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CHOLLO
Level 7
XP 689
Eintrag: 08.07.2019

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Chucky - Die Mörderpuppe

(Originaltitel: Child's Play)
Herstellungsland:USA (1988)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,80 (105 Stimmen) Details
inhalt:
Mit der sprechenden Puppe Chucky erfüllt Karen Barclay ihrem Sohn seinen sehnlichsten Wunsch. Sie ahnt nicht, dass sie damit einen grauenvollen Alptraum heraufbeschwört.
Als kurze Zeit später Andys Babysitterin tot aufgefunden wird und danach weitere unerklärliche Morde geschehen, wird der Junge als Täter verdächtigt. Niemand glaubt ihm, dass Chucky der wahre Killer sei - bis es zu spät ist. Denn auch ohne Batterien ist Chucky putzmunter und von der Seele eines Massenmörders besessen, entpuppt er sich als das unzerstörbare Böse.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von chollo:

"Child's Play" oder in unseren Breitengraden leicht debil "Chucky- Die Mörderpuppe" genannt gehört heutzutage zu den (Kult-) Klassikern des Horror Genres. Mit seinen mittlerweile 6 Fortsetzungen und dem anstehendem Remake (?!) darf sich der gute Charles Lee Ray in Form der ähnlich wie sein Namensgeber gruselig wirkenden Puppe Chucky zu den etablierten Figuren im Schauer- Sektor zählen. Zum Zeitpunkt seiner Entstehung war diese Entwicklung freilich noch überhaupt nicht abzusehen. Von der selbsternannten seriösen Filmkritik verschmäht oder gar verspottet, schnitt der Film aus finanzieller Sicht auch nur moderat an den Kinokassen ab. Seinen Status holte sich dieser aber über eine treue Fanbase, die bis heute anwächst und die Qualitäten dieses Werks zu schätzen weiß, im Laufe der Jahre wieder zurück.

Die Story ist relativ simpel und schnell erzählt. Der als "Würger" betitelte Serienverbrecher Charles Lee Ray wird bei einem misslungenen Coup von seinem Komplizen im Stich gelassen und durch einen ambitionierten Polizisten schwer verwundet. Mit letzten Kräften schleppt er sich in einen Spielzeugladen und substituiert seine Kranke Seele mittels Voodoo Magie in eine bei den Kindern aktuell beliebte Good Guy- Puppe. Durch Umwege gelangt diese dann zum guten Andy Barclay und der Geist in der Flasche erwacht zu neuem Leben. Wer nach durchforsten der zugegebenermaßen dezent dämlich klingenden Inhaltsangabe weiterhin Interesse bekundet, wird mit einem unerwartet geglückten und auch handwerklich versierten Horroflick belohnt.

Was Chucky zugute kommt sind vor allem 2 Dinge. Zum einen sitzt mit Tom Holland ("Fright Night") ein erfahrener Mann auf dem Regieposten, der auch gleich die richtige Wahl in der Besetzungsliste getroffen hat. Zum anderen weiß "Child's Play" von vornherein was er ist und serviert uns den Horror in seinen besten Momenten immer mit einer gehörigen Portion Ironie der es auch nicht an Reminiszenzen zu seinen großen Vorbildern mangelt. Bestes Beispiel die Messer durch Tür Szene in bester "The Shining"- Manier oder die eingestreute Michael Myers- POV. Einfach köstlich zu sehen mit wieviel Details Holland seinem Output die Liebe zu dessen Metier verpasst. Ungeachtet dieser Prämisse versäumt er es aber auch nicht seiner Puppe eine persönliche Note zu geben und sie nicht vollends im Klamauk versinken zu lassen.

