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Avengers: Endgame

Herstellungsland:USA (2019)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Drama, Fantasy, Science-Fiction
Alternativtitel:Avengers 4
Avengers: Annihilation
Avengers: Infinity Gauntlet
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,40 (45 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Die hälfte allen Lebens im Universum wurde ausgelöscht und es scheint nur eine mögliche Zukunft zu geben. Besitzen die Avengers und ihre verbündeten Superhelden was nötig ist, um die vernichtende Macht der Infinity-Steine aufzuheben? Die Zeit für das letzte Spiel ist gekommen und es müssen Opfer gebracht werden. (Disney)

eine kritik von therealash:

"Don't spoil the Endgame..." heißt es von offizieller Seite unserer lieben Freunde von Marvel, den Marvel Studios und dem Marvel Cinematic Universe, das mittlerweile 22 Spielfilme, 5 sogenannte One-Shots (Kurzfilme) und 12 stellenweise mehrstaffelige Fernseh-/Web-Serien beinhaltet.

Diesem Hinweis folge ich gerne und werde hier nicht spoilern, da ich mich mittlerweile als ausgewiesenen Fan dieser momentan erfolgreichsten Filmserie aller Zeiten betrachte und die Stricke und Fallen, die Cliffhanger und intertextuellen Verweise des gesamten Universums mehr als schätze.

Beginnen wir mit dem Ende: das Endgame der Avengers um Iron Man, Captain America, Thor, Hulk, Black Widow, Ant-Man, The Wasp, Black Panther, Spider-Man oder Hawkeye ist tatsächlich das mit Iron Man im fast schon biblischen Jahre 2008 begonnene und nun beendete Finale einer epischen Erzählreihe, bei der einige mitgegangen und viele schon längst ausgestiegen oder gar nie eingestiegen sind.

Aus meiner persönlichen Erfahrung muss ich sagen, dass ich damals in der noch jungen Phase 1 ein Riesenfan von Iron Man war, der mit Robert Downey Jr. einen perfekten Schauspieler erhielt, der bis zum Endgame dabei ist. Der Folgefilm The Incredible Hulk wurde seinerzeit noch vom nicht minder schlechten Edward Norton verkörpert und anschließend vom für mich zunächst irritierenden Mark Ruffalo übernommen, den ich mittlerweile viel besser finde. Immerhin ist auch er dabei geblieben. Iron Man 2 und Thor (kongenial inszeniert von Shakespeare-Mime und -Regisseur Kenneth Branagh) nahm ich dann schon etwas desinteressierter nebenbei noch wahr, ließ mich von der Origin-Story von Captain America: The First Avenger, die ja während der Zeit des Zweiten Weltkriegs spielt, etwas langweilen und war dann Feuer und Flamme vom Ende der ersten Phase namens Marvel's The Avengers, in dem die Stars zusammenkamen und in dem wirklich alle Register des zeitgenössischen Kinos und Erzählens (der leichteren Unterhaltung) gezogen wurden.

Phase 2 ging dann ehrlich gesagt an mir fast völlig vorüber, da ich etwas genervt war, dass nur noch "Superhelden"-Filme im Kino kamen, die ich ja eigentlich schon gesehen hatte. Sprich: Iron Man 3, einer neuer Thor: The Dark World und noch ein Captain America: The Winter Soldier. Als der erste Teil der Guardians of the Galaxy kam, war ich ob des coolen Soundtracks wiederum dabei, extrem unterhalten und auch von der neuen Welt angetan. Avengers: Age of Ultron ließ mich schließlich wieder kalt und Ant-Man ließ ich leider völlig aus.

