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Mucki1979
Level 6
XP 532
Eintrag: 14.07.2019

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Jason Goes To Hell - Die Endabrechnung

(Originaltitel: Jason Goes To Hell: The Final Friday)
Herstellungsland:USA (1993)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Fantasy, Splatter, Thriller
Alternativtitel:Freitag der 13. Teil 9 - Jason Goes To Hell
Friday The 13th Part IX: The Dark Heart Of Jason Voorhees
Friday The 13th: Anniversary Of Jason
Freitag der 13. - Die Endabrechnung

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,08 (124 Stimmen) Details
inhalt:
Nachdem eine Spezialeinheit des FBI den Serienkiller Jason Voorhees in die Luft gesprengt hat, wird angenommen, dass er nun endgültig tot sei. Doch sie alle irren sich: Jason wird wiedergeboren und entwickelt jetzt die fürchterliche Fähigkeit, die Persönlichkeit eines jeden Menschen anzunehmen, den er berührt. Die entsetzliche Wahrheit ist, Jason ist überallund nirgends. Er kann sich hinter jedem Gesicht verbergen. In diesem schockierenden, bluttriefenden Finale von Jasons mit Leichen gepflasterter Schreckensherrschaft wird das grausige Geheimnis seines nicht zu unterdrückenden Killerinstinkts endlich gelüftet. Und wer die haarsträubenden Einzelheiten erst einmal erfahren hat, wird von Jason bis in seine Träume hinein verfolgt. Denn wir sind mit ihm verabredet – in der Hölle!
eine kritik von mucki1979:

Heute ist ein großer Tag! Doch dazu gern später im Text.

 

Ja, die gute alte Freitag der 13. Filmreihe. Wer kennt sie nicht? Wer sich zu meiner filmischen Generation zählen darf, der ist mit der Reihe aufgewachsen und stellt eigentlich den Teil 1 bis zum Teil 10 ohne Remakes/Reboots und Crossover dar. Und eben nicht nur mit der Reihe an sich, sondern auch mit ihrer Veröffentlichungs- und Zensurkultur. Waren doch mindestens zwei Teile der Reihe bis vor kurzem noch bundesweit beschlagnahmt, der Rest vom Ur-Freitag bis zum "Uber-Jason" mindestens indiziert und von der FSK überwiegend ablehenend entgegen genommen. Dabei basieren fast alle Filme der Serie auf dem entschärften R-Rating der Originalfassung, etwaige Bootlegs lasse ich hierbei einfach mal unerwähnt.

 

Und so traf meine Generation seinerzeit in den neunziger Jahren noch das Schicksal, sich von Viedeothek zu Videothek zu kämpfen, um zumindest alle Teile der Reihe mal auf VHS gesehen zu haben. Glück hatte derjenige, dessen Stadt oder Dorf einen Videothekar dabei dabei hatte, der unter dem Tresen auch mal eine ausländische VHS-Vassung liegen hatte, die hier und da mal mehr bzw. den ganzen beschlagnahmten Film der Reihe zu bieten hatte. Die beschlagnahmten Teile sind mittlerweile nunmehr auch rehabilitiert, mindestens weitere 3 Teile der Reihe haben mittlerweile sogar Jugendfreigabe. Wie sich die Welt doch ändert.

 

Und tja, nun ist er da, der große Tag! Ich werfe meinen Sky Reciever heute früh an und sehe, dass der hier besprochene neunte Teil der Reihe hochauflösend auf TNT-Film HD ausgestrahlt wird und somit für eine Aufnahme und den Stream zur Verfügung steht, wenn auch in der R-Rated Fassung. Und diese Pay-TV Ausstrahlung ist eine kleine Premiere, denn bis auf einen zerschnippelten Torso auf Kabel 1 vor ein paar Jahren, ist dies ein Novum und mir sogleich mal ein Review wert. Denn bislang gibt es außerhalb überteuerter Mediabooks nicht einmal eine deutsche vollständige Veröffentlichung der Reihe auf Bluray. Hin und wieder lief Teil 1 mal kastriert im Nachtprogramm und der eher harmlose Teil 2 mit Jugendfreigabe darf sich auch mal auf Kabel 1 Classics verheizen lassen.

 

Wer mit der Reihe aufgewachsen ist wie ich, der weiß wofür die Reihe letztlich stand und steht. Bis zum hier besprochenen Teil handelt es sich um nichts anderes als eine Aneinandereihung von Tötungsszenen um pubertierende Kids, die Wein, Weib und Gesang nicht abgeneigt sind. Ja liebe Freunde, als Pendant zum Halloween-Universum und ab Teil 2 garniert mit einem überwiegend übernatürlichem da unsterblichen Killer stellt die Reihe nichts anderes dar. Um ein absolutes Minimum an Story wurden immer ausgeklügeltere blutige Kills gebastelt. Und das zog liebe Leute. Das zog sogar soweit, dass sich die heimische Zensur in den Staaten für das R-Rating, beginnend beim grandiosen Teil 4, immer ungnädiger zeigte. Paradebeispiel ist hier John Carl Buechlers Teil 7, dem massive Schauwerte entzogen wurden. Und da eben irgendwann die Luft aus dem "Rumachen-Abschlachten" und dem ewig auferstehenden Jason raus war, versuchte man die Freitag der 13. - Dogmen bereits frühzeitig aufzubrechen. So geht bereits Teil 5 andere Wege und Teil 8 verlegt den gewohnten Handlungsort frühzeitig, was nachfolgend durch Jason X zudem sehr ausufernd zelebriert und auf die Spitze getrieben wurde.    

