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Rambo: 2. Teil - Der Auftrag

(Originaltitel: First Blood: Part II)
Herstellungsland:USA (1985)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Abenteuer, Action, Krieg
Alternativtitel:Rambo: 2. Teil
Rambo - First Blood: Part II
Rambo - First Blood: Part 2
Rambo 2
Rambo 2 - Der Auftrag
Rambo II
Rambo II - Der Auftrag
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,19 (187 Stimmen) Details
inhalt:
Der Vietnamkrieg ist vorbei. Der ehemalige Green Beret Rambo schmort in einem Gefängnis. Colonel Trautman holt ihn dort heraus, denn er braucht für eine hochgefährliche, geheime Mission seinen besten Mann. Rambo soll im vietnamesischen Dschungel nach amerikanischen Kriegsgefangenen suchen und sie befreien. Doch seine Überlebensfähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt: Weil er den Befehlen nicht gehorcht, stufen ihn die eigenen Leute als "entbehrlich" ein. Ab sofort ist Rambo auf sich allein gestellt. Nur mit einem Messer sowie mit Pfeil und Bogen bewaffnet, tritt er den mit modernsten Waffen ausgerüsteten Feinden entgegen...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von chollo:

Bei objektiver Betrachtung hat "Rambo 2- Der Auftrag"/ "First Blood: Part 2" nur noch bedingt etwas mit seinem Vorgänger zu tun. Klar heißt der Protagonist wieder Rambo, John J. und sein Ziehvater Cl. Trautman. Doch dieses zugegebenermaßen etwas hirnlos geratene Actionvehikel in einem Atemzug mit dem in seiner Kernaussage  tiefgründig greifenden Original zu nennen wäre doch etwas zu viel des Guten. Teil 2 deswegen aber per se ein schlechtes Zeugniss auszustellen wäre auch nicht gerechtfertigt. Im Jahre 1985, in dem sich auch andere Sternchen auf Ein- Mann Mission begaben (Schwarzenegger in "Phantom Kommando"), schien dieser Schritt eben die logischste und gewinnträchtigste Konsequenz zu sein.

Rambo, mittlerweile im Steinbruch- Knast angekommen und schätzungsweise 30 Kilo an Muskelmasse schwerer, bekommt wichtigen Besuch von seinem ehemaligen Vorgesetzten. Als Fotograf soll er in den Dschungel vergangener Tage um sich ein Bild über die Situation etwaiger verbliebener Kriegsgefangener zu machen. So weit, so hohl. Was dann aber passiert spottet jeder Beschreibung. Nichts mehr übrig von der inneren Zerrissenheit begibt sich der gute John alsbald zur patriotistischen Tat und pflügt halb Vietnam mitsamt bemitleidenswerten Gegenspielern um. Was die Produzenten mit tatkräftiger Unterstützung von Sylvester Stallone himself an der Figur John Rambo verüben, kommt ebenfalls einem Kriegsverbrechen gleich. Frei nach dem Motto: mehr Muskeln als Hirn, stampft der Gute hier dauerbewaffnet durch die Szenerie und scheint jedweden Anflug von Empathie im Keim erstickt zu haben um seine heldenhafte Pflicht zu erfüllen. Nicht falsch verstehen, dem Treiben zuzuschauen bereitet auch hier wieder Vergnügen, wenn auch auf eine ganz und gar andere Weise. Und man mag es kaum glauben, sogar eine kleine Liebes Geschichte hat sich in den Film mit eingeschlichen.

