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Eintrag: 13.06.2019

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Final Score

Herstellungsland:Großbritannien (2018)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,50 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Das legendäre Boleyn Ground ist restlos ausverkauft. Im Heimspiel tritt West Ham United gegen den Erzrivalen an. Die Ultras sind außer Rand und Band, die Stimmung gleicht einem Hexenkessel. Im Glauben sein abtrünniger Bruder Dimitri (Pierce Brosnan) hält sich im Stadion auf, macht der russische Rebellenführer Arkady (Ray Stevenson) mit Hilfe seiner Gefolgsleute die 35.000 Fußball-Fans zu seinen Geiseln. Unter diesen befindet sich auch Veteran Michael Knox (Dave Bautista), der bei einem traumatischen Einsatz in Afghanistan seinen besten Freund verloren hat. Ohne auf Hilfe von außen hoffen zu können, versucht Michael, die Geiselnehmer auszuschalten, um die Menschen im Stadion zu retten. Einem Vexierspiel gleich, in dem nichts ist, wie es scheint, beginnt ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von themoviestar:
Die Lokation zu Scott Mann's Stirb langsam Rip-Off Final Score hat durchaus einen sportlich historischen, interessanten Hintergrund zu bieten, der Upton Park war nämlich für schlage und schreibe 112 Jahre das Heimspielstadion des britischen Fussball Premiere League Klub's West Ham United, zu Beginn der Saison 2016/17 zog der Verein in das Londoner Olympiastadion um. Im August 2016 nutzte die Filmcrew das eh zum Abriss vorgesehene Stadion dank Sondergenehmigung für eine im Film verwendete Explosion, ein Teil der legendären Südtribüne Bobby Moore Stand wurde real in die Luft gesprengt. Anscheinend versprachen sich die Macher von den Schlagzeilen quotenfordernde PR-Auswirkungen, doch Final Score floppte beim britischen Kinostart mit einem Einspiel von nicht einmal 16.000 britischen Pfund, in anderen Ländern schaffte er es nicht einmal ins Kino und wurde direkt auf DVD / Blue-Ray veröffentlicht. Was sind den nun die Ursachen für das finanzielle Fiasko der 20.000.000 Millionen Dollar teuren Produktion? Fehlende Originalität? Falsche Darstellerauswahl? Die Actionumsetzung? Fehlgeleitete Zensurpolitik? Britische Geschmacksverwirrung? Oder blieb der Film etwa doch zu Unrecht hinter seinen Erwartungen zurück? Ich werde versuchen, in den nächsten Absätzen diesen Fragen auf den Grund zu gehen.
 
Dabei bediente man sich bei der Story Auswahl der oft kopierten, aber im Endergebnis nicht immer perfekt umgesetzten Stirb Langsam Formel: Ein zufällig "in die Scheiße" geratener Held alleine gegen eine zahlen und waffenmäßig deutlich überlegene Terroristengruppe an einem möglichst beeindruckend, öffentlichen exotischen Ort, der mit seinen außergewöhnlichen Kampffähigkeiten den Bad Guys die Tour vermasselt und am Ende gewinnt. In Final Score ist es der EX-Soldat Michael Knox (Dave Bautista), der mit seiner 15 jährigen Nichte das Europapokal Spiel West Ham United gegen den russischen Dynamo FC besucht. Was die beiden nicht wissen: Das Stadion wird von russischen Terroristen in Ihre Gewalt gebracht, da sie unter den Zuschauern den tot geglaubten Bruder Dimitri (Pierce Brosnan) Ihres Rebellenführers Arkady (Ray Stevenson) vermuten, die Forderung: Wenn bis zur 90ten Minute Dimitri nicht ausgeliefert ist, wird das ganze Stadion in die Luft gesprengt....
 
Oberflächlich betrachtet hört sich das doch gar nicht mal so schlecht an, könnte man meinen, doch leider wirkt so manche Entwicklung im Drehbuch nicht wirklich rund, dämlich bzw. unrealistisch, die Sache mit den Kameras, die jeden einzelnen Zuschauer erkennen können, ist mir zum Beispiel namentlich sauer aufgestoßen, den Sinneswandel von Dimitri fand ich leicht deplatziert, dazu kommen gerade im Mittelteil auch einige erzählerische Längen. Ebenfalls auffallend ist, dass nicht nur die oben genannte Grundidee als Vorlage verwendet wird, sondern teilweise bis ins kleinste Detail ganze Szenenfolgen dreist kopiert bzw. abgekupfert werden, hier kann man Final Score durchaus auch fehlende Originalität vorwerfen, so ist zum Beispiel der verbündete Ordner wie der Hausmeister Marvin aus Stirb langsam 2, Knox führt Strichliste auf seinem eigenen Arm über die Gesamtzahl der Verbrecher abzüglich der von ihm Eliminierten wie John McClane in seinen besten Zeiten und aus dem 1995 entstandenen Sudden Death wurde der Küchenfight zwischen Knox und ein paar Terroristen oder die Geschichte mit der Stadionsprengung durch C4 fast 1 zu 1 importiert. Ich denke, es ist keine Schande, sich von berühmten Vorbildern inspirieren zu lassen, ein bisschen Eigenkreativität hätte hier jedoch sicherlich nicht geschadet. 
 
