SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Dying Light 2 uncut PS4 · Der Nachfolger des Zombie-Krachers. Mehr Blut! · ab 59,99 € bei gameware Ganz böses Zombiespiel aus AT · Hol dir das böse Game ohne Zollprobleme · ab 23,95 € bei gameware
Ghostfacelooker
Level 18
XP 6.222
Eintrag: 26.03.2019

Amazon.de

  • The Nightingale - Schrei nach Rache
Blu-ray/DVD Mediabook
26,99 €
Blu-ray
15,99 €
DVD
13,99 €
  • Die Farbe aus dem All - Color Out of Space
  • 4K UHD/BD Mediabook
Cover A
31,99 €
Cover B
30,99 €
4K UHD/BD UE
88,99 €
Blu-ray
15,99 €
DVD
11,99 €
  • Terminator – Dark Fate
4K UHD/BD
32,99 €
Blu-ray
18,99 €
DVD
16,99 €
prime video
16,99 €

Virtuosity

Herstellungsland:USA (1995)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Science-Fiction

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,61 (40 Stimmen) Details
inhalt:
Er besteht aus 200 Persönlichkeiten - jede einzelne davon ein berüchtigter Killer. Er ist Sid 6.7, ein virtuelles, realistisches Programm, entworfen für das Training der Polizei von Los Angeles. Doch Sid will keine Spiele mehr - sondern die Realität. Er flüchtet aus dem Cyberspace. Aber was passiert, wenn der unbesiegbare Killer aus der Welt der Bits und Bytes die Welt aus Fleisch und Blut betritt...

Denzel Washington und Russell Crowe beanspruchen für sich die entgegengesetzten Seiten von Gesetz und Realität. Ein spannungsgeladener Cyber-Age-Thriller des Regisseurs von "Der Rasenmähermann". Crowe spielt Sid: sadistisch, intelligent, gefährlich und unverwundbar, da sich sein Silikonkörper selbst regeneriert. Washington ist Parker Barnes, ein Los Angeles Polizist, der einst das Gesetz selbst in die Hand nahm... und in dessen Händen jetzt das Schicksal der ganzen Stadt liegt. Es ist sein Auftrag, Sid zu stoppen. Aber wie stoppt man einen gnadenlosen Killer, der virtuell und unbesiegbar ist?
eine kritik von ghostfacelooker:

Ich bin ein sich selbst weiterentwickeltes neurales Netzwerk von 50 Megabyte.

Nun rückblickend mag dieser mittlerweile lächerlich anmutende Satz, große Bedeutung im Computerbereich gehabt haben, jedoch ist es einer der besten Sprüche, der die Bedeutung der Ironie der heutigen Zeit widerspiegelt.

1995, war es jedoch eine scheinbar unerreichbar Große Datenmenge und 1991 war Brett Leonard´s zweiter, auf einer Kurzgeschichte von Stephen King, basierender Film der Rasenmähermann eine bereits filmisch virtuelle Kuriosität und setzte zumindest im Effektbereich neue Maßstäbe.

Es scheint fast als hätte er den Grundgedanken des Rasenmähermanns hier weitergesponnen, denn in der Figur Sid 6.7 führt er eine „fleischgewordene“ virtuelle Figur auf die Menschheit loslassen zu wollen, deren Grundzüge man schon mit Josh im angesprochenen Film entdecken kann.

Der vermeintlich vielfach als flach bezeichnete Krimi, hat meiner Meinung nach eine deutlichere Tiefe der Handlung zu bieten, vor allem wenn man die Figuren im Einzelnen betrachtet, in der vor allem Sid großem Facettenreichtum emotionaler Abgründe aufzuweisen versteht.

Nicht direkt verwunderlich, denn bei ungefähr hundertdreiundachtzig Persönlichkeitsmustern, die man für Sid als Charaktergrundlage verwendete, darf man von einem vielschichtigen „Individuum“ ausgehen. Dumm nur, daß all diese Charaktere, aus dem übelsten Bodensatz kriminell, entwicklungsgestörter Persönlichkeiten zusammengesetzt wurde.

