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Nick Toxic
Level 1
XP 26
Eintrag: 13.04.2019

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Hellboy - Call of Darkness

(Originaltitel: Hellboy)
Herstellungsland:USA (2019)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Comicverfilmung, Fantasy
Alternativtitel:Hellboy: Rise of the Blood Queen

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,57 (7 Stimmen) Details
inhalt:
Im Kampf gegen das Böse kann es nur einen geben: Halbdämon Hellboy (David Harbour)! Mit geschärftem Schwert, glutroten Hörnern und legendärer Eisenfaust hat er diesmal eine ganz besonders apokalyptische Mission: Er muss die mächtige Hexe Nimue (Milla Jovovich) und das Monster Gruagach stoppen, die zusammen mit einer Reihe weiterer mythischer Wesen, Tod und Zerstörung unter die Menschen bringen wollen. Doch dafür brauchen sie Hellboy. Denn seine Bestimmung war einst, selbst den Weltuntergang zu starten – bis sein Ziehvater Professor Broom (Ian McShane) ihn auf die gute Seite holte und als Spezial-Agent gegen die Monster dieser Welt einsetzte. Während Hellboy nun von Broom für einen Auftrag nach London geschickt wird, zieht Nimue eine Schneise der Verwüstung durch ganz England. Und plötzlich sehen sich Hellboy und seine Mitstreiter Anna (Sasha Lane) und Ben (Daniel Dae Kim) nicht nur mit einer Armee der Finsternis konfrontiert, sondern auch mit ureigenen Dämonen. Die blutrote Schlacht kann beginnen!
eine kritik von nick toxic:

Hellboy: Call of Darkness

Das ist er also, der neue Hellboy mit seinem R-Rating, wo alles düsterer und härter sein soll.
Die Frage ist nun: Hat es funktioniert?
Antwort: NEIN!

 

Um es vorweg zu nehmen, ich bin an diesen Film unvoreingenommen heran gegangen ohne „Perlman war aber besser“ (woher soll ich das wissen wenn ich nicht den ganzen Film gesehen hab), „Ich will aber den dritten Teil!“ (dann beschwere dich bei Mike Mignola, der ist so gesehen Schuld) und so weiter und so weiter.

 

Doch warum nun Nein?

Tja, das Problem liegt hier in vielen Sachen, allen voran das der Film gefühlt einfach nur durch hetzt, sich kaum Ruhepausen gönnt und so einen zu Atem kommen lässt. Hellboy rennt von einer Klopperei zur nächsten Klopperei mit Viehzeugs oder bösen Buben. Seine beiden Gefährten bleiben eher blass, können sich aber wenigstens etwas vorstellen. Highlight des Films ist dann auch die Nebengeschichte der weiblichen Begleitung Alice Monaghan (gespielt von Sasha Lane) wie sie und Hellboy sich kennen gelernt haben.

Für das R-Rating wurde dann wohl mehr darauf gesetzt das so gesehen fast nur geflucht wird oder eben Schimpfworte irgendwo in einem Satz unter gebracht werden, u.a. so Sätze wie „Deine Augen (Hellboys) sind so pissegelb. Meine Lieblingsfarbe.“ Man könnte schon ein Trinkspiel draus machen. Weniger wäre echt mehr gewesen irgendwie.

Die Gewalt ist dann ja auch noch da. Sollte ja böser werden als in den del Toro Filmen. Böser heißt aber nicht gleich das man die Splatterkeule schwingen muss, die dann auch so Hellboy untypisch ist und nicht passen mag. Selbst wenn man die Vorlage als Comic nicht kennt wirkt es einfach so nach dem Motto „Komm wir zeigen mal Gewalt, har har har“ Dezenter Horror und Grusel passt da einfach besser und da punktet der Film mit dem Treffen mit Baba Yaga (ihre Hütte war im Trailer zu sehen, also KEIN SPOILER). Das ist creepy, das ist gruselig, das passt wirklich mehr zu Hellboy. Übrigens, das meiste an Gewalt sieht man schon im Trailer. Applaus dafür.

 

Die Jokes in dem Film sind platt, zünden so gut wie gar nicht. Humor gibt es dennoch und der kommt auch eher von selber, als das man einem Charakter irgendeinen dummen Witz reißen oder machen lässt, wo man sich nur denkt „Was soll´n das???“ In der Hinsicht fand da del Toro in seinen Filmen den perfekten Grad.

