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FrancisYorkMorgan
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XP 343
Eintrag: 14.05.2019

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Klassentreffen 1.0 - Die unglaubliche Reise der Silberrücken

(Originaltitel: Klassentreffen 1.0)
Herstellungsland:Deutschland (2018)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Komödie

Bewertung unserer Besucher:
Note: 3,80 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Mit achtzehn fühlten sich die Schulfreunde Nils, Thomas und Andreas noch unsterblich. Doch mit der Einladung zum 30-jährigen Klassentreffen bekommen sie schwarz auf weiß, wie schnell die Zeit vergeht. Ein willkommener Anlass noch einmal richtig auf die Piste zu gehen: Partys, Suff und Frauen! Soweit der Plan … Doch im Gepäck sind Alterszipperlein, gebrochene Herzen und die aufmüpfige Tochter von Thomas' großer Liebe: Die siebzehnjährige Lili nutzt jede Gelegenheit, der älteren Generation den Spiegel vorzuhalten! Mit viel Helium, diversen Pornstar Martinis und einer Rede auf Ecstasy versenken sie das Klassentreffen im Vollchaos. Und schon auf dem Rückweg wird ihnen klar, was im Leben wirklich wichtig ist: Familie, Freundschaft und Liebe!
eine kritik von francisyorkmorgan:

Willkommen in der Matrix...

Dieser Mumpitz ist unfassbar dämlich, hochnotpeinlich, konfus, unlustig, hässlich und flach wie nur irgendwie vorstellbar. Til Schweigers zwölfter Film ist so dermaßen weit weg von gutem Wetter und kaum zu begreifen - Wahnsinn! Schweiger schafft es noch immer - in nun absolut gruseliger Perfektion - seine blumig zusammengeträumten und völlig märchenhaften oder wahlweise frühpubertären Inhalte durch frequent-manipulative und viel zu laut untergejubelte Musik zu rechtfertigen. Sagenhafte 32 Titel umfasst der Soundtrack. Mehr ging wirklich nicht, um den wahren, stinkenden und hässlichen Kern des Films zu übertünchen. Schöne, sphärische Melodien und Trance-artige Lyrics überall - musikalisch glitzernder Feenstaub auf einem ziemlich straff dampfenden Haufen Köckerchen. Klassentreffen 1.0 ist ein zwei Stunden langes Musik-Medley mit unsympathischen und fehl intonierten Ansagen über alle endlichen Körperöffnungen und Beulen des Menschen - das hat es gebraucht in diesen dunklen Zeiten. Trash der schlimmsten Gattung. Schweigers Regie ist seit Jahren - wenig überraschend - ein eigens abgepaustes 'Malen nach Zahlen'-Gewichse und jedes seiner Werke ist ein dramaturgisch abgenuckelter und leer gesaugter Klon des vorherigen filmischen Verbrechens, was mit seinen ersten und ähnlich benommenen Gehversuchen auf dem Regiestuhl zumindest noch amüsant war. Wer hätte gedacht, dass sich Til Schweiger, in all den Jahren, keinen Mikrometer weiter entwickelt? Klassentreffen 1.0 - dieser Titel ist eine provokative und schmerzhafte Drohung, kein Zweifel. Lausige Postkartensprüche, schlimm und unsensibel vorgetragene Entschuldigungen, nicht haltbare Lebensweisheiten und unlösbare Selbstzweifel dominieren die ersten Minuten dieses ganz schrecklichen Traumas im Paralleluniversum Schweiger-World. Und es hört für 127 elendig peinliche Minuten nicht auf. Drei tumb entworfene Protagonisten (= des Lebens ungläubige und teils untenrum unrasierte Zauberwesen aus Schweigers lebenssüßlichen Kasperköpfchen) am Scheideweg westlicher und durchhängender Luxusprobleme, eine penetrante Analfixierung, prallste Hoden, lustigste Späße mit Hämorrhoiden und so'n Zeugs? Nein, Dankeschön.

Ein derart negatives und vernichtendes Echo verlangte nach einem aufmerksamen und gewillten Prüfstand meinerseits, und ich hatte wirklich Hoffnung auf richtig lautstarke 'bad taste'-Unterhaltung, denn Schweiger ist in der breit aufgestellten Landschaft aus Filmschauern und -kritikern mittlerweile nur noch ein bemitleidenswerter und ungerechtfertigt selbstsicherer Underdog und tut auch vor der Kamera so, als gäbe es nur seine eigens erschaffene Erektions-Matrix aus leuchtenden Liebesgeschwülzten, klimpernden Missverständnissen und banal kanalisierten Erlösungsmustern. Sinngemäß betrügt und belügt sich Schweiger etwa 120 Minuten selbst, was absolut nachvollziehbar ist. Was tun, wenn einem in künstlerischer Hinsicht niemand mehr zuhört? Das ist die Antwort. Der restliche, männliche Cast glänzt mit Schlaganfallartigen Overacting und die zu samtigen Objekten degradierten Frauen der Stunde tun mir durchweg leid. Na, hoffentlich hat das Geld gestimmt. Wie ein jeder schlimmer Tag, hört auch der Film Tatsächlichkeitsresistenz 1.0 irgendwann wieder auf. Doch die Erinnerung daran wird bleiben, genau wie der nicht zu Ende gedachte Einsatz einer elektronischen Stichsäge, als sich ein paar unappetitlich angeschwollene Hoden in einer Saunabank 'verfangen'. Konsequent formvollendeter Mist.

