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Die Rückkehr der Jedi-Ritter

Originaltitel: Return of the Jedi

Herstellungsland:USA (1983)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Fantasy,
Science-Fiction
Alternativtitel:Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter
Revenge Of The Jedi
Blue Harvest
Star Wars: Episode VI - Return Of The Jedi
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,27 (151 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Im spektakulären letzten Teil der Star Wars Saga rüstet sich das Imperium zur alles entscheidenden Schlacht. Die Rebellen sollen mit Hilfe des neuen Todessterns für immer vernichtet werden. Obwohl sie sich größter Gefahr aussetzen, begeben sich Luke Skywalker und Prinzessin Leia zum Wüstenplaneten Tatooine. Hier gelingt es ihnen, Han Solo aus den Klauen des widerlichen Gangsters Jabba the Hutt zu befreien. Wieder vereint reisen sie zum Mond des Planeten Endor, um dort gemeinsam mit ihren Verbündeten, den Ewoks, der imperialen Übermacht entgegenzutreten. Das schwerste Gefecht von allen steht jedoch dem jungen Luke bevor: Ein Zweikampf mit seinem Erzfeind und Vater Darth Vader, der das Schicksal der gesamten Galaxie für immer besiegeln könnte. (20th Century Fox)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Reviews zur Star Wars-Saga:
Die dunkle Bedrohung - Angriff der Klonkrieger - Die Rache der Sith - Obi-Wan Kenobi 
- Rogue One - Krieg der Sterne - Das Imperium schlägt zurück - Die Rückkehr der Jedi-Ritter - Das Erwachen der Macht - Die letzten Jedi


Alle guten Dinge sind drei und jede Trilogie geht mal zu Ende.

Das Ende, demzufolge der dritte Teil, der Urtrilogie (1977 bis 1983) kam, wie schon sein Vorgänger
Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück“ (1980), drei Jahre nach dem vorigen Film in die Kinos.

Mit

Die Rückkehr der Jedi-Ritter

(1983) schließt sich der Kreis, des handlungstechnisch (etwa) mittleren Teils der Geschichte.

Auf den ersten Blick haben wir hier einige Steigerungen. Nach 11 und 18 Millionen Dollar Budget standen nun 32,5 Millionen Dollar Budget zur Verfügung (Das Einspielergebnis lag mit etwas unter 600 Millionen Dollar ähnlich, wie bei Teil 5, wobei „Star Wars 6“ der erste Film war, der am Startwochenende über 20 Millionen Dollar einspielte!), erstmals ist die - unzensierte, ab FSK 12 (nicht ab 6) freigegebene - Kinofassung ohne Abspann über zwei Stunden (rund 122 Minuten) lang, der Body Count legt mit 69 Toten ein wenig zu, es ist aber alles im Rahmen einer 12er Freigabe (!), und es treten neben den Stars der vorigen Filme noch mehr Charaktere auf.

„Vader stellen, musst Du dich. Vader, ja. Dann, nur dann, ein Jedi-Ritter wirst Du sein.

Vom Grundsatz her bleibt aber alles, wie gehabt und bewährt - glücklicherweise! Der mittlerweile 32 jährige Mark Hamill schlüpft wieder in die Hauptrolle des (etwa 20 jährigen!) Padawans Luke Skywalker. Ihm zur Seite stehen alle lieb gewonnenen Weggefährten, von den beiden Droiden, dem plappernden C3PO (Anthony Daniels) und R2D2 (Kenny Baker), der ab diesem Film erstmal über zahlreiche Zusatzausstattungen, wie Sägen, Elektroschocker und Co verfügt -beide treten in (fast?) allen „Star Wars“-Filmen auf - die hübsche Leia Organa (Carrie Fisher), über die wir hier noch eines mehr erfahren - optisch, wie charakterlich ;-) - mit Han Solo (Harrison Ford), der erstmal aufgetaut und gerettet werden muss, da der Film quasi nahtlos an
Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück“ anknüpft sowie den haarigen Chewbacca (Peter Mayhew).

Die beiden aktuell letzten Jedi, Meister Yoda (Frank Oz) sowie der Jedi-Geist von Obi-Wan Kenobi (Alec Guinness) erhalten auch kleine Rollen bzw Auftritte, nicht viel aber immerhin etwas; übrigens ist dies der erste Film, in dem Luke Obi-Wan mit dessen richtigem Vornamen anspricht und nicht mehr Ben nennt. 
Dafür kriegen der teuflische Imperartor Palpatin / Darth Sidious (Ian McDiarmid) ebenso, wie Darth Vader (David Prowse), mehr Zeit. Lustig finde ich in diesem Zusammenhang den, nennen wir es mal (Rollen-) Tausch von Luke und Vader - in den Vorgängern tötete Darth Vader mehrfach Personen durch Erwürgen / der Macht. In diesem Film setzt er diese Fähigkeit selbst nicht ein, aber Luke setzt so die beiden Wachen in Jabbas Festung außer Gefecht.