Phase 3 war für mich verständlicherweise dann zunächst uninteressant. Da ich Captain America sowieso nie so sonderlich mochte, ließ ich Civil War dummerweise aus, hüpfte noch kurz bei Doctor Strange wegen Benedict "Sherlock" Cumberbatch auf und vernachlässigte Guardians of the Galaxy Vol. 2 und Spider-Man: Homecoming (von dem ich wegen der genialen Reihe von Sam Raimi extrem genervt war) komplett. Lediglich durch Zufall und Langeweile landete ich bei Thor: Ragnarok und Black Panther wieder im Kino und war von nun an völlig angefixt. Ich holte alles verpasste nach und war süchtig. Das MCU hatte mich gefangen und mit Avengers: Infinity War war ich völlig überzeugt: Ja, das MCU ist mit Recht die erfolgreichste Filmreihe aller Zeiten und verweist in dieser Reihenfolge zu Unrecht Star Wars (;-) oder den ollen Harry Potter mit James Bond, Frodo und Freunden mit Abstand auf die hinteren Ränge. Vom DC Extended Universe gar nicht zu reden, das mir zwar ebenfalls gut gefällt, aber an den Output des MCU einfach nicht mehr anschließen kann (zumindest in nächster Zeit).

Alles, was nach Avengers: Infinity War kam (ich hatte Tränen in den Augen), war dann für mich nur noch extrem geiler Fanservice, wie Ant-Man and The Wasp oder den für mich bisher fast charmantesten MCU-Film Captain Marvel. Vergessen will ich natürlich nicht die Fernsehserie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D., die sich sehr gut ins MCU und in die Timeline einfügt, was mich bei Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage, Iron Fist oder The Punisher etwas störte, da sie eigentlich eher ein eigenes Universe bilden, das mit The Defenders ja schon beendet wurde und für Endgame nicht wirklich zählt. Lediglich die leider vernachlässigte und mit zwei Staffeln gut zu schauende Fernsehserie Agent Carter ist durchaus gut eingewoben in diesen vorerst letzten Film des MCU (siehe Jarvis, Peggy und Howard Stark).

Und ja, Endgame ist tatsächlich der Abschluss dieser dekadenüberspannenden Filmreihe mit all ihren Mid-Credits- und Endcredits-Sequenzen, der einen deutlichen Punkt setzt und den Eigennamen und die Unterschriften der Hauptdarsteller verdientermaßen über all die Jahre ehrt. Denn vergessen wird nicht die grandiosen Charakterdarsteller und Method-Actors dieser etwas verlachten "Superhelden"-Filmreihe eines Who's-Who von Hollywood namens Robert Downey Jr., Samuel L. Jackson, Don Cheadle, Jeff Bridges, Mark Ruffalo, William Hurt, Tilda Swinton, Benedict Cumberbatch, Kurt Russell, Liv Tyler, Tim Roth, Scarlett Johansson, Mickey Rourke, Chris Hemsworth, Tom Hiddleston, Jeremy Renner, Idris Elba, Stellan Skarsgârd, Anthony Hopkins, Rene Russo, Natalie Portman, Kat Dennings, Cobie Smoulders, Chris Evans, Hayley Atwell, Tommy Lee Jones, Josh Brolin, Ben Kingsley, Rebecca Hall, Miguel Ferrer, Benicio del Toro, Elizabeth Olsen, Thomas Kretschmann, Zoe Saldana, "Vin Diesel", Karen Gillan, "Bradley Cooper", Glenn Close, Andy Serkis, Julie Delpy, Paul Rudd, Michael Douglas, Evangeline Lilly, Michelle Pfeiffer, Tom Holland, Chadwick Boseman, Marisa Tomei, Martin Freeman, Daniel Brühl, Benedict Wong, Sylvester Stallone, Brie Larson und so weiter und so fort... etc. pp.

Wie es jetzt weitergehen wird, frage ich mich wirklich, da ich noch nicht weiß, ob ich jetzt noch lange dran bleiben werde, denn ich habe das verknüpfende und doch eigenständige Erzählen des MCU sehr geschätzt.

Ganz ehrlich, wer mit Endgame ins MCU einsteigt, der wird enttäuscht werden und der kann dem großen Story-Arc nicht folgen, der seit Iron Man noch locker aufgespannt wurde und sich zunehmend verfestigte. Ich muss auch dem allgemeinen und von mir anfangs geteilten Duktus widersprechen, dass heutzutage nur noch Superhelden-Filme im Kino zu sehen sind, da das MCU als Superhelden-Reihe einfach einen Großteil dieses Kino-Franchise gebildet hat und Marktführer war. Ich glaube Martin Scorsese hat sich letztens beschwert, dass im Kino nur noch Superhelden-Filme kommen und da sieht auch unser altgedienter Taxi-Driver-Meister nicht mehr vollständig die Realität, die für mich schon seit langem klar ist: Der Superhelden-Film ist das, was vor langer Zeit der Western war und hier werden menschliche Dramen und Schicksale auf der Grundlage eines allgemein anerkannten und durchaus hedonistisch verklärten Genres verarbeitet, das die Pop-Kultur durch das Medium des Comics generationenbildend erzeugt hat (steile These Ende;-).

