer; übrigens, nur mal so als Randnotiz finde ich es immer etwas merkwürdig, dass ein amerikanischer Kickboxchampion nach Thailand reist, um dort gegen den Muay Thai Champion zu kämpfen, wenn man bedenkt, dass Muay Thai, auch Thaiboxen genannt, eigentlich stilistisch anders ist, da hier Ellenbogenschläge sowie Knietritte grundsätzlich genauso erlaubt sind, wie (meines Wissens nach) Drehschläge / -tritte und auch Tiefschläge sowie Attacken auf den Rücken nicht immer verboten sind, im Gegensatz zum Kickboxen, das viel reglementierter ist. Andererseits wird die amerikanische Naivität und Ahnungslosigkeit hier natürlich auch entsprechend dargestellt und durch den Handlungsverlauf (Lähmung) entsprechend kritisiert und als falsch gezeigt. Man kann daher im Unterton durchaus von einem satirischen Ansatz sprechen - und das in einem 80er Jahre Haudraufactionfilm!

„Rache ist ein schlechter Weg.“
„Ja, aber es ist eine starke Motivation.“

Musikalisch ist hier aus meiner Sicht weniger zu berichten als etwa im Vorgänger oder „American Shaolin“ (1991 - OT: American Shaolin: King of the Kickboxers II), dem fünften und letzten Teil der „No Retreat, No Surrender“ Reihe (aus der „Karate Tiger“-Filmreihe), zu dem ich auch bereits ein Review geschrieben habe, zu berichten, da es hier teils auch etwas ernster ist, als in den beiden besagten Filmen. Die Altersfreigabe ab FSK 16 finde ich aus heutiger Sicht aber definitiv für alle Fassungen ausreichend, die Erwachsenenfreigabe oder gar Indizierungsängste sollten hier eigentlich der Vergangenheit angehören!


Fazit:
Für mich einer der besten Filme der Reihe und ein guter Actionfilm meiner Jugend!

08 von 10 Punkten

8/10
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Kommentare

26.03.2019 19:43 Uhr - JasonXtreme
1x
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Und wieder gut und ausführlich beschrieben, hier weiß ich auch nix zu ergänzen ^^ ;) aber ich mochte die Songs von Stan Bush hier echt gerne, der hat bei einigen Fightfilmen der Zeiten Songs gespendet...

Du magst KT2 nicht? Uff... ich nehme an No Retreat No Surrender 3 aka Kickboxer 2 - Blood Brothers auch nicht? Den finde ich nach wie vor klasse Trash mit super Fights

26.03.2019 19:47 Uhr - sonyericssohn
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Jau, volle Zustimmung. Der dreht bei mir immer wieder mal seine Runden. Schön verfasst !

"Bereit ?"
"JA !"
Kokosnuss fällt...
"Hahaaa !"
Kokosnuss fällt erneut...

26.03.2019 19:59 Uhr - Pratt
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Schönes Review, hätte nicht gedacht, dass du den wertungsmäßig unter 'Karate Tiger 1' ansiedelst, hier wäre eine integrale Fassung wirklich schön und man müsste nicht wählen ob man lieber ungekürzte Action oder mehr Handlung bevorzugt!!!

26.03.2019 20:43 Uhr - Kaiser Soze
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Das ging ja mal wirklich schnell mit den ersten drei Kommentaren!
Vielen Dank, freut mich jedenfalls, wenns gefallen hat! :)

@Jason
Ja, klar gibt es da auch Musik, aber für mich ist das vom Raum im Film weit weniger als bei KT und AS. Ich muss gestehen, dass ich die die ganzen B-movie Fortsetzungen erst nochmal gucken muss, da die keinen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Deine Frage ist also notiert und bekommste bei Gelegenheit beantwortet!

@Sony
Danke und schön, dass wir uns wieder einig sind ;-)

@Pratt
ja, klar, ich finde sowohl Teil 1 als auch American Shaolin besser, da mir diese humorvoller fast schon märchenhafte Darbietung besser gefällt als diese eher ernst getrimmten Filme. Außerdem sind besagte Filme für mich ganz klar Kind- / Jugeneeinnnerungen, die meine Liebe und Begeisterung zum Actionfilm mitbegründeten. So ein Nostalgiefaktor ist nicht zu unterschätzen und KT3 sah ich erst später.

26.03.2019 20:52 Uhr - JasonXtreme
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Oh das war keine Kritik wegen der Mucke, die ist bei Teil 1 absolut eingänlicher, da hasse Recht :) ich mag Stan Bush nur persönlich gern, der is ja auch bei Bloodsport am Start usw.

27.03.2019 07:29 Uhr - Dr.Ro Stoned
2x
Moin. Hab dem sogar volle Punktzahl verpasst.....

Der Endkampf gegen tong po ist einfach nur legendär!!!

Süß finde ich auch die persiflage in hot shots 2....
Gumibärchen
Liebesperlen
😅😅😅

Kickboxer ist für mich ein Evergreen.



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