Lando Calrissian (Billy Dee Williams), Jabba the Hutt (Larry Ward), Boba Fett (Jeremy Bulloch) u.v.m. runden das Werk darstellertechnisch gesehen dann noch ab, aber das Hauptaugenmerk, das 'Grande Finale' sozusagen und damit auch der Schwerpunkt liegt ganz klar auf den Schultern der beiden Skywalker!

 „Wenn ich dir nur die Hälfte dessen erzählen würde, was mir über Jabba alles zu Ohren
gekommen ist, würdest du wahrscheinlich auf der Stelle einen Kurzschluss bekommen.“
 

Handlungstechnisch stand hier meiner Meinung nach aber eher „Krieg der Sterne“ (1977) als „Das Imperium schlägt zurück“ (1980) Pate. Es fängt mit Parallelen, wie Tatooine sowie dem doppelten Sonnenuntergang, an, die Grundstimmung ist abgesehen vom Ende beim Imperator weit freundlicher und weniger düster als in Teil 5, es wird sogar als Abwandlung nicht von der letzten, neuen, sondern der 'einzigen' Hoffnung gesprochen. Apropos, das fand ich schon immer merkwürdig, wenn Leia erfährt, dass Darth Vader Lukes Vater ist und das hinnimmt ohne weiteres, ok, wenn Luke Ihr offenbart, dass Sie und er Geschwister sind und Sie das auch gespürt haben will, auch ok, aber das der Mann (Darth Vader), der Sie auf der Suche nach den gestohlenen Plänen des Todessterns hat foltern lassen somit auch Ihr Vater ist, ist keine Erwähnung, Reaktion, Aussage o.ä. wert? Merkwürdig!

Bis auf ein paar Längen, die sich eingeschlichen haben, etwa in Jabbas Palast oder auch dem vorerst verpatzten Angriff auf den neuen Todesstern sowie einem etwas zu kitschigen Ende der Vater-Sohn-Beziehung (vom Blu-ray-exklusiven „Nein!“  (hätte echt nicht sein müssen!) mal abgesehen...), unterhält der Film durchgängig und zeigt auf mehr als gelungen, wie ein 'älterer' Film optisch imposant überzeugen kann! Bild, Ton, die nostalgische „Star Wars“-Melodie, Schnitte, Verknüpfungen der einzelnen Handlungsstränge (etwa die Kämpfe auf Endor, der parallele Luftangriff im Weltraum und die Auseinandersetzung im neuen Todesstern mit dem Imperator, Vader und Luke), alles bestens inszeniert. Die inszenierten Laserschertkämpfe, die hier mehr Zeit erhalten, als bisher - gute Entscheidung! - sind ebenfalls gekonnt in Szene gesetzt und weit überzeugender, als im „Krieg der Sterne“.

Insgesamt gefällt mir vom Grundsatz her der düsterere zweite Teil der Urtrilogie, also „Das Imperium schlägt zurück“ zwar am besten, aber die Geschichte wird hier gekonnt und abgerundet zu Ende erzählt und das auf eine solch 'zeitlose" Art und Weise, dass auch „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ zu den Filmen gezählt werden kann, die sehr gut altern und nicht (zu) alt wirken!

„Und wie stehen unsere Aktien?“
„Unverändert, wie immer.“ 
„So schlecht also.“

Seinerseits bietet „Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ aber auch den ein oder andere interessanten Aspekt. Grundsätzlich ist schon einmal erstaunlich, dass Yoda, soweit mir bekannt bzw im Film, der einzige Jedi ist, der (mit über 900 Jahren!) eines natürlichen Todes stirbt, wobei seine Todesszene aufgrund der Ähnlichkeit eine Anspielung an „In den Fesseln von Shangri-La“ (1937) darstellt / darstellen dürfte! Das ist genauso, wie der Vergleich zwischen den Kämpfen der Ewoks gegen das Imperium und dem gegen die Piraten in „Dschungel der 1000 Gefahren“ (1960). Und dann ist der Kampf auch noch auf Endor, was zum einen ein Ort in der Bibel, dort auch En Dor geschrieben, ist, andererseits und das dürften Filmnerds eher kennen, das elbische Wort für Mittelerde in „Der Herr der Ringe“ (Filme: 2001 bis 2003) ist. Der Gesang der Eworks erinnert mich irgendwie immer an die Klänge afrikanischer Eingeborenen, etwa in „Hatari!“ (1962 - ebenfalls ein sehr guter Film!). Außerdem gibt es natürlich, wie in allen Teilen der Urtrilogie, mindestens eine Anspielung auf „THX 1138“ (1971); dieses Mal steht die Nummer (1138) auf Leias Helm, wenn diese bei Jabba ist. Nebenbei sieht dieses merkwürdige Rattentier in Jabbas Palast aus, wie ein Muppet auf Drogen!

