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Nubret
Level 9
XP 1.042
Eintrag: 14.04.2019

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SS Hell Camp

(Originaltitel: Bestia in calore, La)
Herstellungsland:Italien (1977)
Genre:Krieg, Thriller, Trash
Alternativtitel:Beast in Heat, The
Horrifying Experiments of the S.S. Last Days
SS Experiment Part 2
SS Hellcamp

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,67 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Während das Dritte Reich bereits dem Untergang geweiht ist, terrorisiert ein Sonderkommando der SS ein Bergdorf in Italien. Unter der Führung der skrupellosen und gleichermaßen durchgeknallten "Ärztin" Ellen Kratsch (Macha Magall) werden an entführten Einheimischen grausame Menschenexperimente durchgeführt. Die lokalen Partisanen bereits sich allerdings schon darauf vor, dem irrsinnigen Treiben ein Ende zu setzen...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von nubret:

 

"Ich bin ein Stockwerk nach oben gezogen. Ich wohne jetzt im Keller" - Regisseur Luigi Batzella nach seinem Umzug-

 

 

Und ähnlich weit nach unten muß man sich begeben, wenn man sich dem zweifelhaften Genuss von SS HELL CAMP hingeben möchte, der tatsächlich zum Bodensatz des berüchtigten Nazisploitation-Genres gehört. Wie nicht anders zu erwarten, wird hier ein wahres Feuerwerk an Geschmacklosigkeiten präsentiert, das sich selbstverständlich jenseits aller politischer Korrektheit oder anderer unnötiger Unterhaltungskiller bewegt. Batzella (WÜSTENFÜCHSE KENNEN KEIN ERBARMEN) packt den Dampfhammer aus und präsentiert dem Zuschauer ein dreckiges Sleaze-Spektakel, das einen starken Magen und eine hohe Toleranzschwelle erfordert.

 

 

Irgendwo im italienischen Hinterland werden schreckliche Experimente an den Dorfbewohnern durchgeführt. Dr. Ellen Kratsch (Macha Magall) lässt dabei bevorzugt weibliche Opfer von einem degenerierten, mit Drogen aufgeputschten Unhold (Salvatore Baccaro/DER DICKE KÖNIG DAGOBERT) vergewaltigen, der sich seiner Aufgabe mit äußerster Hingabe widmet.

Währenddessen bereitet eine Gruppe Partisanen den Angriff auf das Nazi-Labor vor, um die Schreckensherrschaft der feindlichen Besatzer endgültig zu beenden.

 

 

Soviel zur Story dieses unglaublichen Stücks Zelluloid, das dem Zuschauer so einiges abverlangt. Bereits im Vorspann wird dessen Auge von einem rosa Hakenkreuz auf blauem Hintergrund vergewaltigt, während er zeitgleich mit hippeligem, bedeutungschwangerem Klaviergedudel malträtiert wird. Die erste richtige Vergewaltigung wird einem dann auch direkt nach gefühlt drei Minuten präsentiert, man hat ja schließlich keine Zeit zu verlieren. Der durch seine Akromegalie (chronische Vergrößerung der Extremitäten) gezeichnete Darsteller Salvatore Baccaro legt dabei eine durchaus beängstigende Performance an den Tag, wobei er eigentlich nichts anderes tut, als sich wie ein entfesseltes, wild grunzendes Tier über seine armen Opfer herzumachen.

Die Marschrichtung ist also von vorn herein (he he) klar, und der Zuschauer wartet gespannt auf die nächste Abartigkeit. Aber leider passiert jetzt eine Stunde lang gar nichts mehr, außer daß ein paar wie Touristen gekleidete Partisanen im Untergrund den großen Umsturz planen. Aber danach ist es soweit, und Batzella drückt das Gaspedal nochmal so richtig durch. Bei dem jetzt präsentierten Folterszenario werden Fingernägel ausgerissen, weibliche Schamlippen mit Elektroschocks behandelt und eine andere Dame von schwarz bemalten Meerschweinchen (!) angefressen. Den Höhepunkt dieser Geschmacklosigkeiten bildet jedoch eine Szene, in der unser Sex-Monster die Schamhaare eines bedauernswerten Opfers ausreißt und diese dann genüsslich in Nahaufnahme verspeist. Würg!

Natürlich sind die dabei verwendeten Tricks sehr billig und leicht als solche zu entlarven, verfehlen aber ihre Wirkung dennoch nicht. Neben diesen plakativen Schauwerten, und dem entfesselten Salvatore Baccaro, ist aber Macha Magall als Nazi-Ärztin leider das einzig Erwähnenswerte an diesem kruden Spektakel. Die hübsche Schauspielerin geht in ihrer Rolle der latent lesbischen Sadistin richtig auf, was sie sogar zur ernsthaften Konkurrenz für die Original-Ilsa Dyanne Thorne werden lässt.

