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The Machinist
Level 5
XP 351
Eintrag: 14.04.2019

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Anna und die Apokalypse

(Originaltitel: Anna And The Apocalypse)
Herstellungsland:USA, Großbritannien (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Komödie, Musikfilm

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,22 (9 Stimmen) Details
inhalt:
Anna (Ella Hunt) sehnt ihren Schulabschluss herbei, um endlich die Kleinstadt Little Haven verlassen und die Welt bereisen zu können, während ihr Vater andere Pläne für sie hat und ihr bester Freund John (Malcolm Cumming) nicht weiß, wie er ihr seine Liebe gestehen soll. Und als ob dies in der Vorweihnachtszeit nicht schon genug wäre, erheben sich plötzlich die Toten aus ihren Gräbern und überschlurfen die Stadt. Um ihre Familie und Freunde zu retten, muss sich Anna singend, tanzend und kämpfend ihren Weg durch eine rasant wachsende Horde von Zombies bahnen und sich der entscheidenden Frage des Lebens stellen: High School, Zombies oder Weihnachtskonzerte – was ist das größere Übel?
eine kritik von the machinist:

Bevor die letzten Weihnachts-Ohrwürmer wieder auf einen gesunden Abstand zu meinen Trommelfellen gehen, lasse ich noch diese Kritik zu Anna und die Apokalypse auf die Menscheit los. War nur Spaß! In Wirklichkeit sitze ich hier und versuche meine Gedanken niederzuschreiben, während auf YouTube der Soundtrack zu diesem Feel-Good-Zombie-Flick vor sich hin trällert. Der ist nämlich einfach viel zu gut!

Anna und die Apokalypse, welcher laut dem Blu-ray-Cover ein Crossover aus Shaun of the Dead und La La Land ist, entstand im Jahre 2018 unter der Regie von John McPhail.

Weihnachten steht vor der Tür und unsere Protagonistin Anna Sheperd (Ella Hunt) sehnt nichts so sehr herbei, wie den baldigen Schulabschluss um endlich die verhasste Kleinstadt Little Haven verlassen zu können. Dem steht aber nicht nur der Schuldirektor Mr. Savage (genial arschig, Paul Kaye), sondern auch eine plötzliche Zombie-Apokalypse im Weg. Anna und ihre Freunde (u.a. Malcolm Cumming, Sarah Swire, Christopher Leveaux) müssen sich singend, tanzend und kämpfend einen Weg durch die untote Meute bahnen um in der Highschool Zuflucht zu finden.

In einem Genre welches bereits seit Jahren als ausgelutscht gilt und von Direct-to-Video-Produktionen dominiert wird, die den meisten Zuschauern nur noch ein müdes Lächeln entlocken dürften, schafft Anna und die Apokalypse es tatsächlich neue Akzente zu setzten. Die an Highschool Musical angelehnte Horror-Komödie parodiert gekonnt die abertausenden ... of the Deads dieser Welt und kann sogar mit ihren auf den ersten Blick völlig unpassenden Musikstücken überzeugen.

Die Jungstars gefallen hierbei sowohl schauspielerisch, als auch durch ihren Gesang. Passend zur Thematik besteht der Soundtrack natürlich aus Christmas-Gedudel, was erstmal abschreckend für die meisten klingen mag, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase jedoch einen unglaublichen Flow entwickelt, der sich durch die gesamten 98 Filmminuten zieht. Für mich stachen besonders Songs, wie den mitreissenden Turning My Life Around, als auch der rockige Soldier At War heraus, welche nochmal durch dynamische Moves der Darsteller und Untoten-Getorkel hervorgehoben werden.

 

When it comes to killing Zombies, I'm the top of my class.

 

Auch wenn Anna und die Apokalypse selbstverständlich ein innovativer Zombiefilm sein möchte - was ihm auch gelingt - muss er sich eben auch den Vergleich zu ähnlich gelagerten Genre-Beiträgen gefallen lassen. John McPhail spickt sein Filmchen mit allerlei kreativen Kills, die unter anderem mit überdimensionierte Zuckerstangen, Spielplatz-Wippen und Bowling-Kugeln ausgeführt werden, insgesamt bleibt er aber immer ein paar Nummern unter Funsplatter-Dauerbrennern wie Dead Snow 2 oder dem nach wie vor unerreichten Braindead, was nicht bedeutet, dass hier an Gewalt gegeizt wird, anders als bei der perfekten Musikuntermalung hätte man jedoch noch gerne ein paar Kübel Kunstblut drauf legen können.

Dafür überrascht Anna und die Apokalypse wiederum mit seinen überzeugenden Sympathieträgern, allen voran Ella Hunt, in einer Schuluniform mit Cosplay-Potenzial - bei ihr bin ich schon gespannt was die Zukunft bringen wird. Auch Sarah Swire als Schulzeitungs-Redakteurin Steph, sowie Christopher Leveaux der den obligatorischen Nerd Chris gibt, fügen sich gut ins Gesamtbild ein. Unerwartet emotional geht es übrigens auch zu! Das beweist nicht nur der berührende Track Human Voice, sondern viele unerwartete Tode die mir in ihrer Unvorhersehbarkeit und den Reaktionen der anderen Charaktere mehr zu Herzen gingen, als jeder gewaltverherrlichende Baseballschläger-Steven Yeun-Overkill es jemals könnte. Eine richtige Heulboje erwartet euch natürlich auch nicht, macht euch lieber auf etliche herzhafte Lacher gefasst, dafür sorgen der coolste Pinguin-Rap der Filmgeschichte und die sogenannten Evac-Selfies schon - verlasst euch drauf! Und bevor ich's vergesse. Als Weihnachtsfilm für die neue Generation funktioniert Anna und die Apokalypse auch echt gut - nur jetzt eben mit Zombies.                  

