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RedArrow
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XP 63
Eintrag: 11.05.2019

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Peppermint - Angel of Vengeance

(Originaltitel: Peppermint)
Herstellungsland:USA (2018)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Krimi, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,18 (17 Stimmen) Details
inhalt:
Nach einem brutalen Überfall auf ihre Familie, bei dem ihr Mann und ihre Tochter ums Leben kommen, liegt Riley North (Jennifer Garner) im Koma. Aus diesem erwacht, muss sie feststellen, dass von Polizei und Justiz keinerlei Hilfe zu erwarten ist, sondern die Mörder stattdessen sogar gedeckt werden. Voller Wut, Schmerz und Verzweiflung beschließt Riley, die Gerechtigkeit in die eigene Hand zu nehmen. Fünf Jahre lang verschwindet sie von der Bildfläche und bereitet sich auf einen unaufhaltsamen Rachefeldzug vor – die einst gesetzestreue Bürgerin wird zur urbanen Guerillakämpferin, die im von Korruption und Kartell-Kriminalität zersetzten L.A. unerbittlich aufräumt. Unterwelt, Polizei und FBI ist sie immer einen Schritt voraus und serviert dabei ihre ganz persönliche Art der Vergeltung…
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von redarrow:

Ich weiß nicht, ob ich mit Pierre Morel noch starkes Actionkino assoziiere. Sein "Taken" von 2008 ist ein Geniestreich, ein wunderbar wuchtiges Stück Rachekino, kurz und kompakt. "From Paris with Love" und "The Gunman" waren beide durchwachsen und bei "Peppermint" wäre mehr möglich gewesen. Morel hat einen handwerklich soliden Film auf die Beine gestellt, mehr aber auch nicht.

Dabei ist die abgeschmackte Handlung von wegen "Ich werde Zeuge der Ermordung meiner Liebsten, tauche unter und kehre als Rächer zurück", nicht einmal das Problem. Nein, Morel scheitert daran, seinen Film aus der Masse heraus über das Mittelfeld zu platzieren. Alles kam mir bekannt vor und ich ertappte mich später beim Rekapitulieren des Gesehenen wie ich instinktiv bekannte Filmtitel den Bildern zuordnen wollte, obwohl dies doch ein neuer Film ist.

Während die Handlung zügig voran schreitet (kleine Anmerkung: "Peppermint" klagt aufgrund seiner auf anspruchslose Unterhaltung ausgerichteten Machart natürlich nicht die Lücken im US - Justizsystem an) sind die Actionszenen flüssig inszeniert aber nicht wirklich mit hoher Spannungsdichte gesegnet. Die Schießbuden - Gegner werden bei den Feuergefechten schnell, nahezu problemlos ausgeschaltet. Ausgedehnte Kämpfe gibt es nicht, sowieso wird kaum gekämpft, was ich eher suboptimal bewerte, da Jennifer Garner auf alle Fälle keine Fehlbesetzung darstellt und für die Rolle gut trainiert hat. Juan Pablo Raba mimt den bad guy Diego Garcia angenehm, ist aber kein erinnerungswürdiger Bösewicht. Involviert in die stärkste Szene des Films ist er dennoch: Wenn Riley (Garner) ihn zum Schluss vor versammelter Polizeimannschaft eiskalt exekutiert ist das politisch extrem unkorrekt hoch 10. Spontan kam mir da Charles Bronson in "10 To Midnight" in den Sinn. Dieses kurze Prozess machen passt einfach perfekt zum Genre. Kleiner Wermutstropfen allerdings, es ist die einzige Szene, in der Riley richtig bad ass rüberkommt. 

Die Szenerie ist nüchtern, erstaunlich nüchtern gehalten, die vielen Nachtaufnahmen erzeugen gewissermaßen einen leichten Eindruck von Farb- respektive Emotionslosigkeit. Man rattert Großteile der Handlung (Gerichtsanhörung etc.) nach Schema F schnell runter. Dazu gibt es das übliche Allerlei aus Übertreibungen, wie wenn eine ganze Straße in einem Armenviertel der Stadt, von Riley höchstpersönlich von aller Kriminalität befreit, den Angel of Vengeance deckt, dümmlich - unnötige Szenen, wie die zweite Begegnung Rileys mit einer gewissen Peg, eine lose Bekanntschaft aus der Zeit vor der Tragödie, lahmärschige Polizei, die den Ort des Zugriffs zum Ende hin selbstredend nur von einer Seite anfährt, klar, damit die Gangster in die andere, offene Richtung fliehen können und, wie sollte es anders sein, den Verräter mit Dienstmarke - Achtung, heftiger Spoiler!- es ist immer die Person, welcher man es nicht zutrauen würde.

Letztlich fühlt sich Morel´s aktuelles Werk wie eine Massenabfertigung am Fließband an. Der Franzose serviert im Grunde gar nichts neues von der Geschichtenfront garniert mit flachen Figuren und wenig Emotionen. Optisch gesehen würde ich "Colombiana" und "Death Sentence" diesen hier vorziehen, vom Acting und bezogen auf charakterliche Tiefe her ist "Die Fremde in Dir" ausgereifter und wer es stattdessen auf die härtere Tour mag, greift lieber zu "John Wick" oder zum schon genannten "96 Hours". Was bleibt sind 4,5 Punkte für den handwerklichen Aspekt und 1,5 für das Genre, macht insgesamt 6. 

6/10
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Kommentare

11.05.2019 21:50 Uhr - The Machinist
User-Level von The Machinist 5
Erfahrungspunkte von The Machinist 372
Gute Besprechung zu einem Film den ich immer noch nicht gesehen habe, aber höchstwahrscheinlich noch sehen werde - aus Prinzip halt.

PS.: Schon mal den vergleichbaren The Villainess von letztem Jahr gesehen? Der rockt nämlich amtlich!

12.05.2019 12:39 Uhr - RedArrow
1x
User-Level von RedArrow 2
Erfahrungspunkte von RedArrow 63
@The Machinist

Merci. Ja, den habe ich gleich nach Erscheinen gesichtet, ist also auch schon wieder einiges an Zeit vergangen. So aus der Erinnerung fand ich den ziemlich gut, besonders die Action, das haben die Asiaten einfach drauf, nur mein ich, den als etwas zu lang oder war es rührselig? befunden zu haben.

Wenn dir das Genre gefällt, schau dir "Peppermint" an. Verschwendete Lebenszeit ist der nicht, nur gibt es wie ich finde halt deutlich bessere Alternativen.

12.05.2019 14:15 Uhr - The Machinist
User-Level von The Machinist 5
Erfahrungspunkte von The Machinist 372
Ja, lang und rührselig ist der auch. Das mögen die Koreaner halt total.

Und wie gesagt, Peppermint wird bei Gelegenheit mal geschaut.

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