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sonyericssohn
Level 19
XP 7.336
Eintrag: 02.06.2019

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Shed of the Dead

Herstellungsland:Großbritannien (2019)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Komödie

Bewertung unserer Besucher:
Note: 3,71 (7 Stimmen) Details
inhalt:
Eigentlich hat sich Trevor nur deshalb in sein baufälliges Gartenhäuschen zurückgezogen, um ungestört seinem Hobby nachzugehen - doch scheinbar kann selbst der Frömmste nicht in Frieden seine Fantasyminiaturen bemalen, ohne dass ihm seine Nachbarn in der spießigen Kleingartenkolonie aufs Dach steigen, weil das komplett verwilderte Grundstück nicht ins harmonische Bild passt. Angesichts des drohenden Rauswurfs eskaliert ein Streit mit dem besonders eifrigen Kleingartenverwalter und resultiert, zu Trevors Entsetzen, im unsanften Ableben des Streithammels. Beim darauf folgenden Versuch der Entsorgung und nicht ganz ohne die Schuld seines versehentlich nekromantische Sprüche rezitierenden besten Kumpels Graham erheben sich die Toten aus den angrenzenden Beeten und bescheren London eine waschechte Zombie-Apokalypse, die den beiden Nerds eine schwere Entscheidung abverlangt: Sollen sie die Beine in die Hand nehmen oder kämpfen sie sich mit schwerem Gartengerät nach Hause durch, wo Trevors mies gelaunte Ehefrau Bobbi und ihre beste Freundin, die Sahneschnitte Harriet, auf sie warten? So oder so - es wird Blut fließen. Reichlich Blut...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Der gute Trevor ist ein Langweiler wie er im Buche steht. Sein einziges Tun beschränkt sich auf dem bemalen von kleinen Fantasyfigürchen die er dann zusammen mit seinem Freund Graham in die Schlacht ziehen lässt...und wenn es auch nur auf nem gebastelten Schlachtfeld stattfindet. Trevors Gattin Bobbi findet wenig Gefallen an seinem kindlichen Verhalten und wünscht sich den ehelichen Alltag zurück. Doch Trev vergräbt sich in seiner schmuddligen Gartenlaube, frönt seinem Hobby und vernachlässigt den Garten drumherum. Das missfällt den anderen Hobbygärtnern aber ganz gewaltig, weswegen man ihn auch raushaben will aus der grünen Gemeinschaft. Eines Tages jedoch ändert sich alles in seinem minimalistischen Leben, als eine Zombieepidemie über das Land hereinbricht und alle Einwohner in wandelnde Tote verwandelt. Nun schlägt seine Stunde und zusammen mit Graham stellt er sich der Armee der Untoten entgegen…

SHED OF THE DEAD

Zombies und kein Ende. Dem wahren König dieses Genres, George A. Romero, angemessen zu huldigen scheint noch heute ein hilfloses Unterfangen zu sein. Mit ein paar Ausnahmen die man an den zehn Fingern abzählen kann, gelang es außer Peter Jackson in meinen Augen wenigen Regisseuren in die Nähe Romeros zu kommen (Fulci is ein eigenes Kapitel). Nun schwappt von der Insel, also England, ein weiterer Vertreter des Zombiefilms zu uns herüber. Regisseur Drew Cullingham übernahm hier den Stab der Huldigung. Zu sehen gibt's einen Mix aus Dawn of…, Bad Taste und Braindead. Never touch a running System !!!

Den etwas schrägen Trevor durfte Spencer Brown verkörpern und schlägt mit seinem sehr naiven und kindlichen Verhalten in die Kerbe eines Lionel aus Braindead. Sein Leben besteht aus einer Traumwelt von Spielzeugfigürchen und taucht mit ihnen in seine Fanasywelt ab in der er den großen Macker bzw. Totenbeschwörer gibt. Dadurch vergisst er so gut wie alle(s) um sich herum und vernachlässigt den Garten den seine Laube umgibt.

Sein einziger Freund Graham (Ewen MacIntosh) steht dem in nichts nach und geht schon gar nicht mehr aus dem Haus. Bei ihm ist ebenfalls Fantasy angesagt, baut sehr liebevoll nach guter alter Dark Souls Manier Schlachtfelder und kämpft dann heroisch gegen Trevor. Das war's dann schon mit geistiger Arbeit. Ach ja, er steht wie wahnsinnig auf die scharfe Freundin von Trevs Frau !!!

