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CHOLLO
Level 8
XP 936
Eintrag: 02.05.2019

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Wolf Creek

Herstellungsland:Australien (2005)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,28 (87 Stimmen) Details
inhalt:
Kristy, Ben und Liz - drei junge Leute an der sonnigen Westküste Australiens. Mit vollen Rucksäcken, viel Enthusiasmus und einem halbwegs fahrtüchtigen Ford Kombi starten sie in den Urlaub ihres Lebens: drei Wochen Outback-Tour im Wolf Creek Nationalpark. Der beginnt mit Sommerhitze, Abenteuer und Romantik, bis eines abends das Auto nicht mehr anspringt. Die drei richten sich schon für eine dunkle Nacht ein, als Mick auftaucht. Der schrulllige Mann bietet an, sie mit seinem Truck abzuschleppen und am nächsten Tag ihr Auto zu reparieren. Doch bei Sonnenaufgang wird klar, dass Mick sie nicht gehen lassen will. Niemals wieder...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von chollo:

Zu Beginn des neuen Jahrtausends erlebte der Horror bzw. Terror Film eine Art Renaissance. Genrebeiträge der härteren Gangart wie die 2003 erschienenen "Wrong Turn" oder "Haus der 1000 Leichen" sowie weniger subtile Reanimationen wie das Remake zu "The Texas Chainsaw Massacre" waren an den Kinokassen ungemein erträglich. Vorbei war der Hype um dass erst ca. 8 Jahre zuvor durch Wes Craven's "Scream" wiedererweckte Slasher Genre. Die Schock erprobte Zuschauerschaft hatte Blut geleckt und es dürstete sie nach noch extremere Ware. Offensichtlich war dies der Zeitpunkt für Aussie Greg Mc'Lean seine Heimat mitsamt verkommenen Individuum an den Start zu bringen. Keine Minute zu Spät und mit dem richtigen Gespür für aktuelle Sehgewohnheiten könnte man sagen hat dieses aufstrebende Talent seinen Beitrag geleistet und ordentlich davon profitiert.

Neben dem kreieren einer Identifikations Figur in Anführungsstrichen ist der richtige Backround von ungemein wichtiger Bedeutung. Dafür musste sich der gebürtigen Australier Mc'Lean natürlich nicht weit aus dem Fenster lehnen und gräbt dafür praktisch in seinem eigenen Vorgarten. Was für "Wrong Turn" die Wälder und für "Haus der 1000 Leichen" ein ranziges Gehöft war ist für "Wolf Creek" und seinem kranken Individuum Mick Taylor eben das Outback. Und dieses bietet sich mit seiner Schönheit und Vielfältigkeit aber wiederum auch mit seiner furchteinflössenden Weite und Rohheit geradezu an. Es gibt wohl kaum einen zweiten Ort auf Erden der einen so faszinierenden und gleichwohl so beängstigenden Eindruck vermittelt. In Kombination mit oben erwähnten Sadisten ergibt sich daraus die Spielwiese für 1A Terrorkino.

Was Mc'Lean bei seinem großen Erstling intelligenterweise berücksichtigt ist den Ort des Geschehens zum eigentlichen Star seines Ensembles zu machen. Zwar macht Mick Taylor das Outback für unbedarfte Touries zur wahren Hölle, doch hat das Outback diesen Psychopathen erst erschaffen. Daran herrscht bei großen, zugegebenermaßen wunderschönen geratenen, aber auch ungemein trostlos wirkenden Panorama Aufnahmen dieser Ödnis nicht der geringste Zweifel. Natürlich kann man sich auch in Menschenmassen Einsam; Verlassen und Verloren fühlen, doch spürt man es im Angesicht dieser monströsen Landschaft beinahe physisch. Dieser Umstand überträgt sich ohne große Abstriche direkt über die Leinwand bzw. die Flimmerkiste an den geneigten Zuschauer was den Film mit einer ungeheuren Atmosphäre unterfüttert. Was dann noch folgt ist Mick Taylor, das Erzeugnis oder man möchte fast schon sagen die Ausgeburt dieser schonungslosen Natur. Ein Soziopath ersten Ranges dessen grauenhafte Taten stets mit sarkastischen Untertönen kommentiert werden.