Wie gesagt, ich wollte nichts über Endgame spoilern und deshalb habe ich jetzt etwas weiter ausgeholt. Es ist, wie es ist, in Endgame endet der Kampf mit Thanos und den Infinity-Steinen. Eine Sache, die mir vor allem bei Unterhaltungsliteratur bisher aufgefallen ist, war in dieser Filmreihe ebenfalls das Thema unserer in einigen Jahrzehnten wohl über 10 Milliarden Menschen bewohnenden Welt, in welcher der Platz immer geringer wird. Die Konsequenz, die von Phase 1 bis zum Ende von Phase 3 gezogen wird und als Klimax oder Katastrophe erscheint, ist harsch, brutal und unmenschlich. Dieser misanthropischen Entwicklung, die ebenfalls im realen Weltklima immer wieder ihren Ausdruck erhält, stellen unsere Superheldinnen und Superhelden ein Bollwerk des Humanismus entgegen, das nicht immer sicher ist, aber immer und trotzdem JA zum Leben sagt, wie der berühmte Schriftsteller, Psychologe und Konzentrationslagerüberlebende Viktor Frankl einst konstatierte.

Kurzum, jeder, der sagt, dass diese Reihe um die Leben und Leiden von Superhelden nichts über unsere zeitgenössische und zukünftige Welt sagt, der oder die haben einfach nicht recht. Im Endspiel, wie auch ein paradigmatisches Theaterstück unserer Zeit vom apokalyptischen Dramatiker Samuel Beckett heißt, geht es nämlich um das, was wir unseren Kindern überlassen in einer Welt voller Widersprüche. Und bevor ich irgendwelchen verrückten Politikern und Kriegstreibern folge, lasse ich mich lieber von der Kraft der Geschichten überzeugen.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass Avengers: Endgame sicherlich kein perfekter oder makelloser Film am Ende einer langen Reise in die Nacht ist, aber verdammt, er ist ein starkes Stück Unterhaltungskino, für das es sich jederzeit lohnt, die Lichtspielhäuser aufzusuchen und für dessen humanistische Botschaft er jeden Respekt verdient, gerade in seiner deutlichen Tragik und Dekonstruktion des Superhelden-Genres an sich.

Denn auch ich liebe jemanden über 3000 Mal und ziehe ein Leben in würdigem Altern im Dienste der Gesellschaft allem anderen vor.

'nuff said!

10/10
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Kommentare

28.04.2019 18:21 Uhr - Nubret
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Wieder mal spitzenmäßig und mit viel Herzblut verfasst.

Ob ich jemals wirklich in dieses Universum einsteigen werde, hmmh..mal sehen. Man ist ja nie zu alt, um sich neue Horizonte zu eröffnen.

28.04.2019 18:45 Uhr - TheRealAsh
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Dank dir, mein Freund. Lass dir Zeit, wenn, dann musst du von Anfang an ran, zumindest die Hauptfilme. Wenn du keinen Spaß an sowas hast, lass es sein, geht ja immer um Geschmack. D‘Amato gefällt ja auch nicht jedem. Da fällt mir ein, dass ich unbedingt mal wieder Maneater anschauen muss, einfach geil🙃

28.04.2019 19:51 Uhr - Nubret
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Bin ja eher der "Absurd"-Freund..war mein erster von ihm. Hab ich damals im Doppelpack mit "New York Ripper" gesehen. Nice!

