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sonyericssohn
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Eintrag: 25.05.2019

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Framed

Herstellungsland:Spanien (2017)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,86 (7 Stimmen) Details
inhalt:
Das Internet ist Fluch und Segen zugleich: Es verbindet mit seinen Social Media Plattformen unzählige Menschen und stillt so auch deren Gier nach Sensation und Blut: Eigentlich wollte Alex nur eine kleine Party mit seinen Freunden feiern, als jedoch drei maskierte Männer in ihr Haus eindringen, bricht die Hölle über sie herein. Die Männer beginnen eine gnadenlose Jagd auf die Freunde, nur um einen nach dem anderen brutal zu foltern! Und das alles wird natürlich live im Internet gestreamt...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Álex ist so gut wie auf dem Sprung. In Berlin ruft neue Arbeit und eine neues Existenz. Zum Abschied will er zu seinen besten Freunden um dort noch ausgiebig zu feiern. Widerwillig nimmt er seine kleine Schwester Claudia mit, die es leider nur selten schafft ihr geliebtes Smartphone zur Seite zu legen. Am Haus der Freunde angekommen werden sie Opfer eines Überfalls der aber misslingt, denn Täter sind gerade diese Friends die alles tun um im Internet Likes zu erhalten. Denn eine neue App ermöglicht es Personen alles was sie tun live im Internet abzubilden. Dies ruft natürlich auch Subjekte auf den Plan die keinesfalls nur lustige Dinge hochladen. Denn die 3 Leute die sich jetzt Zutritt ins Haus der Freunde verschaffen haben was ganz anderes vor…

FRAMED

Facebook, Instagram, Twitter  und was der Geier noch alles sind heutzutage die Werkzeuge der tonlosen Kommunikation. Manchmal ganz okay, manchmal völlig daneben und nervtötend. Doch was sich da Regisseur Marc Martinez Jórdan mit diesem Film zum Thema geleistet hat, lässt WikiLeaks ganz schön dumm aus der Wäsche schauen (teilweise zumindest).

Álex (Joe Manjón) weiß nicht ob er seine Schwester Claudia (Clàudia Pons) in den Arm nehmen oder vor vollendete Tatsachen stellen soll. Der Job der ihn dort in Berlin erwartet, ist sein größter Traum auf den er lange hingearbeitet hat. Doch Claudia hängt so sehr an ihm daß er Zweifel bekommt ob er das richtige tut. Um noch ein paar Punkte bei ihr zu erhalten nimmt er sie zu dieser Abschiedsparty seiner Clique mit, um es zusammen noch einmal krachen zu lassen.

Javi (Enric Auquer) und Sara (Lidia Casanova) sind beide totale Freaks in Sachen Internet und hauen die Geschwister erstmal so richtig...dumm in die Pfanne. Und dabei hat Tomás (Biel Montoro), der jüngste der Gruppe, doch schon seine Zweifel angemerkt was den tollen Plan angeht. Später stoßen noch Bea (Júlia Molins) und Maurice (Daniel Horvath) dazu und komplettieren den Kreis der Freunde...auch wenn Maurice mit seiner französischen Herkunft für Hohn und Spott auf Seite der anderen sorgt. Ein wenig schaukelt man sich dann hoch, was wohl dem Alkoholgenuss geschuldet ist und der harmonische Abend droht zu kippen. Darum knallt Javi sich aufs Sofa vor den Fernseher und startet den Kanal Framed…

"Wir wollen nur etwas Spaß haben."

Mein lieber Herr Gesangsverein !!! Wie soll ich hier anfangen ? Wenn man mich jetzt fragen würde welche Überschrift dieser Film von mir bekommen sollte dann wäre es: Bestialisch !

