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The Machinist
Level 5
XP 372
Eintrag: 11.05.2019

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Master Z: The Ip Man Legacy

(Originaltitel: Zoeng Tin Zi)
Herstellungsland:Hongkong (2018)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Martial Arts
Alternativtitel:Cheung Tin-Chi
Ip Man Side Story: Cheung Tin-Chi
Master Z: Ip Man Legacy
Zhang Tian Zhi

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,67 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Nach seiner legendären Niederlage gegen Ip Man, hat sich Cheung Tin Chi (Max Zhang) dazu entschlossen, den Kampfsport aufzugeben und ein einfaches Leben mit seinem Sohn zu führen. Doch der Frieden währt nicht lange, denn schon bald gerät Tin Chi in Schwierigkeiten mit einer lokalen Triade. Nachdem die Gangster sein Haus niedergebrannt haben, kommt er mit seinem Sohn bei den Freunden in der Bar Street unter. Doch schon bald finden die Drogen den Weg in die Bars und fordern die ersten Menschenleben aus Tin Chis Freundeskreis ein. Tin Chi entscheidet sich gegen die skrupellosen Machenschaften der Triade zu kämpfen. Doch Drogenbaron Davidson (Dave Bautista) will sich seine Geschäfte nicht kaputtmachen lassen und schlägt zurück…
eine kritik von the machinist:

Während Fans weltweit auf Donnie Yen's vierten Kinoauftritt als Wing-Chun-Großmeister warten, beschert Kampfchoreograph Woo-Ping Yuen uns nun mit Master Z: The Ip Man Legacy ein weiteres Spin-Off der enorm erfolgreichen Ip Man-Reihe, welches kurz nach den Ereignissen des dritten Teils Platz nimmt. Und das ist - soviel sei gesagt - weitaus mehr, als bloßes Füllmaterial!

Nachdem er im Kampf gegen Ip Man (der hier nur in einer Rückblende zu sehen ist) eine Niederlage erlitt, kehrte Meister Cheung Tin Chi (Max Zhang) der Kampfkunst den Rücken und führt seitdem zusammen mit seinem kleinen Sohn ein einfaches Leben als Ladenbesitzer. Als Cheung Tin Chi jedoch eines Tages zwei junge Frauen vor der Gang des skrupellosen Gangsterbosses Kit (Kevin Cheng) rettet, ist ihm nicht nur der Verlobte beziehungsweise der Bruder der Mädchen Fu (Xing Yu) zu großem Dank verplichtet, der Zwischenfall ruft auch Hongkongs mächtigste Drogenbosse auf den Plan ...

Das Franchise - und insbesondere Wilson Yip's Original-Trilogie - hat wohl einen festen Platz im Herzen eines jeden Martial-Arts-Fans, was sich nicht nur aus dem virtuos gefilmten Geprügel der Kontrahenten und Donnie Yen's charismatischer Verkörperung der Titelfigur ergab, sondern auch dass man Ip Man abseits davon eben echt als guten Film bezeichnen konnte. Auch wenn die Handlung oftmals vorhersehbar war und in Sachen Dramaturgie manchmal etwas zu dick aufgetragen wurde, konnte der Inhalt mit ebenso vielen überzeugend gefühlvollen Momenten und einer spannenden Inszenierung aufwarten, welche tatsächlich nicht nur dazu dienten, die Zeit zum nächsten Action-Setpiece zu überbrücken.

Selbiges kann ich nun auch über Master Z behaupten, naja zum Großteil. Klar, die Geschichte rund um drogenhandelnde Verbrechersyndikate, mit einem von Selbstzweifeln geplagten Protagonisten in der Mitte mag sicherlich nichts Neues sein, die einprägsamen Charaktere, brauchbar geschriebenen Dialoge, als auch ganz dezent aufblitzende Comedy-Momente lassen jedoch durchscheinen, das es immerhin so etwas wie ein Drehbuch gegeben haben muss, was man nicht über jeden Martial-Arts-Film behaupten kann (Ich hatte ja vor geraumer Zeit mal Triple Threat reviewt). Das Theatralik und Pathos wieder sehr dick aufgetragen werden sollte man abhaben können, gehört für mich bei asiatischem Kino aber auch einfach dazu. Natürlich wird Master Z niemals einen erzählerischen Innovationspreis erhalten, das Herz hat er dafür aber jederzeit am rechten Fleck. 

