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Zum Töten freigegeben

(Originaltitel: Marked for Death)
Herstellungsland:USA (1990)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Martial Arts
Alternativtitel:Señalado por la muerte
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,52 (90 Stimmen) Details
inhalt:
Er hat genug - nach Jahren als Undercover-Cop an der vordersten Front der Drogenfahndung ist John Hatcher das Töten zuwider; er will aufhören. Gegen alle guten Ratschläge seiner Kollegen schmeißt er seinen Job und will fortan als friedlicher Bürger endlich einmal die angenehmen Seiten des Lebens genießen. Doch das Blut bleibt an seinen Händen kleben - man vergeht sich an seiner Familie, tötet seine Freunde. Und irgendwann muss man selbst den besten Vorsatz aufgeben. John schlägt zurück. Mit geballter Energie, ohne sich um Vorschriften zu kümmern. Denn jetzt zählt nur noch das unmenschlichste aller Gesetze: Derjenige, der am Ende noch überlebt, hat Recht.
eine kritik von knochentrocken:

„Zum Töten freigegeben“


Steven Seagals Karriereleiter wurde immer länger, ohne dass sie zu brechen drohte. Nachdem er für „Nico (Above the Law)“ und „Hard to kill“  für Produktion und/oder Darstellung verantwortlich zeichnete, ging es weiter zum nächsten Soloabenteuer. 

„Zum Töten freigegeben“ oder wie er im englischsprachigen Raum „Marked for Death“ lautet, ist die dritte Arbeit vom Aikidō-Meister. Unter(anderem) Seagals Produktion war der Regiestuhl durch Dwight H. Little besetzt. Ein Regisseur, der sich für Filme wie „Halloween IV“, „Free Willy 2“, „Rapid Fire“ oder auch „Mord im weißen Haus“ verantworten muss. Zumindest „Rapid Fire“ mit Brandon Lee ist ein solider und bombastischer Actionreißer geworden. „Zum Töten freigegeben“ bleibt wohl aber seine beste Arbeit. 


Anders als die ersten Seagal-Streifen im Allgemeinen, ist aber dieser hier auch nicht. Die Grundidee bleibt die Gleiche. Guter Cop gegen böse Buben. Heutzutage würde man dieses Konzept wohl bei Marvel finden. 

Immerhin sind hier die Bösewichte mal nicht die Deutschen, Russen, Vietnamesen oder Kolumbianer. Sondern die Jamaikaner. Eine Erfrischung immerhin! Aber einen Film wie diesen, mit Seagal und aus dem Jahr 1990 sollte man die laue Story nicht ankreiden. Viel mehr sollte man einfach den nostalgischen Actionfaktor genießen! 

Zudem wird, ähnlich wie in „Predator 2“, der Voodoo mit in die Handlung integriert. Das rundet die schmale Grundhandlung ab und ergänzt diese, sodass es über den Film hinaus spannend bleibt. Hervorzuheben ist hier die (für den gesamten Film) schauspielerische „Leistung“ von Basil Wallace, der in einer Doppelrolle den Antagonisten mimt. Weitere Rollen sind mit Keith David, Earl Boen, Tom Wright und Joanna Pacula besetzt. Zu Beginn des Films hat auch Danny Trejo einen Gastauftritt. Jeder spielt seine Rolle so gut wie er kann und man merkt dem Cast deutlich an, dass sie Spaß an ihrer Arbeit hatten und das ist für einen Film besonders wichtig. Denn egal wie scheiße ein Streifen ist, das Schauspiel kann viel rausreißen! 


Dies wäre eigentlich auch schon alles, was man zu dem Film sagen kann, da er sich, wie gesagt, nicht sonderlich von den anderen Frühwerken Seagals unterscheidet. Was die Action angeht, keine Frage, wird dem Actionfan auch hier wieder eine brachiale Kost serviert. Vor allem der Kampf im Einkaufsladen gegen die Jamaikaner ist heute noch ein Augenschmauß. Ganz besonders der Armbruch bei einem Gegner ist echt schmerzhaft anzusehen. Klar, den practical effect konnte man bestimmt schon damals sehen, dass es sich um einen Puppenarm handelt. Aber die Inszenierung macht es ja bekanntermaßen.

Laut der IMDB wurde auch ein Teil des Soundtracks (Song: „John Crow“) von Seagal selbst geschrieben und gespielt. Schade ist, dass zwar jamaikanische Lieder verwendet worden, das jamaikanische Anwesen von Screwface (Basil Wallace) am Strand eine authentische Wirkung erzeugen, so gut wie jede Einstellung aber in Kalifornien gedreht wurde. Auch auf Jamaika wurde gedreht, ob sich das Anwesen wirklich auf Jamaika befindet, konnte ich nicht herausfinden. 


Auch dieses Werk blieb vor der BPJS (heute BPJM) nicht verschont und wurde 1992 indiziert. Nach Ablauf der 25 Jahres-Frist wurde der Film vom Giftschrank entfernt, abgestaubt und FSK 18 neugeprüft. Angesichts einiger blutiger Kills, eine durchaus verständliche Einstufung. Die Indizierung war natürlich absoluter Mumpitz. 

