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g-hot77
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Eintrag: 15.07.2019

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Chroniken der Finsternis - Der schwarze Reiter

(Originaltitel: Gogol. Nachalo)
Herstellungsland:Russland (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Horror, Krimi, Thriller,
Mystery
Alternativtitel:Gogol. The Beginning

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,50 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Nikolai Gogol, ein erfolgloser Schriftsteller der sich seinen Lebensunterhalt bei der St. Petersburger Polizei mit der Dokumentation von Mordfällen verdient, wird seit seiner Kindheit von heftigen Anfällen und Visionen geplagt, die nun immer häufiger an den Tatorten auftreten und zur Aufklährung der Fälle beitragen. Als der berühmte Ermittler Yakow Guro Zeuge dieser Visonen wird, nimmt er den jungen Gogol mit in das kleine Dorf Dikanka, um mit seiner Hilfe die blutige Mordserie an drei jungen Frauen aufzuklären. Im Zuge ihrer Ermittlungen stoßen die beiden auf ein dunkles Geheimnis.
eine kritik von g-hot77:

Ein verkannter Möchtegern-Autor arbeitet bei der russischen Polizei als Schriftführer und wird durch seine dunkle Gabe, dem ohnmächtigen und visionärem Erfassen von Beweismitteln und Zusammenhängen, von einem erfolgreichen Ermittler entdeckt und gerät so in eine brutale Mordserie mit scheinbar mystischem Hintergrund…

…so würde ich den Plot des ersten Teils dieser kleinen aber feinen, russische LowBudget-Trilogie zusammenfassen, welche zwischen 2017 und 2019 entstand , zuerst  in den russischen Kinos als Dreiteiler (314 Minuten Gesamtlaufzeit) und später dann als 8-teilige Serie im russischen Fernsehen. Der gesamte Cast und sonstige verantwortliche Crew rekrutieren sich aus russischem Personal mit größtenteils langjährigen und weitreichenden Berufserfahrungen dort.

Dieser Teil der Trilogie hat laut IMDb ein geschätztes Budget von 50 Millionen RUR, was etwas mehr als 700.000 Euro entspricht und in heutigen Zeiten für eine Kinoproduktion wahrscheinlich ziemlich wenig ist, so merkt man dem Film einfach zu keinem Zeitpunkt und an keiner Stelle auch nur in irgendeiner Form etwas von diesem Umstand an.

Das ganze Format kommt sehr hochwertig daher und besticht mit absolut tollen Settings, liebevollen und detaillierten Kostümen und Masken, einem raffinierten Einsatz von Perspektive, Beleuchtung und Schnitt und hervorragend gecasteten Schauspielern, die allesamt wirklich gute Arbeit machen. Die Optik bietet toll in Szene gesetzte Landschaften und Settings mit passenden Belichtungen und gut überlegten Filtern, dass an vielen Stellen im Film ein Eindruck entsteht, als wäre Tim Burton persönlich an dieser Produktion beteiligt. Der Film wirkt an vielen Stellen sehr stark inspiriert von ihm und ein gewisse Ähnlichkeit zu „Sleepy Hollow“ ist nicht zu leugnen.  Alle Spezialeffekte sind sehr gut gemacht, entweder handgemacht oder wenn computeranimiert, dann so, dass es nicht aufdringlich heraussticht.

Der ganze Film ist permanent Score-untermalt und das sowas von passend, größtenteils mittelalterlicher Art mit manchmal russischer Note, dann mal wieder etwas moderner, immer so dass die jeweilige Atmosphäre im Film perfekt untermalt wird und es dem Zuschauer noch einfacher gemacht wird in den Film einzutauchen. Der Score stammt von Ryan Otter, welcher bei den „Global Music Awards“ für diese Arbeit ausgezeichnet wurde.

Der Film ist ein extremer Genre-Mix, da haben wir viele klassische Kriminal- und Thriller-Elemente, gespickt mit viel Mystery- und Horror-Anteilen, und das alles in dieser realistisch umgesetzten und überzeugenden 19. Jahrhundert-Atmosphäre.