Russell Crowe hat somit, zum ersten Mal in seiner filmischen Vita einen sadistischen Narzissten zu verkörpern, der keinerlei Skrupel kennt und für den Gewalt eine normale Ausdrucksform seiner Vorlieben zu sein scheint.

Eine für sich genommen, schauspielerische Glanzleistung, denn Crowe ist selten in einem Film ein dermaßen selbstverliebtes Arschloch, mit soziopathisch psychischen Schäden, die er hinter wohlüberlegter Ausdrucksweise zu verschleiern sucht, wie er es in diesem Film ist.

Ihm gegenüber steht Denzel Washington, als Parker Barnes, dessen Lebensgeschichte nicht nur durch die aktuelle Mordserie Sid´s verbunden sind und der dadurch eine subtile Neigung zur gerechtfertigter Gewalt in sich trägt.

Seine vordergründige Resistenz gegenüber der virtuellen Entwicklung im Film, könnte man indirekt auch als Subtext für den stetigen Fortschritt der heutigen Zeit verstehen, der auch die damalige Kontroverse des Klonens in sich tragen kann, denn es scheint, daß jeder außer Barnes selbst, sich mit dem Gedanken des kybernetischen Menschen zufrieden geben kann. Angefangen vom Konzernchef Wallace, (eine enttäuschende Darbietung von William Fichtner, dessen Rollen später wenigstens immer eine gewisse „Charaktercoolness“ besitzen), über die Polizeipräsidentin bis hin zu Dr. Lindemayer (Stephen Spinella, in einer wirklich abgedreht stereotypischen Version eines Nerds).

Visuell beeindruckend, besonders für damalige Verhältnisse, dürfte das gesamte Setting des Films bezeichnet werden, denn gibt es dem sonst so vielfach gesehenen Plot des Katz und Maus Spielchens, daß man im selben Jahr mit Demolition Man ebenfalls in einer möglichen Zukunft spielen ließ.

Ansonsten könnte man nicht nur bedingt der Ethnien wegen Parallelen zum Streifen mit Sly ziehen, sondern auch dem obligatorischen Gut gegen Böse oder dem falsch verleumdeter Polizist gegen Superschurke Kontext wegen vergleichen.

Doch Denzel bringt in jeden seiner Rollen auch immer einen gewissen Grad an Ausstrahlung einer in sich ruhender Überlegenheit, intellektueller Natur mit, was auch dieser Figur zugute kommt, da sie ja es ja im Vergleich zu Russell´s Figur ebenfalls mit einem intellektuell überlegenen Gegner zu tun hat.

Dies zeigt sich vor allem in den Schwächen, die er in dem vermeintlich perfekten Computerprogramm SID erkennt, als auch in dem intelligent konstruiertem Schluss, der gleichsam die Lücken angepriesen, computerbasierter Intelligenz persifliert.

Leonhard, schuf hier meiner Meinung nach eine solide Krimigeschichte, die aufgrund der Story ebenso den nötigen Action als auch Gewalt und Spannungsgrad mit sich bringt, um keinesfalls langweilig zu gelten.

mehr reviews vom gleichen autor
Art
Ghostfacelooker
Nebelmann,
Ghostfacelooker
Aniara
Ghostfacelooker
Mandalorian,
Ghostfacelooker
die neuesten reviews
Spurlos
Man Behind The Sun
7/10
Revenge
TheMovieStar
9/10
Inferno
cecil b
7/10
Leuchtturm,
Man Behind The Sun
8/10

Kommentare

26.03.2019 14:50 Uhr - Mucki1979
User-Level von Mucki1979 6
Erfahrungspunkte von Mucki1979 532
Inhaltlich sind wir da sehr nahe bei einander! Aus meiner Sicht war der Film seiner Zeit durchaus sogar voraus.

Gut auf den Punkt gebracht!

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)
© Schnittberichte.com (2020)