Zum Anschluss noch ein lustiger Fakt - „Star Wars 6“ sollte erst „Die Rache der Jedi“ heißen, wurde aber recht schnell in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ umbenannt, da Rückkehr besser zu den guten Jedi und deren Kodex passt, als Rache.  Aufgrund dieses Untertitels wurde allerdings „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ (1982), der meiner Meinung nach weit besser ist, als dessen Vorgänger, von „Die Rache des Kahn“ in besagtes „Der Zorn des Kahn“ umbenannt; im Nachhinein Unnötig, aber da sieht man mal wieder den enormen Einfluss eines „Star Wars“-Films!
 

Fazit:
Ein schönes Ende einer grandiosen Filmtrilogie, die sich optisch auch heutzutage zum Großteil nicht verstecken muss, auch wenn die Actionszenen heutzutage anders gedreht werden. Nicht zu kitschig, nicht übertrieben in irgendeine Richtung, abgeschlossen und wirklich sehr unterhaltsam.

8,5 von 10 Punkten

9/10
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Kommentare

18.07.2019 16:13 Uhr - sonyericssohn
1x
Moderator
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Erfahrungspunkte von sonyericssohn 9.821
Meisterwerk ! Mein absoluter Lieblingsteil ! Schon zig mal gesehen und immer wieder begeisternd.

Gut gemacht Herr Kaiser !

18.07.2019 16:45 Uhr - Kaiser Soze
1x
DB-Co-Admin
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Danke Dir, Sony!
Du fandest den Film besser als „Das Imperium schlägt zurück“?
Ich finds genau umgekehrt, aber ja, „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ ist ebenfalls sehr gut und bietet, wie man aus den Absätzen überm Fazit ersehen kann aus meiner Sicht als Filmnerd sehr viel Erwähnenswertes ;-)

Review-Reihen-Fortsetzung folgt!

18.07.2019 17:38 Uhr - CHOLLO
1x
User-Level von CHOLLO 10
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Schöner Abschluss deiner Besprechungen zur alten Star Wars Trilogie! Informativ und mit dem nötigen subjektiven Anstrich ;) Für mich war und ist der Erste bzw Episode 4 ja immer noch mein liebster. Liegt vor allem an Peter Cushing als Tarkin :)

18.07.2019 18:04 Uhr - sonyericssohn
1x
Moderator
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18.07.2019 16:45 Uhr schrieb Kaiser Soze
Danke Dir, Sony!
Du fandest den Film besser als „Das Imperium schlägt zurück“?
Ich finds genau umgekehrt, aber ja, „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ ist ebenfalls sehr gut und bietet, wie man aus den Absätzen überm Fazit ersehen kann aus meiner Sicht als Filmnerd sehr viel Erwähnenswertes ;-)

Review-Reihen-Fortsetzung folgt!


Ja, ich find den tatsächlichen besser. Liegt wohl an der enormen Wucht dieses Teils.

18.07.2019 18:59 Uhr - Kaiser Soze
2x
DB-Co-Admin
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@ CHOLLO

Vielen Dank! Ja, die Urtrilogie hat schon Ihren Charme und viele von uns verbinden mit ihr (Kindheits-) Erinnerungen. Ich mag Teil 5 am liebsten, dann Teil 6 und Teil 4 finde ich am wenigsten sehr gut - von schlecht kann ja keine Rede sein! Naja, der Imperator und vor allem Darth Vaders Entwicklung überzeugt mich zwar mehr als Peter Cushing, aber so verschieden sind subjektive Eindrücke.

@Sony
Ja, das kann man natürlich auch so stehen und gelten lassen!

Schönen Abend Euch noch!

18.07.2019 22:51 Uhr - CptMetal
1x
@ Kaiser Soze

C3PO und R2D2 sind auch in Rogue One zu sehen, zwar nur kurz, aber die beiden haben definitiv ihren Auftritt.

Gruß
Cpt Metal

19.07.2019 16:46 Uhr - Der Dicke
SB.com-Autor
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Ah, das Poster hat lange Jahre die Tür meines Kinderzimmers geschmückt! : )

Danke für die Review. Ich hab die Trilogie bestimmt 20 Jahre schon nicht mehr gesehen, nachdem die Lucas'schen Änderungen mir wirklich jegliche Motivation genommen haben, nochmal einen Blick drauf zu werfen. Und irgendwann waren die Videos mit den Originalfassungen weg. Bäh! (Ja, ich weiß, dass es die auch auf Blu-ray gibt; wie gesagt, eine Frage der Motivation meinerseits.)

Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass in der deutschen Synchro der "Imperator" nur in Teil 4 "Kaiser" genannt wird?

21.07.2019 20:13 Uhr - Kaiser Soze
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@CptMetal
Danke Dir, ist korrigiert!

@Dicker
Gerne! na, dann klare Empfehlung, dies mal wieder zu tun / nachzuholen.


Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass in der deutschen Synchro der "Imperator" nur in Teil 4 "Kaiser" genannt wird?


Ja, das hatte mich auch gewundert, aber ich hatte dies als Änderungen der zeit aufgefasst :D

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