Aber um noch mal auf das eigentliche Thema zu kommen: Wenn ich mich auf derartige Filme einlasse, habe ich auch durchaus Spaß damit. Bloß hab ich im Vorfeld meist irgendwie keine Lust drauf. Aber ich bin auch ein etwas seltsames Kerlchen. :)

29.04.2019 10:13 Uhr - leichenwurm
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Ein ganz toller Text zu diesem "Endspiel", Ash. Ich war/bin ebenfalls restlos begeistert von diesem emotional enorm packenden Finale.

Vorsicht... Ab jetzt mögliche Spoilergefahr:

Besonders gut hat mir u.a. gefallen, dass es den Regisseuren und Drehbuchautoren gelungen ist, die finalen Ereignisse aus "Infinity War" nicht ihrer durchschlagenden Wirkung zu berauben. Dieses "Endgame" fühlt sich über weite Strecken eher wie ein Drama über Niederlage, Schuld und Verlust an und konzentriert sich mehr denn je auf die menschlichen Seiten seiner Helden (was natürlich mit den Mitteln des modernen Superhelden-Films inszeniert und dem marvel typischen Humor aufgelockert, aber nie seiner Tragik beraubt wird). 181 Minuten vergehen wie im Flug, selbst die Tatsache, dass sich mit grossen Actionszenen bis zum Showdown zurück gehalten wird ist mir erst nach der Sichtung aufgefallen. Und der Showdown.... oh mann dieser Showdown... was für eine vor epischen Fan-Momenten überschäumende, grenzgeniale Actionsequenz, die nicht nur Schauwerte bietet sondern auch die Emotionen der Zuschauer dermaßen befeuert, dass einem mehrfach Freudentränen in die Augen schießen, eine Gänsehaut nach der nächsten über den Rücken jagt und für den ein oder anderen Kloß im Hals sorgt... Mann was für ein Ritt....

Spoiler Ende.

Deinem Review schliesse ich mich also voll und ganz an, besonders auch im Hinblick auf deine Äußerungen bzgl. des MCUs. Denn (und das hab ich an anderer Stelle schon mal gesagt) ob man es nun mag oder nicht... hier wurde/wird gerade in vielerlei Hinsicht Filmgeschichte geschrieben... !

29.04.2019 14:18 Uhr - Tom Cody
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Na also - auf so eine Bewertung habe ich auch schon gewartet.
Hervorragende und toll geschriebene Rezension zu diesem Epos!
Eine Mehrzahl der Bewertungen liegt hier im Bereich von 8 - 10 Punkten. Trotzdem entblöden sich einige nicht, den Film mit 1 Punkt abzustrafen. So einem Streifen, auch ohne die notwendigen Vorkenntnisse, jegliche cinematographischen Qualitäten abzusprechen, lässt sich nicht durch persönlichen Geschmack erklären, sondern sind reine Troll-Aktionen, um mutwillig die Gesamtwertung runterzuziehen.

Zum Film: Schön, dass die Russos ihr Publikum nicht für blöd halten und einem alles nochmal vorkauen, sondern bedingungslos davon ausgehen, dass man die Vorgängerfilme gesehen hat.
Ein fantastischer Film, in dem sich zunächst alles um Trauer, Wut und Verzweiflung dreht und wie jeder der Helden anders damit umgeht.
Damit es nicht zu deprimierend wird, sorgen einige echte Brüller für ein befreites Lachen (Thors Bierplauze!).
Über das Paradoxon von Zeitreisen sollte man sich auch nicht allzu sehr den Kopf zerbrechen. Die Action zum Finale toppt dann mal wieder alles.
Am Ende tut sich der Film (ähnlich wie "Die Rückkehr des Königs") ein wenig schwer damit, zu einem Ende zu finden. Aber das ist nur ein klitzekleiner Makel.

Irgendwas müssen die Macher übrigens richtig gemacht haben, denn der Film hat weltweit am ersten Wochenende die unfassbare Summe von 1,2 Milliarden Dollar eingespielt!
Bei mir steht demnächst auch eine Zweitsichtung an, dann werde ich mich vielleicht ebenfalls noch zu einer Kritik aufraffen können.

PS: Bei den eingeblendeten Silhouetten während des Abspanns, kombiniert mit den Unterschriften der Stars, musste ich auch irgendwie an das ähnlich sentimentale Ende bei "Star Trek VI - Das unentdeckte Land" zurückdenken. Dort ist man ja ebenso vorgegangen.