Die Wahl des "McClane im Fußballstadion" ist auf den ehemaligen Wrestler David Bautista (WWE Weltmeister 2008,2009) gefallen. Bautista agiert schauspielerisch bestenfalls bemüht, sein Acting wirkt teilweise unbeholfen und hölzern, in seinen zahlreichen Actionszenen darf er jedoch optisch und auch körperlich überzeugen, sein Kampfstil beinhaltet vereinzelt Elemente aus dem Wrestling. Pierce Brosnan hat mir als Dimitri sehr gut gefallen, bedauerlicher Weise erfüllt dieser von der Screentime her bestenfalls eine Nebenrolle, warum sein Name dann als dritter Hauptdarsteller auf dem Cover erwähnt wird, erschließt sich mir nicht wirklich, böse Zungen könnten auch von einer Art Etikettenschwindel sprechen. Der weitere Cast spielt eher schlecht als recht, Ray Stevenson bleibt als Oberbösewicht erschreckend blass, Lara Peake nervt in Ihrer Rolle als pubertierendes Balg und die restlichen Terroristen werden stellenweise eher dümmlich als erschreckend dargestellt. 
 
Wenn man sich die oberen Absätze durchliest, könnte eventuell der Eindruck entstehen, dass Final Score ein kompletter Totalausfall ist, nein, ich kann Entwarnung geben, dass ist der Film mit Sicherheit nicht, im Großen und Ganzen fühlte ich mich trotz mancher bereits erwähnter Handlungslängen gut unterhalten. Die Action ist solide und professionell, sowie optisch ansprechend und handwerklich überzeugend, sie steigert sich je länger der Film dauert, die Intensität und auch die Härte nehmen spürbar zu. Der Zuschauer bekommt eine breite Palette an möglichen Actionvarianten geboten, blutige Schießereien, Martial Arts Zweikämpfe, eine schicke Verfolgungsjagd auf Motorrädern quer durchs Stadion und dann abschließend wie in der Einleitung erwähnt, die Sprengung der Tribüne mit C4. Weitere Highlight's stellen für mich die authentischen Livesequenzen vom Fußballspiel die das Herz eines jeden Fussballfans höher schlagen lässt und die Integration von sportlich gegebenen Hintergründen in die actionbezogene Rahmenhandlung des Films dar, so wird z.B. während der Livesendung im Fernsehen das Reporterstudio von den Terroristen blutig gestürmt. Darüber hinaus hat der Streifen auch noch einige humorige und selbst ironische Passagen zu bieten (Stichwort Bombenräumung des Stadions oder der Soccerspruch), die zu einem nicht abstreitbaren Unterhaltungswert beitragen.
 
Letzten Endes kann man den einen "finalen" Grund für die enttäuschenden Einspielergebnisse sicher nicht zu 100 % bestimmen, es werden wohl unterschiedliche Faktoren Ihren Teil dazu beigetragen haben, eventuell hat sich hier auch der Verleih mal wieder verzockt, als er vor dem Kinostart Schnitte vornahm, um die britische Freigabe BBFC 15 zu erreichen, dass das beim geneigten Action Fan nicht immer gut ankommt, wissen wir ja alle. Meine persönliche Wertung nach der ersten Sichtung beträgt 6 von 10 Punkte, was einer Schulnote 3-4 entspricht, Final Score hat einige nicht zu verleugnende Schwächen, unabhängig davon bietet er unterhaltsame genretypische Actionkost für Action und auch Fußballfans.
6/10
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Kommentare

13.06.2019 19:33 Uhr - The Machinist
1x
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Mit Fußball hab ich nix am Hut, für handwerklich gute Action hingegen bin ich immer zu haben. Behalte ich mal im Hinterkopf, zumal andere Mitglieder mit dem wohl auch was anfangen konnten.

Angenehme Vorstellung, die ein klares Bild vom Film vermittelt und mit welcher Erwartungshaltung man diesen am besten sehen sollte.

13.06.2019 20:35 Uhr - TheMovieStar
2x
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@TheMachinist: Danke für deine Rückmeldung und dein Lob. Wenn du Action ala Stirb langsam, Sudden Death, Passagier 57, Alarmstufe Rot magst, wird dir auch dieser Film zusagen, er ist bestimmt nicht perfekt, aber durchaus unterhaltsam.

