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Ghostfacelooker
Level 17
XP 5.278
Eintrag: 19.05.2019

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Remember - Vergiss nicht, dich zu erinnern

(Originaltitel: Remember)
Herstellungsland:Kanada, Deutschland (2015)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Drama, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
REMEMBER erzählt die Geschichte von Zev, der im Altersheim von seinem Freund und Mitbewohner Max eine erschütternde Nachricht erhält. Der KZ-Aufseher, der vor mehr als 70 Jahren ihre Familien ermordet hat, hält sich immer noch unter einer anderen Identität versteckt. Der demente Zev kann sich nur noch mit Mühe an seine eigene Vergangenheit erinnern. Mit Hilfe eines Briefes von Max, in dem ausführliche Anweisungen stehen, soll er den Schuldigen finden und durch seine eigene Hand endlich Gerechtigkeit üben. Eile ist geboten, denn ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit - den Tätern von damals und den überlebenden Opfern. Obwohl es dem alten Mann viel Kraft kostet, bricht Zev zu seiner Mission auf. Es wird eine bewegende Reise in eine düstere Vergangenheit auf der Suche nach Wahrheit und Vergeltung.
eine kritik von ghostfacelooker:

Martin Landau, daß frühere Chamäleon der Serie Kobra, übernehmen Sie, respektive Mission Impossible, spielt hier auf seine alten Tage einen Rentner namens Max, der als einer der wenigen Überlebenden des Ausschwitz-Konzentrationslagers, noch an Gerechtigkeit glaubt, und daß man die damaligen Verantwortlichen auch heute noch zur Rechenschaft ziehen kann.

Um seinen Plan in die Tat umzusetzen, bittet er seinen alten Freund Zev, sein Versprechen einzulösen und einen der Kommandanten des Lagers aufzuspüren und seiner gerechten Strafe zuzuführen.

Ein etwas zweifelhaftes Unterfangen, da Zev, von zeitweise starker Demenz befallen ist. An sein Versprechen gebunden macht sich Zev, mit einem Brief und Geld von Max im Gepäck auf die Reise.

Christopher Plummer, spielt hier überzeugend eindringlich, die Rolle des Zev, der auf seine alten Tage, immer mal wieder in damalig längst vergangene Erinnerungen zurückfällt und sich, so auch stellenweise selbst die Aufgabe schwer macht, die man eigentlich für einen Mann seines Alters sowieso als kaum lösbar erachten dürfte.

Der für seinen nicht immer kathartisch und avantgardistischen Filmstil von Kritikern gelobte und gebürtige ägyptische Regisseur, Atom Egoyan, versteht es perfekt, diese fast schon an ein Kammerspiel erinnernde Geschichte, mit leisen Tönen zu erzählen, die dem Thema angemessen scheinen.

Insofern spielt er hier mit dem Versuch der inneren Katharsis, also Reinigung der Protagonisten auf beiden Seiten, also der Schuldbefreiung und der Schuldsühnung eine subtile Rolle.

Wenngleich, - aber dies muß jeder mit seinem eigenen Innersten vereinbaren, ich mich als deutscher Zuschauer mit Migrationshintergrund, nicht mit jenem Genuß der Reinigung die im Vergessen und Verdrängen oder schlimmer noch in der Rechtfertigung zu finden wäre, zwangsläufig gesegnet, sondern dem gerechtfertigtem Motiv der Tat verbunden fühle, eben jenem der Strafe des Schuldigen egal welchen Alters basierend auf dessen Handlung.

Besonders die amerikanisiert, verblendete Denkweise an den zweiten Weltkrieg und die zum Teil noch heute in einigen Köpfen bestehende Leugnung des Holocaust und somit der gleichsamen Glorifizierung jener abscheulichen Zeit, wird meiner Meinung nach gut im Zwiegespräch zwischen Zev und dem Nachkommen jenes vermeintlichen Kommandanten sichtbar, der mit einer facettenreichen Bandbreite an Emotionen von Dean Norris (The Dome) dargestellt wird.

Somit sieht man die beiden Seiten der selben schrecklichen Medaille, die einerseits von Zev´s tragischer Vergangenheit und John´s von der Erinnerung an seinem Vater und dessen verwaschenen und verzerrt dargestellten Erzählungen glorifiziert, hochgehalten und aus seiner Sicht somit von Zev in den Schmutz gezogen wurden, als dieser die Wahrheit erkennt.

Die folgenden eindringlichen Momente, sind ebenso eine Flut an Emotionen, die man dem Zuschauer mit Zev zusammen zu erleben aufbürdet und machen seine Handlungen, wenngleich man auch ein wenig über die subtile Präzision erstaunt sein könnte, umso nachvollziehbarer.

Zweifellos trägt Plummer den Film mit seiner Darbietung des zerbrechlich verwirrten, jedoch zielstrebigen Mannes und man schmunzelt nicht schlecht, als man Jürgen Prochnow gealtert zu Gesicht bekommt. Hierbei sei noch erwähnt, daß man Bruno Ganz „leider“ einmal mehr in die Rolle eines Nazis steckte, obwohl er filmisch mehr zu leisten im Stande war.

Das, nach allen Widrigkeiten die Zev im Laufe der Handlung überstanden hat, doch überraschend und sehr unvorhersehbares Ende, krempelt alle Gedanken die man bis dahin hatte nochmals komplett über den Haufen und läßt den sich bis dahin fast dahinplätschernden Plot, fast zu einem kleinen Feuerwerk werden.

Ein kleines Unikat, daß eine dunkle Zeitgeschichte unseres Landes und die nachhallenden Fehler, die bis heute in einigen Köpfen herrschen behandelt und eine Magen schwingend erschreckende Moral bereithält; nämlich die daß das Böse vielerlei Gesichter zu tragen versteht und niemals wirklich zu existieren aufhört.

 

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