29.04.2019 15:18 Uhr - Draven273
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Eine tolle Rezi. Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen und erkenne in Deiner Rezi sehr viele Parallelen wieder. Zu Iron Man habe ich mich damals ins Kino geschleppt und war mir überhaupt nicht sicher, was da auf mich zukommen sollte. Naja.... der Rest ist quasi Geschichte. Mich hat Marvel auch gefangen und ich mag auch DC, jedoch unterhält mich Marvel einfach besser. Dies ist aber reine Geschmackssache, ich vergleiche da nicht so gerne und finde es auch doof, wenn sich die beiden Lager unnötig angreifen.
Dienstag im Double Feature gesehen und am Freitag gleich nochmal nach der Arbeit den Endgame gegönnt. Grade beim zweiten Mal, fiel mir auf mit wie wenig Action der Film auskommt und es tut ihm gut. Es passt, die Stimmung nach Infinity War ist super eingefangen, auch die Zeit die man sich hier nochmal für die Charaktere nimmt ist super. Die Entwicklung von Hulk hat mir wieder sehr gut gefallen, jetzt ist er so wie man ihn sich vorstellt und nicht der Trottel den er in Thor 3 darstellt (aber auch hier, mein Geschmack). Man kann über den Tiefgang dieser ganzen Filme streiten, mich packen diese aber sehr oft und ich fühle mich stets sehr gut unterhalten. Es ist nun mal einfach grade die Zeit für diese Filme. Und ja, dass gehört hier jetzt nicht hin, aber auch der Grund warum die Fast&Furios Reihe derzeit noch zieht und sein großes Publikum findet. Kein Verbrechen, wir werden auch wieder andere Zeiten bekommen. Und sind wir mal ehrlich, Filme wie wir sie alle kennen, mit denen wir zum Teil groß geworden sind, wird es in dieser Art und Weise sowieso nicht mehr geben, wir sollten Stolz darauf diese Ära noch mitbekommen zu haben. Sorry....zurück zum Film. Von mir gekommt er eine 8/10 und beide Teile zusammen eine 9/10. Tolles Effektkino, tolle Charaktere, alles passt von den Darstellern und es ist ein tolle Mischung. Emotional hat mich auch dieser Ende wieder sehr gepackt, ich war nicht der einzige der ein paar Tränen vergossen hat. Grade in der zweiten Vorstellung hat es mich gepackt wie das jüngere Publikum damit umgegangen ist, da waren zwei Jungs die fürchterlich geweint haben. Für die beiden ging glaube ich eine Welt unter. Man sollte dies auch mal aus der Sicht von Kindern sehen, was Marvel/Disney da eigentlich geschafft und aufgebaut haben. Wie sagtest Du und Tom Cody so schön: da wird Kinogeschichte geschrieben. Ja genau so ist es. Chapo

29.04.2019 18:58 Uhr - TheRealAsh
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Danke für die tollen Rückmeldungen und ich freue mich sehr, dass ihr meine Meinung hierzu teilt! :-D

@Nubret: fang vielleicht einfach mal unverbindlich mit "Logan" von James Mangold an. Du weißt gute Western doch glaube ich zu schätzen und hier findest du einen guten Einstieg in ein erwachsenes Superheldenuniversum. Ist zwar nicht MCU, aber Marvel und lehnt sich kongenial an "The Cowboys" mit John Wayne an.

@Leichi: ja, gut, dass du es sagst, das ist definitiv Filmgeschichte, über die man in ein paar Jahren nochmal anders denken wird.

@Tom: dank dir, "Star Trek VI" muss ich mir unbedingt mal wieder anschauen, war mir nicht mehr bewusst. Überhaupt fand ich das mit den Unterschriften echt ganz persönlich und sehr wertschätzend. Freue mich schon auf deine Rezi!

@Draven: danke fürs Teilen deiner Parallelen zu mir. Es ist ja überhaupt so, dass man manches gerade am Anfang nicht so zu schätzen weiß, weil man ja nicht weiß, wohin die Reise geht, aber ich schätze es sehr, wenn mich dann irgendwann der Hafer sticht und ich Feuer fange;-) Ja, mal schauen, wie es weitergeht...


