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Dying Light

Herstellungsland:Polen, Kanada (2015)
Alternativtitel:Dead Stop (Projektname)
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,95 (20 Stimmen) Details
inhalt:
Dying Light ist ein First-Person-Action-Survival-Horrorspiel in einer riesigen offenen und gefährlichen Welt. Im Laufe des Tages durchqueren Spieler ein weitläufiges Stadtgebiet, in dem es einen grauenhaften Virenausbruch gab, und durchsuchen die Gegend nach Vorräten und Waffen, um sich gegen die wachsende infizierte Bevölkerung zu verteidigen. Nachts wird der Jäger zum Gejagten, denn die Zombies werden dann aggressiver und gefährlicher. Am furchterregendsten sind die Jäger, die erst nach Sonnenuntergang auftauchen. Die Spieler müssen alles in ihrer Macht stehende tun, um bis zum Morgengrauen zu überleben.
eine kritik von inferis:

Von Dying Light habe ich viel Gutes gehört: Parcour macht es zu etwas besonderem, die Spielwelt ist einzigartig, dass Spiel macht einfach nur unfassbar viel Spaß, ist besser als Dead Island, begeht nicht dieselben Fehler wie Dead Island, super toll, nur die Story ist nicht so dolle! Da konnte ich ja nicht anders als mich ind wilde Zombiegetümmel zu schmeißen!

Techland mag ich auch eigentlich recht gerne. Dead Island fand ich zwar keinen Überflieger, aber teilweise macht es schon Laune. Klar, das Ding fühlte sich eher wie das erste Spiel eines mittelgroßen Studios an, aber es hatte so seinen Charme. Und Call of Juarez hat mir bis auf Teil 1 auch ganz gut gefallen, vor allem the Gunslinger war ganz gut.

Dying Light ist der Versuch von Techland im AAA-Markt Fuß zu fassen. Auf zwei recht großen Karten kann der Spieler klettern, prügeln, schießen oder einfach nur um sein Leben rennen. Im Dead Island Prinzip fängt man mit mit Müllwaffen an. Besonders bereuen tut man dies, wenn das Spiel auf einem höheren Schwierigkeitsgrad gestartet wird, so wie ich das getan habe. Die ersten etwa vier Stunden sind die reinste Qual. Man prügelt auf Zombies und vor allem menschliche Gegner ein, bis alle Waffen, die man mit sich trägt kaputt sind und der Bandit steht immer noch. Das ist ganz großer Schwachsinn, wenn man dann auch noch ein Banditennest ausheben MUSS zu Beginn des Spiels. Es war vielleicht auch nur eine Nebenmissionen, aber das ich dafür sehr viele Versuche vergeuden musste, ist einfach Unsinn. Im Gegensatz zu Dead Island sieht man hier aber auch nicht wie viel Schaden man zufügt, sondern nur wie viel Erfahrung man bekommt. Man bekommt auch kein visuelles Feedback des Gegners, in welcher Verfassung er gerade ist. Was soll das? Besonders in einem Spiel, das so viel Wert auf Nahkampf legt wäre das gut. Was auch gut wäre, wäre eine Blockfunktion, stattdessen kann man in der Regelnur ausweichen, was nicht viel bringt, da man oft in die Ecke gedrängt wird oder irgendwo hängen bleibt und Prügel kassiert.

