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Pentegrin
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Eintrag: 25.04.2019

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Avengers: Infinity War

Herstellungsland:USA (2018)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Fantasy, Science-Fiction

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,28 (34 Stimmen) Details
inhalt:
Lange hat Thanos im Schatten gewartet, jetzt ist seine Stunde gekommen. Er will die Infinity-Steine vereinen und sich das Universum unterwerfen. Den Avengers ist bewusst, dass sie es mit einem Gegner zu tun haben, der allen vorangegangenen bei Weitem überlegen ist. Mit gemeinsamer Anstrengung wollen sie sich dem Monster entgegenstellen und erhalten dabei Unterstützung von den Guardians of the Galaxy - Starlords Flamme Gamora ist Thanos' Pflegetochter. In Wakanda kommt es zur Schlacht mit überraschendem Ausgang.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von pentegrin:

Achtung: Bevor die Review beginnt, möchte ich darauf hinweisen, dass ich bei selbiger ohne Rücksicht auf Verluste spoilern werde. Ich denke, dass jeder, der "Avengers: Infinity War" bis jetzt noch nicht gesehen hat, dies kaum noch nachholen wird und am Superheldengenre kein Interesse hat. Andernfalls sei ein jeder Leser hiermit nun gewarnt.

Seit nunmehr 11 Jahren flutet das Marvel Cinematic Univers das Kino. Begann es 2008 ("Iron Man") noch erträglich, mit nur einem, maximal zwei Filmen jährlich, so wächst es seit dem immer mehr, sind es mittlerweile doch schon 22 Streifen dieser Filmwelt. Die derzeitigen drei dieser Filme pro Jahr wären normalerweise auch kein Problem, gäbe es da nicht noch die vielen anderen, ebenso immer präsenter werdenden Superheldenfilme, welche meiner Meinung nach überhand nehmen. Allein letztes Jahr brachte das Haus Marvel sechs Filme in das Licht der Welt und nebenbei gibt es zusätzlich noch DC, welches ebenso Superheldenfilme produziert. Oftmals sind viele davon unter den erfolgreichsten Streifen des Jahres, da viele Zuschauer den Filmen einiges abgewinnen können - in meinen Augen nicht zurecht, denn nahezu keiner dieser kommt über das Mittelmaß hinaus und ist somit diesen großen Hype wert.

Um das zu begründen und aus dem gegebenen Anlass, dass heute, am 24.04.2019, die Fortsetzung zu hiesigem Film, "Avengers: Endgame" (eine Kritik dazu wird früher oder später auch noch erscheinen), im Kino veröffentlicht wird, habe ich mir "Avengers: Infinity War" zur Analyse ausgewählt, der Film des MCU, den viele Fans für den Besten dieser Reihe halten. Die Sichtung vieler der Teile ist zu lang her, als dass ich dem bedingungslos zustimmen würde, aber in Anbetracht dessen, dass sich nahezu alle der Filme unter dem Mittelmaß bewegen, würde ich dieser Behauptung auch nicht widersprechen. Denn abgesehen von "Logan", den ich mit sieben Punkten als den bisher besten Marvelfilm einschätze, ist "Avengers: Infinity War" für mich einer der wenigen dieser Filme, der eine Bewertung im Mittelfeld erreicht und eine 4 Punkte - Einschätzung somit beinahe überschritten hätte. Aber eben nur beinahe, denn auch diesen Film begleiten viele Fehler der gängigen Marvelfilme, allerdings er hat etwas, was ihn gegen Ende hin herausreißt: den Mut zu einem Bad-End.