Die schauspielerische Leistung ist durch sehr gut und besonders hervorzuheben ist hier die Hauptrolle, der Protagonist „Gogol Nikolai Vasilievich“, gespielt von Alexander Petrov. Diesem nimmt man seine Rolle jederzeit ab und er bringt den selber nicht so recht wissenden, von Visionen und Träumen geplagten mit viel Spielfreude und Engagement rüber, dass man gar nicht anders kann als die ganze Zeit mit ihm mit zu fiebern und gespannt der Dinge ist, die ihm als nächstes wiederfahren. Der Charakter basiert übrigens lose auf den Werken des bekannten russischen Autors „Nikolai Wassiljewitsch Gogol“. Als Abzug in der B-Note sei an dieser Stelle erwähnt dass die meisten anderen Charaktere leider relativ blass bleiben und das Drehbuch hier sehr oft mit einem Kommen und Gehen arbeitet, der Charakter des Gogol entschädigt jedoch absolut als Haupt-Bezugsperson. Die Visionen und Träume von Gogol sind sehr raffiniert in Szene gesetzt, so weiß der Zuschauer genau wie Gogol selbst, oft nicht wo sie beginnen und enden und was Realität und was nicht.

 

Fazit: Handwerklich sehr gut produzierter, atmosphärisch dichter und überzeugend gespielter Genre-Mix mit toller Optik und Darstellern, im Stile von „Sleepy Hollow“, jedoch mit etwas mehr Horror- und Mystery-Elementen. War ein wirklich schönes, kurzweiliges Filmvergnügen, dass Lust auf die anderen zwei Teile gemacht hat und da hier spannende Unterhaltung auf hohem Niveau mit relativ geringen Mitteln produziert wurde, hat der Film in meinen Augen eine 8 verdient.

8/10
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Kommentare

15.07.2019 20:20 Uhr - Ghostfacelooker
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Selten, daß ich Russen als solches sympathisch finde, aber ihre Filme und vor allem die Wächter Werke haben was sehr anziehendes.

15.07.2019 21:58 Uhr - g-hot77
User-Level von g-hot77 12
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15.07.2019 20:20 Uhr schrieb Ghostfacelooker
Selten, daß ich Russen als solches sympathisch finde, aber ihre Filme und vor allem die Wächter Werke haben was sehr anziehendes.



Haben irgendwie einen gewissen Charme. Fand die Kinoproduktionen aus Russland der jüngeren Zeit größtenteils Klasse

16.07.2019 15:23 Uhr - The Machinist
User-Level von The Machinist 5
Erfahrungspunkte von The Machinist 339
Geil, jetzt weiss ich endlich mal was das eigentlich ist, was mir da des öfteren auf Amazon vorgeschlagen wird. Nein wirklich, hört sich interessant an, Dark-Fantasy zieht bei mir sowieso immer und osteuropäisches Kino sehe ich hin und wieder auch ganz gerne - Abwechslung muss sein!

Tolle Review, gerne auch noch zu Teil 2 und 3.

Danke für die Empfehlung.

16.07.2019 17:07 Uhr - g-hot77
1x
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16.07.2019 15:23 Uhr schrieb The Machinist
Geil, jetzt weiss ich endlich mal was das eigentlich ist, was mir da des öfteren auf Amazon vorgeschlagen wird. Nein wirklich, hört sich interessant an, Dark-Fantasy zieht bei mir sowieso immer und osteuropäisches Kino sehe ich hin und wieder auch ganz gerne - Abwechslung muss sein!

Tolle Review, gerne auch noch zu Teil 2 und 3.

Danke für die Empfehlung.


Danke. Zu Teil 2 und 3 werde ich wohl keins schreiben, da ich mich in vielen Dingen wiederholen müsste. Fakt ist, dass in den darauf folgenden Teilen, die Schraube in Sachen Atmosphäre und Spannung noch einmal gehörig angezogen wird. Es wird noch etwas blutiger und okkulter. Gerade im 3. Teil kommen relativ viele Twists hinzu.Ich kann also uneingeschränkt die komplette Trilogie empfehlen. Ich hätte aber so oder so nicht nach dem 1. Teil aufhören können!

16.07.2019 19:59 Uhr - The Machinist
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Cool, gut zu wissen, danke für die Info.

Weißt du was, hab mir gerade eben blind die gesamte Trilogie bestellt, jetzt bin ich da umso gespannter drauf.

hochachtungsvoll

Der Maschinist

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