30.04.2019 11:05 Uhr - Tom Cody
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Eins ist mir doch noch aufgefallen.
Du schreibst: "Phase 2 ging dann ehrlich gesagt an mir fast völlig vorüber, da ich etwas genervt war, dass nur noch "Superhelden"-Filme im Kino kamen, die ich ja eigentlich schon gesehen hatte. Sprich: Iron Man 3, einer neuer Thor: The Dark World und noch ein Captain America: The Winter Soldier."
Aber gesehen hat du den "Winter Soldier"? Wegen seiner "geerdeten " Art, den großartigen Action-Sequenzen und den Parallelen zu den Polit-Thrillern der 70er Jahre ("Die 3 Tage des Condor") ist dieser Film mMn einer der besten Streifen des MCU und mein ganz persönlicher Favorit!
29.04.2019 18:58 Uhr schrieb TheRealAsh
Fang vielleicht einfach mal unverbindlich mit "Logan" von James Mangold an. Du weißt gute Western doch glaube ich zu schätzen und hier findest du einen guten Einstieg in ein erwachsenes Superheldenuniversum. Ist zwar nicht MCU, aber Marvel und lehnt sich kongenial an "The Cowboys" mit John Wayne an.

Ach herrje...das ist ja mal eine coole Parallele, die mir vorher noch gar nicht aufgefallen ist. Und das, obwohl ich mir diesen tollen Mark Rydell-Film vor 2 Wochen gerade erst mal wieder angeschaut habe!

30.04.2019 21:05 Uhr - TheRealAsh
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30.04.2019 11:05 Uhr schrieb Tom Cody
Aber gesehen hat du den "Winter Soldier"? Wegen seiner "geerdeten " Art, den großartigen Action-Sequenzen und den Parallelen zu den Polit-Thrillern der 70er Jahre ("Die 3 Tage des Condor") ist dieser Film mMn einer der besten Streifen des MCU und mein ganz persönlicher Favorit!


Ja, ich habe mir dann alle Filme nachgeholt, die ich dummerweise im Kino ausgelassen habe, eben wie "Winter Soldier", der natürlich grandios ist.

30.04.2019 11:05 Uhr schrieb Tom CodyAch herrje...das ist ja mal eine coole Parallele, die mir vorher noch gar nicht aufgefallen ist. Und das, obwohl ich mir diesen tollen Mark Rydell-Film vor 2 Wochen gerade erst mal wieder angeschaut habe!


"The Cowboys" von Rydell ist einfach wunderbar und ich schätze den schon sehr lange. Hat mich umso mehr umgehaut, dass Mangold den direkt in "Logan" als Referenz eingebaut hat, ist also nicht von mir. In der Motel-Szene kommt der im Fernseher und gerade das Ende ist ja schon fast ein Remake;-)

01.05.2019 19:22 Uhr - g-hot77
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Absolut zutreffende Rezi und gehe mit jedem der 10 Punkte konform. Schade eigentlich, dass du ein paar Streifen in diesem geilen Gesamt-Konstrukt von Marvel ausgelassen hast, solltest du vielleicht doch nochmal nach holen.

Die Frage "Was kommt jetzt?" finde ich ehrlich gesagt auch sehr Besorgnis erregend und hoffe dass die nächsten Phasen des kommenden MCU auch wieder ein schönes Zusammenspiel aus Eigenständigem und Gesamterzählungen sind...

02.05.2019 09:08 Uhr - TheRealAsh
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Danke, ich brauche absolut eine gesamterzählung, die idealerweise noch an das vorherige anknüpft und es erweitert

02.05.2019 10:11 Uhr - g-hot77
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02.05.2019 09:08 Uhr schrieb TheRealAsh
Danke, ich brauche absolut eine gesamterzählung, die idealerweise noch an das vorherige anknüpft und es erweitert


Genug Stoff gibt es ja zum Glück ;-)

08.05.2019 12:06 Uhr - Frank Drebin
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Sehr geile Rezension, habe den Film gestern gesehen!