Thanos (Josh Brolin) musste mit ansehen, wie sein Heimatplanet Titan durch Überbevölkerung zu Grunde ging. Sein Vorschlag, die Hälfte der Einwohner willkürlich hinzurichten, um diesen Untergang abzuwenden, wurde als Wahnsinn deklariert, sodass er erfolglos blieb. Einige Zeit später hat er jedoch einen Weg gefunden, in Zukunft dafür zu sorgen, seine Ziele umzusetzen: der Zwerg Eitri (Peter Dinklage) musste für Thanos einen Handschuh schmieden, der die Macht der legendären Infinity-Steine nutzen kann. Mit allen dieser sechs müsste er nur einmal schnipsen und seine Feinde würden sich im Nichts auflösen, doch im Moment besitzt er nur zwei. Die anderen sind versteckt oder werden beschützt, sodass er in den Kampf zieht, um sich diese zu beschaffen. Dabei kommt er in Konflikt mit den, von Iron-Man geführten (Robert Downey Jr.), Avengers, einer heldenhaften Truppe, deren Ziel das Beschützen der Menschheit ist - doch damit nicht genug, auch die Guardians, der Magier Dr. Strange (Benedict Cumberbatch) und Spiderman (Tom Holland) treten ihm in den Weg. Allerdings sind sie alle nicht in der Lage, Thanos und seine Schergen aufzuhalten, sodass er mehr und mehr der machtvollen Steine erhält. Dafür ist er sogar bereit, zu foltern, zu morden, seine Adoptivtochter Gamora (Zoe Saldana) zu opfern und ein ganzes Königreich mit seiner Armee zu überrennen, denn Wakanda und der Black Panther (Chadwick Boseman) bedeuten ihm nichts und stehen nur im Weg. Jedoch nicht lange, da Thanos' Plan aufgeht, er in den Besitz all der Steine gelangt und schnipst, woraufhin ein Großteil seiner Gegner verblasst.

Ja, der Film schließt tatsächlich damit, dass die Helden sang- und klanglos versagen. Das ist, was den Film über den sonstigen Einheitsbrei stellt, denn ehrlich gesagt halte ich die üblichen Marvelgeschichten weder für kreativ und neu, noch für in irgend einer Weise interessant, da sie meistens berechenbar und damit nicht spannend sind. Auch das Ende ist oft immer dasselbe: im letzten Moment triumphieren die geliebten Helden erneut über das Böse und erfreuen somit den Zuschauer - oder auch nicht, bei mir definitiv letzteres. Viel erfreulicher ist, dass man bei "Avengers: Infinity War" den Mut hatte, dahingehend aus der Reihe zu tanzen. Zwar konnte man vorher, wie im Folgenden dargelegt wird, wie üblich nicht für Spannung sorgen, doch zumindest das Ende blieb dank der Andersartigkeit im Gedächtnis. Allerdings erreicht es nicht die niederschmetternde Intensität, wie manch andere Filme sie beinhalten (ich nenne keine Beispiele, da ich ja sonst das Ende verraten würde) und die Charaktertode der vielen Helden sind dank mäßiger Hintergrunderklärung in all den anderen Filmen größtenteils belanglos. Dennoch ist es ein durchaus zu würdigender Schritt, über mehrere Filme hinweg aufgebaute Helden erst verlieren und dann sterben zu lassen - und den Film damit zu beenden. Ein Zug, den ich bei dem sonst so immergleichen MCU nicht erwartet hätte.

Aber leider ist das Ende das einzig' erwähnenswerte Element der sonst erneut schwachen Handlung. Über all die Laufzeit von 149 Minuten hinweg fühlte ich weder Spannung noch Ergriffenheit oder den Sog, unbedingt weiter schauen zu müssen. Hätte jemand den Film mittendrin abgeschaltet, hätte ich dem Wissen über den Fortgang der Geschichte nicht hinterhergetrauert, denn wieder konnte ich den Verlauf im Vorhinein voraussagen, wieder gab es keine Charaktere mit genügend Kanten zum Interesse wecken und wieder nervten viel zu viele Rettung-in-letzter-Sekunde Szenen. Zwischendrin dachte ich mir: "Dauernd kommt jemand um den verlierenden Held zu retten, als ob irgendjemand geglaubt hätte, er wäre so gestorben ..." und das ist ein eindeutiges Zeichen für eine Geschichte, die weit von jeglicher Innovation entfernt ist. Ebenso ist Thors Beinahetod völlig fehl am Platze, ich bin mir sicher, kaum einer mit auch nur ein wenig Intelligenz war bei dieser Szene von seinem tatsächlichen Abgang überzeugt. Bis auf das unerwartete Ende verfügt der Film zudem über keine überraschende Wendung, sodass die Handlung fast mit "sinnlos" zu umschreiben ist. Was heißt fast, genaugenommen besteht der gesamte Streifen nur aus unnötigem Geplänkel, kombiniert mit anspruchsloser Action und lächerlichen, ermüdenden Sprüchen, nur damit Thanos am Ende bekommt, was er ohne all die Helden auch so bekommen hätte - kann man da diese nicht gleich ganz weglassen? Oder zumindest Thanos genügend Genialität andichten, damit er die Avengers und Co. den Film über an der Nase herumführt, sodass man als Zuschauer auf etwas zurückblicken könnte, dass dem Begriff "Handlung" gerecht wird? Aber nein, lieber lässt man selbige in der Belanglosigkeit verweilen, was vielen Kinogängern von heute scheinbar genügt. Lieber lässt man all die Charaktere unangenehme Oneliner zitieren, deren Witz und Finesse gegen Null geht. Und lieber lässt man die Helden zwei Stunden lang kämpfen, zwei Stunden, von denen man vieles doch besser in die schlecht geschriebenen Charaktere investiert hätte.