Ich muss zugeben daß ich doch ein wenig schockiert war dessen was da vor dem Auge des Zuschauers (also ich) abläuft. Es klingt ein bisschen nach Home Invasion. Ist auch so. Es dringen Personen in eine Wohnung ein und terrorisieren die Bewohner. Die Story selbst könnte wie immer kaum dünner sein. Ist man ja gewohnt. Nur in dieser extremen Art äußerst selten ! Bis man an die Charaktere gewohnt ist dauert es bekanntlich nie wirklich lange. Allesamt sind wahre Internetjunkies und süchtig nach Anerkennung ihrer Werke die sie hochladen. Deswegen auch jener bestimmte Empfang der Geschwister der für Leiks sorgen soll. Eine Ausnahme macht Maurice der sich für Kinder in Afrika einsetzt und deswegen Spott erntet. So weit so gut. Daß sich dann ein Film vollständig um 180° Grad und von Spaß so gut wie nichts übrig bleibt, ist selten. Drei Personen dringen ins Haus ein und der Terror beginnt. Das diese Typen nicht alle Münzen in der Kasse haben dürfte klar sein, doch ihr Anführer (Àlex Maruny) stellt in Sachen Psychopath so ziemlich alles in den Schatten. Sein Spiel ist extrem stark ! Wie ein durchgeknallter Roboter in Menschenform… Er ist höflich und unheimlich zugleich. Seine Mitläufer stehen dem in nichts nach. Was jetzt folgt, hatte ich in diesem Ausmaß nie erwartet. Denn das Splatterkarussell beschleunigt auf Schallgeschwindigkeit ! Die Dinge die man zu sehen bekommt darf man getrost als abartig titulieren. Hierzu äußere ich mich zwar nicht im Detail (wäre ja noch schöner), aber das Blut spritzt in rauen Mengen ! Auf welche Ideen die Herrschaften hier kamen erreichen die Grenze des guten Geschmacks. Und dabei sind sämtliche Effekte handgemacht ! Yuse Rieva an der Kamera musste wohl mit nem Regenmantel ausgestattet drehen ;-)

"Glauben sie ich denke mir das alles aus ?"

Bei all den Grausamkeiten die sich in diesem Streifen ereignen, sollte man ned übersehen, daß Framed eigentlich gnadenlos und extrem drastisch das ebenso extreme Verhalten mancher Leute im Internet auf den blutigen Arm nimmt. Man juckelt nicht mit dem erhobenen Zeigefinger durch die Gegend sondern lässt Bilder sprechen.

Bluthunde werden auf alle Fälle bestens bedient, aber auch die etwas leiseren (Unter)Töne erhalten ausreichend Platz ohne zu nerven.

Ich sag's jetzt frei und frisch heraus: KRASS !!!

 

ses

 

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Kommentare

25.05.2019 15:33 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 14
Erfahrungspunkte von dicker Hund 3.083
Dein Follower "Bluthund" röchelt schon einmal saftig: feine Kritik und interessanter Titel!

25.05.2019 15:44 Uhr - sonyericssohn
2x
DB-Co-Admin
User-Level von sonyericssohn 18
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 6.748
Na dann....FASS ! ;-)

25.05.2019 20:03 Uhr - The Machinist
1x
User-Level von The Machinist 5
Erfahrungspunkte von The Machinist 400
Den will ich sehen!

Danke dafür.

Klingt ein bisschen wie eine Extreme-Horror-Version von Nerve, oder ein hypermoderner Funny Games.

25.05.2019 20:09 Uhr - sonyericssohn
1x
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User-Level von sonyericssohn 18
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 6.748
Extrem is der in jedem Fall. Die Splattersequenzen haben mich schon sehr überrascht.

06.07.2019 16:34 Uhr - joecool69
1x
Puh, eben geschaut und finde das Ergebnis ziemlich genial. Für einen Low Budget ist der jedenfalls sehr ordentlich geworden und in der Drastik der Momente geht der echt Bierernst ab und das soll er auch dürfen denn es gibt auch genug Momente die den Film genauso als Satire auf den überbordenden Wahn auf Geltungssucht in modernen Medien entlarven. 9 von 10 Burudanga Spritzen von mir :D

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