"Ach das ist echt. Dachte du willst mich verarschen…"

Knusper, knusper knäuschen, wer knuspert an mein Häuschen ? Und zu Beginn sah doch alles so aus als würde es Cullingham tatsächlich ernst meinen ! Eine Vereinigung der Großen. Der spießige, kanadische Kleingartenbewohner Mr. Parsons in Form eines Kane Hodder, der hier zeigen kann, daß er abseits seines Schlachterdaseins in den Freitag- Streifen in der Tat auch schauspielern kann. Auch Humor hat der Typ wirklich drauf ! Trashsternchen Emily Booth (Evil Aliens, Cradle of Fear) als Bobbies Freundin Harriet stellt erneut genüsslich ihre üppige Oberweite über die Schwächen ihres darstellerischen Könnens. Obwohl man ihr hier ganz gerne zusieht… In Lack und Leder geht sie den leicht perversen Phantasien ihres besten "Kunden" Derek (Michael Berryman) auf den Grund ;-) Und gerade dann wenn man denkt *Rubbeldikatz* wird man rabiat auf den polierten Boden der Tatsachen geholt. Wer jetzt auf ein Zombiegeschlaaze a la Braindead oder Dawn… späht, bleibt nur der irre Blick auf die Uhr in der Hoffnung der Abspann möge beginnen. Man wird Zeuge einer Aneinanderreihung von Szenen welche auf den hilflosen Zuschauer einprasseln und vor Dummheit geradezu überquellen ! Dialoge die wohl von 4. Klässlern verfasst wurden und Schauspieler die von Szene zu Szene hoppeln als wäre Ausverkauf im Drogenlabor gewesen. Alles was am Anfang wirklich Spass machte (der gezeichnete Vorspann ist der Knaller !!!) wird einfach an die Wand gefahren ! Dazu kommt noch daß die Bedrohung durch die Untoten fast komplett vergessen wird und nur eine handvoll Szenen erinnern daran dass da draußen etwas Böses ist. Auch in Sachen Splatter bekleckert (welch Hohn) man sich ebenfalls nicht mit Ruhm, denn die Effekte rangieren auf Amateurniveau und erreichen zu keiner Zeit die eines Ittenbach geschweige denn einer KNB…

"Ich will lieber ein toter Toter sein !"

Also entweder versteh ich den englischen Humor nicht oder generell den Witz dieses Films. Der "lustige" Teil hier bewegt sich stetig unter der Gürtellinie und funktioniert schon nach 10 Minuten nicht mehr.

Vielleicht bin ich auch unfair, vielleicht räumt der Streifen bei eingefleischten Fans total ab. Vielleicht ist der Film aber auch einfach nur...sorry...Scheiße. Für mich persönlich trifft letzteres zu. Zu viel gewollt, zu wenig gekonnt. Ich kann's ned ändern.

 

ses

2/10
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Kommentare

02.06.2019 13:22 Uhr - The Machinist
1x
User-Level von The Machinist 5
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Nach deinem Kommentar war ich schon gespannt, was uns da als nächstes erwartet.
Hatte sowieso nie vor den zu schauen und jetzt erst recht nicht.

02.06.2019 13:25 Uhr - sonyericssohn
3x
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Ja, manche Filme hätten nie gedreht werden sollen :-D

02.06.2019 17:19 Uhr - Topper_Harley
1x
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Erfahrungspunkte von Topper_Harley 237
Ohje. Sehr unterhaltsame Review👌🏼 Der Titel wirkte auf mich schon bemüht.
Auf gezeichnete oder extrem aufwändig gemachte Vorspänne folgen in diesem Produktionsbereich echt zu oft richtig schlechte Filme. Ne ne, danke für die Warnung👍🏼

02.06.2019 23:03 Uhr - dicker Hund
2x
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Starke Rezi.

Nun ja, bei so viel Konkurrenz im Zombiekomödiensektor wird die Frage der Existenzberechtigung viel gnadenloser gestellt als bei innovativen Ansätzen...

04.06.2019 21:02 Uhr - Punisher77
1x
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Launige, lesenswerte Kritik ... "Ausverkauf im Drogenlabor"-ein Knaller :-D.
Danke für die Warnung, die mich erneut darin bestätigt, die Finger von Filmen mit "...Of The Dead" im Titel links liegen zu lassen.

04.06.2019 21:54 Uhr - sonyericssohn
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Danke fürs lesen werte Kollegen ! Ihr seht mich erfreut :-D

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