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Samurai Cop

Herstellungsland:USA (1989)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Action, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,16 (19 Stimmen) Details
inhalt:
Die Katana-Gang kontrolliert alle Arten des Verbrechens im Little Tokyo-District von Downtown Los Angeles. Unter der Führung ihres Bosses Fujiyama und mit der brutalen Gewalt ihre Vice-Bosses Yamashita werden alle feindlichen Gangs erbarmungslos ausgeschaltet. Auch in den eigenen Reihen gibt es keine Gnade - Verrat und Versagen sind tödlich. Deshalb gelingt es der Polizei nicht, den raffinierten Verbrechern etwas nachzuweisen. Doch dann holt Officer Frank seinen Freund Joe Marshal, den Samurai Cop, zu Hilfe. Er wurde in Japan in allen kriegerischen Kampfarten ausgebildet. Es kommt zu gnadenlosen Kämpfen zwischen dem Samurai-Cop und der Katana-Gang...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von das-marten:

Die Frage, wer in Samurai Cop aus dem Jahr 1991 die beste darstellerische Leistung zeigt, ist sehr schnell beantwortet: Die Perücke von Hauptdarsteller Mathew Karedas!

Der Bulle Frank Washington holt grad den Samurai-Cop Joe Marshall ab, vom Flughafen, Bahnhof oder Bordell…keine Ahnung. Dieser soll ihm dabei helfen, den pöhsen Gangsterboss Fuyijama auszuschalten.

DER SAMURAI COP alias Joe Marshall, gespielt von Mathew Karedas, ist wohl einer der schlechtesten Schauspieler im Universum, selbst ein Stephen Hawking hatte zu Lebzeiten mehr Mimiken und Gestiken drauf als Karedas. Seine Rolle ist dadurch gekennzeichnet, dass er so ziemlich jede Schnitte im Film flachlegt und nebenbei noch die Katanas ausschaltet. Katana ist die kriminelle Organisation gegen die unsere „Helden“ ankämpfen, oder wie es im Film gesagt wird: „Katana steht für Japanisches Schwert“(!). Er selbst ist ein muskelbepackter Einzeller, der durch seine lange Haarpracht auffällt, mit der er wohl Vorzeigestripper bei den Chippendales geworden wäre, zumindest in den 80ern, als diese Frisuren noch hip waren. Sein Buddy ist Frank Washington, gespielt von Mark Frazer; Ein schießwütiger Bulle, der durch sein debiles Grinsen auffällt.

Die Schauspieler waren wohl selbst alle zu blöd um zu merken, in was für eine Gurke von Film sie sich da reinmanövriert haben. Höhepunkt sind die Konversationen der Protagonisten untereinander, die der Drehbuchautor wohl unter Koks- und Alkoholeinfluss eingesungen hat, bestes Beispiel, in dem der Samurai Cop mit einer blonden Ärztin flirtet:

 

Blonde Tussi: „Gefällt Dir was du siehst?“

Samurai Cop: „Oh, das wäre eine glatte Untertreibung!“

Tussi: „Möchtest Du gerne anfassen was Du siehst?“

Cop: „Jaaa, das ist ein gute Idee!“

Tussi: „Möchtest Du mit mir ausgehen?“

Cop: „Datum, Uhrzeit, Ort!“

Tussi: „Möchtest Du mit mir schlafen?“

Cop: „Bingo!“

Tussi: „Dann lass mal sehen was Du zu bieten hast!“, offenbar greift sie ihn nun in den Schritt, „Kein Interesse, das ist nicht genug!“

Cop: „Nicht genug? Was genau würde Dich denn interessieren, etwas in der Größe eines Jumbo-Jets?“

Tussi: „Bist Du beschnitten?“

Cop: „Allerdings, wieso?“

Tussi: „Es scheint so, als hätte dein Arzt ein bisschen zu viel weggeschnippelt.“

 

Alles klar?! Weiter geht’s!

Die Frauen fallen dadurch auf, dass sie allesamt ihre Möpse in die Kamera hängen und dem Feminismus um Alice Schwarzer durch ihre geistige Inkontinenz einen Bärendienst erweisen. Sie sind entweder Schlampen, die durchweg mit dem Samurai Cop vögeln wollen, oder Schlampen, die nachdem sie jemanden abgeballert haben den Samurai Cop vögeln wollen. Wir halten fest, wirklich jede Frau will den Samurai-Cop vögeln, oder er will sie vögeln, bis auf die böse Schnitte, aber die vögelt mit Yamashita, dem bösen Helfer vom noch böseren Boss Fuyijama, der übrigens auch eine vögeln will, die dann aber vom Samurai Cop gevögelt wird. Wo wir wieder dabei sind, dass der Samurai Cop alle flachlegt, der Hengst. Aber er hat’s auch drauf, oder besser gesagt: seine Perücke.