 

Ian McShane als Hellboys Ziehvater ist voll an dem Charakter des Professor Broom vorbei, es scheint als wolle er hier noch mal Deadwood spielen. Wo Broom in der Vorlage und auch in den beiden anderen Filmen eine Person ist die sich um seinen Ziehsohn auch sorgt, ist der Charakter von McShane hier mehr ein Arschloch. Sorry, er kommt wirklich so rüber und behandelt seinen Sohn hier mehr wie ein Stück Scheiße, wo mal im Ansatz durchscheint das er eine tiefere Bindung zu seinem „Sohn“ hegt. Da reicht auch ein billiges „Ich liebe dich, Sohn“ gen Ende des Film nicht mehr, wenn er dafür echt nur ein Arschloch war. Schade, dabei ist Broom echt ein toller Charakter und besonders John Hurt hauchte ihm soviel liebevolles ein.

 

David Harbour gibt als Hellboy auch echt sein Bestes, schafft es auch den Charakter schon ganz gut zu treffen, aber im direkten Vergleich muss er sich dann doch Perlman beugen. Aber selbst Perlman hätte hier in dem Film auch nicht mehr den Karren aus dem Styx ziehen können. Schade, aber es ist leider wirklich Tatsache. Milla Jovovich zeigte mal wieder das sie irgendwie, naja, nur da sein kann, mehr nicht. Die böse Hexe nimmt man ihr irgendwie nicht ab.

Den Soundtrack empfand ich persönlich als streckenweise peinlich und gewollt „cool“. Hellboys Klopperei mit den Riesen (ist auch im Trailer zu sehen) ist mit komischer Rockmusik unterlegt, so das die ganze Szene echt eher wie eine Sequenz aus einem Videospiel daher kommt. Ein Classic Score hätte das wohl ganz anders wirken lassen und vielleicht sogar dramatischer. Musik kann viel ausmachen und was z.B. in so was wie „Guardians of the Galaxy“ funktioniert hat mit der Musik muss nicht gleich heißen das das in anderen Filmen auch funktioniert. Besonders hier nicht.

 

Hätte Neill Marshall vielleicht etwas von seinen Werken wie „Dog Soldiers“ oder „Doomsday“ hier mit einfließen lassen, denn wäre das ganze vielleicht auch spaßiger geworden. Das Mike Mignola, der Schöpfer Hellboys, an dem Drehbuch mitgeschrieben haben soll merkt man wohl irgendwie nur in der Sequenz von Hellboys Erweckung (wir erinnern uns an die Nazis und Rasputin) , dem Aufeinandertreffen mit Baba Yaga sowie das Kennenlernen von Alice Monaghan, ansonsten nix zu sehen von seiner Handschrift. Würde mich nicht wundern wenn er da auch wieder mault wie über die del Toro Filme, das diese nicht der Vorlage so entsprächen. Dabei hat er auch dort mit an den Drehbüchern gewirkt und das merkt man deutlich stärker als in diesem Streifen.

 

Am Ende bleibt einfach so gut wie nix was hängen bleibt. Schade, wirklich, denn eigentlich sollte man sich freuen das „Red“ wieder einen Film spendiert bekommen hat. Hier sehe ich aber für einen zweiten Teil schwarz, wobei man hier gleich ZWEI Cliffhanger einbaute.

 

3/10

 

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Kommentare

13.04.2019 13:35 Uhr - sonyericssohn
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Autsch. Klingt nach nem Schlag ins Wasser. Ich werd den zwar auch mal inhalieren, aber sag erstmal danke für die Warnung.

14.04.2019 14:39 Uhr - Tom Cody
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Erfahrungspunkte von Tom Cody 8.090
Äußerst gelungene Rezension.
Auch wenn ich bei der endgültigen Wertung nicht ganz so harsch urteilen würde, muss ich dir bei den meisten deiner Kritikpunkte aber zustimmen.

Neben dem nicht wirklich funktionierenden Humor ist es gerade der von dir angemerkte vulgäre Tonfall des Films, der einfach nicht passt. Wunderbar dein Vergleich zu "Deadwood".

Was ich extrem schade fand ist, dass der Film keinen wirklich befriedigenden Showdown oder Finalkampf anzubieten hat. Da werden diese alptraumhaften, apokalyptischen Dämonen erschaffen, die in London wüten (jemand schrieb treffend auf der OFDb: "...erdacht wie auf einem Kaffeekränzchen von Hieronymus Bosch, Francisco Goya und H.P. Lovecraft") nur um das Ganze dann...pffft...mit einem simplen (das wird allerdings nicht gespoilert) ..ins Leere laufen zu lassen.

Und dafür verzichtete man auf den dritten del Toro/ Pearlman-Film? (*heftiges Facepalm-Klatschen*)

18.04.2019 18:01 Uhr - wuv03
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Erfahrungspunkte von wuv03 28
Echt traurig, das hätte so gut sein können.
Danke für deinen Bericht.

21.04.2019 19:02 Uhr - akirakitamura
2x
Mir gefiel der film richtig gut

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