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g-hot77
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Eintrag: 02.07.2019

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Cannibals and Carpet Fitters

Herstellungsland:Großbritannien (2017)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Komödie

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,67 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Ein lukrativer Auftrag winkt und deshalb müssen die Angestellten eines kleinen Teppichlegerbetriebs los in ein großes Landhaus mitten im Nirgendwo. Dort wartet jedoch nicht nur Arbeit auf sie, sondern auch eine überaus mörderische und vor allem hungrige Familie aus Kannibalen, die sich schon auf ihr nächstes Essen freuen! Und damit sind die Teppiche plötzlich Nebensache, denn es geht nur noch ums nackte Überleben!
eine kritik von g-hot77:

Ein Trupp Teppichverleger bekommt einen Auftrag im Haus einer vermeintlichen Kannibalen-Mutter und ihrer fünf degenerierten Söhne; da müssen die gängigen Teppichverlege-Werkzeuge auch schon mal zweckentfremdet werden.

Somit wäre die Handlung des Films auch schon geklärt und wer hier Ähnlichkeiten zu Backwood-Splatter-Slashern wie „Wrong Turn“ und Konsorten vermutet, dem sei gesagt: Da simma dabei!

Aber beginnen wir am Anfang, denn der Film beruht auf einem 18-minütigen Kurzfilm aus dem Jahr 2014 mit dem gleichen Titel, produziert und verfilmt von dem Briten James Bushe, welcher bis 2016 nur Kurzfilm-Erfahrungen sammeln konnte, davon aber schon recht viel. Einige dieser Kurzfilme fanden ihre Wege auf alle möglichen Filmfestivals und so wurde die besagte Kurzfilm-Variante des hier besprochenen Filmes trotz der grade mal 5.000 Pfund Produktionskosten ein kleiner Geheimtipp. Das Drehbuch wurde von Richard Lee O’Donnell geschrieben, welche sich schon von anderen Kurzfilmen her kannten. Auf Grund von einigen Schauspielerfahrungen (auch hauptsächlich Kurzfilme) und um Geld zu sparen, übernahm dieser dann auch direkt eine der Hauptrollen.

Auf Grund des Erfolges setzten sich diese zwei Herren zusammen und fingen an über Crowd-Funding Geld für eine Spielfilm-lange Version des Stoffes zu sammeln und gründeten 2016 die kleine Produktionsfirma „PRETTY DEAD PICTURES“. Für das Projekt kamen insgesamt circa 100.000 Pfund zusammen und man rekrutierte viele Schauspieler und Beteiligte, die auch schon bei der Kurzfilm-Variante mit an Bord waren und heraus kamen 88 Minuten Teppichverlege-Backwood-Material.

Das Intro des Filmes ist in bester „Blair Witch“-Manier mit zügigen, abgehackten, bewusst amateurhaften „Point of View“-Shots geschnitten und vermittelt dem Zuschauer erstmal das Gefühl in einem sich sehr ernst nehmenden Horrorfilm gelandet zu sein und ich war kurz wirklich der Meinung ich wäre mit den Filmbeschreibungen irgendwie durcheinander gekommen doch spätestens am Ende der Einleitung weiß man dann doch wo man gelandet ist.

Nach diesem WarmUp mit explizitem Inhalt hatte ich dann so richtig Lust auf die Dinge, die da geschehen werden, doch leider holt einen dann erstmal schnell die Realität ein:

Der Film spring regelmäßig von einer Hommage an Backwood-Filme zur Persiflage über eben jene hin und her. In einem Moment hat man immer wieder das Gefühl, dass der Film sich selbst sehr ernst nimmt und kommt dann mit seinen Horror-Elementen ganz solide rüber, im nächsten Moment nimmt er sich wieder selbst überhaupt nicht ernst, doch in diesen Momenten gerät alles immer stark ins Alberne. Durch den gewollt übertriebenen britischen Humor, die teilweise unprofessionellen Schauspielleistungen und dem ein oder anderen Overacting, wirken die humorigen Elemente leider oft sehr billig. Die deutsche Synchronisation ist leider auch etwas suboptimal, so habe ich die Stimmen am Anfang als sehr unpassend empfunden und die Synchro als solches irgendwie nicht homogen, doch da habe ich mich im Laufe des Filmes dran gewöhnt und nicht mehr als so störend empfunden. Das Drehbuch ist alles in allem relativ schwach auf der Brust und das Kreativste an dem Film, dass es mal keine Stripper, Rentner oder sonstige sind, sondern Teppichverleger, die hatten wir glaub ich noch nicht.