Diese unausgereifte Figurenzeichnung fängt schon bei Thanos, dem filmeigenen Bösewicht, an, dabei hätte er eine nachvollziehbare Motivation definitiv am nötigsten gehabt. Immerhin hat man es bei ihm versucht, wenngleich es auch nicht mehr als ein Versuch geworden ist. Sein Ziel ist es, mit den Infinity-Steinen die Überbevölkerung einzudämmen, da seine eigene Heimat an jenem Problem zerbrochen ist. So weit okay, aber nicht genug. Denn um seine Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen foltert und mordet er, opfert seine Adoptivtochter und quält ihre Schwester, also alles, was ein zerstörter Heimatplanet nicht begründen kann. Er muss also schon vor den im Film benannten Schicksalsschlägen grausam gewesen sein, doch das kommt nicht damit überein, dass er ein fremdes Kind aufnimmt und bei ihrem Opfer weint - und mehr Informationen zu seinem Hintergrund gibt es nicht, mehr als diese Ansatz-Erklärung liefert der Film leider nicht. Aus diesem Grund nehme ich es Thanos auch nicht ab, dass er wirklich nur die Weltbevölkerung dezimieren will, um zu helfen, er wirkt mehr wie der ich-will-Herrschen-aus-Prinzip Bösewicht - Ziel beim Zuschauer verfehlt.
Bei all den anderen Charakteren ist dies nicht besser, im Gegenteil. Nicht nur, dass "Avengers: Infinity War" das Fehlen der Charakterentwicklung vieler Helden in den vorangegangenen Filmen nicht ausgleicht, nein, auch wenn er einigen Personen einen Hintergrund andichtet, ist dieser oberflächlich und sinnlos. Als Beispiel, da sie den Film nicht überlebt, nehme ich hier Gamora: sie ist die Adoptivtochter von Thanos und hat die Zeit und den Ort bei und mit ihm gehasst. Wow, wie tiefgründig und originell. Das bietet dem Zuschauer nun wo genau Zugang zu ihrer Figur? Gar nicht, genau. Aus diesem Grund ist ihr Tod auch weit entfernt von irgendeiner Bedeutung, irgendeiner Emotionalität. Und dieses Problem haftet nahezu allen Charakteren an, weswegen das Bad-End nicht so gut wirkt, wie es hätte wirken können.