Rein garnichts auszusetzen gibt es dafür am Cast. Während Max Zhang als ehrbarer Sympathiesant ein ums andere Mal den Tag rettet und dabei ein manchmal weises, manchmal verschmitztes Auftreten zum Besten gibt, wartet der Schurken-Kader mit echten Hochkarätern auf. Da hätten wir zum einen Michelle Yeoh (Tiger & Dragon), die die durch Drogengeld zur großen Unternehemerin aufgestiegene Kwan mit berechnender Unterkühltheit verkörpert, und lohnenderweise in einer der eindrucksvollsten Szenen des Films den Säbel schwingen darf. Als Haupt-Antagonist fungiert indes Muskelberg Dave Bautista (Guardians of the Galaxy), der im Vergleich zu Mike Tyson aus dem direkten Vorgänger einige wirklich starke Momente spendiert bekommt. Tony Jaa (Ong Bak) ist als undurchschaubarer Strippenzieher hinter dem Vorhang auch mit von der Partie - ganz kurz zumindest.

Als heimlicher Star des Films erweist sich zudem die als Schauplatz gewählte Bar-Meile der britischen Kronkolonie Hongkong in den späten 50ern, deren endlos-stöckige Häuser und neongrelle Leuchtreklamen nicht nur ein stimmungsvoller Hingucker sind, sondern - womit wir endlich dabei wären, weshalb ihr vermutlich diese Kritik lest - ebenfalls für akrobatische Turneinlagen und definitiv schwindelbefreite Nahkämpfe in luftigster Höhe Nutzen finden. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass jede der epochal in die Länge gezogenen Fighting-Montagen mittels dynamischer Kameraführung und krachend abgestimmter Soundeffekte äußerst kreativ anzusehen ist und somit ganz ohne Frage jeden Action-Fanatiker restlos befriedigen dürfte.

Das finale Aufeinandertreffen von Zhang und Bautista ist da keine Ausnahme (Ich glaube bei einem Fausthieb, hab ich Magensäfte schwappen hören) und bildet zusammen mit dem gen Ende gespielten Ip Man-Theme einen ziemlich grandiosen Ausklang für einen ziemlich grandiosen China-Klopper, der dazu noch ein ziemlich grandioses Spin-Off darstellt.   

Fazit: Ein erstklassiger Martial-Arts-Film, der nicht nur die Donnie Yen-Trilogie in allen Ehren hält, sondern es sogar schafft deren Klasse zu erreichen.

8/10
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Kommentare

12.05.2019 02:56 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 17
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 5.632
Definitiv ein Film nach meinem Geschmack, der durch dein Review angeregt wurde

12.05.2019 11:19 Uhr - Tom Cody
2x
DB-Helfer
User-Level von Tom Cody 20
Erfahrungspunkte von Tom Cody 8.246
Oh ja...sehr gute Kritik, die mich doch noch ein bisschen mehr neugierig macht.

Ich hatte mir nämlich vor ein paar Wochen erstmals die Original Ip Man-Trilogie angesehen und war doch, obwohl ich jetzt kein so großer Fan des klassischen Martial-Arts-Kinos bin, sehr positiv überrascht.
Im dritten Film hat mir insbesondere Max Zhang als...sagen wir mal "widerstrebender Bad Guy" und überraschend komplexe Nebenfigur gut gefallen. Um so erfreuter war ich, als ich las, dass dieser Film direkt daran anschließt.
Ob ich dafür jetzt noch ins Kino komme, weiß ich nicht genau, aber auf Disc wandert der Film 100%ig (auch ungesehen) bei mir ins Regal.

12.05.2019 12:43 Uhr - cecil b
1x
DB-Co-Admin
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Erfahrungspunkte von cecil b 5.901
Der Film lockt mich nicht, aber die Review ist überzeugend!!!

12.05.2019 14:29 Uhr - The Machinist
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Erfahrungspunkte von The Machinist 372
Vielen Dank!

@Ghostfacelooker: Schön zu hören, dass ich dein Interesse wecken konnte.

@Tom Cody: Ha, da hatte ich mit der Review ja genau das perfekte Timing. Ich war selbst ganz erstaunt, als ich gesehen habe, dass der bei uns in Würzburg im Kino läuft. War auch ganz gut besucht.
Deine Meinung würde mich jedenfalls interessieren.

@cecil b: Danke für dein Lob. Wer weiss, vielleicht krieg ich dich ja mit dem nächsten Monsterfilm.

12.05.2019 21:37 Uhr - cecil b
1x
DB-Co-Admin
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Erfahrungspunkte von cecil b 5.901
Monsterfilm? Mich? Ja, gut möglich. ;)

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