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sonyericssohn
Level 18
XP 6.004
Eintrag: 13.05.2019

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28 Days Later

Herstellungsland:Großbritannien (2002)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Drama, Science-Fiction, Thriller
Alternativtitel:28 Days Later...

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,70 (122 Stimmen) Details
inhalt:
Tag 1: Rasend schnell verbreitet sich der hoch infektiöse Virus aus einem Forschungslabor über die gesamte britische Insel. In Sekundenschnelle werden aus Menschen reißende Bestien.

28 Tage später: Jim (CILLIAN MURPHY) wacht in einem Londoner Krankenhaus aus dem Koma auf - in einen Alptraum. Die Stadt ist menschenleer, ganz England verwüstet, seine Einwohner dezimiert. Horden Infizierter werden zur allgegenwärtigen Bedrohung für die wenigen Überlebenden der Katastrophe. Hoffnung für Jim und drei weitere Nicht-Infizierte verspricht alleine ein Funkspruch einer kleinen Armee-Einheit, die im Norden Englands die Antwort auf die Infektion gefunden haben will. Zusammen machen sich Jim, Selina (NAOMIE HARRIS), Hannah (MEGAN BURNS) und Frank (BRENDAN GLEESON) auf die gefährliche Reise durch das verwüstete England. Doch sie ahnen nicht, dass ihnen der eigentliche Alptraum erst noch bevorsteht...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

London

Vermummte verschaffen sich Zutritt zu einem Labor der Universität um dort Affen, die dort als Versuchstiere gehalten werden, zu befreien und deren Haltung in Käfigen zu dokumentieren. Auf Monitoren laufen brutale Bilder gewalttätiger Auseinandersetzungen von randalierenden Demonstranten oder Hinrichtungen. Kurz bevor es den Eindringlingen gelingt einen der Tiere aus einem Käfig zu befreien versucht ein von Panik getriebener Wissenschaftler dies zu unterbinden. Plötzlich fällt eins der Tiere einen der Eindringlinge an und zerfleischt ihn…

Jim erwacht in einem Krankenhaus. Er ist allein. Kein Arzt, keine Besucher...nichts. Auf den Straßen der Stadt herrscht Ruhe. Keine Menschenseele ist unterwegs. Kein Auto fährt. Seine Rufe bleiben unbeantwortet. Plötzlich muss Jim um sein Leben rennen, denn mehrere Leute machen auf einmal Jagd auf ihn. Die Mordlust funkelt in ihren rot angelaufenen Augen. Zwei Personen eilen Jim zu Hilfe und die Story die er dann von ihnen zu hören bekommt klingt wie ein kranker Scherz…

28 DAYS LATER

Juuhuuuu, ein Zombiefilm !!! ...Kein Zombiefilm ? Wut ? Ja wie denn nun ? Regisseur Danny Boyle (Sunshine, 127 Hours) wirbelte das eingeschlafene Genre 2002 dann doch ein wenig durcheinander. Anders als gewohnt sind es hier keine verwesten Grabflüchter die gierig nach Gehirn sind, sondern ein Virus ist der Verursacher. Grob gesagt ein mutierter Tollwutvirus.

Cillian Murphy (Sunshine, Batman Begins) übernahm die Rolle des Fahrradkuriers Jim, der nach einem Unfall in die Klinik kam und jetzt aus dem Koma erwacht. Die anschließende Erkundungstour durch London könnte einsamer nicht sein. Er sammelt den Müll auf den Strassen ein und durchsucht ihn nach Nahrung. Als er sich dann einer geifernden Meute offensichtlich gewalttätiger Menschen gegenüber sieht ist Jim dann doch froh daß ihm zwei weitere Personen den Hintern retten…

…denn Selena (Naomie Harris; Skyfall, Rampage - Big meets Bigger) und ihr Begleiter Mark (Noah Huntley) schlagen sich ebenfalls mehr schlecht als recht durch. Sie haben mitbekommen was geschehen ist, da vor 28 Tagen. Die Stadt wurde überrannt von Bestien die einmal menschlich waren, Tod und Zerstörung waren die Folge und die wenigen Überlebenden sind auf der Flucht oder untergetaucht.

Tja, da tut man sich doch zusammen. Und nicht zögern wenn es darum geht seine Haut zu retten…

“Was ist mit der Regierung ?”