 John Jarrat ("Mc'Leods Töchter") macht hier als das Böse in Person einen teuflisch guten Job. Ausgestattet mit der Physiognomie eines robust geratenen netten Onkels wirkt sein perverses Spiel umso verstörender. Schön zu sehen etwa als dieser mit seiner frisch gefangenen "Beute" am Lagerfeuer sitzt und ein schlecht formulierter Scherz eines der Opfer die Gesichtzüge des Täters entgleisen lässt. Ein Mimenspiel welches einem die Haare zu Berge stehen lässt. Jarrat als Mick Taylor lässt dann auf seinen Gesichtsausdruck am nächstem Morgen alsbald auch Taten folgen und verwandelt den gemütlichen Ausflug der Twens zu einem wahren Albtraum. Was leider etwas in den Schatten tritt ist die Figurenzeichnung/ das Spiel der übrigen Protagonisten. Eine dezent vorgetragene Annäherung zwischen Männlein und Weiblein wirken da ähnlich verkrampft und deplaziert wie einige selten dämlich geratenen Fluchtversuche. Nicht falsch verstehen, mit Nathan Phillips ("Tschernobyl Diaries" , ebenfalls sehr schön: "These Final Hours" ); Cassandra Magrath und Kestie Morassie haben wir es mit soliden Darstellern zu tun die keinesfalls störend wirken, doch haben sie gegen die beiden Hauptdarsteller nicht den Hauch einer Chance und wurden zudem wie bereits erwähnt in Sachen Charaktertiefe sträflich vernachlässigt. In den vorgebrachten Härten eilt "Wolf Creek" sein Ruf voraus und wird diesem objektiv betrachtet nicht wirklich gerecht. Natürlich bekommen wir hier die ein oder andere explizite Szene zu Gesicht ( schnipp/ schnapp- Finger ab), trotzdem zieht der Film seine Berechtigung für eine Erwachsenen Freigabe hauptsächlich aus dem bitterbösen Zynismus des hier vorgetragenen (Kopf am Stiel u.ä.). Dieser Kniff reicht aber aus um ihn auch zu einer Empfehlung für erfahrenes Genre Publikum zu machen. Es müssen nicht immer Liter von Blut oder Eimerweise Gekröse sein um zu erschrecken, hier und da etwas fehlende Empathie angereichert mit einer Prise Sarkasmus, fertig ist das Horror- Gericht.

Durch sein einmaliges Setting und einem erschreckend gut aufgelegten Hauptdarsteller katapultiert sich "Wolf Creek" in die Oberliga der Neo- Terrorwelle dieser (vergangenen) Tage und muss den Vergleich zu größeren und teureren Produktionen keinesfalls scheuen. Ein Film der auch heute noch zu begeistern und vor allem zu erschrecken weiß.

8/10
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Kommentare

02.05.2019 22:37 Uhr - Intofilms
2x
Volle Zustimmung, CHOLLO, das titelgebende Wolf Creek-Outback als Setting ist eigentlich viel erschreckender als der psychopathische Killer, der darin sein Unwesen treibt. Total unheimlich! (Auch im blutigeren Sequel ist das noch so.)
„These Final Hours“ finde ich übrigens „ebenfalls sehr schön“.
;D

03.05.2019 08:34 Uhr - The Machinist
2x
User-Level von The Machinist 6
Erfahrungspunkte von The Machinist 468
Von mir auch. Bitte noch eine Review von Teil 2.

03.05.2019 11:07 Uhr - CHOLLO
2x
User-Level von CHOLLO 8
Erfahrungspunkte von CHOLLO 936
Danke euch beiden :)
Teil 2 folgt!

05.05.2019 13:52 Uhr - FlipDeWip
User-Level von FlipDeWip 1
Erfahrungspunkte von FlipDeWip 8
Sehr schön und auch gut beschrieben. Ist nach wie vor einer meiner Lieblingsfilme 😉

05.05.2019 21:13 Uhr - CHOLLO
User-Level von CHOLLO 8
Erfahrungspunkte von CHOLLO 936
Danke dir :)

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