Der Kampf gegen Zombies ist ähnlich irritierend. So prügelt man zu Beginn auf die Untoten ein, als wären sie aus Stahl. Auch hier gehen oft die Waffen zu Bruch, bevor man die Viecher zurück in die Hölle schicken kann. Der Kampf wird aber einfacher soabald man neue Fähigkeiten bekommt. Besonders nützlich sind dabei der Dropkick und der Curb Stomp. Zwei Dropkicks töten in der Regel einen gewöhnlichen Zombie, oder man reißt jemanden zu Boden und schlägt ihm sofort den Schädel ein. Allerdings gibt es auch hier Schwachsinn. Die Brutes sind bspw. immun gegen Dropkicks (wird nirgendwo erwähnt und ist auch nicht klar, da ich trotzdem Punkte bekommen habe und das Vieh teilweise winselt (später fand ich heraus, dass dies gar nichts mit dem zugefügten Schaden zu tun hat, der macht das einfach nur manchmal)). Generell muss ich aber sagen, dass die besonderen Zombie alle miserabel sind. Der Kampf gegen keines dieser Monster macht Spaß. Die Brutes sind da noch die besten, allerdings nervte es, wenn man von ihnen getroffen wird und erstmal eine Weile am Boden liegt, aber zumindest kann man eine Taktik gegen ihn entwickeln und ihn auch damit relativ zuverlässig besiegen. Später im Spiel können sie dich aber teilweise mit einem Schlag töten, was auch keinen Sinn ergibt. Die Rammer hier funktionieren genauso wie in Dead Island, nur schlechter und nerviger und ich hasse sie. Sie laufen nicht einfach wie ein Bulle in die Richtung des Spielers und bleiben auf Kurs, so dass man sie gegen Wände steuern kann, nein, sie laufen einfach nur dem Spieler hinterher, egal wohin und biegen auch immer direkt in die richtige Richtung, wenn der Spieler die Position wechselt. Die Nachtjäger, waren so gut wie unbesiegbar, zumindest auf dieser Schwierigkeitsstufe. Es war mir zwar glaube ich auch möglich sie mal zu töten, doch dann kommt gleich der nächste und springt dich an. Besonders nervig waren jedoch die Renner. Das sind eigentlich normale Zombies, nur dass sie rennen und nicht immer auf Treffer reagieren und auch mal wild um sich schlagen. Zu Beginn kämpfte ich gerne gegen sie. Sie sind zwar schnell und ihre Angriffe auch recht hart, besonders wenn sie eine Kombo machen, aber sie waren eine Herausforderung. später wird es nur noch nervtötend. Diese Drecksäcke kommen dann teilweise im Rudel und greifen an, sie machen immer noch gewaltigen Schaden, rennen überallhin nach bzw. verfolgen dich, was extrem nervig ist, wenn man eine Quest erfüllen will. Und wenn man in eine Wohnung ohne Tür oder bestimmte Gassen geht, stürmen sie los und töten dich extrem schnell. Besonders auf schwer treibte mich das zur Weißglut, da dort Medkits nur nach und nach heilen und die Map und Quest Menüs das Spiel nicht anhalten.

Das Spiel nervt aber nicht ständig. Es gibt auch immer weider Momente in denen ich die Oberhand habe und etwas stärker als meine Gegner bin. Das ist cool und sobald man eine Schusswaffe hat, ist man auch eine größere Gefahr für die anderen und kann einige aussichtslos Situationen meistern. Kopfschüsse resultieren nämlich fast immer im Tod, man wollte hier wohl realistischer sein als Dead Island. Die Gegner haben jedoch auch Sturmgewehre und sind auf kurze Distanz ebenfalls eine Bedrohung. Ein paar coole Missionen mit Schießereien gibt es jedoch. Diesen Ein, Zwei Stunden mit Spaß folgten jedoch meist wieder frustrierende Stunden und so weschselte sich das ganze immer wieder ab.

Die Story ist, wie zu erwarten, nicht gut, aber zumindest nicht so zusammenhanglos, wie in Dead Island. Es gibt zwar ein paar Charaktere mit interessanten Ansätzen, daraus wird jedoch nichts gemacht. Ab einem bestimmten Punkt habe ich sogar Youtube Videos nebenbei laufen lassen, weil es mich einfach nicht mehr interessiert hat. Ein paar Hauptcharaktere sterben auch, was mich aber überraschend kalt gelassen hat und auch die Nebenmissionen sind nichts besonders, aber zumindest habe ich mich über die Story nicht aufgeregt.

Die Erste Map, die Slums, ist langweilig. Es erinnert an die Zeit als viele FPS, Favellas als Level benutzt haben, nur das hier nicht viel los. Es sieht langweilig aus, man weiß teilweise nicht wo man kletten kann und wo nicht und einige Bereiche sind blockiert und müssen durch einen anderen Weg erkundet werden, der oft nicht klar ist und selbst wenn er gefunden wird, schnell wieder vergessen wird. Die andere Map, die Altstadt, ist da schon interessanter. Die Stadt ist ungewöhnlich, schön und bietet klarer zu erkennende Klettermöglichkeiten. Das macht dann auch gleich mehr Spaß.