“Es gibt keine Regierung !”

“Natürlich gibt es eine Regierung... irgendwo…”

“Keine Regierung. Keine Polizei. Keine Armee. Kein Radio…”

Ohrenbetäubende Stille

Nachdem man im Intro miterleben durfte wie besagtes Virus unter die Menschheit kam, sind die folgenden Bilder trostlos und atemberaubend zugleich. Der Moment in dem Jim bar jeglicher Kleidung erwacht, erscheint wie der Teil der Schöpfungsgeschichte in der Adam allein im Paradies zu existieren hat. Leider ist der Garten Eden in diesem Fall mehr eine kalte Betonwüste…

Doch auch eine Eva lässt nicht lange auf sich warten. Doch Selena ist keinesfalls die eventuelle Verführerin die mit dem verbotenen Apfel lockt, sondern vielmehr eine knallharte Kämpferin wenn es um ihr eigenes Fortbestehen geht und Jim in die Geheimnisse der Vergangenheit einweiht, ihm lernt sich zu verteidigen. Als man dann Bekanntschaft mit dem Witwer Frank (die Ruhe in Person Brendan Gleeson; Braveheart, Edge of Tomorrow) und seiner Tochter Hannah (Megan Burns) macht und den aufgefangenen Durchsagen eines Militärpostens aufschnappt beginnt man sich selbst aus dem Paradies zu vertreiben…

“Verdammt, ich hab einen erwischt !!!”

“Na und ? Willst du jetzt eine Belohnung du Pussy ?”

Waffenstarrende Zuflucht

Mit dem Eintreffen an besagtem Stützpunkt wendet sich das Blatt und die Geschichte nimmt eine völlig andere Färbung an. Und hier besteht in meinen Augen ein gewisses Problem, weil die eigentliche Bedrohung durch die Infizierten fast komplett außen vor gelassen wird. Plötzlich sind es die Soldaten die den Part des Bösen einnehmen. Dabei wiegt man sich doch in Sicherheit. Das Militär ist schwer bewaffnet, das Areal rund um die Örtlichkeit gut gesichert. Und mit einmal soll alles anders sein ? Der Kommandierende Major West (herrlich schleimig und arrogant Christopher Ecclestone) der mit seiner höflichen Art so was wie Sicherheit vermitteln will…  Was jetzt klingt wie ein Minuspunkt, darf gerne zwischen den Zeilen lesen, denn gerade diese abrupte Wendung gibt dem Film zusätzlichen Schwung. Ab hier herrscht purer Egoismus, das Mittelalter schlägt unvermittelt zu (Sklaverei irgendwer ?) und ein wenig drittes Reich blinzelt ebenfalls durch. Überhaupt strotzt der Film nur so vor Symbolik und Seitenhieben auf die Gesellschaft. Wenn dann auch noch beim durchqueren der menschenleeren Landschaft Schuberts “Ave Maria” einer Beschwerde gleich aus den Lautsprechern schallt, bleibt einem dieser unangenehme Kloß im Hals stecken !

Lediglich die Kamera, welche augenscheinlich unter Schüttelfrost leidet, stört ab und an den Genuss am Bild. Richard Conways blutige Effekte, die des öfteren durch den Computer gejagt wurden, setzen dem ganzen die gorige Krone auf.  

Ein Film wie ein Vorschlaghammer. Roh, unangenehm, brutal und zynisch wie Pennywise in seinen besten Tagen. Aber auch schwer zugänglich und ein wenig sperrig, was aber an der Art der Erzählung liegt.

 

ses

8/10
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Kommentare

13.05.2019 16:31 Uhr - dicker Hund
2x
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Erfahrungspunkte von dicker Hund 2.739
Plastische Vorstellung einschließlich der wenigen, nachvollziehbar ausgeführten Negativpunkte. Ich mochte den sehr.

13.05.2019 17:55 Uhr - sonyericssohn
3x
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User-Level von sonyericssohn 18
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 6.004
Danke Hund !
Wie nachzulesen kommt dieser hier etwas "schlechter" bei mir weg, weil weniger zugänglich. Deswegen isser dem zweiten auch 1 (!) Punkt hinterher.