Was die jeweiligen Personen jedoch ein stückweit herausreißt, sind die Darsteller. Robert Downey Jr. spielt seinen Iron Man gewohnt cool, Thor, geschauspielert von Chris Hemsworth, wird auf eine amüsante und gut gelungene Art arrogant dargestellt und Spiderman Tom Holland ist wie immer sympathisch. Dr. Strange, gespielt von Benedict Cumberbatch, sticht meines Erachtens am meisten hervor, da diese Rolle die interessanteste Mimik verlangt, wie der vergangene "Sherlock" - Schauspieler eindrucksvoll beweist. Für erwähnenswert halte ich, wie viele bekannte Namen in diesem Film doch zusammenkommen - sei es Benicio del Toro als der Collector, Vin Diesel als Groot oder Idris Elba, der Heimdall mimt. Die beste schauspielerische Leistung lieferte allerdings Josh Brolin, der mit Thanos einen eindrucksvollen Antagonisten erschaffen hat. Dessen Stärke konnte der "Sicario" - Darsteller gut in Szene setzen, ebenso wie seine Rücksichtslosigkeit und die stellenweise auftauchenden - wenn auch unpassend unbegründeten - Gefühle. Somit erhielt man zumindest über diesen Weg Zugang zu den Figuren, weswegen ich die Charaktere insgesamt gesehen als etwas schlechter als mittelmäßig einschätze.

Woran auch die Darsteller nichts ändern konnten, waren die unpassenden, stumpfen und schwachsinnigen Sprüche, Beziehungsweise Witze, die mit dem Film einhergehen. Klar, dies ist sicher Geschmackssache, aber mich stören diese extrem, zumal sie für meinen Humor absolut nicht lustig sind. Das erste Mal lachen musste ich nach 20 Minuten und gefühlten 100 unnötigen Onelinern später, als die Guardians auftauchten. Doch sofort verkehrte der Streifen auch sie ins Lächerliche, was Rocket mit der peinlichen Aussage

"Na der Hammer muss aber der Hammer sein" (ungefähr eine Stunde und 13 Minuten)

auf die Spitze trieb. Vor allem nehmen diese Oneliner dem Film vieles von einer möglichen Spannung weg, da man, besonders wenn sie während eines Kampfes fallen, das Gefühl hat, die Figuren würden die Gefahr nicht ernst nehmen, weswegen die Actionszenen in der Bedeutungslosigkeit versinken - und diese schlechten Pointen ist dies nun mal nicht wert.

Von jenen Kämpfen ausgeglichen werden kann dies ebenso nicht. Denn selbige verlassen sich viel zu sehr auf CGI und nutzen dieses, kombiniert mit Schnittgewittern, als Ausrede anstatt guter Kampfchoreografien. Ich habe während einiger der Actionszenen mitgezählt, die Schnitte fallen nahezu alle nach zwei bis drei Sekunden, nur ganz selten kommt eine Sequenz über fünf Sekunden hinaus. Dabei kann man allerdings nicht mal sagen, dass das CGI wirklich kreativ eingesetzt wurde, die Monster stechen nicht heraus, die Specialeffects sind kaum der Rede wert und die dargestellten Elemente sind nicht sonderlich einfallsreich. Demnach werden die Ergänzungen am Computer wirklich nicht genutzt, um etwas darzustellen, was ohne kaum realisierbar wäre, sondern um nicht mehr tun zu müssen, als nötig ist. Am besten waren die Kämpfe, in denen Dr. Strange auftrat, denn da wurde das CGI tatsächlich mal für interessantere Actionsequenzen genutzt, vor allem als sich der Magier in einer Szene vervielfältigte. Der Rest, was all die anderen Konfrontationen der Charaktere betraf, blieb, wie so vieles bei Marvel, unter dem Mittelmaß hängen.
Unterstützt wurden die Kampfszenen allerdings durch einen recht gelungenen Soundtrack mit hohem Wiedererkennungswert, der die jeweiligen Momente gut unterstrich. Er drängte sich aber zu viel in den Vordergrund, sodass er mir mehr als aufdringlich und manipulativ statt hervorhebend in Erinnerung blieb, wenngleich die einzelnen Musikstücke durchaus gut sind. Ein dezenterer Einsatz hätte hier jedoch sehr geholfen, denn schwächere Action kann man auch mit überzogener Musik nicht vertuschen.

Das Problem daran ist, an dem Film gibt es nichts, was in irgendeiner Weise in die Tiefe, in irgendeiner Weise über billige Unterhaltung hinausgehen könnte. Dabei ist Filmkunst so viel mehr als das und kann so viel mehr bewirken, als bloß zu unterhalten. Und sei es bloß mit intelligenten Dialogen oder mit einer interessanten Bildsprache. Keines von beidem liefert "Avengers: Infinity War" , er bleibt oberflächlich, substanzlos und bietet nichts, über das es sich nachzudenken lohnt. Und nichtmal unterhalten kann er gut.