 

... and give them one hell of a show.

 

Fazit: Mit seiner bezaubernden Ella Hunt und den eingängigen Songs darf sich Anna und die Apokalypse als das beste Zombie-Musical seit, nun ja ... jemals bezeichnen. Da ist es auch zu verschmerzen, dass man sich in Sachen Blutzoll etwas zurück gehalten hat.

Und der Maschinist gönnt sich für den Rest des Tages den Score in Dauerschleife!

8/10
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Kommentare

14.04.2019 19:16 Uhr - sonyericssohn
1x
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Hm, da bin ich noch skeptisch. Solche Filme die auf Musical getrimmt sind brauchen Seele. Deiner Kritik zufolge hat der Streifen selbiges. Is mal vorgemerkt.

14.04.2019 19:28 Uhr - BFG97
1x
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Ist gekauft. Ganz tolle Kritik und nachdem mich Sweeney Todd vor meiner Musical-Angst geheilt hat, bin ich auch diesem etwas anderen Genremix nicht abgeneigt^^

14.04.2019 20:44 Uhr - Tom Cody
3x
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Coole Kritik zu einem echten Knaller!
Für mich war "Anna und die Apocalypse" die positive Überraschung im Kinojahr 2018. Die Gags sitzen, die Musik geht wunderbar ins Ohr, dramaturgisch stimmt alles (besonders in der zweiten Hälfte, wenn die Stimmung merklich düsterer wird)...auch von mir gibt's da eine uneingeschränkte Empfehlung.

Vielleicht könnte man noch erwähnen, dass der Film auf Ryan McHenrys Kurzfilm "Zombie Musical" von 2011 basiert, weswegen der Film auch ihm gewidmet wurde.
Leider durfte der gute Mann nicht mehr erleben, wie aus seiner gelungenen Vorlage ein künftiger Weihnachts-Horror-Kultfilm mit Gesangseinlagen wurde, da ihn 2015 der verdammte Krebs dahingerafft hat.

Für alle die mal einen Blick auf die fünfzehnminütige Vorlage werfen wollen:
https://youtu.be/hnYddpsP67U

@sonyericssohn
Keine Sorge, im Unterschied zu vielen anderen Filmen, Musicals und Nicht-Musicals, hat dieser Film hier jede Menge Seele (anders als beispielsweise im gestern gesehenen, neuen "Hellboy"...aber das ist eine andere Geschichte).

14.04.2019 22:12 Uhr - sonyericssohn
2x
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Na dann...

15.04.2019 09:17 Uhr - Lukas
1x
Sehr schöne Kritik, die ich 1:1 so unterschreiben kann. Ein super sympathischer Film, der auch von mir (obwohl ich nun wirklich kein großer Musicalfan bin) eine 8/10 bekommt.

15.04.2019 11:07 Uhr - The Machinist
2x
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Danke euch allen!

@sonyericssohn: Ja, für mich hatte der jederzeit das Herz am rechten Fleck.

@BFG97: Super, sag mir dann unbedingt mal bescheid, wenn du ihn gesehen hast.

@Tom Cody: Danke für die Ergänzung.

@Lukas: Cool. Dann sind wir ja schon zu dritt.

Muss aber auch dazu sagen, dass ich seit jeher Musicals mag, insbesondere welche die in anderen Genres angesidelt sind. Also z.B. Repo: The Genetic Opera, The Happiness of the Katakuris, For Loves Sake und natürlich auch Sweeney Todd und Rocky Horror.

16.04.2019 08:46 Uhr - Max Bailey
1x
Guten Morgen zusammen, ich bin neu hier und möchte nicht versäumen zu dieser hervorragenden Kritik zur vielleicht positivsten Überraschung des Filmjahres 2018 zu gratulieren. Du drückst exakt aus, wie es sich anfühlte das Kino nach dem Film verlassen zu haben. Tolle Musik, überzeugende Darsteller ( insbesondere Ella Hunt) und ein sympathischer Mix aus Comedy, coming of age-Story und Horror-Film mit einem ins Ohr gehenden Soundtrack. Der Film wird einen festen Platz auf meiner All-Time-Christmas-Movie-Hitliste erhalten. Super Kritik. Danke dafür.

16.04.2019 13:46 Uhr - The Machinist
1x
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Ein herzliches Dankeschön auch an dich Max Bailey, ich bin ja gerade ein bisschen neidisch, dass du das Teil auf der großen Leinwand sehen konntest.


16.04.2019 18:44 Uhr - Max Bailey
1x
Leider war die Leinwand nicht ganz so groß, da der Film nur in einem kleinen Saal gezeigt wurde. Der Sound war dafür sehr gut. Du hast aber Recht: Dieses Werk gehört natürlich auf eine Leinwand und es war ein tolles Erlebnis ihn im Kino gesehen zu haben.

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