Die Charaktere sind alle sehr flach gehalten (da hilft auch kein Dialog über eine Scheidung) und schauspielerische Leistungen meistens Mangelware. Die einzigen die hier wirklich positiv auffallen, sind die Kannibalen-Söhne, welche recht bedrohlich und kompetent von ihren Komparsen gespielt werden. Die wahrscheinlich einzige etwas bekanntere Darstellerin ist Zara Pythian (Nebenrolle in Doctor Strange), die hier den Vorarbeiter der Truppe und Rambo-mit-Doppel-X-Chromosomen mimt. Der Film verheizt den üblichen Mix aus Stereotypen, in diesem Fall vielleicht noch etwas übertriebener stereotyp (aber beabsichtigt) und von der Tiefe her alle absolut austauschbar.

Und jetzt kommen wir dann zum totalen Kontrast. Denn so sehr das geringe Budget in den bisher besprochenen Bereichen zu spüren ist, so wenig ist es dann wiederum im Bereich Maske und Spezialeffekte erkennbar. Hier wird wirklich gute Handarbeit mit viel Liebe zum Detail, absolut hoher Qualität und in teilweise ziemlichen Nahaufnahmen geboten, dass das Splatter-Herz Purzelbäume schlägt. Besonders erwähnenswert finde ich die regelmäßig eingesetzten Jump-Scares, die wirklich fast immer unvorhersehbar daherkommen und einen schon mal zucken lassen. Kameraarbeit, Schnitt und Regie entschädigen ein bisschen für sonstige Verfehlungen. In den nicht lustigen Momenten schafft der Film es eine gewisse Spannung und Atmosphäre aufzubauen. Musik gibt es kaum in dem Film, so ist der Soundtrack grade mal 4-5 Lieder stark, inklusive Abspann-Musik.

Fazit:

Britische, blutige Splatterkomödie, stark am Rande zum albernen Humor, leider wenig Schauspiel-Talenten und einem schwachen Drehbuch, dafür aber mit sehr solidem Regie-Handwerk und absolut geil gemachten Spezialeffekten bzw. MakeUp/Masken. Für einen netten Abend unter Kumpels allemal zu gebrauchen: 6,5 Punkte.

 

„Teppichverleger weinen nicht !“

(Zitat)

6/10
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Kommentare

02.07.2019 18:12 Uhr - sonyericssohn
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Ja gut, angrillen äh antesten werd ich den schon mal. Nur jetzt weiß man ungefähr auf was man sich einstellen sollte.

Merci fürs aufklären ;-)

Wo hab ich jetzt mein Teppichmesser.......?

02.07.2019 19:45 Uhr - g-hot77
2x
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Gerne. Das klassische Teppichmesser kommt gar nicht vor... ;-)

02.07.2019 20:24 Uhr - sonyericssohn
DB-Co-Admin
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Kein anständiger Bodenleger geht ohne sein Teppichmesser aus dem Haus ! Wo kämen wir da hin ? :-D

04.07.2019 09:22 Uhr - Topper_Harley
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Flottes Review👌🏼 Habe jetzt nen guten Eindruck vom Film und davon was mich erwartet. Werde dem wohl mal demnächst eine Chance geben.

10.07.2019 21:06 Uhr - joecool69
Klasse geschrieben g-hot77, sehe den Film fast genauso wie du. Der Auftakt sah schon nach extrem Kostengünstigem Material aus und die Synchro gefiel mir auch nicht recht. Doch der erste blutige Spass hielt mich dann doch bei Laune, es war wohl auch die heftige, dumpfe Wirkung die er erzielte. Dann wurde es aber auch gleich schon milder als die Geschichte begann. Der Humor reicht von ganz flach bis, tatsächlich, Schenkelklopfermäßig. Ganz allmählich entwickelte sich eine gewisse Sogwirkung denn die Härten zwischendrinn waren nicht ohne und mit diesem gewissen ernsthaften Unterton. Immer wieder verwunderlich was die Prüfgremien so alles ungeschoren davon kommen lassen, die hatten jedenfalls Glück!
Alles in allem gebe ich 8 von 10 Teppichmesssern.

15.07.2019 19:52 Uhr - g-hot77
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10.07.2019 21:06 Uhr schrieb joecool69Klasse geschrieben

Dank dir!

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