Ein daraus gezogenes Fazit bescheinigt nun, was ich bereits am Anfang und auch während der Review mehrfach erwähnte: der Film kommt, wie die meisten Marvelprodukte, kaum an die Mittelmäßigkeit heran. Denn wenngleich das Ende dieses Streifens einige Schwachstellen revidiert, sind zu viele Elemente zu anspruchslos und zu viele zu einfach gehalten. Leider wird sich dies aller Wahrscheinlichkeit nach mit zukünftigen MCU - Filmen nicht ändern, denn vielen heutigen Zuschauern scheint die momentane Machart auszureichen und warum ein funktionierendes Konzept ändern, wenn zum Beispiel allein dieser Film hier weltweit über zwei Milliarden Dollar einspielte. "Dann bleibt's eben anspruchslos" scheint die Devise zu lauten - in meiner Wertung findet sich dies jedenfalls wieder, auch hier reiht sich "Avengers: Infinity War" knapp unter dem Mittelmaß ein.

Als Actionfilm erhält er 3 Punkte, als Heldenfilm 7 Punkte, insgesamt aber bloß

 

4 von 10 Punkten.

4/10
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Kommentare

25.04.2019 01:49 Uhr - Pentegrin
1x
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Ich hoffe ich bin mit dieser teilweise recht "nachdrücklich" formulierten Kritik keinem Marvelfan zu nahe getreten. :)
Sollte jemand Fehler gleich welcher Art finden, bitte ich um eine PM, da ich mich über jeden (Korrektur-) Hinweis freue.

25.04.2019 10:32 Uhr - Lukas
3x
Tja, was soll man sagen: Du kannst halt grundsätzlich nicht viel mit dem MCU anfangen; das wird direkt am Anfang des Reviews klar und zieht sich dann wie ein roter Faden durch. Da verwundert ist nicht, dass auch Infinity War nur eine 6/10 bekommt.
Die Kritik am CGI und der Action sowie der Vorwurf unausgereifter Figurenzeichnung und fehlender Charakterentwicklung sind aber doch etwas an den Haaren herbeigezogen. Ein dermaßen große Masse an Charakteren und Handlungssträngen über Jahre hinweg zusammenzuführen und nun in einem Film zu vereinen ist durchaus eine respektable Leistung; außerdem reden wir hier immer noch von einer Comicverfilmung und keinem charaktergetriebenen Drama.
Von mir gibt's für den Film eine 9/10, da er definitiv zu besten Werken aus dem MCU zählt.

25.04.2019 11:36 Uhr - Pentegrin
1x
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25.04.2019 10:32 Uhr schrieb Lukas
Tja, was soll man sagen: Du kannst halt grundsätzlich nicht viel mit dem MCU anfangen; das wird direkt am Anfang des Reviews klar und zieht sich dann wie ein roter Faden durch. Da verwundert ist nicht, dass auch Infinity War nur eine 6/10 bekommt.


Richtig :)
Danke für's Lesen!

Die Kritik am CGI und der Action (...) sind aber doch etwas an den Haaren herbeigezogen.


Weswegen? Sie sind meines Erachtens eins der Hauptprobleme der Marvelfilme.

Ein dermaßen große Masse an Charakteren und Handlungssträngen über Jahre hinweg zusammenzuführen und nun in einem Film zu vereinen ist durchaus eine respektable Leistung; außerdem reden wir hier immer noch von einer Comicverfilmung und keinem charaktergetriebenen Drama.


Jup, aber deswegen kann eine solche Comicverfilmung nicht sonderlich viele Punkte bei mir bekommen. Aber mit Logan, was ja auch eine Comicverfilmung ist, hat man doch gezeigt, dass auch bei solchen sinnvolle Charakterentwicklungen möglich sind.

Von mir gibt's für den Film eine 9/10, da er definitiv zu besten Werken aus dem MCU zählt.