14.06.2019 07:56 Uhr - Topper_Harley
1x
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Tolle Review mit interessanten Infos. Das die da wirklich ein Teil des Stadions hochgejagt haben ist zwar super, doch im Film sah es leider nur nach CGI aus und war für mich der schwächste Moment, da bin ich jetzt doch etwas enttäuscht.
Insgesamt fand ich den Film aber einfach geil.

Es scheiden sich bei den Anspielungen wohl die Geister, bei seinen Notizen auf dem Arm à la DieHard mußte ich stark grinsen, hat mir alles sehr gefallen. Genau wie die doch sehr blutigen und fies gemachten Kämpfe die ich in der Härte nicht erwartet hätte. Alleine die Besetzung von dem Riesen den er fritiert, was ein Riese eben.😲

Das Brosnan nicht einfach der Ultra-Bösewicht wird, hatte ich erwartet, weil es eben Gentleman Brosnan ist. Und er versprühte die ganze Zeit schon seine erhabene Aura.😉

14.06.2019 14:06 Uhr - TheMovieStar
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@Tooprt_Harley: Danke auch dir für dein Lob und deine Rückmeldung. Bei Brosnan meinte ich nicht das er der Ultrabösewicht wird, ich dachte seine Rolle hätte mehr Screentime, wenn du nach der Werbung des Gilms gehst, könnte man denken, dass Brosnan eine Hauptrolle spielt, was er ja dann nicht tut.

14.06.2019 17:03 Uhr - Topper_Harley
1x
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Immer gern🍻
Ah ok, das stimmt natürlich. Nervt manchmal schon diese Irreführung durch Werbung und Trailer.
Seit Bruce Willis und John Cusack im Dtv Sektor sind habe ich mich daran gewöhnt und gehe immer erstmal von einer Minirolle aus, wenns anders kommt umso besser.
Gerade gestern 'The Prince' gesehen, auf dem Cover groß Cusack (1 Szene, aber ne coole), noch größer Willis (immerhin der Bösewicht) und klein Jason Patrick (Hauptrolle)😨. Schon Verarsche irgendwie, aber auch logisch, dass die mit den Namen werben wollen. Brosnan macht ja plötzlich auch jede Menge Dtv Kram. Sind aber qualitativ bisher alle ziemlich ordentlich bis gut. The Foreigner ist hammer, falls den noch nicht kennst.👍🏼

15.06.2019 09:24 Uhr - TheMovieStar
1x
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Absolut Topper_Harley: Da fällt mir noch ein Beispiel ein wo es extrem ist, bei Escape Plan 2, da wird Bautista neben Stallone als zweiter Star angekündigt, bekommt aber Screentime von gerade mal 5 Minuten. Auch Stallones Zeiten sind kürzer, allerdings wenigstens mit Kurzeinsätzen über den ganzen Film verteilt. Der Film selbst ist nichts weiter als billiger Durchschnitt, mit einem gehörigen Sly Bonus gerade noch 5/10.

17.06.2019 02:22 Uhr - Topper_Harley
1x
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Habe den noch nicht gesehen, aber scheint wohl nicht mal ordentliche B-Film Waremzu sein.😣 Bei Stallone bin ich da irgendwie enttäuschter. Hätte nicht gedacht, dass er sowas mitmacht und so mit seinen Fans 'umgeht'. Der Gehaltscheck war wohl zu verlockend. Hoffe wenigstens Backtrace ist dahingehend anders, denn wenn jetzt auch Stallone diese Schiene fährt fände ich das echt traurig.

17.06.2019 20:54 Uhr - TheMovieStar
1x
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17.06.2019 02:22 Uhr schrieb Topper_Harley
Habe den noch nicht gesehen, aber scheint wohl nicht mal ordentliche B-Film Waremzu sein.😣 Bei Stallone bin ich da irgendwie enttäuschter. Hätte nicht gedacht, dass er sowas mitmacht und so mit seinen Fans 'umgeht'. Der Gehaltscheck war wohl zu verlockend. Hoffe wenigstens Backtrace ist dahingehend anders, denn wenn jetzt auch Stallone diese Schiene fährt fände ich das echt traurig.

Nein, eine Empfehlung für Escape Plan 2 kann ich leider nicht aussprechen, Sly Fans, wie ich einer bin, schauen den einmal, das wars. Ich habe bei ofdb.de da ein kurzes Review veröffentlicht, dass sagt alles dazu aus, vielleicht stelle ich es hier auch nochmal online. Also du hast nichts verpasst wenn du ihn nicht anguckst. Von Backtrace habe ich die Original Blue Ray noch OVP ungeöffnet im Schrank liegen, die teilweise vernichtenden Kritiken haben mich bisher davon abgehalten ihn zu sehen, vielleicht schau ich ihn mir wirklich mal an, wenn ich nichts anderes zu tun habe, aber ganz ehrlich, bei begrenzter Freizeit überlege ich mir es zweimal ob ich mir das antue.

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