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kokoloko
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Eintrag: 09.07.2019

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The Forbidden Room

Herstellungsland:Kanada (2015)
Genre:Komödie, Mystery

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Ein U-Boot in Seenot; ein Holzfäller, der der Bootsbesatzung auf mysteriöse Weise erscheint – war er nicht gerade noch dabei, die schöne Margo in den dunklen Wäldern von Holstein-Schleswig aus den Klauen der Roten Wölfe zu befreien? Ein Neurochirurg, der tief in das Hirn eines manischen Patienten greift; ein Mörder, der sich als das Opfer der eigenen Tat ausgibt; verführerische Skelette, kollidierende Zeppeline und eine heiße Badewanne, die all das ausgelöst zu haben scheint – Guy Maddins in Koregie mit Evan Johnson entstandener, entfesseltester, anarchischster Film gleicht einem nicht enden wollenden, scheinbar chaotischen, aber doch stets bedeutungsvollen erotisch-klaustrophobischen Alptraum, in dem Handlung, Charaktere und Orte einander ständig rätselhaft überlagern.
eine kritik von kokoloko:

The Forbidden Room

Ein weiterer, sehr reizvoller Film in der Verlosung, eine weitere Kritik von meiner Wenigkeit - nur dass ich dieses Mal nicht in die Review-Mottenkiste greife und mir auch keinen Kurzfilm vorknüpfe, sondern stattdessen das wohl in mehrerer Hinsicht herausstechendste filmische Werk, das ich in letzter Zeit gesehen habe. Denn "The Forbidden Room" von Kurzfilmvisioniär und Filmliebhaber Guy Maddin ist eine so sperrige, anstrengende und überlange wie stellenweise auch verzaubernd nostalgische, altmodische und vor Herzblut nur so zerlaufende Würdigung des Mediums an sich, dass sich die Geister hier scheiden werden - in der Filmreviewtabelle, die ich mit zwei Freunden teile, sah das dann so aus:

"Eine im wahrsten Sinne des Wortes UNERTRÄGLICHE Seherfahrung assoziativer Traumlogikscheiße, die vielleicht 45 Min in Ordnung gewesen wäre (5/10) mit seinen unerbittlichen zwei Stunden jedoch meinem guten Geschmack zutiefst zuwidergeht. Wenn ein Film nicht einmal ein Grundquäntchen Unterhaltung oder genug Cleverness liefert, dann startet er bei mir mit einer 1/10 und kämpft sich mit jedem genießbaren Aspekt ein bisschen nach oben: Da wäre für mich 1. der Überraschungseffekt mit dem träumenden Vulkan (bei dem ich schade fand, dass der Effekt zweimal verwendet wurde) und 2. eine Handvoll abstruser Szenenideen, die mich belustigt haben. Ich könnte alles aufzählen, was der Film nicht bietet, aber dann reicht der Platz hier nicht mehr für euch. Insofern überlass ich euch den Rest. 2+ von fucking 10. // M. Unbändig verspielte sowie kreative, fiebertraumhafte Assoziationsmontage und Liebeserklärung an die Magie des Kinos, mit Bildern zum Staunen und Versinken einer nicht enden wollenden, faszinierenden Ideenkettung und spaßigen Stummfilm-antics. Anstrengend und überlang, aber wertvoll. // B. Zwei Ideen ganz witzig, und der Film hätte deutlich besser gefallen wenn er weniger assoziativ gewesen wäre - auch wenn das der Sinn des Projekts war. Von daher wohl ein Fall von Nix für mich. // A."


Und genau so, oder sehr ähnlich, dürften sich wohl auch allgemein die meisten Zuschauer positionieren - denn sich auf diese harten 2 Stunden Kurzfilmmontage einlassen zu können, die jegliche konventionelle Erzählstruktur oder Dramaturgie bricht, um ein Potpourri an nicht realisierten Stummfilm-Ideen zu präsentieren und mit Verfremdungseffekt über Verfremdungseffekt großartig zu/wie/mit altem Material zu bearbeiten und zu einem reinen stream-of-subconsciousness mutieren zu lassen, ist ungefähr so nachvollziehbar, strukturiert und verständlich, wie dieser Satz.

Doch zum Glück kann ich einem Film viel verzeihen, wenn er audiovisuell viel richtig macht - und das tut "The Forbidden Room" mit seinen überdrehten Farben, interessanten Frames und abwechslungsreich kostümiertem Starcast definitiv: Am bekanntesten dürften hier Udo Kier und Charlotte Rampling sein, wobei ersterer in ganze 5 Rollen schlüpft und für die beste Stelle des Films verantwortlich ist, ein Musical über zwanghafte Lust und einen Mann, der sich sein Hirn herausoperieren lässt, um nicht mehr an Hintern zu denken...

Allgemein würden Inhaltsangaben wie die Tagebücher eines Wahnsinnigen klingen und sind teils anstrengend selbstzweckhaft-absurd oder bekloppt, auch ohne symbolisch viel zu reißen oder zu thematisieren, bis auf das Leitthema des aufkommenden Unterbewusstseins. Unter anderem tummeln sich hier jedenfalls skrupellose Mörder, Zug-Psychiater, ein Nosferatu-mäßiges Ungetüm, dessen Schritte leiser werden, je näher er kommt, Besuche aus dem Jenseits, Versicherungsbetrug, mit Gift getränkte Skelettkostüme, ein träumender Vulkan und schräge Musik.

"The Forbidden Room" ist ein flirrender, flackender, sich selber zersetzender, auflösender Flickenteppich von spannenden bis bekloppten, verspielten bis peinlichen, kreativen bis allzu behäbigen Ideen, mit zahlreichen Charakteren, Erinnerungen, Ministories, Stummfilm-Anspielungen, Texttafeln, theatralischem Dialog, schlechtem Schauspiel, gutem Schauspiel, witzigen Einfällen, Überlänge und mehr Szenen, als dem Film gut getan hat. Als 80-Minüter könnte ich dieses Werk zweifelsohne jedem empfehlen, mit ganzen 120 Minuten allerdings eine anstrengende Erfahrung, die zu sporadisch und unbeständig belohnend ist, auch wenn Vision und Herzblut sichtbar bleiben. Visuell ein ästhetischer Retrotraum zum Reinlegen, mit vielen posterreifen, mysteriösen, farbprächtigen, spannenden Einstellungen und Bildern - abseits davon aber leider immer wieder zu zäh, repetitiv und substanzlos. 6/10

6/10
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Kommentare

09.07.2019 21:16 Uhr - TheRealAsh
2x
User-Level von TheRealAsh 9
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Du wirst lachen, ich überlege den seit VÖ aus UK zu importieren und habe erst vor ein paar Tagen mal wieder gedacht: jetzt aber!

Habs dann sein lassen und freue mich sehr über deine Rezi hierzu, die mir viel Spaß gemacht hat. Überzeugter bin ich mit der Wertung natürlich nicht und zwei Stunden sind lang. Hm, sehen will ich ihn aber trotzdem noch XD

Top Review jedenfalls, danke!

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