"Bereits eine Woche nach dem Kinostart wurde bekannt, dass der Film der Beginn einer Trilogie sein wird. Der Kinostart für Klassentreffen 2.0 ist für den 3. Oktober 2019 vorgesehen, während der dritte Teil am 24. September 2020 in den Kinos zu sehen sein soll." - Quelle: Wikipedia/filmstarts.de

Schweigers ganz eigene und missinterpretierte Variation einer Matrix-Trilogie-Metapher steht also schon auf vermeintlich dünnen, inkontinenten und traurig dreinblickenden Beinchen. Vielleicht gibt Schweigers Filmfigur Thomas den opferbereiten Neo am Ende dieses ranzigen Desasters.

1/10
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Kommentare

14.05.2019 21:39 Uhr - sonyericssohn
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Was ist die Matrix ?
Jedenfalls bessere Streifen als wohl jenes "Werk" hier...
Nix für mich, aber für den Eimer in der Ecke.

14.05.2019 21:58 Uhr - cecil b
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Hat mir viel Spaß gemacht, diesen gewitzt formulierten, wütenden und argumentativ durchaus aussagekräftigen Verriss zu lesen!

14.05.2019 22:52 Uhr - Fulgento
Wirklich wunderbar formuliert. Musste mir diese filmische Bulimie auch mit nem filmbegeisterten Freund antun. Na warte.... das wird der mir mit Inside büßen!!!! 😁😁😁😁😁
Freut mich für Herrn S., dass sein "American Honey" (wisst, was ich mein) auch hier keiner sehen will! 😃😃😃😃😃

15.05.2019 15:15 Uhr - Lukas
Eieiei, da hat ja jemand ein veritables Schweiger-Trauma. :-D Unabhängig von den Qualitäten der einzelnen Filme muss man Schweiger zumindest attestieren, dass er sowohl als Schauspieler als auch Regisseur über Jahrzehnte hinweg so erfolgreich wie nur wenig andere Deutsche im Business war.
Meinen persönlichen Geschmack trifft er dabei wenig überraschend auch nicht, aber dass der vorliegende Film wirklich so unendlich schlecht ist, dass er nur einen Punkt verdient, wage ich zumindest leicht zu bezweifeln; mind. 1,5 Punkte wären da schon drin gewesen. ;-) Aber natürlich lustig zu lesende Kritik.

15.05.2019 15:39 Uhr - Mr.Tourette
2x
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14.05.2019 21:58 Uhr schrieb cecil b


Hat mir viel Spaß gemacht, diesen gewitzt formulierten, wütenden und argumentativ durchaus aussagekräftigen Verriss zu lesen!


Oh ja! :D
Scheinbar verdient irgendwer mit den Schweiger Machwerken noch immer Geld, sonst ist das Ganze ja nicht erklärbar.

15.05.2019 16:24 Uhr - FrancisYorkMorgan
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Wenn ich hier könnte, würde der Film sogar Null Punkte von mir bekommen, Lukas ;-)

15.05.2019 16:28 Uhr - Fulgento
2x
....das wäre aber immer noch überaus großzügig.....

😁😁😁😁

15.05.2019 19:01 Uhr - The Machinist
1x
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Ja, hatte ich Spaß bei.
Also, bei der Review, nicht dem Film. Den habe ich glücklicherweise nicht geschaut und werde ich sicherlich auch niemals.
Und wenn man dann noch bedenkt, dass der erste Matrix am besten ist ... ohje.

15.05.2019 23:10 Uhr - Clemens
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Ich schließe mich cecil b an:
Trotz der heftigen Abneigung gegen den Film eine interessant zu lesende, beinahe schon wissenschaftliche Kritik! Hut ab!
Ich habe dieses Machwerk bislang noch nicht vor die Sehorgane bekommen - und werde dies (hoffentlich) auch nie. Zu Herrn Schweiger sollte alles gesagt sein...

Nochmals: Alle Achtung!

17.05.2019 01:13 Uhr - cecil b
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15.05.2019 16:24 Uhr schrieb FrancisYorkMorgan
Wenn ich hier könnte, würde der Film sogar Null Punkte von mir bekommen, Lukas ;-)


Kannst du manuell einfügen ;) : Dann schreibst du einfach unter deine Review zum Beispiel: Von mir gibt es null Punkte, oder -10, oder so. Ich schreibe so manchmal solche Wertungen: 8,5.

17.05.2019 08:55 Uhr - Draven273
2x
Hahahahahahaha.... ja steinigt mich, den habe ich dank Flatratekarte im Kino gesehen. Und ja, ich mag den Schweiger zwischendurch durchaus auch mal gerne, ist nicht alles so schlecht. Aber bei diesem hier habe selbst ich unruhig im Kinosessel gesessen und gedacht....ach du Scheiße....
Was auch immer den Herrn Schweiger dazu geritten hat, so ein Machwerk an das Tageslicht zu bringen....die Drogen müssen verdammt gut gewesen sein. Man ist der schlecht, also wirklich schlecht. Und wenn ich mir dann noch vorstelle, dass da ein Herr Möller angeflogen kommt, um sich für so eine Scheiße für ein paar Minuten herzugeben.... da fällt mir gar nichts mehr zu ein. :)
Klasse Review und vor allem echt toll zu lesen. Vielen Dank dafür

17.05.2019 11:04 Uhr - Mr.Tourette
2x
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17.05.2019 08:55 Uhr schrieb Draven273
Hahahahahahaha.... ja steinigt mich, den habe ich dank Flatratekarte im Kino gesehen.


Ich bin mittlerweile in einem Alter, wo ich nichtmal für eine montetäre Aufwandsentschädigung ein Schweiger Werk sehen wollen würde! Schade um die Zeit, aber Hut ab sich das zu geben. ;)

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