Freut mich, dass er dir gefallen hat! :)

25.04.2019 13:16 Uhr - Watchman013
2x
Das einzige Problem , dass ich mit dieser und auch vielen anderen Kritiken und Besprechungen zum Thema MCU habe ist folgendes: die Autoren vergessen immer, dass hier keine Werke der Weltliteratur, sondern Comics für Kinder und Jugendliche verfilmt werden. Folglich können die vorhandenen Vorlagen nicht wirklich mit Shakespeare mithalten , wollen sie aber ja auch nicht. Diese Filme sind reine Massenunterhaltung, nicht mehr , aber auch nicht weniger und unter diesem Gesichtspunkt sollten sie auch bewertet werden.

25.04.2019 14:13 Uhr - Pentegrin
2x
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25.04.2019 13:16 Uhr schrieb Watchman013
Das einzige Problem , dass ich mit dieser und auch vielen anderen Kritiken und Besprechungen zum Thema MCU habe ist folgendes: die Autoren vergessen immer, dass hier keine Werke der Weltliteratur, sondern Comics für Kinder und Jugendliche verfilmt werden. Folglich können die vorhandenen Vorlagen nicht wirklich mit Shakespeare mithalten , wollen sie aber ja auch nicht. Diese Filme sind reine Massenunterhaltung, nicht mehr , aber auch nicht weniger und unter diesem Gesichtspunkt sollten sie auch bewertet werden.


Aber aus diesem Grund ist es doch logisch, dass so ein Film, insgesamt gesehen, auch nur ein mittlere Punktzahl erhalten kann. Die Wertung kann nunmal nicht aufgesplittet werden, in "das-ist-ein-Film-für-die-Masse-und-die-Schwächen-werden-deshalb-ignoriert" und normale Einschätzung. Ich werde immer alles an Filmen werten und immer alles im gleichen Maß messen. Und das dann mit 1 bis 10 zum Ausdruck bringen. Da kommt nunmal keine hohe Punktzahl zum Ausdruck, egal inwieweit er nur Spaß machen soll.
Zumal auch spaßige Filme sinnvolle Charaktere aufbauen können, z.B. John Wick. Dieser Film bekommt sogar ziemlich hochwertige Aktion auf die Reihe, auch wenn er nicht von Shakespeare stammt.
Ich habe das also nicht vergessen, sondern nur nicht in einen (unnötigen) Bonus umgewandelt. ^^

Dennoch danke für's Lesen! :)

25.04.2019 15:15 Uhr - beebop251
1x
eine nachvollziehbare rezension, der ich im großen und ganzen zustimmen kann. Dennoch würde ich diesem film 8/10 punkte geben, vorallem im vergleich zu den vorherigen marvel filmen. dieser film schaffte es für mich drama, ernsthaftigkeit, humor und action gut ausbalanciert darzustellen. sicherlich sind die figuren überwiegend flach, aber sie leben sehr von ihren charismatischen darstellern. deshalb hatte der tod von einigen figuren durchaus eindruck hinterlassen, trotz blasser charakterzeichnung. alan silvestris filmmusik trägt zum gelingen auch sehr bei. auf Endgame bin ich zwar jetzt nicht so gespannt, aber um das thema abzuschließen werde ich mir den film auch irgendwann ansehen.

25.04.2019 16:39 Uhr - Pentegrin
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25.04.2019 15:15 Uhr schrieb beebop251
eine nachvollziehbare rezension, der ich im großen und ganzen zustimmen kann.


Danke! :)

25.04.2019 16:45 Uhr - Lukas
3x
25.04.2019 11:36 Uhr schrieb PeregrinTuk
25.04.2019 10:32 Uhr schrieb Lukas
Tja, was soll man sagen: Du kannst halt grundsätzlich nicht viel mit dem MCU anfangen; das wird direkt am Anfang des Reviews klar und zieht sich dann wie ein roter Faden durch. Da verwundert ist nicht, dass auch Infinity War nur eine 6/10 bekommt.


Richtig :)
Danke für's Lesen!

Die Kritik am CGI und der Action (...) sind aber doch etwas an den Haaren herbeigezogen.


Weswegen? Sie sind meines Erachtens eins der Hauptprobleme der Marvelfilme.