Man könnte meinen mit einer ganzen Trupp böswilliger Vietnamesen wäre Rambo ausgelastet genug, aber nichts da, auch die üblichen Verdächtigen in den eigenen Reihen dürfen wieder mal nicht fehlen. Diesmal werden sie von Charles Napier ("Das Schweigen der Lämmer"; "Philadelphia") und Martin Kove ("Last House on the Left") als gewissenlose Söldner dargestellt. Eine ordentliche Performance liefern beide ab, doch befällt sie die gleiche Krankheit wie ihr großer Widersacher. Ihre Figuren sind einfach zu schablonenhaft skizziert als das sie wirklich nachhaltigen Eindruck machen könnten. Auch Richard Crenna agiert wieder ähnlich hölzern wie im Vorgänger, erhält aber vergleichsweise wenig Screentime. Musik und Schnitt wieder von Professionalität  in Form von Jerry Goldsmith bzw. Mark Goldblatt geprägt, hat auch in der Regie ein versierter Handwerker das Zepter übernommen. George P. Cosmatos ("Unheimliche Begegnung"; "Tombstone") durfte nach dem finanziellen Erfolg von "Rambo 2- Der Auftrag" dann auch bei "Die City Cobra" erneut mit Stallone zusammenarbeiten. Geschickt in inszenatorischen Belangen, ist seine Regie aber auch klar als Auftragsarbeit ohne eigene Handschrift zu erkennen.

Wie bereits erwähnt langt Teil 2 im Gegensatz zum Ersten in den Härten deutlich zu. Unzählige Erschießungen werden mit blutigen Spitzen in Form von Kehlenschnitten und Verbrennungen ergänzt, deren Höhepunkt wohl die Explosion eines Kommandeurs darstellt. Klingt zwar äußerst deftig, wirkt in der Ausführung mitunter aber schon fast grotesk übersteigert, sodass den Grausamkeiten dann doch etwas die Luft ausgeht. Seit 2010 wieder vom Index befreit, ist "Der Auftrag" mittlerweile für ein erwachsenes Publikum freigegeben.

"Rambo 2" wirkt im Vergleich zu seinem Vorgänger wie ein Mittagessen bei McDonalds statt eines gehobenen Restaurants. Schmecken tut es bei beiden wenn man sich dafür entscheidet und satt macht es auch allemal. Man sollte alles hier einfach nicht zu Ernst nehmen oder am besten gleich das Hirn abschalten, dann hat man mit Stallone's Völkerverständigung auch seinen Spaß. Ich fühlte mich trotz der in Teilen etwas negativ klingenden Kritik bestens unterhalten.

8/10
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Kommentare

25.07.2019 05:12 Uhr - McGuinness
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Nachvollziehbare Kritik, aber mit der Wertung kann ich mich nicht anfreunden, da der zweite Ausflug vom Helden meiner Kindheit so ziemlich das beeindruckendste ist, was es in der Geschichte des Actionfilms zu bestaunen gibt.

Das hier von der vorherigen Tiefe des ersten Teils nicht mehr viel übrig ist, macht schon Sinn, da dieser Film hier, wie von dir erwähnt, einerseits natürlich in den Geist der damaligen Zeit passt, andererseits es für den Zuschauer auch nicht mehr sonderlich interessant gewesen wäre, das seelische Wrack John Rambo erneut zu bestaunen, denn wie hätte man die Geschichte anderweitig fortführen sollen ???
Hätte man Rambo im ersten Teil, wie früher einmal geplant, sterben lassen sollen ???
Dann wäre uns einer der großartigsten Actionhelden verwehrt geblieben.

Hier findet Rambo quasi wieder zu seinen Wurzeln zurück und verwandelt sich in die Kampfmaschine, die er nun mal gewesen ist, bzw. auch immer sein wird.

" Wir haben dich nicht zu dieser Kampfmaschine gemacht, wir haben nur die rauen Ecken und Kanten abgeschliffen " 😉

25.07.2019 13:07 Uhr - TheMovieStar
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Die Kritik ist vom Wortschatz her ansprechend formuliert und liest sich sehr gut.
Die Kritikpunkte kann ich nachvollziehen, die du ansprichst, bewerte aber größtenteils die Inhalte davon komplett anders, siehe auch meine Kritik zum Film. Aber gut, ein Review ist ja dafür da, dass der Verfasser seine eigene Meinung schildert und argumentativ auch begründet und das tust Du, was ich dann auch so respektiere.