Das Budget des Films betrug sich auf ca. $ 12 Mio. Das Einspiel auf etwas über $ 46 Mio. Für die damalige Zeit ein echter Stürmer im Kino. Aber auch heute kann man sich den Film immer mal wieder ansehen. Vor allem zu einem Seagal-Marathon. Ein im Gegensatz zu „Hard to Kill“ wieder mehr in Fahrt kommender Film, mit wieder etwas mehr Spannung, einer zwar deutlich einfachen, aber soliden und erfrischenden Story und exzellenten Kampf- und Actionszenen, ist „Marked for Death“ einer der besten Seagalfilme seiner frühen Filmographie. Für Fans von Actionfilmen der 90er und Seagal, oder die, die es werden wollen, ein Must-See. 

8/10
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Kommentare

09.06.2019 14:51 Uhr - Ghostfacelooker
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Sorry aber wie meinst du daß:
Aikidō-Meister. Unter(anderem)?
Das er unter anderem auch Aikido Meister ist, denn im Derzeitigen Satz macht es kaum Sinn. Nettes Review aber ich vermiße deine Schwärmerei ein wenig^^^^^^

09.06.2019 15:05 Uhr - Knochentrocken
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Aikidō-Meister und Unter(anderem) stehen nicht im selben Satz.

Unter Seagals Produktion war der Regiestuhl...

Es war aber nur u.a. Seagals Produktion, da noch Michael Grais und Mark Victor produzierten.

09.06.2019 15:31 Uhr - Ghostfacelooker
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09.06.2019 14:51 Uhr schrieb Ghostfacelooker
Sorry aber wie meinst du daß:
Aikidō-Meister. Unter(anderem)?
Das er unter anderem auch Aikido Meister ist, denn im Derzeitigen Satz macht es kaum Sinn. Nettes Review aber ich vermiße deine Schwärmerei ein wenig^^^^^^


Hmm was ich damit sagen wollte scheinst du entweder nicht verstehen zu wollen oder du verstehst es echt nicht. Der Satz macht mit diesem Unter(anderem) so keinen Sinn und ich dachte du beziehst es noch auf den Meister. Klar wusste ich und las das es nicht die selben Sätze waren, aber egal. Will keine Streßsituation erzeugen, und wenn es dir so passt soll es mir recht sein.

09.06.2019 16:11 Uhr - sonyericssohn
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Für mich wirken ein paar Sätze wenig rund, aber es scheint ja dein Stil zu sein.
....auch wenn man z.B. practical effect groß schreibt....

Lass ich mal so stehen.....fürs erste....

09.06.2019 18:30 Uhr - Knochentrocken
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Practical effect ist doch ein englisches Wort und wird daher klein geschrieben?!

09.06.2019 19:56 Uhr - JasonXtreme
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Ich finde das ist Seagals Bester, aber am OST hat er weder was geschrieben, noch produziert noch gespielt. Gerade John Crow u d die Reagge Nummern sind aus der Feder vom großartigen Jimmy Cliff, der die ja auch im Film in der Disse performt ;) die Info der imdb ist falsch. Und wenn man sich Seagals Singelsangel Countrymist mal anhört, kann man sich das schon denken, der kann kein Reagge

09.06.2019 20:03 Uhr - Knochentrocken
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09.06.2019 19:56 Uhr schrieb JasonXtreme
Ich finde das ist Seagals Bester, aber am OST hat er weder was geschrieben, noch produziert noch gespielt. Gerade John Crow u d die Reagge Nummern sind aus der Feder vom großartigen Jimmy Cliff, der die ja auch im Film in der Disse performt ;) die Info der imdb ist falsch. Und wenn man sich Seagals Singelsangel Countrymist mal anhört, kann man sich das schon denken, der kann kein Reagge


Dann Danke für die Information.
Ich ändere es noch zu gegebener Zeit.

Dann muss der Schlingel, der das verursacht hat wieder ändern in der IMDB, da ich die Info von dort herausgenommen habe.

Aber hast du einen Beweis dafür, dass die Info falsch ist?
Vielleicht stimmt es ja doch? Immerhin ist Seagal auch Produzent.

09.06.2019 20:43 Uhr - McGuinness
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Ordentliche Besprechung und die Wertung passt hier auch 👍🏻

09.06.2019 21:05 Uhr - Knochentrocken
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Vielen Dank liebes Guiness-Getränk. 😊

09.06.2019 22:30 Uhr - JasonXtreme
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09.06.2019 20:03 Uhr schrieb Knochentrocken
09.06.2019 19:56 Uhr schrieb JasonXtreme
Ich finde das ist Seagals Bester, aber am OST hat er weder was geschrieben, noch produziert noch gespielt. Gerade John Crow u d die Reagge Nummern sind aus der Feder vom großartigen Jimmy Cliff, der die ja auch im Film in der Disse performt ;) die Info der imdb ist falsch. Und wenn man sich Seagals Singelsangel Countrymist mal anhört, kann man sich das schon denken, der kann kein Reagge


Dann Danke für die Information.
Ich ändere es noch zu gegebener Zeit.