Ein dermaßen große Masse an Charakteren und Handlungssträngen über Jahre hinweg zusammenzuführen und nun in einem Film zu vereinen ist durchaus eine respektable Leistung; außerdem reden wir hier immer noch von einer Comicverfilmung und keinem charaktergetriebenen Drama.


Jup, aber deswegen kann eine solche Comicverfilmung nicht sonderlich viele Punkte bei mir bekommen. Aber mit Logan, was ja auch eine Comicverfilmung ist, hat man doch gezeigt, dass auch bei solchen sinnvolle Charakterentwicklungen möglich sind.

Von mir gibt's für den Film eine 9/10, da er definitiv zu besten Werken aus dem MCU zählt.


Freut mich, dass er dir gefallen hat! :)


Die aktuelle Fortschrittsgrad bei CGI hat doch überhaupt erst das Aufkommen der ganzen Superheldenfilme ermöglicht. Früher hätten diese schlicht nicht adäquat umgesetzt werden können, deshalb erleben wir diese Flut an Filmen auch erst in den letzten zwei Dekaden. Dass die Qualität des CGI von Film zu Film und Szene zu Szene im Einzelnen etwas schwankt, ist klar, aber unterm Strich sind die Effekte technisch meist sauber.
Die Inszenierung der Action ist dann auch naturbedingt eine andere als wenn sich normale Menschen Feuer- oder Faustgefechte liefern, aber angesichts der zum Einsatz kommenden Superkräfte liegt das ja eigentlich auf der Hand.

Dass du solchen Comicverfilmungen nicht sonderlich viele Punkte geben kannst, ist dann glaube ich auch eher Problem deines Wertungsschemas und nicht das der Filme. ;-)
Logan ist zuerst einmal hauptsächlich düsterer und härter als andere Comicverfilmungen; klar lässt er sich auch etwas mehr Zeit für die Charakterzeichnung, aber um alles sinnvoll nachvollziehen zu können, muss man auch diverse andere X-Men-Filme kennen; für sich alleine würde also auch Logan also nur bedingt funktionieren.

25.04.2019 17:46 Uhr - Pentegrin
2x
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25.04.2019 16:45 Uhr schrieb Lukas
Dass du solchen Comicverfilmungen nicht sonderlich viele Punkte geben kannst, ist dann glaube ich auch eher Problem deines Wertungsschemas und nicht das der Filme. ;-)


Wieso sollte ein Film, der mit einfachen Mitteln die Masse abzuholen versucht, auch mehr erhalten? Das steht ja dann in keiner Relation zu den Filmen, die sich mehr Mühe geben.

25.04.2019 23:39 Uhr - Thrax
2x
Ja, man merkt das du dem MCU nicht allzu wohlgesonnen gegenüber stehst :D
Ich für meinen Teil mag die Dinger auf jeden Fall und empfinde einzig Thor 2, den ersten Captain America und Black Panther als die schwächsten Beiträge.

Aber der Grund ist vielleicht nicht ganz zu Unrecht das die Filme so beliebt sind. Millionen Menschen haben die Comics von Spider-man, Iron Man, Captain America, Hulk und etc. gelesen, tun es teilweise noch und es kommen immer wieder weitere faszinierte Leser dazu. Ihre Helden adäquat auf Film gebannt zu sehen war da von vielen Fans immer ein Traum. Das diese jetzt nicht nur Verfilmungen bekamen sondern auch noch ein ganzes Filmuniversum spendiert bekamen in denen alle Filme miteinander verwoben sind und zusammen auf etwas großes hinarbeiten war da natürlich die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.
Noch dazu sind die Filme eine sichere Bank. Man weiß einfach was einen erwartet, wenn man in einen Marvel-Film geht und man sieht das was man sehen will. Die Figuren sind alle auch mit den richtigen Darstellern perfekt besetzt und trotz Comicvorlagen auf denen manche Filme basieren ( Civil War z.B. ) hat es Marvel geschafft bei den Filmen auch ein eigenes Ding zu machen ohne sich sklavisch an bekannte Vorlagen zu halten.

