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Punisher77
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XP 3.059
Eintrag: 23.05.2019

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Kommando Leopard

Herstellungsland:Deutschland, Italien, Schweiz (1985)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Action, Krieg
Alternativtitel:Commando Leopard

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,67 (3 Stimmen) Details
inhalt:
Unter El Leopardo, dem legendären Guerilla-Führer des Landes, erhebt sich das Volk. Sein Gegenspieler, der Chef der Militär-Diktatur ist Silveira. Der Miliz-General, die "Graue Eminenz im Staat", arbeitet skrupellos mit der Taktik der verbrannten Erde gegen die Befreiungsbewegung. Doch El Leopardo und seine Rebellen lernen schnell sich gegen den Machtmissbrauch dieses Mannes zu wehren und schlagen erbarmungslos zurück. Um sich Luft zu schaffen, sprengen sie todesmutig Staudämme, Flughafen und Ölraffinerien des Regimes. Nach dieser actionreichen Vorbereitungszeit stellen sie das Militär zur entscheidenden Schlacht.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                                           KOMMANDO LEOPARD

Mit Geheimcode Wildgänse hatte der Schweizer Produzent Erwin C. Dietrich (1930-2018) einen Söldnerfilm in die Kinos gebracht, der mit einer internationalen Besetzung punkten konnte, deren Mitglieder zwar alle schon bessere Zeiten gesehen hatten, aber immer noch über genügend Strahlkraft verfügten, um so viele Leute in die Kinos zu locken, dass es für einen ähnlich gestrickten Nachfolger reichte. Kommando Leopard, so der Titel dieses Nachfolgers, war zwar kein direktes Sequel, wurde aber wieder von Antonio Margheriti (1930-2002 / Satan Der Rache, 1969) inszeniert und mit Lewis Collins, Klaus Kinski, Thomas Danneberg und Manfred Lehmann war eine Reihe von Geheimcode Wildgänse-Schauspielern wieder mit an Bord. Neuzugänge waren u.a. John Steiner (Mannaja – Das Beil Des Todes, 1977), Cristina Donadio (Gomorrha – Die Serie, 2016-2017) und Hans Leutenegger (Der Commander, 1988). Gedreht wurde Kommando Leopard in Venezuela und auf den Philippinen. Und auch während der Dreharbeiten zu diesem Film pflegte Klaus Kinski seinen Ruf als Enfant Terrible, indem er am Set öfter mal ausrastete, Journalisten abkanzelte und seine Kollegen so mied wie sie ihn.

In Kommando Leopard führt eine Gruppe von Freiheitskämpfern, angeführt von Enrice Carrasco (Lewis Collins), genannt „der Leopard“, einen Krieg gegen den Diktator eines nicht näher bezeichneten, lateinamerikanischen Landes. So sprengt man dem Tyrannen in schöner Regelmäßigkeit Brücken und Staudämme weg. Das will sich der Despot nicht länger bieten lassen und beauftragt Silveira (Klaus Kinski) mit der Jagd auf den „Leoparden“, bei der dieser vor nichts zurückschreckt …

Kommando Leopard ist im Gegensatz zu Geheimcode Wildgänse eigentlich kein Söldnerstreifen, da der „Leopard“ und seine Mitstreiter nicht für Geld, sondern für eine gute Sache kämpfen, und Silveira ein „Angestellter“ seines Dienstherrn ist. Wer aber jetzt erwartet, dass sich der Film tiefer gehend mit Themen wie Diktatur und der Unterdrückung des ärmeren Teils der Erdbevölkerung auseinandersetzt, wird hier definitiv enttäuscht, da es in Margheritis zweitem für Erwin C. Dietrich inszenierten Film vor allem um ein knalliges Männer-Actionabenteuer geht.

Und wer einen solchen Film erwartet, wird mit Kommando Leopard recht gut bedient, vorausgesetzt man hält sich eins vor Augen: Der Film ist eine Kooperation zwischen Deutschland, Italien und der Schweiz, inszeniert von einem italienischen Genrefilmregisseur, der nie wirklich große Budgets zur Verfügung hatte, was auch bei Kommando Leopard nicht der Fall gewesen sein dürfte, wenn man Szenen betrachtet, in denen überdeutlich als solche zu erkennende Modelle eingesetzt wurden. Wer also nach der Sichtung der im gleichen Jahr erschienenen Schwarzenegger - bzw. Stallone-Filme Phantom Kommando, bzw. Rambo II – Der Auftrag, die ebenfalls Action vor militärischem Hintergrund bieten, etwas ähnliches von Kommando Leopard erwartet, wird hier sein persönliches Waterloo erleben. Und auch Filmfans, die mit Geheimcode Wildgänse nichts anfangen konnten, sollten um diesen Film einen Riesenbogen machen.