Ansonsten gibt es, wie gesagt, nicht viel Positives zu berichten. Über weite Strecken der Laufzeit herrscht gähnende Langeweile, die Kostüme sind zusammengeklaubt und fehlerhaft ,die Darsteller meist mehr als peinlich. Besonders übel stoßen einem noch die zahlreich in Erscheinung tretenden männlichen Geschlechtsteile auf, die dieses ohnehin schon sehr haarige Stück filmischen Unrats noch unansehnlicher machen als nötig.

Unter den ausnahmslos eindimensional gehaltenen Charakteren tummeln sich übrigens noch Brad Harris (KOMMISSAR  X) und Brigitte Skye (BAY OF BLOOD) die die ganze Chose mit ihren undankbaren Rollen aber auch nicht retten können. Wohl aus Kostengründen wurden einige Kampfszenen aus Batzellas eigenem Streifen CAMPANA eingefügt, was allerdings so geschickt gemacht wurde, daß es der Unwissende kaum bemerken dürfte.

Selbstverständlich ist soviel menschenverachtende Gewalt nicht gerne gesehen, was dem Streifen seinen Platz auf der berüchtigten britischen Video Nasties-Liste sicherte. In Deutschland wurde er, wohl auch wegen seiner heiklen Thematik, gar nicht erst ausgewertet.

Was bleibt ist ein unausgegorener, plakativer Sex- und Gewaltheuler der untersten Garnitur. Doch trotz aller Stümperhaftigkeit, Spannungsarmut und zweifelhafter Moral kann man ihm einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen.

 

Ungekürzt von Shriek Show.

 

 

 

 

5/10
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Kommentare

14.04.2019 18:26 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 13
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Ich glaube, da bleibe ich lieber bei meiner Ilsa-Box, (...) wobei ich diversen Mattei-Abgründen durchaus etwas abgewinnen konnte. Na ja, auf jeden Fall mal wieder eine vergnügliche Lektüre.

:-)

14.04.2019 19:07 Uhr - Dissection78
1x
DB-Co-Admin
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Ach du heiliger Connaisseur des Abseitigen! Unterhaltsame Rezension zu einem weniger unterhaltsamen, doch schön unfassbaren Machwerk von Z-Unhold Batzella, der ja auch "Kaput Lager – Gli ultimi giorni delle SS" mit Richard Harrison auf dem Kerbholz hat. Sergio Garrones "Lager SSadis Kastrat Kommandantur" finde ich aus der Erinnerung heraus aber nochmal etwas schundiger 🤔

War das rosa Hakenkreuz nicht das Erkennungszeichen der Herren Röhm und Kühnen? (Die Frage ist nicht wirklich ernst gemeint).

14.04.2019 19:21 Uhr - Nubret
2x
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@dicker Hund: Danke, Kollege! So wirklich lohnenswert ist dieser Streifen natürlich nicht. Da bist Du mit der altbewährten "Ilsa" doch besser bedient.

@Dissection 78: So richtig gut ist natürlich keiner dieser Streifen. Das mit dem rosa Hakenkreuz entzieht sich meiner Kenntnis. Daß die beiden besagten Nazi-Kasper eher von holden Knaben angetan waren, ist mir allerdings bekannt. :)

14.04.2019 21:24 Uhr - TheRealAsh
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zweifelhaft ist das tatsächlich, deine Rezi ist mal wieder hervorragend, den Film gebe ich mir definitiv nicht. Danke für Warnung und
Empfehlung, Brother in Arms;-)

15.04.2019 06:14 Uhr - Nubret
1x
User-Level von Nubret 9
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Merci, Monsieur Ash!

15.04.2019 21:44 Uhr - The Machinist
1x
User-Level von The Machinist 3
Erfahrungspunkte von The Machinist 190
Haha, den kenne ich sogar bereits vom Video Nasties-Special von Horrible Reviews. Top Rezension, zu einem Film den ich mir vermutlich niemals ansehen werde, wobei er mit Sicherheit immernoch besser ist als Surf Nazis Must Die.

16.04.2019 06:10 Uhr - Nubret
1x
User-Level von Nubret 9
Erfahrungspunkte von Nubret 1.042
Oh ja, die "Surf Nazis". Selbst im Vergleich zu anderen Troma-Filmen eine echte Gurke!

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