 

Doch nun endlich zum neunten Teil, der nach dem in meinen Augen schwachen achten Teil das Franchise gänzlich umzukrempeln versuchte und demnach auch die Fangemeinde bis heute spaltet!

 

Die Freitag der 13. - Reihe ist hier nämlich in den neunziger Jahren angekommen, was sich bereits in der Art der Umsetzung widerspiegelt. Der Stil der Reihe wie man ihn bis dato kannte wurde hier abgeschafft und das "Chrystal-Lake-Pubertätsmassaker" mutiert zu einer innerstädtischen "Body-Switch-Hatz" welche versucht, der bislang allenfalls unterschwellig mitschwingenden, übernatürlichen Vorhees-Metaebene auf den Grund zu kommen. Warum gibt es denn diesen Killer, der nicht sterben kann? Und während Teil 5 einen überraschenden Storytwist präsentierte und das "Design" des Franchise überwiegend unangetastet ließ, so spielt Teil 9 hier von Beginn an mit offenen Karten und versucht, das Franchise dramaturgisch und auch in der Päsentation nahezu überwiegend neu aufzustellen.

 

Und ab dem hier besprochenen Teil, wenn nicht gar sogar DURCH diesen Teil, war danach nichts mehr wie war im "Vorhees-Universum". Teil 10 kreierte einen Uber-Jason im All, Freddy vs. Jason ließ die Kult-Killer meiner Jugend aufeinander los und das Remake aus 2009 versuchte das Franchise mehr oder minder erfolgreich zu den Wurzeln zurückkehren zu lassen. Seitdem ist es still, am Chrystal Lake. Und umso mehr ich über all das nachdenke, was ab Teil 7 und somit vor "Jason goes to Hell" kam und was ihm nachfolgte, so sehe ich Teil 9 trotz seiner Bemühungen vom Altbekannten zu entfliehen, doch als einen letzten tatsächlich noch "echten" Freitag der 13. - Film. Aus meiner Sicht lässt sich das sogar ganz leicht begründen. Denn letztlich ist jeder bis dato entstandene Film der Reihe doch irgendwo eigenständig und geht über die einzige Gemeimsamkeit, nämlich ein Killer der Teenager brachial ins Jenseits befördert, nicht hinaus.

 

Und eben macht Teil 9 gar nicht soviel anders, nur eben auf einer anderen Metaebene. Adam Marcus versucht hier die zum Teil äußerst brutalen Kills mal über einen die Hockyemaske tragenden und die Machete schwingenden Killer hinausgehen zu lassen, was der grafischen Freude mitnichten abträglich ist. Und wenn er das dramaturgische Süppchen schon mal gänzlich anders aufsetzt, dann schöpft er auch gleich aus den vollen und lockt uns zum Ende mit einem Crossover, was sich in den Köpfen so etabliert haben muss, dass es tatsächlich zur Entstehung kam.

 

Fazit:

 

So sehr der Film die Geister scheiden mag, ich bewerte den Film insbesondere aufgrund der obigen Erwägungen positiv. Seien wir ehrlich, Rob Heddens Vorgänger versuchte bereits eigene Wege zu gehen und das Franchise aus der gebetsmühlenartigen Widerholung des immer gleichen Stoffes zu befreien. Dies scheiterte aus meiner Sicht gründlich, da er mit dem nochmals übertriebenen Stil der endenden achziger Jahre (Beispiel: Gitarre im Schiffsrumpf oder Giftmüll in Fässern) und dem alleinigen Beschränken auf Wechsel des Handlungsortes einfach nicht genug Mut für einen wirklichen Neuanfang hatte. Wieder war es nur eine banale Handlung, um ein paar belanglose Kills gestrickt.

 

Adam Marcus hat demgegenüber hier deutlich mehr Mut an den Tag gelegt, frischen Wind in das Franchise zu bringen. Hierbei soll allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass er mit einigen Ideen sicherlich über das Ziel hinausgeschossen ist. Natürlich ist es diskutabel, ob diese ganze Dämonenwurm-Kiste nötig war, oder man es nicht hätte anders machen können. Aber hey, wer nicht wagt, der nicht gewinnt und es waren eben die neunziger Jahre! Und wenn ich mir überlege, was die eigentliche Stärke des Franchise immer gewesen ist, so waren es die grafischen und teils äußerst brutalen Kills, begleitet vom grandiosen Score eines Harry Manfredini. Und hier schöpft "Jason goes to Hell" einfach mal aus dem Vollen. Die Jungs von KNB haben hier ganze Arbeit geleistet und der geneigte Gorehound hat selbst in der R-Rated nicht viel zu meckern, wobei die Unrated natürlich noch eine Schippe drauflegt.