Wer aber mit den Kriegs – und Söldnerfilmen des italienischen B-Movies und den Filmen von Antonio Margheriti im Besonderen etwas anfangen kann, kann hier ruhig ein Auge riskieren. Kommando Leopard legt bereits mit der Auftaktsequenz am Staudamm ordentlich vor und auch danach kommt im Grunde keine Langeweile auf, da in regelmäßigen Abständen geschossen und gekämpft wird und ständig etwas explodiert. Und auch wenn Antonio Margheriti kein Actionfilmregisseur vom Schlag eines John McTiernan (Stirb Langsam, 1988), Richard Donner (Lethal Weapon – Zwei Stahlharte Profis, 1987) oder Walter Hill (Nur 48 Stunden, 1982) war, hat er die zahlreichen Actionsequenzen ordentlich inszeniert. Was – neben den bereits nicht besonders gut getricksten Szenen mit Modelleinsätzen – allerdings ärgerlich ist, ist die Tatsache, dass Menschen, die von Schüssen getroffen werden, stets umfallen, ohne auch nur einen Tropfen Blut zu vergießen. Man sieht noch nicht einmal einen Treffer, was umso nerviger ist, wenn man sieht, wie die Kugeln z.B. in Mauern einschlagen und dabei kleine Steinchen durch die Gegend fliegen, aber nicht in der Lage sind, blutige Löcher in menschlichen Körpern zu hinterlassen … für Kunstblut scheint also kein Geld dagewesen zu sein und wer sich über den Blutmangel in dem 2014er Söldneractioner The Expendables 3 aufgeregt hat, sieht hier, wie man es noch schlechter macht. Aber trotzdem – Kommando Leopard bietet reichlich solide Action, die dadurch – in meinen Augen – nur minimal geschmälert wird. Zumal der Film – obwohl kein Kunstblut durch die Gegend spritzt – nicht gerade gewaltarm ist und auch die eine oder andere beklemmende Szene enthält, wie die Racheaktion an dem Dorf, das Carrasco und seinen Mitstreitern kurzfristig Unterschlupf gewährt hat.

Die Darsteller machen ihre Sache weitgehend gut. Keiner der Beteiligten hätte für seine darstellerische Leistung in Kommando Leopard einen Oscar verdient, aber das, was die Rolle vom jeweiligen Darsteller verlangt, wird auch erfüllt. So fällt die Rolle von Thomas Danneberg, den ich als Synchron – und Hörspielsprecher verehre, aber für einen eher mittelmäßigen Schauspieler halte, relativ klein und eher passiv aus, so dass er diese seinen Fähigkeiten entsprechend ausfüllen kann. Kuriosum am Rande: Da Danneberg Lewis Collins seine Stimme lieh, wurde er von Jean-Paul Belmondo-Sprecher und Schnodderdeutsch-König Rainer Brandt synchronisiert. Lewis Collins spielt souverän den Anführer der Guerilla-Kampftruppe und aufgrund seines natürlichen Charismas nimmt man ihm seine Rolle ebenso ab wie Klaus Kinski den Part des sadistischen Silveira, in dem er genügend Gelegenheit bekommt, die Menschenverachtung dieses Schurken unter Beweis zu stellen. John Steiner überzeugt in der Rolle des loyalen Sidekick Smithy und Cristina Donadio geht zwischen all den männlichen Darstellern nicht unter, sondern weiß sich zu behaupten. Die größte Überraschung des Films ist jedoch Manfred Lehmann in der Rolle des Pater Julio. Lehmann bringt in dieser Rolle die Würde mit, die viele Leute mit Kirchenmännern, die sich in Entwicklungsländern für die arme Bevölkerung einsetzen, verbinden. Und im Gegensatz zu dem von Michael James (P.O.W. - Die Vergeltung, 1986) gespielten Pater Miguel ist Lehmanns Julio kein verräterisches Weichei, sondern ein echter Kerl, der anziehend auf Frauen wirkt und einem Drink nicht abgeneigt ist. Von dieser Sorte Priester sollte es mehr geben! Außerdem überzeugt er in den Szenen mit Lewis Collins, in denen er sich nicht hinter dem britischen Hauptdarsteller verstecken muss – als Beispiel seien die Sequenzen erwähnt, in denen die beiden als als Priester getarnte Attentäter agieren. Es ist wirklich schade, dass Manfred Lehmann nicht zu einem deutschen Actionhelden aufgebaut wurde, da er in Erwin C. Dietrichs Filmen (Lehmann übernahm nach Kommando Leopard auch in eine Rolle in Der Commander, 1988) gezeigt hat, dass er das Zeug dazu gehabt hat.

Kommando Leopard ist kein Klassiker des Actionfilms und es gibt genügend Haare in der Suppe, die dem Fan gehobener Actionkost den Appetit auf selbige verderben dürfte, aber wer statt eines Sterne-Menüs auch gern mal filmisches (italienisches) Fast Food konsumiert, kommt hier auf seine Kosten.

6-7/10

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Kommentare

24.05.2019 13:26 Uhr - Nubret
2x
User-Level von Nubret 9
Erfahrungspunkte von Nubret 1.077
Den kann man sich schon anschauen. Bewertungsmäßig bin ich da ganz bei Dir.

Deine Besprechung ist, wie immer, einfach vorzüglich!

24.05.2019 18:20 Uhr - dicker Hund
2x
User-Level von dicker Hund 13
Erfahrungspunkte von dicker Hund 2.886
Deine Reviews sind jedenfalls Sternemenüs...

25.05.2019 03:39 Uhr - Punisher77
2x
DB-Helfer
User-Level von Punisher77 14
Erfahrungspunkte von Punisher77 3.059
Vielen Dank für Eure netten Rückmeldungen, Leute!

25.05.2019 14:42 Uhr - Tom Cody
1x
DB-Helfer
User-Level von Tom Cody 20
Erfahrungspunkte von Tom Cody 8.182
Yep, sehr gute Kritik.
Den Film hab ich damals sogar noch im Kino gesehen und fand ihn sogar einen Tacken besser als "Geheimcode Wildgänse".
Das echte "Waterloo" kam dann später mit "Der Commander". Herrjeh, war das eine Grütze. Man hatte auch das Gefühl, dass lediglich nicht verwendete Szenen aus "Wildgänse" hier verwendet wurden.
Danach war dann leider auch für Collins der Ofen aus.

25.05.2019 16:15 Uhr - Punisher77
1x
DB-Helfer
User-Level von Punisher77 14
Erfahrungspunkte von Punisher77 3.059
Danke, Tom.
Den "Commander" müsste ich mir noch mal anschauen, Sichtung ist zu lange her. Aber als besondes dolle hab ich den nicht in Erinnerung.

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