Dann muss der Schlingel, der das verursacht hat wieder ändern in der IMDB, da ich die Info von dort herausgenommen habe.

Aber hast du einen Beweis dafür, dass die Info falsch ist?
Vielleicht stimmt es ja doch? Immerhin ist Seagal auch Produzent.


Beweise habe ich keine. Die Tatsache dass Seagal noch nie was musikalisches als seine eigenen Sachen produziert hat, das erst sein dritter Film war und Jimmy Cliff seine Sachen definitiv selbst schrieb... das Alles sagt mir das ist ne Ente. Seagal war damals auch noch nicht musikalisch aktiv meines Wissens

09.06.2019 23:00 Uhr - Pratt
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Die Info in der IMDB stammt von mir, ich besitze auch das Original Soundtrack Album vom Film, dort ist eben angegeben: "John Crow" performed by Jimmy Cliff, Steven Seagal & the Oneness Band, er hat den Song auch mitgeschrieben und produziert. War übrigens nicht das einzige Mal zum "Out for Justice - Deadly Revenge" steuerte er zwei Songs bei (als Produzent und Author). Auch zu "Glimmer Man" und "Under Siege 2 - Alarmstufe Rot 2" gab's Material von ihm, zu "Fire down below" sowieso, also eventuell mal vorher re­cher­chie­ren. Hier mal ein Link zum John Crow Song, beim Intro und zwischendrin ist sehr deutlich S. Seagal zu hören.

John Crow: https://www.youtube.com/watch?v=yWBl8MuBlmY

Und wie du drauf kommst, dass der nur Country macht weiss ich nicht, eher Blues...

09.06.2019 23:03 Uhr - Pratt
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Achso, nettes Review, auch wenn die Sätze an ein, zwei Stellen ein bischen krumm sind (wo du über den fraglichen Drehort Jamaica schreibst, evtl. fehlt da irgendwo ein Wort).
Ist mein Favorit unter allen Seagal Filmen, da hier die besten Aikido Szenen zu sehen sind und das ganze Flair und der Voodoo-Hintergrund einfach toll sind.

10.06.2019 00:00 Uhr - Knochentrocken
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Alles klar, dann bleibt das nach wie vor so im Review stehen. Danke.

10.06.2019 09:17 Uhr - JasonXtreme
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Dann mag er vielleicht produziert haben, das im Lied sollten ja allemal Samples aus dem Film sein. Cliff singt die Songs alleine. Also sorry, mein Fehler. Das was ich von seinem Geklimper mal gehört habe klang countrylastig, dann lass es Blues sein, schlecht ist es allemal. ;)

10.06.2019 09:54 Uhr - Pratt
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Ist halt wie bei allen Dingen einfach Geschmackssache und davon abhängig was man sonst so musikalisch bevorzugt. Und Samples sind das im Songintro garantiert nicht, da singt nur Seagal.
Gibt übrigens zwei komplette Alben von Seagal, 'Songs from the Crystal Cave', beinhaltet so ziemlich alle musikalischen Stile, Pop, Rock, Blues, Reggae, Hip Hop, Ethnic ... , das zweite Album 'Mojo Priest' ist reiner Blues, mit dem Country zum 'Fire down below' Soundtrack haben beide wenig zu tun.

Im Vergleich zu einigen anderen Schauspielern, die sich als Sänger versuchten und davon gibt's/gab's ja jede Menge hat's mir gefallen:
https://www.youtube.com/watch?v=J6ZdUZFy2BI

10.06.2019 11:35 Uhr - JasonXtreme
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das könnte schon Seagals Mädchenstimme sein :D sieht man ihn auch irgendwo den Part singen, ne oder? Gibt ja meines Wissens kein Video zum Lied oder?

10.06.2019 13:11 Uhr - Knochentrocken
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Vielleicht ist es ja wie mit Modern Talking. Seagal hat wie Dieter Bohlen einfach mal bissel gekrietscht und paar Wörter gesungen, aber sonst nix.

Hab mir das Lied jetzt nochmal 2* angehört und bin der Meinung, dass es echt so ist.

10.06.2019 18:30 Uhr - Pratt
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10.06.2019 11:35 Uhr schrieb JasonXtreme
das könnte schon Seagals Mädchenstimme sein :D sieht man ihn auch irgendwo den Part singen, ne oder? Gibt ja meines Wissens kein Video zum Lied oder?


Ein Video gibt's nicht, aber zu Beginn (die ersten 30 Sekunden) des Stückes singt definitiv Seagal, da ich die Filme alle auch nur im Original schaue, ist das schon auffällig, desweiteren hat er ja auch den Credit dafür bekommen, im weiteren Verlauf des Stückes gibt's nochmal eine Reprise davon.

10.06.2019 19:42 Uhr - JasonXtreme
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ja das klingt schon stark nach ihm, auch wenn ich seine Originalstimme nicht mag, schau ich die auch öfter mal im Oton

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