DIE PERÜCKE ist einer der Hauptgegenstände des Films und ganz ehrlich, was Lothar Matthäus für 17jährige Mädels ist, ist die Perücke für diesen Film. Aber wichtig wäre auch zu wissen, warum er in einigen Szenen eine Perücke trägt, dann wiederum nicht. Nachdem die eigentlichen Dreharbeiten beendet waren, hat sich Karedas seine lange Mähne abscheren lassen, dumm nur, dass noch einige Szenen nachgedreht werden mussten. Also gabs einen fetten Flohzirkus auf die Fontanelle. Und ja, die Perücke ist so bombastisch auffallend, dass man jederzeit erkennt, wann es sich um eine nachgedrehte Szene handelt.

DIE SCHLECHTESTE TODESSZENE ALLER ZEITEN ist, man mag es kaum glauben, im Film Samurai-Cop zu verzeichnen. Ein fetter Afro-Phillipino-Irgendwas-Bösling ist grad im Schussgefecht mit unseren beiden Cops, versteckt sich dabei immer hinter viel zu dünnen Bäumen, sodass zuerst seine Plautze und bald danach er komplett im Schussfeld steht. Der Buddy vom Samurai-Cop knallt ihn schließlich ab, aber wenn ihr jetzt denkt der fällt gleich um – weit gefehlt! Er taumelt etwas rum, kriegt den zweiten Schuss ab und bekommt dann wohl noch mal die Anweisung vom Regisseur, dass er immer noch nicht umfallen soll. Also schießt der Bulle noch mal auf ihn, nun geht er langsam zu Boden, wenn ich sage langsam, meine ich auch langsam, er geht so zu Boden, wie ich zu Bett gehe – sanft, gemütlich und weich.

Nun mögen sich einige fragen, wieso eine so hohe Bewertung? Weil der Film allerfeinster Trash ist. Samurai Cop versucht dilettantisch die Actionfilme der 80er zu kopieren. Da ist zum Beispiel der cholerische Polizeichef, der durchweg am Brüllen ist. Der Samurai-Cop hat seinen schwarzen Buddy, der wohl mal Eddie Murphy in seiner Mittagspause den Kaffee reichen durfte. Die Weiber sind durchweg sexgeile Schlampen, die tatsächlich noch blöder als die muskelbepackten Kerle sind…und die sind schon blöd. Die Bösewichte versuchen so eiskalt wie möglich zu sein, wirken aber wie Witzfiguren, weil sie sich ihre Rollen selbst nicht abkaufen können. Ganze 26 Jahre nach Samurai Cop, wurde er sogar mit einer Fortsetzung geadelt, auch aufgrund der einzelnen kultigen Trash-Szenen, die man auf Youtube genießen kann.

Robert Z’Dar, der Maniac Cop, spielt übrigens auch mit. Ich kann es mir nur so erklären, dass er eine Wette mit Regisseur Amir Shervan verloren hat. Muss jedenfalls eine ziemlich perverse Wette gewesen sein, denn das ist nicht der einzige Film von Shervan, in dem Z’Dar mitspielte. Hinzu kommt, dass das deutsche Cover von Samurai Cop fast identisch mit dem Cover von Maniac Cop 3 ist, beide Filme haben aber bis auf Robert Z’Dar rein gar nichts miteinander zu tun.

9/10
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Kommentare

22.05.2019 16:57 Uhr - wuv03
3x
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Erfahrungspunkte von wuv03 61
"selbst ein Stephen Hawking hatte zu Lebzeiten mehr Mimiken und Gestiken drauf als Karedas."

Musste mehr als einmal herzlich lachen. Danke für diese wunderbar amüsante Besprechung. :D

22.05.2019 17:16 Uhr - Onkel Lung
3x
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Erfahrungspunkte von Onkel Lung 7
Ach ja...der "Samurai Cop".
Habe den vor fast 16 Jahren mal ausgeliehen, um mich auf eine trashige Weise unterhalten zu lassen, aber wurde eines besseren belehrt. Der Film ist nicht nur unfreiwillig komisch, er ist auch unfreiwillig anstrengend. Ein Glück, dass der bei SchleFaz gekürzt lief, damit wurde dem Zuschauer einiges an Schwachsinn erspart. Ansonsten eine gute Review von DAS-MARTEN!

22.05.2019 20:10 Uhr - TheRealAsh
1x
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Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.350
Sehr schön geschriebenXD Hab den vor langem Mal gesehen mit Freunden und das war echt unglaublich, nicht nur die Perücke, sondern auch der Darsteller selbst, wie überhaupt der ganze Film. Eine 9 wäre mir zwar viel zu viel, tendiere aus der Erinnerung eher gegen 2, aber auf der nach oben offenen Trashskala verdient er es allemal, da hast du recht;-)

22.05.2019 21:01 Uhr - cecil b
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Da stimme ich zu, ein echter Klassiker des guten schlechten Films, eine spaßige Review!

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