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Krieg der Sterne

Originaltitel: Star Wars

Herstellungsland:USA (1977)
Standard-Freigabe:FSK 6
Genre:Abenteuer, Action, Fantasy,
Science-Fiction
Alternativtitel:Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung
Star Wars: Episode IV - A New Hope
The Star Wars: From The Adventures Of Luke Starkiller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,20 (237 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Seit der Vernichtung der Jedi-Ritter steht die Galaxie unter der grausamen Herrschaft des Imperiums. Nur eine kleine Gruppe von Rebellen, angeführt von der schönen Prinzessin Leia, widersetzt sich der dunklen Macht. Als es ihnen gelingt die geheimen Baupläne für den gefährlichen Todesstern zu entwenden, gerät das Imperium in Aufruhr. Durch Zufall gelangen die Pläne ausgerechnet in die Hände des Farmersjungen Luke Skywalker der spürt, dass er sein bisheriges Leben hinter sich lassen muss. Gemeinsam mit dem weisen Obi-Wan Kenobi, den Weltraumabenteurern Han Solo und Chewbacca sowie den Droiden R2-D2 und C-3PO nimmt er den Kampf gegen das mächtige Imperium auf. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Kampfstern kann nur vor seiner Fertigstellung zerstört werden... und der finstere Darth Vader ist ihnen dicht auf den Fersen. (20th Century Fox)

eine kritik von kaiser soze:

Reviews zur Star Wars-Saga:
Die dunkle Bedrohung - Angriff der Klonkrieger - Die Rache der Sith - Obi-Wan Kenobi 
- Rogue One - Krieg der Sterne - Das Imperium schlägt zurück - Die Rückkehr der Jedi-Ritter - Das Erwachen der Macht - Die letzten Jedi


Ich weiß, es ist etwas lang, aber noch kürzer habe ich es nicht hinbekommen und hoffe, dass es gefällt!
 

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis...

... naja, um genau zu sein, war es 1977, als eine neue Filmreihe losgestoßen wurde, die mittlerweile über vier Jahrzehnte neue Filme, Serien, Spielzeug u.v.m. hervorbringt, teils sogar als Religion betitelt wird, ganze Generationen begeistert (oder eben nervt, je nach Filmgeschmack) und zu längst nicht jedermanns Freude einfach nicht totzukriegen ist:

Krieg der Sterne

(1977), der erste veröffentlichte Film und somit Beginn der Urtrilogie (1977 bis 1983), chronologisch mitunter als vierter Teil - „Star Wars - Episode IV: Eine neue Hoffnung“ - betitelte Beginn einer phantastischen SFi-Reise mit märchenhaften Handlungen, Gut gegen Böse und Vorbildern bzw Bezüge u.a. von Asien (Jedi: 'Jidai' (japanisch) = Zeitalter, Filmgenre aus alten Tagen mit vielen Samurai-Schwertkämpfen) bis zum 2. Weltkrieg (Schusswaffen, Uniformen), die aus 11 Millionen Dollar Budget fast 800 Millionen Dollar Einspielergebnis werden ließ und klaren Kultstatus genießt!

Alleine der Ideenreichtum und George Lukas absolut gelungene Umsetzung sind bemerkenswert.
Es beginnt mit dem charakteristischen gelben Eingangstext (ähnlich der „Flash Gordon“-Serie), der ins Unendliche des Weltalls zieht, über John Williams atemberaubender Musik sowie der typischen „Star Wars“-Melodie bis hin zu einem Hauptdarsteller, der mehrere Sonnen untergehen sieht, menschenähnliche (jedenfalls mehr (z. B. bei Chewbacca (Peter Mayhew) oder weniger (z. B. bei Jabba the Hut, der durchaus auch das Vorbild für Sleimok sein könnte, wobei auch Dinosaurier und der Jeti hier Pate gestanden haben dürften) Außerirdische, mit denen Menschen zusammen auf diversen Planeten leben, Raumschiffen, Maschinen / Droiden (allen voran den beiden treuen Begleitern C-3PO, dem 'wirrköpfigen Philosophen' sowie R2D2, die hier, wie ein altes, nörgelndes Ehepaar wirken), Sturmtroopern (die den deutschen Soldaten in „Triumph des Willens“ (1935)nachempfunden sind), Laserschwerter (-kämpfe) usw, dabei ab und an immer diese Anspielungen auf bereits vergangenes, was wir wiederum in den folgenden Filmen nach und nach kennenlernen werden a la „Luke ist einfach kein Farmer, Owen (Phil Brown - 1916 bis 2006). Es steckt einfach zu viel von seinem Vater in ihm.“ oder „Habt Ihr in den Klonkriegen gekämpft“, man wird förmlich von der Unmenge an Eindrücken erschlagen - im positiven Sinne - und optisch braucht sich dieser Film größtenteils auch vor modernen Produktionen nicht zu verstecken; hier wurde wirklich sensationelle Arbeit geleistet - und hängt den albernen Rotzfilm (meine Meinung!) und ständigen Konkurrenten „Star Trek: Der Film“ (1979) dermaßen ab, dass es für diesen richtig peinlich ist - ich muss gestehen, dass ich die alten „Star Trek“-Filme hasse!