Gruß, Frank

08.05.2019 14:11 Uhr - Norminator
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Saubere Arbeit, Ash! Du hast den Spagat zwischen informativ & unterhaltend wunderbar gemeistert - klasse!

Leider war/bin ich nicht so sehr angetan, wie viele Andere. Insgesamt war mir der Film summa summarum zu lang. Es gibt einige Szenen, die man sich hätte sparen können, die dem Ganzen aber etwas mehr Dynamik verliehen hätten. Das und die Tatsache, dass erst zum Schluss hin die Action richtig losgeht, machen den Film streckenweise zu langweilig. Auch was sie mit der Figur des Thor gemacht haben, gefiel mir nicht. Eine Zeit lang war es witzig, nachher nur noch aufgesetzt und übertrieben - finde das hat auch seinem Charakter etwas geschadet.

Dennoch immer noch ein guter Film mit einem epischen Ende; wo auch etwas passiert, womit selbst ich nicht gerechnet habe ;) Emotionen pur!

Dennoch wie gesagt ein herausragendes Review; Danke dafür!

08.05.2019 21:09 Uhr - TheRealAsh
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dank euch herzlich! :-)


11.05.2019 02:00 Uhr - Ismael
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30.04.2019 11:05 Uhr schrieb Tom Cody
Ach herrje...das ist ja mal eine coole Parallele, die mir vorher noch gar nicht aufgefallen ist. Und das, obwohl ich mir diesen tollen Mark Rydell-Film vor 2 Wochen gerade erst mal wieder angeschaut habe!


30.04.2019 21:05 Uhr schrieb TheRealAsh
"The Cowboys" von Rydell ist einfach wunderbar und ich schätze den schon sehr lange. Hat mich umso mehr umgehaut, dass Mangold den direkt in "Logan" als Referenz eingebaut hat, ist also nicht von mir. In der Motel-Szene kommt der im Fernseher und gerade das Ende ist ja schon fast ein Remake;-)


Ihr meint wohl eher den Western "Shane"?

11.05.2019 11:22 Uhr - TheRealAsh
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Der wird auch zitiert, jau

20.08.2019 02:46 Uhr - spobob13
1x
Also ich fände den Film auch prima, wenn damit nun endlich Schluß mit dem Marvel-Universum wäre. Da der Film leider alle Rekorde gebrochen hat, wird es ungefähr 1.5 Mio. weitere Fortsetzungen geben.

Intelligentes Kino oder historische Filme wie Brave Heart wird es auch von unabhängigen Studios weitergeben. Jedoch nur auf Sparflamme mit Mini Budget. Das ist bei intelligenten Filmen noch völlig in Ordnung, aber bei Filmen im Kaliber von Brave Heart eher antiproduktiv.

Ach was soll das Jammern. Wenn so viele Menschen ein tausendmal aufgewärmetes Käsefondue als das Non-Plus-Ultra erachten, dann bin ich halt geistig entartet, und schaue mir lieber große Filme von vor 10 oder 20 Jahren an, oder eben Klein Budget Filme, welche den Massengeschmack nicht so treffen.

Habe mittlerweilen auch meine Gläubigkeit zu der IMDB Wertung umgestellt. Da werten mittlerweilen so viele Idioten und Fanboys. Selbst Filme mit einer 5er Wertung werden von mir nicht mehr gefiltert. Im 8-9er Bereich sind dagegen viele Filme, denen ich persönlich eher eine 5er Wertung zugestehen würde.

Engame ist sicher kein schlechter Film , wenn man das Gehirn ausknipst und Popcorn frisst. Aber auf Dauer will mein Hirn auch noch irgendwann arbeiten.

09.09.2019 00:27 Uhr - TheRealAsh
User-Level von TheRealAsh 10
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.399
Danke für die Rückmeldung, klar ist das Popcorn-Kino, auch wenn ich im Kino kein Popcorn esse, aber nachdenken tu ich hier auch: ein wunderbarer Film über die Themen "Liebe" und "Tod", "Vergessen" und "Erinnern".

Falls du übrigens Hirnnahrung willst, empfehle ich dir die Filme von Bruno Dumont oder Carlos Reygadas, das ist definitiv kein Popcorn-Kino;-)

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