Die Nacht ist hier in der Regel auch nochmal gefährlicher, da die Nachtjäger, eine Art Superzombie, dann lauern. Die machen Jagd auf den Spieler, sind stark und halten sehr viel aus. Selbst aufgelevelt waren sie eine große Herausforderung, wie bereits erwähnt. Daher muss man Safehouses freischalten. Dazu muss man sie meist zuerst von Zombies säubern und dann die Sicherungen erneuern. Wird man dann Nachts von den Jägern verfolgt und kann sie nicht abschütteln, dann geht man einfach in eines der Safehouses und kann dort auch bis zum Morgen schlafen. Wer das nicht will kann auch einfach die ganze Nacht draußen verbringen und dann die doppelten Erfahrungspunkte sammeln. Das ist nett, da man mit jedem Tod einige Erfahrungspunkte im Überlebensrang verliert und man so seine Misserfolge wieder wettmachen kann, wenn man den überlebt. Mir wäre es zwar lieber wenn es nicht der Fall wäre (also das mit den Punkten verlieren), aber ich schätze daran kann man aber nichts ändern. Es gibt aber zumindest noch zwei weitere Skilltrees für Wendigkeit und Stärke, wo man die Punkte behalten kann.

Um nochmal kurz auf die Story zu sprechen zu kommen, die ist kaum der Rede wert. Man übernimmt die Rolle von Kyle Crane, einem GRE Agenten, der eine Bedrohung in der Quarantänezone ausschalten soll, die sich dann als Bandenchef und EX-GRE Agent herausstellt. Dabei trifft er auf eine Gruppe "guter" Überlebender, denen er jedoch etwas vormacht. Die Story ist voller Klischees und nicht wirklich spannend. Wirklich dringend wirkt auch nichts was man tut, auch wenn die Zerstörung der Stadt bspw. kurz bevor steht. Da wäre mehr drin gewesen.

Die Grafik ist okay, kann mit den letzten CoDs oder andern AAA Titeln nicht wirklich mithalten. Irritierend ist auch wieder die fehlenden Gesichtsanimtationen, die Gefühle usw. Ausdrücken sollen, aber Techland hält wohl an der Chrome Engine fest und hier ist es nicht so auffällig, wie ihren anderen Spielen.

Fazit: An sich zwar kein schlechtes Spiel, aber auch kein wirklich gutes. Eventuell macht es im Coop mehr Spaß, aber von mir gibt es diesmal keine Empfehlung. Ich weiß nicht mal wann ich das letzte mal bei einem Spiel so frustriert war und Zombies hängen mir inzwischen auch raus. 

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Kommentare

28.01.2020 16:21 Uhr - McGuinness
1x
User-Level von McGuinness 4
Erfahrungspunkte von McGuinness 274
Wirklich eine sehr umfangreiche und auch nachvollziehbare Kritik... Hut ab !

Das Spiel selbst ist, wie du treffend formulierst, frustrierend schwer... Geht für mich schon teilweise in Richtung unfair !
Wirklich vom Hocker gehauen hat es mich definitiv nicht, weshalb ich mir den zweiten Teil garantiert schenken werde.

" Dead Island " hingegen liebe ich einfach abgöttisch... Volle 10 Punkte von mir !!!

28.01.2020 20:33 Uhr - Inferis
DB-Helfer
User-Level von Inferis 13
Erfahrungspunkte von Inferis 2.959
Jo, Dead Island hatte irgendwie schon so seinen eigenen Charme. Bei Dying Light 2 bin ich mir auch nicht sicher, ob ich mir den reinziehen werde, auch wenn mich die Ansage, dass es diesmal wohl tatsächlich eine Blockfunktion gibt, wieder leicht interessiert.

Naja, erstmal abwarten wie das Teil dann ankommt, bzw. sich dann erstmal das Gameplay ansehen, vielleicht haben sie die ganzen nervtötenden Elemente dann zumindest etwas abgeschwächt...

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