Das ist bei Leuten die sich ein bisschen mehr erwarten als nur leichtverdauliche Unterhaltung und mehr auf gute Charakterentwicklung wert legen, anspruchsvolle Geschichten oder was auch immer natürlich nicht die richtige Baustelle. Aber da gibt es auch für jene die da nichts mit anfangen können ja genug Material das eher dem eigenen Geschmack entspricht ;)
Man muss nicht alles mögen, ich mag bspw. jetzt auch Star Trek nicht sonderlich.

Trotzdem muss ich sagen "Infinity War" ist ein Brett gew3sen und ich kann "Endgame" kaum erwarten!

25.04.2019 23:54 Uhr - Pentegrin
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Freut mich, dass dir die Filme gefallen, danke für's Lesen!

26.04.2019 09:56 Uhr - Lukas
1x
25.04.2019 17:46 Uhr schrieb PeregrinTuk
25.04.2019 16:45 Uhr schrieb Lukas
Dass du solchen Comicverfilmungen nicht sonderlich viele Punkte geben kannst, ist dann glaube ich auch eher Problem deines Wertungsschemas und nicht das der Filme. ;-)


Wieso sollte ein Film, der mit einfachen Mitteln die Masse abzuholen versucht, auch mehr erhalten? Das steht ja dann in keiner Relation zu den Filmen, die sich mehr Mühe geben.


Dieses "mit einfachen Mitteln die Masse abholen" ist immer ein etwas zwiespältiges Argument; denn wenn es so super einfach wäre, hätten wir ja eine riesen Flut von stinkreichen Filmemachern, die Blockbuster würden sich nur so die Klinke reichen und Hinz und Kunz könnte ohne große Mühe total erfolgreich im Filmgeschäft sein. Aber bei genauerer Betrachtung ist es eben doch nicht ganz so trivial, und das MCU ist eben durchaus mit viel Mühe und Liebe zum Detail über mehr als ein Jahrzehnt aufgebaut worden und hat genau so eine Daseinsberechtigung wie das in der polnischen Einöde spielende Schwarz-Weiß-Charakterdrama. ;-)

26.04.2019 11:48 Uhr - cecil b
1x
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User-Level von cecil b 17
Erfahrungspunkte von cecil b 5.927
Ich denke, dass unterschiedliche Perspektiven grundsätzlich eine Bereicherung sind. Mit einfachen Mitteln geschrieben: Jeder Jeck lacht anders. ;)

Tolle Rezension!

26.04.2019 11:54 Uhr - Pentegrin
2x
User-Level von Pentegrin 2
Erfahrungspunkte von Pentegrin 84
26.04.2019 09:56 Uhr schrieb Lukas
Dieses "mit einfachen Mitteln die Masse abholen" ist immer ein etwas zwiespältiges Argument; denn wenn es so super einfach wäre, hätten wir ja eine riesen Flut von stinkreichen Filmemachern, die Blockbuster würden sich nur so die Klinke reichen und Hinz und Kunz könnte ohne große Mühe total erfolgreich im Filmgeschäft sein. Aber bei genauerer Betrachtung ist es eben doch nicht ganz so trivial, und das MCU ist eben durchaus mit viel Mühe und Liebe zum Detail über mehr als ein Jahrzehnt aufgebaut worden und hat genau so eine Daseinsberechtigung wie das in der polnischen Einöde spielende Schwarz-Weiß-Charakterdrama. ;-)


Richtig. Deswegen gibt's von mir ja auch sechs statt einem Punkt, allgemein hat natürlich jeder Film seine Daseinsberechtigung. Nur nervt es mich etwas, dass es mittlerweile 6 Marvelfilme im Jahr sind ... aber das ist Ansichtssache. :)

26.04.2019 11:54 Uhr - Pentegrin
1x
User-Level von Pentegrin 2
Erfahrungspunkte von Pentegrin 84
26.04.2019 11:48 Uhr schrieb cecil b
Ich denke, dass unterschiedliche Perspektiven grundsätzlich eine Bereicherung sind. Mit einfachen Mitteln geschrieben: Jeder Jeck lacht anders. ;)

Tolle Rezension!


Vielen lieben Dank!

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