Was aus meiner Sicht aber eher nicht passt ist der formulierte Text mit seiner subjektiven Aussage in Relation zu deiner vergebenen Endbewertung, diese ist für meinen Geschmack um ein paar Punkte zu hoch ausgefallen. Dein Text liest sich deutlich negativer als deine Bewertung ausfällt (liest sich eher in Richtung 6/10 anstatt 8/10)

25.07.2019 15:34 Uhr - Mucki1979
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Zitat:

"Rambo 2" wirkt im Vergleich zu seinem Vorgänger wie ein Mittagessen bei McDonalds statt eines gehobenen Restaurants."

So gern ich auch in gehobene Restaurants gehe, ist hin und wieder ein triefender guter Hamburger ein reines Liebesspiel kulinarischer Natur für mich!!! Rambo 2 ist Kult und wäre somit der Doppel-Whopper mit Käse! Genauso wie Phantom Kommando, trotz dessen unfreiwilliger Situationskomik. Der wäre dann so der McRib für mich. ;-)

Dementsprechend äußerst zutreffende Rezi lieber Chollo, vielen Dank hierfür!

25.07.2019 17:04 Uhr - CHOLLO
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Vielen dank ihr Lieben :)

@ MovieStar
Ja des stimmt, im Nachhinein wirkt die Kritik wirklich etwas sehr negativ..vielleicht triffts "Guilty Pleasure" am besten;)

25.07.2019 17:23 Uhr - Stoi
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Gut geschriebene Kritik der ich aber in keinster Weise folge und somit meine Bewertung auch völlig anders aussähe.
Rambo 2 ist für mich ein reaktionärer Macho-Streifen auf Chuck Norris-Niveau, dumm und einfältig.
Ein Drehbuch, dass auf ein Stück Konfetti passt, reihenweise unrealistische Action, peinlicher Patriotismus und dämliche Dialoge. Rambo 3 ist da nicht viel besser.
Beide sind peinliche und einfältige Muskel- und Krawallshows in Schwarzweiß-Denke, die auf einem Fundament von dummen Klischees und Vorurteilen basieren.
Ich finde auch die Darstellung völlig lächerlich, ein dumm glotzender Muskelprotz mit Stirnband. Der ist im ganzen Film so lächerlich und unglaubwürdig wie seine Persiflage aka Topper Harley.
Der großartige erste Teil, der ein dicht inszeniertes Veteranendrama mit einem glaubhaften und spannenden Plot und durchgängig guter Besetzung ist, hätte wirklich würdigere Nachfolger verdient. Zwischen 1 und 2/3 liegen Welten.
R2 bekäme bei mir, wegen einer akzeptablen technischen Umsetzung, irgendwas zw, 2/10 und 3/10

25.07.2019 17:55 Uhr - CHOLLO
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Danke Stoi!
Komplett nachvollziehbar deine Einstellung zu diesen Streifen..Ich glaube solchen reaktionären Unfug kann man entweder nur hassen oder lieben:)

25.07.2019 21:04 Uhr - TheMovieStar
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25.07.2019 17:04 Uhr schrieb CHOLLO
Vielen dank ihr Lieben :)

@ MovieStar
Ja des stimmt, im Nachhinein wirkt die Kritik wirklich etwas sehr negativ..vielleicht triffts "Guilty Pleasure" am besten;)



Ja das kenne ich, da schreibt man mal munter drauf los, erkennt negative Punkte und dann hört sich das am Schluss schlimmer an als man es eigentlich ausdrücken wollte... hatte ich erst bei John Rambo, da hatte ich zuerst ein Text der sich nach ner 3 von 10 Punkten anhört... musste bisschen umschreiben das der Text mit meiner angestrebten Bewertung ungefähr übereinstimmt (6/10 Punkte).

25.07.2019 21:47 Uhr - CHOLLO
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So isses ;)

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