Maßgeblich dazu beigetragen hat neben der Inszenierung, die Besetzung von Brad Dourif ("Death Machine"; "Der Herr der Ringe") als Charles Lee Ray. Freilich ist dieser körperlich nur in den ersten Momenten zu sehen, doch hat seine Synchronisation von Chucky wohl nicht unerheblich zur Legendenbildung beim englischsprachigen Publikum beigetragen. Auch die deutsche Übersetzung hat mit Synchronsprecher Tobias Meister eine würdige und passende Stimme gefunden. Neben Dourif geben sich noch Chris Sarandon ("Hundstage"; "Hexensabbat" als Detective Mike Norris und Catherine Hicks ("Star Trek 4") als Karen Barclay in ihren Rollen als Hauptantagonisten der mörderischen Puppe alle Ehren. Sarandon gibt den Cop mit verschmitzten Gesichtsausdruck im richtigen Verhältniss zwischen Cool und Ambitioniert, sodass sein Spiel perfekt in diese nicht immer ernstgemeinte Gruselmär passt. Auch Hicks als Mutter Barclay zwischen Angst und Entsetzen wirkt hinreichend sympathisch und verlangt der bis zum Mittelteil schwierigen Mutter/ Sohn Beziehung die nötige Authentizität ab. Einziger Knackpunkt in dieser Hinsicht ist, man muss es leider sagen, Alex Vincent als Andy Barclay. Jenes hängt natürlich nicht damit zusammen dass ich mich über etwaiges schauspielerisches Unvermögen eines 7 jährigen echauffieren möchte. Vielmehr haben wir es mit einer Schwäche auf Drehbuchseite zu tun. Natürlich braucht es in so einer Geschichte ein Kind, ihn aber als in Frage kommenden Täter zu servieren und mit übermäßiger Screentime zu versehen ist dann doch ein bisschen daneben gegriffen. Schon damals vor gut 30 Jahren konnte diese falsche Fährte von der Zuschauerschaft wohl kaum in Betracht gezogen werden. Zumal dieser kleiner Racker gleich zu Beginn mit einer dermaßen verniedlichten -Frühstück an Mama's Bett- Szene, in sein rechtes Licht gerückt wird.

Der heute ungeschnitten ab 16 Jahren freigegebene Film hat dann naturgemäß auch hier und dort ein paar Härten zu bieten, die die bis 2011 bestehende Indizierung aber in keinem Fall rechtfertigt. Holland zeichnet seine Bedrohung, in neuem Gewand selbstverständlich, lieber in der Tradition und dem Charme der Monsterfilmchen der 30'er ("Frankenstein") oder 50'er (" Die Fliege") Jahre. Klar darf da die eine oder andere kleinere Brutalität nicht fehlen, ist aber kein Vergleich zu dem was sonst noch so in diesem Jahrzehnt Zelluloid- technisch auf die Bevölkerung losgelassen wurde. Trotzdem bleibt der erste "Chucky" der bis heute wohl grimmigste und dunkelste der gesamten Reihe.

Mit "Child's Play" oder eben "Chucky- Die Mörderpuppe" ist Tom Holland und Don Mancini, dem Schöpfer der Figur Chucky, etwas Besonderes gelungen. Sie konnten nicht nur eine simple und objektiv betrachtet etwas lächerlich klingende Story in einen heute gemeinhin als Kult geltenden Film verwandeln, ihnen ist es zudem gelungen mit Charles Lee Ray alias Chucky eine weitere Ikone auf dem Horror Markt zu platzieren.

8/10
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Kommentare

08.07.2019 21:39 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 13
Erfahrungspunkte von dicker Hund 2.886
Ich hatte kein Problem mit der Kinderrolle; da gibt es ganz andere Beispiele für Nervbacken - etwa in "Absurd". Von mir war's ein Punkt mehr. Unabhängig davon habe ich die Rezi gern gelesen. Du scheinst Dir ja gerne Reihen vorzunehmen.
😉

08.07.2019 22:12 Uhr - CHOLLO
1x
User-Level von CHOLLO 7
Erfahrungspunkte von CHOLLO 689
Danke Hund;)
Ja Reihen- Reviews mag ich. Hier werde ich es aber bei den ersten drei Teilen belassen, da ich die übrigen nicht kenne.

08.07.2019 22:51 Uhr - TheMovieStar
1x
User-Level von TheMovieStar 4
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 203
Tolles Review zu einem der Erinnerung nach überzeugenden ersten Chucky Teil. Ich muss mir die Teile wirklich mal wieder ansehen um meine Erinnerung aufzufrischen :-)

08.07.2019 23:36 Uhr - CHOLLO
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Auch dir Danke MovieStar :)

09.07.2019 10:23 Uhr - Gorno
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von Gorno 2.542
Top Review! 👌🏻😎

09.07.2019 16:50 Uhr - CHOLLO
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Danke!

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