Aber worum es handlungstechnisch bei „Star Wars“ immer geht, ist die Macht und die Jedi mit Ihren Laserschwertern!

 „Die Macht ist es, die dem Jedi seine Stärke gibt.
Es ist ein Energiefeld, dass alle Lebewesen erzeugen.
Es umgibt uns, es durchdringt uns, es hält die Galaxis zusammen“

In diesem Film, handlungstechnisch also nach der Order 66, gibt es aber nur noch zwei Jedi, Obi-Wan Kenobi, der sich Ben Kenobi nennt, (Alec Guinness - 1914 bis 2000) und Yoda, wobei dieser noch nicht vorkommt, und mit Luke Skywalker (Mark Hamill), einem Familiennamen, der uns noch sehr vertraut werden wird (!), gibt es das erste Mal seit etwa 19 Jahren (so viele Jahre sind seit „Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith“ (2005) im Film vergangen) wieder einen Padawan, einen Jedi-Schüler.

Generell ist die Besetzung sehr gelungen und verschaffte den Hauptdarstellern, allen voran Harrison Ford, neben dem Kultstatus auch karrieretechnisch einige Vorteile. Die jeweiligen Duos, Schüler und Meister Luke Skywalker (Mark Hamill) und Obi-Wan Kenobi (Alec Guinness) bzw später die herrlich-zickige, aber sehr hübsche und starke Prinzessin Leia (Carrie Fisher - 1956 bis 2016), Haudegen Han Solo (Harrison Ford) und Wookie Chewbacca (Peter Mayhew - 1944 bis 2019) sowie besagte Droiden C-3PO (Anthony Daniels) mit R2-D2 (Kenny Baker - 1934 bis 2016) katapultierten sich jedenfalls in die Herzen der Fans, ebenso, wie der Film-Bösewicht Darth Vader (David Prowse), dessen Demonstration der Macht und eiskalte Präsenz  ebenfalls ein Highlight des Film sind! Aber auch Bösewicht Gouverneur Wilhuff Tarkin (Peter Cushing - 1913 bis 1994) hat sich seinen Platz im Universum eiskalt verdient.

Die optische Umsetzung ist wirklich eine Wucht. Natürlich wurden die neuen Versionen seit der Kinofassung auch entsprechend bearbeitet und digitalisiert, aber auch damals war es ein Meisterwerk! Ich lege jedem hier VideoRaiders Schnittbericht nahe - ebenfalls sehr, sehr gut! Egal, ob Szenen auf den Planeten, in Wüstengegenden oder im Weltall, in Raumschiffen, den kleinen X-Flügel-Raumschiffe der Rebellen gegen die imperialen Jäger, dem Rasenden Falken mit all seinen hochgelobten Glanzleistungen vergangener Tage bis hin zu Zerstörern und dem Todesstern mit seiner demonstrierten Angriffsstärke.

„Über 1000 Generationen lang sind die Jedi-Ritter in der Alten Republik die Hüter des Friedens und
der Gerechtigkeit gewesen. Bevor es dunkel wurde in der Welt, vor dem Imperium.“

Zugegebenermaßen die FSK 6 Freigabe, die jeweils beim ersten Teil der ersten beiden Trilogien vergeben wurden, habe ich bei diesem Film nie so recht verstanden. Jetzt von der Komplexität der Geschichte mal ganz abgesehen, alleine, wenn die verbrannte Leiche / Skelett in Lukes Elternhaus zu sehen ist, ein Aliengangster den Arm durch ein Laserschwert abgeschlagen bekommt und im Anschluss ein Auftragsmörder erschossen wird, von diversen Schießereien gar nicht erst anzufangen, hallo, der Film hat, wenn man Recherchen richtig sind durch die Zerstörung Alderaans einen Body Count über 2 Milliarden! ;-D Naja, aber ernsthaft, ab 12 wäre angemessener und es sterben sichtbar auch 111 Personen.

Nebenbei etablierte „Krieg der Sterne“ verschiedene Sprüche, die in späteren Filmen noch aufgegriffen und abgewandelt ebenfalls Kultstatus erreichten, wie etwa „Ich werd allmählich zu alt für solche Sachen“, was wir 10 Jahre später in „Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis“ (1987) etwas anders präsentiert bekommen werden und wird in zig verschiedenne Filmen und Serien angedeutet. Seinerseits verweist „Krieg der Sterne“, dessen filmischen Vorbilder gemäß Georg Lukas u.a. die Serie „Raumschiff Enterprise“ (1966 bis 1969) und der japanische Film
Die verborgene Festung“ (1958) waren, etwa bei der Rettungsaktion der Prinzessin auf den „Der Zauberer von Oz“ (1939), bei o.g. Szene, in der Luke nach Hause kommt und seine toten Onkel und Tante findet auf
Der schwarze Falke“ (1956), verwendet nach „THX 1138“ (1970) ernuet das Wort 'Wookie' u.v.m.

