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Postal III

Herstellungsland:Russland (2011)
Alternativtitel:Postal 3
Postal III: Catharsis
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,80 (5 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Postal 3 führt die Geschichte der Serie fort. Der Spieler zieht in eine fiktive Stadt im sonnigen Arizona. Dort wird der „PostalDude“ vor die Wahl gestellt, als Polizist für eine sichere Stadt zu sorgen, oder seinem Lebenslauf entsprechend politisch weniger korrekt umtriebig zu sein. (Gameware)

eine kritik von inferis:

Der Postal Dude ist wieder da! Nach Jahren ohne den Dude sind die Fans heilfroh gewesen, dieses Spiel in die Finger zu bekommen... bis es jemand tatsächlich mal gespielt hat.

Postal 3 ist schlecht - sogar für ein Postal Spiel. Ok, die Postal Spiele waren bis dahin zumindest relativ witzig und - wenn man die passende Einstellung hat - und damit recht unterhaltsam (okay der Erstling war teilweise recht düster und etwas ernster, aber auch dort gab es witzige, gesellschaftskritische Momente), aber Postal 3 ist ein ziemliches Desaster geworden. Und dabei ist vollkommen egal, welchen Bereich man betrachtet. Technisch gesehen gibt es Unmengen an Bugs, grafisch, gameplaytechnisch Bugs sind überall vertreten. Der Schaden den Schusswaffen anrichten können, scheint vollkommen willkürlich und egal wie man eine bestimmte Mission spielt, es gibt immer dieselbe Cutscene, die dir sagt dass du es vermasselt hast, auch wenn du die Mission erfolgreich abschließt, Animationen sind natürlich auch schlecht und abgehackt usw..

Aber alles der Reihe nach. Fangen wir mit der Story an. Die setzt in etwa da an, wo das letzte Postal 2 Add-On zu Ende ging. Man befindet sich auf der Brücke (obwohl man die eigentlich schon überquert hatte) und kämpft gegen Blauhelme (?) dann trifft man den Commander und der stellt dich ein (??) und man drückt einen roten Knopf (???) und alles geht kaputt (?????) und bis hierhin macht die Story noch vergleichsweise Sinn (?!?"?=§$%&).

Der Dude geht dann mit seinem Hund Champ in die Stadt Catharsis und erledigt dort einige seltsame Jobs. Etwa die Autogrammstunde eines Playmates oder so was bewachen, und Aids Katzen bekämpfen (die als Syphilys Katzen bezeichnet werden). Schließlich gerät man in einen Konflikt der Ökologisten und der Polizei und kann dort eine Seite wählen. Entweder Cops (Gut) oder Ökos (schlecht). Da ich die Öko Terroristen dämlich finde, stelle ich mich auf die Seite der Cops. Onkel Dave wird das sicherlich nicht gefallen, aber in diesem Teil sieht er sowieso komplett anders aus und ich weiß ehrlich gesagt nichtmal, ob er noch derselbe sein soll. Jedenfalls schließe ich mich den Cops an und schieße die Ökos in Stücke. Wenigstens Goretechnisch ist das hier okayish. Und dann beginnt die nächste Mission als Cop, auch wenn hier, wie bereits erwähnt zu mir gesagt wurde, dass ich die Sache vermasselt habe. Postal 3 ist übrigens linear und das ist nicht die einzige große Änderung.

Postal 3 hat wieder einen Perspektivenwechsel. Statt Iso oder First Person sind wir diesmal in der Third Person unterwegs. Wir haben ein Cover System, welches behäbig und unnütz ist und die Steuerung ist teilweise so schlecht, dass ich annehme das Spiel wurde noch als FPS konzipiert und nie angepasst, da bspw. das Benzin vergießen unfassbar unintuitiv ist und direkt vor den Füßen des Dudes landet. Das könnte allerdings auch einfach an der an der chaotischen Entwicklung des Spiels legen (dazu empfehle ich die frühen Folgen des Running with Scissors Podcast, der das alles in etwa beschreibt) liegen. Der Sprecher des Dudes ist auch ein anderer, aber er macht seine Sache ordentlich. Es gibt neue Waffen, die nicht viel Spaß machen und auch das Schießen an sich ist eigentlich eine ziemliche Qual.

Ich möchte nun aber auch erklären was es mit dem guten und schlechten Pfad auf sich hat. Man kann, indem man keine Unschuldigen tötet, Gutes Karma behalten, tötet oder verhaftet man Unschuldige (Unbeteiligte wäre wohl passender), so verliert man gutes Karms, ist alles gute Karma aufgebraucht, so beschreitet der Dude den bösen Pfad und erhält andere Missionen. Gutes Karma erhalten kann man allerdings nicht, auch wenn ein Tipp wohl anderes beschreibt. Ich habe den Guten Pfad gewählt und dabei auch noch die Endmissione/Bosskampf bekommen. Dieser ist, wie von der Postalreihe gewohnt, nicht gut, aber auch nicht so schlecht wie in Apocalypse Weekend. Trotzdem war ich nach etwa sechs Stunden durch, obwohl ich einmal in den Bösen Pfad abgerutscht bin und dann nochmal eine Mission neu gestartet habe und ein anderes Mal gleich mehrere, weil ich aus Versehen ein altes Savegame geladen und damit mein neueres Savegame überschrieben hatte.

Postal 3 hat immer noch ein paar witzige Momente zu bieten, allerdings ist es das Geld und die Zeit nicht wirklich Wert. Die schwache und wenig zusammenhängende Story fällt nach etwa einem Drittel komplett auseinander und macht gar keinen Sinn. Das Karmasystem ist unsinnig, es gibt unzählige Bugs, das Spiel ist einfach schlecht und billig entworfen worden und ist recht kurz. Uwe Boll ist in diesem Spiel und sie haben es nicht mal hinbekommen ihn als Voice Actor zu gewinnen. Es ist ein Trauerspiel. Es ist schlechter als der Vorgänger, der ständig crashed und Steinalt ist und hat Ladezeiten, die mich an die Painkiller Add-Ons und Duke Nukem Forever auf Konsole erinnert haben. 

Ein enttäuschendes Sequel zu Postal 2.

Keine Empfehlung.

I regret something... 

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