 

Im Ergebnis kann man diesem Teil hier allenfalls vorwerfen, dass er keine pubertierenden Teenies am See mehr wegmetzeln, sondern einfach mal eine andere Story um unseren Lieblingshockeyspieler spinnen wollte. Ich persönlich finde das in diesem Sinne jetzt zwar nicht direkt innovativ, aber zumindest charmant. Denn ich bekomme Jason letztlich trotzdem geboten und mein frommer Wunsch nach ordentlichem Gekröse am "schwarzen Freitag" wird auch hier erfüllt. Und seinen wir ehrlich, kann im Kontext "Teeniegemetzel am See" wirklich noch etwas über die Teile 4 und 7 hinausgehen? Ich meine nein, was durch das durchaus grafische Reboot/Remake 2009 hinreichend belegt wurde. Die Luft aus dem Standard-Ferienlagerkiller mit Maske ist raus. Und mal ganz nüchtern betrachtet, kann man Adam Marcus rein handwerklich ebenfalls  nichts vorwerfen. Die audiovisuelle Umsetzung ist definitiv gelungen, die handgemachten Gore-Effekte und die sonstigen Special-Effects sind gelungen und auch ganz gut gealtert.

 

Für mich also trotz gänzlich anderer Herangehensweise der letzte klassische Freitag der 13. Das Freitag der 13. Feeling ist zumindest bei mir hier präsenter als noch bei Teil 8, wenngleich auf anderer Ebene durch die andere Herangehensweise! Ich sehe ihn weiterhin immer wieder gern und freue mich auf eine Unrated Fassung mit FSK-Freigabe auf Bluray. Und dass die Reihe nunmehr Einzug ins Fernsehprogramm bekommt, stimmt mich sehr fröhlich. Also weiter so TNT, besorgt Euch die Rechte der anderen Teile für weitere Austrahlungen!

 

Und jetzt dürft Ihr mich gern verprügeln, denn das Jason goes to Hell - Bashing hat ja jetzt neues Futter! Aber für mich ist heute dennoch ein großer Tag, denn der gute "alte" Jason metzelt mittlerweile im TV! ;-)

7/10
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Kommentare

14.07.2019 19:16 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 14
Erfahrungspunkte von dicker Hund 3.357
Dieser Teil hier war meine erste Begegnung mit dem maskierten Jason. Hat mich damals ziemlich begeistert. Da "Freitag" mit "F" beginnt, werde ich mich dem Franchise in absehbarer Zeit selbst widmen.

Die Informationen zum Ende von Teil 5 und Teil 1 sind meines Erachtens eine Spoilerwarnung wert. Im Übrigen herzlich formuliertes und angenehm positives Review.

14.07.2019 19:20 Uhr - Mucki1979
1x
User-Level von Mucki1979 6
Erfahrungspunkte von Mucki1979 532
Vielen Dank!

Guter Hinweis, ich schaue mal, wie ich das anpassen kann.

14.07.2019 20:49 Uhr - TheMovieStar
1x
User-Level von TheMovieStar 6
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 558
JgtH hab ich einmal gesehen, das war damals in den 90ern wo er auf video raus kam kann mich nicht mehr daran erinnern ob ich den jetzt gut oder schlecht fand.. jetzt habe ich das mediabook mit der r rated und der unrated (dvd fassung) ovp zu hause und noch nicht geöffnet.
Werde den nach deinem Review mal gucken vielleicht taugt der ja was.

15.07.2019 12:13 Uhr - CHOLLO
1x
User-Level von CHOLLO 8
Erfahrungspunkte von CHOLLO 920
Den find ich äußerst mäßig..deine Kritik hingegen ist Top!!

15.07.2019 12:15 Uhr - Mucki1979
User-Level von Mucki1979 6
Erfahrungspunkte von Mucki1979 532
15.07.2019 12:13 Uhr schrieb CHOLLO
Den find ich äußerst mäßig..deine Kritik hingegen ist Top!!


Vielen Dank lieber Chollo! Ja, hier scheiden sich kurioser Weise wirklich die Geister!

15.07.2019 15:13 Uhr - FordFairlane
1x
User-Level von FordFairlane 2
Erfahrungspunkte von FordFairlane 35
Der Film ist klasse, da er von allen Teilen mal etwas anderes versucht und zudem ein unglaublich toller 90er Jahre Slasher ist, der eine Spur ähnlichkeit mit "The Hidden" hat.
Schöne Kritik

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