Was mir persönlich auch immer auffällt, ist die häufige Nennung, dass jemand (etwa Luke) bzw etwas (die in „Rogue One: A Star Wars Story“ (2016) gestohlenen Pläne des Todessterns) „die letzte Hoffnung“  sein sollen - vor allem von Lea Organa, eigl / geborene Amidala bzw Skywalker (Carrie Fischer). Bei der Veröffentlichung wurde der 'Alternativtitel' „Star Wars - Episode IV: Eine neue Hoffnung“ nicht genutzt, aber heutzutage fällt diese sprachliche Ähnlichkeit doch auf.

„Helft mir, Obi-Wan Kenobi; Ihr seid meine letzte Hoffnung!“

Leider muss ich gestehen, dass dieser Film zwar eine Wucht und Meisterwerk ist, alles schön einführt und vorstellt, aber obwohl er mit 116 Minuten (Kinofassung) bzw 119 Minuten (Spezial Edition) - siehe Schnittbericht - der kürzeste Film der Reihe ist, doch gewisse Längen hat. Bei den ersten Malen Anschauen als jugendlicher war mir das egal, da war ich einfach hin und weg (!), aber nun nach zig-mailigen  Anschauen und Jahren bzw Jahrezehnten später... Es dauert nicht nur 30 (zu lange) Minuten, bis die Droiden endlich auf Tatooine sind bzw 45 Minuten, bevor Han Solo angeheuert wird, generell hätte der Film etwas gestrafft werden dürfen. Aus heutiger Sicht und vor allem im Vergleich zu den neueren „Star Wars“-Filmen - das mag jetzt natürlich Geschmackssache zu sein - sind die Laserschwertkämpfe etwas unspektakulär; bzw der Kampf von der Arm-Ab-Szene in der Bar gibt es schließlich nur den Kampf Obi-Wan gegen Darth Vader!

Ich gestehe aber, dass dies sicherlich Meckern auf hohem Niveau ist, denn „Krieg der Sterne“ ist und bleibt einfach ein sehr guter Film und klasse Beginn einer Filmreihe, die mittlerweile fast 10 Milliarden Dollar einspielen konnte!

Möge die Macht mit Euch sein!

8 von 10 Punkten

 

8/10
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Kommentare

14.07.2019 21:52 Uhr - sonyericssohn
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TOP !
Im Buch hieß Tarkin glaub ich Moff ! Moff ! Warum nicht gleich Stoff oder Wuff ?! :-D

14.07.2019 22:08 Uhr - Kaiser Soze
1x
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Danke Sony!
Das Buch kenne ich nicht, aber ausm Bauch raus würde ich tippen, dass engl sprachigePersonen da andere, weniger Assoziationen hegen ;-D

14.07.2019 22:12 Uhr - sonyericssohn
1x
Moderator
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Auch möglich :-D

15.07.2019 01:12 Uhr - TheRealAsh
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Ganz tolles Review, Kaiserchen, chapeau!

15.07.2019 18:59 Uhr - Kaiser Soze
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Danke Ash!
Wieso bin ich eigl das Kaiserchen? :-D

17.07.2019 02:47 Uhr - spobob13
1x
Danke für das schöne Review eines All-Time-Favoriten.
Als ich so mit vielleicht 8 oder 9 Jahren aus dem Kino kam, war ich wie verzaubert.
Star Wars war damals ein Film, den es so zuvor eben noch nie gegeben hat. Alles sah - für damalige Verhältnisse unglaublich authenisch aus. Als ob es diese andere Welt wirklich gegeben hätte. Ich denke, nur wer aus dieser Zeit kommt weiß den Film wirklich zu schätzen. Jüngere können mit dem Film viel weniger anfangen. Meine kleinen "Ziegen" wollten den vor Jahren esrt gar nicht zu Ende schauen.

17.07.2019 23:08 Uhr - TheRealAsh
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15.07.2019 18:59 Uhr schrieb Kaiser Soze
Danke Ash!
Wieso bin ich eigl das Kaiserchen? :-D


Nur eine Niedlichkeitsform. Nicht erwünscht, Herr Kaiser? ;-)

18.07.2019 15:46 Uhr - Kaiser Soze
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17.07.2019 23:08 Uhr schrieb TheRealAsh
15.07.2019 18:59 Uhr schrieb Kaiser Soze
Danke Ash!
Wieso bin ich eigl das Kaiserchen? :-D


Nur eine Niedlichkeitsform. Nicht erwünscht, Herr Kaiser? ;-)


Alles gut, hätte ja sein können, dass da irgendeine Anspielung oder so sein soll oder sonstwas, aber klar, Kosenamen kommen nunmal zustande.

Ich denke mal, dass Kaiser / Keyser Soze / Söze bekannt sein dürfte ;-D

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