13.05.2019 21:14 Uhr - FrancisYorkMorgan
3x
User-Level von FrancisYorkMorgan 5
Erfahrungspunkte von FrancisYorkMorgan 343
Definitiv mein liebster Zombie-Film! Sehr eingängig besprochen. Dem Film verdanke ich vor allem die Band Godspeed You! Black Emporer - ganz fantastischer Post Rock. Die Szene in welcher Murphy durch das waghalsig abgesperrte und leer gefegte London läuft - und der Song "East Hastings" durch die Lautsprecher faucht - ist Platin. Der niedrig aufgelöste DV-Look spielt hier nur zu und schlägt den Nachfolger hinsichtlich Intimität, identifizierung und Verzweiflung um Längen.

13.05.2019 21:29 Uhr - sonyericssohn
1x
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Danke FYM.
Dafür fand ich dieses ausgeliefert sein und die Wuchtigkeit im zweiten gelungener. Dafür ist jener hier selbstverständlich ned schlechter ;-)

14.05.2019 09:40 Uhr - Dissection78
2x
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Super Review, sony! Nachvollziehbar, doch ich schließe mich da dem dicken Hund und Francis an. Mir gefällt Danny Boyles Film besser. Den hatte ich damals im Kino gesehen. Die Atmosphäre der Isolation inmitten des menschenleeren London, die Odyssee der Protagonisten in Englands Norden, in teils traumhaften Bildern eingefangen und mit einem tollen, minimalistischen Score untermalt, das liegt mir eher als der actionbetonte Zweitling. Das Zusammentreffen mit den dubiosen Militärs hat gar was von Romero. Der 'normale' Mensch ist mindestens so schlimm wie die Infizierten (okay, das zeigt auch "Weeks"). Der Kontrast zwischen der großstädtischen Betonwüste in der ersten Hälfte und der grünen Natur der vermeintlichen ländlichen Idylle in der zweiten Hälfte lässt bei mir ganz leichte Assoziationen zu "Das Leichenhaus der lebenden Toten" vom unlängst verstorbenen Jorge Grau aufkommen.

Wie gesagt, die Fortsetzung ist nicht schlecht. Doch mir persönlich zu 'amerikanisch', und was mich hier besonders störte war die Wackelkamera. Während einiger Szenen, im Zusammenspiel mit teils stroboskopartigen Beleuchtungseffekten sowie dem schnellen Schnitt, konnte ich aufgrund der unruhigen Bilder kaum etwas ausmachen. Klar, das ist ein Stilmittel, welches vermutlich voll und ganz bewusst Desorientierung, Verwirrung hervorrufen soll, doch mich persönlich bringt so etwas aus dem Konzept und dem Geschehen. Das habe ich vom ersten Teil SO negativ absolut nicht in Erinnerung. Das Heli-Rotor-Gemetzel ist dann wiederum beeindruckend. Beeindruckender jedenfalls als in dem im selben Jahr erschienenen Rodriguez-Streifen "Planet Terror", der ja eine ähnliche Sequenz beinhaltet ;)

Fazit:
"28 Days Later" bekommt von mir 8 - 9 Punkte, "28 Weeks Later" 6 - 7 (Tendenz zur 7). Ich habe beide Filme allerdings schon ewig nicht mehr gesehen. Da hier noch meine beide ollen DVDs stehen, werde ich in naher Zukunft meinen Erinnerungslücken den Garaus machen. Vielleicht morgen... oder in 28 Tagen? 🤔

14.05.2019 11:15 Uhr - sonyericssohn
1x
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User-Level von sonyericssohn 18
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 6.004
Hm, ich seh schon. Ich steh da ziemlich allein auf weiter Flur. Jetzt weiß ich wie sich Jim fühlen musste :-D

Danke Diss fürs schmökern.

14.05.2019 15:09 Uhr - Lukas
2x
Schön geschriebene Review, liest sich gut und spannend!
Inhaltlich kann ich mich 1:1 Dissections Meinung anschließen. ;-)

14.05.2019 15:15 Uhr - sonyericssohn
3x
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*heul*
Danke Lukas ! ;-)

16.05.2019 08:13 Uhr - TheMovieStar
1x
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Erfahrungspunkte von TheMovieStar 91
Auch ein Film den ich vor zig Jahren gesehen hatte, damals hat er mir gefallen. Ich habe die DVD noch OVP im Regal stehen, muss den mal wieder anschauen wenn es die Zeit zulässt. Klasse Review, deckungsgleich mit den Erinnerungen die ich an den Film habe.

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